Platz-der-Alten-Synagoge

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Reife Kirschen am 1.Juli 2013, während der benachbarte Exxkastanienbaum in voller Blüte steht

 “Das wird ein Backofen”
Hemut Mayer, Professor für Meteorologie, am 19.6.2013 beim Wissensspaziergang der Freiburger Universität am Platz der Alten Synagoge zu den Plänen, den Platz großflächig mit Steinplatten auszulegen und zu versiegeln
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Platz der alten Synagoge

Im Juli 2010 beschließt der Gemeinderat den Bebauungsplan für die Umgestaltung des Platzes der alten Synagoge – auch als Universitätsplatz bekannt – mit Straßenbahn. Gesamtkosten: 42 Mio. Seit August laufen die Vorarbeiten auf dem gesperrten Rotteckring. Anfang 2014 sollen die Zuschusszusagen vorliegen. Frühester Baubeginn wäre Mitte 2014. Ein Jahr später soll der Platz der Alten Synagoge neu gestaltet sein. Im Juni 2016 soll die Tram bis Bertoldsbrunnen rollen, ab 2018 bis Siegesdenkmal.

                   
(1) Uniplatz 6.11.2012: Blick nach Norden  (2)  Blick nach Nordosten                 (3) Obdachlose KG II der Uni 20.12.12

                                     
(4) Neuer Uniplatz – Planskizze                (5) Urban Gardening 26.8.2013              (6) Urban Gardening Stadttheater

                     
(7) Blick ostwärts 1.10.2013                    (8) Blumen und Palme                              (9) Stadttheater am 1.10.2013

synagogenbrunnen170819
(10) Synagogenbrunnen August 2017

 

(4) Neugestaltung zwischen Theater und Uni – Bild: Stadt Freiburg, www.gd90.de

 

Der neue Brunnen am Platz der Alten Synagoge

Ein Sommertag. Er glitzert hell
Freiburgs neu geschaffner Quell,
der das öde Steinquadrat
so freundlich umgestaltet hat.
Des Brunnens Grundriss deutet an,
dass einstmals Hass und Rassenwahn,
das, was der Glaube hier errichtet
in einer schwarzen Nacht vernichtet.
Jetzt toben Kinder, lachen, spielen,
man sieht, dass sie sich glücklich fühlen.

Studenten sitzen – Hand in Hand
verliebt – am warmen Brunnenrand.
Manch’ Bobbele schaut voller Wonne,
blinzelnd in die Mittagssonne
und beißt in seine Münsterwurst,
das macht Freude – und auch Durst.
Da fragt man sich doch: Wo versteckt
sich der hier nötige Respekt?
Ist Mitgefühl hier nur ein Wort?
Wo bleibt die Scham vor diesem Ort?
Kann man beim Denken an das Grauen
noch fröhlich in die Zukunft schauen?
Hier muss es endlich einer wagen,
dem Volk das Nötige zu sagen:
Wenn also unser Rat der Stadt
eine Art Erleuchtung hat,
und in eifrigem Bemühen,
seine Bürger zu erziehen,
an eine Hinweistafel denkt,

die deren Denkart sicher lenkt,
muss man dessen Klugheit loben.
Ja, wahre Weisheit kommt von oben!
Nun, damit Ihr’s alle wisst,
dass das ein nasses Denkmal ist,
gibt’s für unbedarfte Wesen,
endlich bald auf Blech zu lesen,
was hier Schreckliches geschah
(das keiner hörte, keiner sah).
Man verdrängt ja Böses gern.
Das alles liegt ja auch so fern.

Auch ohne Blechschild darf indessen
niemand die Schreckenszeit vergessen,
als auch Freiburgs Bürgerrat
das Menschenrecht mit Füßen trat.
Jedoch, es liegt in seinem Leben,
moralisch mancher noch daneben.
Hier, jetzt sehe ich es ein,
könnt’ er wirklich hilfreich sein.
der schriftlich formulierte Rat
für den, der’s nie begriffen hat.
Vergesslich ist der Mensch im Wesen:
Wer´s nicht im Kopf hat, kann’s dann lesen.
28.9.017, Ivo Mansmann, Freiburg, BZO
Sommers planschen – winters gedenken?
Zur Versöhnung der hedonistischen Nutzung des Synagogenbeckens mit dem Andenken an die Kristallnacht folgende Überlegung: Spontanes Gedenken ist bereits heute jederzeit möglich. Wer gedenken möchte, gedenke. Wer dabei nicht durch planschende Kinder und ihre beglückten Eltern gestört werden möchte, könnte das Becken stundenweise zum Gedenken reservieren. Die Stadt könnte den würdigen Rahmen für das Gedenken durchsetzen. Schwer durchsetzbar finde ich eine Gedenkpflicht. Etwa zwei Minuten innehalten – “so Kinder, jetzt könnt ihr eure Socken ausziehen”.
Konfliktfrei wäre vermutlich sommers Plantschen, winters Gedenken. Man kann ja nicht ständig gedenken.
18.9.2017, Klaus Bayer, Freiburg, BZO

 

 

Bäume gehören in den Wald
Habe ich das richtig gehört oder habe ich das geträumt? Neulich fuhr ich am Kollegiengebäude 2 der Universität vorbei, wo unser Oberbürgermeister einer kleinen Gruppe von Bürgern die zukünftige Neugestaltung des Platzes schmackhaft zu machen versuchte. Ich fing einen Satz von ihm auf, der da lautete (sinngemäß): Freiburg ist eine Stadt und kein Wald, wer Bäume haben möchte, solle doch bitteschön in den Schwarzwald gehen. Darf ein grüner OB in einer grünen Stadt wie Freiburg so etwas sagen?
23.2.2015, Lothar Spillmann, Freiburg

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Wiese statt Steinwüste
“Im veränderten Entwurf haben wir uns für mehr Bäume und sechs Wasserfontainen entschieden” Dieses Statement von Frank Uekermann, Leiter des Garten- und Tiefbauamts, zur Anpassung der Uniplatz-Planung von 2006 wird als unzureichend angesehen. Die Kritik hält an. “So eine große, tote Fläche zu schaffen, macht aus stadtökologischer Sicht keinen Sinn”, so der Stadtklimaexperte Benjamin Bongardt  vom NABU Deutschland.

Der Freiburger Meteorologe Helmut Mayer sieht in den Planungen des Uni-Platzes die “Schaffung eines lokalen Backofens”. Das städtische Klima ist vor weiterer Überhitzung zu bewahren. “Gerade im stark versiegelten Innenstadtbereich wie am Platz der alten Synagoge bräuchte es mehr Grünflächen, um der großräumigen Hitze lokal etwas entgegenzusetzen. Eine weitere Versiegelung ist hingegen völlig kontraproduktiv.”

Die Online-Petition “Wiese statt Steinwüste – Platz der Alten Synagoge mit Wiese erhalten!” hat am 29.6.2014 1700 Unterstützer – machen Sie mit.
https://www.openpetition.de/petition/online/wiese-statt-steinwueste-platz-der-alten-synagoge-mit-wiese-erhalten

 

Umgestaltung des Platzes der Alten Synagoge auf Klimaverträglichkeit prüfen
Die UNO-Umweltbehörde (Unep) und der Weltklimarat (IPCC) warnen eindringlich vor einem Klimakollaps. Davon besonders betroffen werden die dicht bebauten Innenstadtkerne sein. Darum sind alle Baumaßnahmen, die für eine zusätzliche Aufheizung ursächlich sein könnten, auf ihre Klimaverträglichkeit zu prüfen. Dazu gehört nach neueren Erkenntnissen in ersten Linie die Anlegung großer durchgepflasterter innerstädtischer Plätze mit direkter Abstrahlung auf die Uni-Gebäude und den “geschwärzten Bücherklotz, die neue Uni-Bibliothek! Die Ausschreibung zur Gestaltung dieses Platzes liegt nunmehr über zehn Jahre zurück. Damals stellte sich das Problem des Klimawandels noch nicht in der heutigen Schärfe. Es muss deshalb hinterfragt werden, ob das Ergebnis dieser Ausschreibung, ein leerer durchgepflasterter Platz, der aktuellen Situation des Klimawandels noch gerecht wird, oder ob nicht die eingetretenen wissenschaftlich belegten Veränderungen die damalige Entscheidungsgrundlagen in ihrem Kern tangieren und dringender Nachhandlungsbedarf besteht. Dafür müssten vor allem ein “grüner”
4.6.2014, Dieter Jacob, Freiburg

 

Universität lehnt Strandbar aus Lärmgründen ab
“In dieser Vereinbarung anerkennen die Parteien übereinstimmend, dass es sich beim Platz der Alten Synagoge um einen besonders sensiblen Bereich handelt, bei dessen Gestaltung und Nutzung besondere schutzwürdige Interessen der Universität im Hinblick auf die Vermeidung von Störungen von Forschung und Lehre durch Veranstaltungen und Einrichtungen im Umfeld des Platzes zu wahren sind”, schreibt Uni-Sprecher Nicolas Scherger auf BZ-Nachfrage. Die vorgesehene, wenn auch temporäre Nutzung als Beachbar hätte dazu geführt, dass “schon vor dem Ausbau des Platzes eine bis in die Nacht hinein mit Geräuschemissionen verbundene Partyzone für große Menschenmengen akzeptiert und gefördert worden wäre”. Deshalb habe das Rektorat die Stadt gebeten, von dieser Planung Abstand zu nehmen. Eine Aufenthaltsfläche mit einem Sandkasten für Kinder sei dagegen eine gute Sache – “wenn es dabei bleibt”, so die Uni….
Alles vom 30.8.2013 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/freiburger-uni-verhindert-strandbar-furcht-vor-partylaerm

 

Droht ein Backofen – Folgen der nicht klimagerechte Stadtplanung in Freiburg sind verheerend

Freiburgs Innenstadt erhält ein neues Gesicht. Unter dem Motto „Ring frei für neue Stadträume“ wird derzeit der Platz der Alten Synagoge umgestaltet. Alles im Sinne der „Green City“, wie es scheint. Schließlich sollen hier keine Autos mehr fahren und ein Stadtboulevard entstehen.
„Beim Platz der Alten Synagoge macht man den gleichen Fehler, wie schon beim Platz der Weißen Rose: Man baut lokale Backöfen“, warnt Professor Gerd Jendritzky. „Diese Plätze sind bereits bei mäßiger Wärmebelastung unbenutzbar und sorgen aufgrund ihrer Aufheizung an vielen Tagen im Jahr für unerträglichen Arbeitsbedingungen in den umliegenden Gebäuden“, kritisiert der Meteorologe und stellt klar: „Diese Planungsentscheidung stellt damit ein weiteres Beispiel für eine nicht-klimagerechte Stadtentwicklung dar – und einen Widerspruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit von Green City.“ Jendritzky sollte es wissen: Der Biometeorologe war Leiter der Abteilung Medizin-Meteorologie des Deutschen Wetterdienstes in der Außenstelle Freiburg. Wissenschaftlich setzt er sich schon lange mit dem Klima in Freiburg und dessen Auswirkungen auseinander.
Bei einer Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Freiburger Bürgervereine (AFB) Ende Juli sprach der Wissenschaftler über die Auswirkungen einer nicht klimagerechten Stadtentwicklung. Das Thema stieß auf großes Interesse. „Das Problem mit dem Klima ist, dass es hier keine gesetzlichen Grenzwerte wie etwa beim Lärm gibt“, sagt Jendritzky. „Als ich den Vortrag für die AFB vorbereitet habe, wurde mir erst richtig klar, dass es deswegen keine juristische, sondern eine politische Frage ist.“ Eine politische Frage, die SPD Stadtrat Walter Krögner gerne aufs Tableau bringen möchte. Angetan vom „wissenschaftlich fundierten Vortrag“ Jendritzkys bei den Bürgervereinen bittet Krögner nun Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik, den Wissenschaftler für einen Vortrag in den Umweltausschuss einzuladen. „Wenn wir uns in unserer Politik der Nachhaltigkeit verpflichtet fühlen, sollten wir den Umstand, dass für das Klima keine verbindlichen Grenzwerte oder Normen exitstieren, nicht als Ausflucht missbrauchen, in diesem Bereich untätig zu bleiben“, fordert der Stadtrat.

Freiburg git als die wärmste Großstadt Deutschlands. „Für das höhere Temperaturniveau werden wir häufig von den Norddeutschen beneidet“, meint Jendritzky. „Mit den im Mittel wärmeren Bedingungen ist aber eine häufigere und extremere Überschreitung von gesundheitsbezogenen Schwellen verbunden.“ Dass dies durchaus auch gesundheitliche Auswirkungen haben kann, dafür gebe es eindeutige Zahlen, meint der Wissenschaftler. „Im extremen Hitzesommer 2003 sind in Baden-Württemberg mehr als 2.000 Personen durch diese Belastungen gestorben. Man muss davon ausgehen, dass darüber hinaus viele Menschen in ihrer Gesundheit massiv betroffen sind.“ Hinzu komme noch die so genannte städtische Wärmeinsel: „Durch Bebauung und Versiegelung bedingt unterscheidet sich das Klima einer Stadt von dem des Umlandes thermisch.“ Die klimatologisch ideale Stadt aus Sicht eines Fußgängers enthalte kleinräumig sehr abwechslungsreiche Strukturen wie Freiflächen, kleine Parks, Beschattung durch großkronige Laubbäume, Arkaden wie an der KaJo, damit man je nach Jahres- und Tageszeit sowie Wetterlage sich das angenehmste Kleinklima aussuchen könne. Jendritzky räumt ein, dass er als Wissenschaftler nur ein Thema, das Klima, betrachte, aber ein Stadtplaner selbstverständlich viele weitere Faktoren mit einbeziehen müsse. Sein Eindruck sei dennoch, dass „klimagerecht bauen“ nur dann ein Thema sei, wenn es passe. Wenn es eben nicht passe oder Konflikte beinhalten könnte, wie aktuell bei den Planungen zum neuen SC-Stadion, dann sei es kein Thema mehr. Während im Osten der Höllentäler für Abkühlung sorge, profitiere der Nordwesten von Freiburg nicht von der nächtlichen Belüftung. Deshalb verfolge die Stadt mit ihrem Grün-Finger-Plan, wie vor einem Monat in der Begründung zum Bebauungsplan Güterbahnhof wieder bestätigt, das Ziel, Kaltluftentstehungsgebiete und Luftleitbahnen von Bebauung freizuhalten. Das beweise, dass die Planer sich der Folgen einer nicht klimagerechten Bebauung durchaus bewusst sind. Bei der Erweiterung der 11. Fakultät habe man schon „mit Bauchschmerzen“ Kompromisse geschlossen, wie beispielsweise maximal 14 Meter hohe Gebäude und weite Abstände zwischen den Bauten. Jendritzky fordert: „Im Fall der Planung des SC-Stadions auf dem Flugplatz ist deshalb politisch die Frage zu beantworten, welche zusätzliche gesundheitliche Belastung man der Bevölkerung sowie den Patienten und Bediensteten der Uni-Klinik glaubt zumuten zu können.“
29.8.2013, Katrin Hauf, www.stadtkurier.de

 

 

 

Uni-Meteorologen: Ohne Bäume wird Freiburg zur Sauna

Pünktlich zu den ersten richtig heißen Sommertagen haben Meteorologen der Uni eine Hitzespaziergang veranstaltet – und mehr Grün und weniger versiegelte Flächen in Freiburg angemahnt. …..
Es ist wohl kein Zufall, dass Mayer und Matzarakis den Platz der Alten Synagoge als nächsten Exkursionsort ansteuern. 31 Grad ist die Oberfläche der Rasenfläche warm – noch. “Nach dem Umbau wird das hier ein kleiner Backofen”, sagt Mayer. Den Beschluss, die Fläche zu versiegeln, hält er für problematisch. Vor allem im Zentrum des Platzes werde es künftig sehr heiß. Wie heiß, demonstriert er im Innenhof der Universität. Die Steinplatten haben sich auf 49 Grad aufgewärmt. Drei Studentinnen haben sich unter die Linde beim Peterhof verkrochen. Die Temperatur dort: 27 Grad. “Um die Hitze besser ertragen zu können, bedarf es vieler breitkroniger Bäume in der Stadt”, sagt Helmut Mayer……
Alles vom 19.6.2013 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/uni-meteorologen-ohne-baeume-wird-freiburg-zur-sauna

 

 

Platz der Alten Synagoge in Bürgerbeteiligung miteinbeziehen

Zu den Planungen für den Platz der Alten Synagoge zwischen Stadttheater und Universität: Ich möchte dazu aufrufen, diesen Platz in die Bürgerbeteiligung miteinzubeziehen, dann würde die jetzige Planung sicherlich anders ausfallen! Denn all die Menschen, mit denen ich gesprochen habe, würden für Freiburg als so wichtigen Platz sich etwas anderes wünschen und das nicht ohne guten Grund. Auch in den Leserbriefen in der BZ kam das zum Ausdruck. Das einzige Zugeständnis, das auf die von vielen Bürgern abgelehnte Vorstellung erfolgte, sind ein paar “Alibibäumchen” am Rande. Will man weiter solche Bausünden begehen, die nichts mit Bürgernähe zu tun haben? Dann bitte nicht hier in unserem schönen Freiburg! So wie es aussieht, nur aus dem Grund, um Freiburg etwas Großstädtisches zu geben! Selbst die Meteorologen warnen vor der jetzigen Planung! Solche Städte, die wunderschön und beliebt sind, wie Sevilla, sollte man sich doch als Vorbild nehmen, wie die gestaltet sind, keine großen Asphaltwüsten als Plätze, sondern viel Lauschiges, Bäume, Springbrunnen (Ausnahme Europaplatz, aber da sieht man im Sommer auch nur ein paar Touristen in der Mitte des Platzes). Sie wissen auch warum, jeder meidet doch in den Monaten, an denen gerade so ein Platz einlädt, nämlich im Sommer, diese leeren heißen “Asphaltöden”! Vielleicht spätnachts wird so ein Platz dann angenehm sein, aber kommen dann noch die Mehrzahl in den Genuss? Bitte meldet euch zahlreich, um eine so wichtige Gestaltung, die Freiburg prägen wird, in Bürgerfreundlichkeit zu verwandeln und nicht irgendwelchen architektonischen Gesichtspunkten zu gefallen! Es wäre toll, wenn die beiden warnenden Meteorologen, die in der BZ zu Wort kamen, auch tatkräftig unterstützen könnten, dass so eine Bausünde die Freiburger nicht aushalten müssen. Jetzt ist es zwar schon reichlich spät, aber wenn man die Bürgerbeteiligung ernst nimmt, wird es noch möglich sein, echte Verbesserungen zu erreichen und nicht ein paar Alibibäumchen! Freiburg hat es jetzt in der Hand, etwas wirklich Schönes in der Mitte der Stadt zu gestalten, wo die Menschen sich zum Verweilen eingeladen fühlen. Überlasst diesen Platz nicht irgendwelchen Prestigevorstellungen!
18.3.2013, Christel Krauter, Freiburg

 

 

Freiburger Meteorologen warnen vor teils unerträglicher Hitze – Stadtplaner sehen darin kein echtes Problem
Die Meteorologen der Freiburger Universität haben vor Monaten auf die drohende Verschlechterung des Kleinklimas hingewiesen. Dass die Rasenfläche mit Granit versiegelt und Bäume gefällt werden, führe dazu, dass Hitzestress künftig von Mai bis September auftreten könne und damit zwei Monate länger als bisher. Zudem sei es in der Mittagshitze auf dem Platz nicht auszuhalten, sagt Klimaforscher Andreas Matzarakis. Seinen Berechnungen zufolge steigt die gefühlte Temperatur auf dem Platz einzig wegen der Umgestaltung um bis zu zehn Grad. Die zusätzlich zu erwartende Temperaturerhöhung durch den Klimawandel ist darin noch nicht berücksichtigt. Um den künftigen Hitzestress deutlich zu verringern, müssten Bäume auf dem gesamten Platz verteilt sein, meint der Stadtklimaforscher. 10.10.2012
http://www.badische-zeitung.de/freiburg/ein-platz-in-der-sonne–64471723.html

… wie warm es in der Platzmitte ist, sei gar nicht so wichtig
Hendrik Schmitt-Nagel vom städtischen Garten- und Tiefbauamt, das den Umbau des Rotteckrings leitet, ist bewusst, dass die gefühlte Temperatur in den sonnigen Bereichen künftig zunehmen wird. Er interpretiert die Forschungsergebnisse jedoch anders: “Ziel kann nicht die Verschattung des gesamten Platzes sein”, sagt er. Ein großer Platz belebe sich immer von den Rändern her – wie warm es in der Platzmitte ist, sei gar nicht so wichtig. Nur die wenigsten Menschen hielten sich gerne “mitten auf dem Präsentierteller” auf. …. Alles vom 10.10.2012 bitte lesen auf http://www.badische-zeitung.de/freiburg/debatte-um-den-platz-der-alten-synagoge-geht-weiter–64471643.html

Wozu ein Platz, der nicht von den Menschen genutzt werden kann?
“Ein großer Platz belebe sich immer von den Rändern her – wie warm es in der Platzmitte ist, sei gar nicht so wichtig. Nur die wenigsten Menschen hielten sich gerne “mitten auf dem Präsentierteller” auf.” Wozu soll der Platz dann gut sein, wenn er nicht von den Menschen genutzt werden kann? Als Denkmal für den Bürgermeister? Vielleicht muss die Platzmitte ja für ein Denkmal für einen dunkelgrünen Bürgermeister freigehalten werden.
Joachim Pape

Je mehr Hitze auf dem Platz – desto weniger Obdachlose
Es ist ein offenes Geheimnis in Freiburg, dass die am Platz der alten Synagoge liegende Fakultät der Rechtswissenschaften nicht unglücklich darüber ist, dass sich in Zukunft die Obdachlosen auf dem Platz nicht mehr wohlfühlen.
Hartmut Voigt, 10.10.2012

Was wäre mit der südfranzösischen Lösung?
Ein dünn gekiester Platz mit vielen Platanen. Platz für Boule und Bänke, Schatten im Sommer und südliches Flair. Dann noch ein Strassencafe hin und gut is.

Mit Schiefer auslegen
Ich hätte da einen Vorschlag: Das Zentrum des „Präsentiertellers“ mit Schiefer auslegen. Der wird sehr schnell sehr heiß. Könnte so ohne Stromverbrauch zum Kochen bzw. Grillen genutzt werden. Und für die Obdachlosen könnte so die warme Suppe kostengünstig erwärmt werden. Im Ernst: wieso wir der Platz nicht gleich bebaut, wenn er nicht dem Aufenthalt von Menschen dienen soll?

Hässlich: X-Press Gebäude Schnewlinstrasse, Quartier Unterlinden, Westarkaden,ColombiEck
Frank Uekermann – sein Amt hält die vorhergesagte Zunahme der Hitze auf dem Platz der Alten Synagoge für wenig relevant. Soll heissen: Ich Salomon und co. lassen uns nicht reinreden da wir eh alles besser wissen. Ja es wird schon sehr hässlich werden in Freiburg: Siehe X-Press Gebäude Schnewlinstrasse, Quartier Unterlinden, Westarkaden und wartet mal alle ab wenn erstmal Das neue ColombiEck fertig ist. Alles einfach Quadratisch hässlich dicht bebauen. Und dann kommt ja noch der tolle Rotteckring Boulevard mit quadratischen Bäumen. Wer soll da flanieren und warum ? Ok für ne erste Mai Parade ist das eventuell praktisch und zum Abschluss eine Kundgebung auf dem Platz der Alten Synagoge. Das ging mit einem attraktiven Innenstadtpark selbstverständlich nicht.
Andreas Meier, 10.10.2012

Behauptungen von Herrn Hendrik Schmitt-Nagel vom Gartenamt widerlegen
Wenn man Sommers über den Platz der Weißen Rose geht kann man gleich zwei Behauptungen von Herrn Hendrik Schmitt-Nagel vom Gartenamt widerlegen:
1. “wie warm es in der Platzmitte ist, sei gar nicht so wichtig” – Stimmt nicht, im Sommer nutzt ab einer gewissen Sonnenkraft keiner mehr diesen Platz (den gesamten). Das war während der alten Bebauung  noch anders.
2. “Ein großer Platz belebe sich immer von den Rändern her” – Der Brunnen auf dem Platz der Weißen Rose ist die exponierteste Stelle und wir bei angenehmen Temperaturen rege genutzt. Es ist die Frage, wie man Verweilmöglichkeiten anlegt.
Ich persönlich finde diesen Platz genau so ungeschickt wie die Verkleidung der UB. Aber gut, es ist ein Gemeinderatsbeschluss und wir haben diesen Gemeinderat gewählt.
Michael Kühner, 10.10.2012

Sandplätze mit schattenspenden Bäumen – wie in südlichen Ländern
Warum sind die Stadtplaner nicht in der Lage sich in den südlichen Ländern die Gemeinschaftsplätze für die Bevölkerung anzusehen? Dort sind es Kies- oder Sandplätze mit schattenspendenden Bäumen, Bänken, Brunnen etc., damit sich der Bürger wohlfühlt. Nicht Steinplätze, die sich in der Sonne unnötig aufheizen. Die Verursacher dieser Planung sollten gezwungen werden für einen notwendigen Rück-/Umbau aus der eigenen Tasche zu haften.
Dann würde solch ein Unfug unterbleiben!
Klaus Egle, 11.10.2012

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