Badnerlied

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Blick nach Norden über Hofsgrund zum Schauinsland am 25.10.2012

 
 

 

Badnerlied

Zu hören ist das Badnerlied im Dreisamstadion beim SC Freiburg. Baden war von 1806 bis 1871 ein eigenständiger Staat und ist seit über 150 Jahren Teil von Deutschland. Seit 60 Jahren gibt es das Bundesland Baden-Württemberg.  Das Badnerlied hat (offiziell) fünf Strophen und ist vermutlich 150 Jahre alt. Aber es ist nicht bekannt, wer es gedichtet hat. Vor über 100 Jahren war das Lied ein Marschlied für Soldaten. Wie in jeder Hymne wird auch in Badens Hymne die Schönheit der Heimat gelobt.

1. Das schönste Land in Deutschlands Gauen,
das ist mein Badnerland,
es ist so herrlich anzuschauen,
und ruht in Gottes Hand.

  • Refrain:
    drum grüß’ ich Dich mein Badnerland – Badnerland,
    Du edle Perl’ im deutschen Land – deutschen Land,
    frisch auf, frisch auf,
    frisch auf, frisch auf,
    frisch auf, frisch auf, mein Badnerland !

2. Zu Haslach gräbt man Silbererz, (gemeint ist Haslach im Kinzigtal, Danke Sebastian Schwarz)
Bei Freiburg wächst der Wein,
Im Schwarzwald schöne Mädchen,
Ein Badner möcht’ ich sein !

3. In Karlsruh’ ist die Residenz,
In Mannheim die Fabrik,
In Rastatt ist die Festung,
und das ist Badens Glück !

4. Alt Heidelberg du Feine,
Du Stadt an Ehren reich,
Am Neckar und am Rheine,
Keine And’re kommt Dir gleich.

5. Üb immer Treu’ und Redlichkeit,
Bis in Dein kühles Grab,
Und weiche keinen Fingerbreit,
Vom Badner Wege ab !

 

Einige inoffizielle Strophen zum Badnerlied

Vom Odenwald zum Bodensee,
Entlang des Rheines Strand,
Umgrenzt von dunklen Tannenhöhn
Liegt unser schönes Badnerland.

Im Wiesental Fabriken stehn,
Wie Schlösser klar und hell,
Rauchfahnen aus Kaminen wehn,
Von Lörrach bis nach Zell!

Solang die Farben gelb-rot-gelb
Bei uns am Maste wehn,
Solang wird Deutschlands schönster Gau,
Das Badnerland, nicht untergehn.

In Offenburg sind wir zu Haus,
die Stadt am Kinzigstrand,
das Tor zum Schwarzwald auch genannt,
im schönen Badner Land!

Zell-Weierbach ein gastlich Dorf,
da kehrt man gerne ein,
und trinkt, sofern man Kenner ist,
vom Abtsberg edlen Wein.

Üb immer Treu’ und Redlichkeit,
Bis in Dein kühles Grab,
Und weiche keinen Fingerbreit,
Vom Badner Wege ab.

Und Konstanz liegt am Bodensee,
durchströmt vom jungen Rhein,
des Hegaus Berge winken
im gold’nen Sonnenschein

Vergiß niemals die Heimat,
wo deine Wiege stand,
du findest in der Ferne
kein zweites Badner Land!

 

Noch ein paar – nicht so ernst zu nehmende – Strophen zum Badnerlied

In Konstanz fließt der Rhein noch blau,
In Mannheim wird er grau,
Da fließt der dreckig Neckar rein,
Die alte Schwabensau.

Von Schwaben unterdrücket,
Aufs letzte ausgebeut,
Wer letzten Endes sieget,
Sind die tapfern Badnerleut.

In Sipplingen beim Seepumpwerk,
Da pumpt man Wasser raus,
Wir Badner pinkeln fröhlich rein,
Die Schwaben saufens aus.

Man merkt, daß wir kei’ Schwabe sind,
Und wißt ihr auch warum?
Mir denken erst und schaffe dann,
Bei der Schwabe isch des andersrum.

Ein Badner möcht ich auch gern sein,
Denkt sich so mancher Schwob,
Und weint dann still in sich hinein.
Er wird es nie – gottlob.

In Karlsruh’ spielt der KSC,
In Freiburg der SC.
In Stuttgart gurkt der VfB!
Oh weh, oh weh!

Links

Badnerlied-Sammlung von Ossi W. Pink:
Badner Lied. Alles darüber, Musik, Versionen, alle über 300 Strophen.
http://home.t-online.de/home/pink.ow/badner.htm, eMail pink.ow@t-online.de 

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