Littenweiler-Bahnhof

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Blick nach Westen über PH, Littenweiler Bahnhof, Höllentalbahn und Lindenmatte (von Links) zum Rheintalnebel am 15.11.2012

 

                   
(1) Bahnhof am 7.2.2013                        (2) Fahrräder, Bahn und Schnee            (3) 9.2.2013 Höllentalbahn

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(4) Littenweiler Bahnhofsgelände       (5) Littenweiler, Ebnet. Bahnhof Mitte      (6) Blick westwärts 3.11.2015

(4) Littenweiler Bahnhofsgelände:
Pädagogische Hochschule links (Mensa) und unten (Aula Mitte),
Lindenmattenstrasse links mit Bahnübergang,
Bahnhof mit Höllentalbahn nach Freiburg (Westen links) und Titisee (Osten rechts)
Bahnhofsvorplatz im Süden unterhalb
B31-Unterführung – Grünstreifen oberhalb des Bahnhofs, also nördlich der Bahnlinie
Wohnbebauung Giersbergweg und Ekkebertstrasse oben

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Bahnhofareal Littenweiler – Entwicklung kann beginnen
„Die Eigentumsverhältnisse konnten noch nicht geklärt werden“, war die stete Erklärung, welche die Littenweiler Bürger seit mehr als zehn Jahren bei jedem Neujahrsempfang und in jeder Mitgliederversammlung des Bürgerverein hören mussten, wenn es um die Planungen zur Neugestaltung des Bahnhofsareals ging. Nun hat sich die Stadt nach langen, komplexen Verhandlungen mit den Inhabern der Grundstücke (Land, Bund, Deutsche Bahn und private Seite) geeinigt. Die Neuordnung und Entwicklung des Bahnhofsareals und seiner Umgebung kann beginnen! Die Stadt konnte nun Vorkaufs- und weitere Flächen von der Bahn erwerben und auch die Landesflächen. Diese Verhandlungen haben tatsächlich ein knappes Jahrzehnt gedauert. Konkret wurde nun vereinbart, dass der Standort für die Bäckerei Heitzmann gesichert ist, nach Möglichkeit soll sie am alten Bahnhofsgebäude, ansonsten auf der westlichen Fläche des Bahnhofsareals untergebracht werden. Auch das Reisebüro Gleisnost kann am Standort bleiben. Vor mehr als zehn Jahren, als die Planungen zur Umgestaltung des Bahnhofsareals und die Pläne für ein Einkaufszentrum auf dem PH-Parkplatz erstmals bekannt wurden, regte sich jedoch Widerstand in der Bürgerschaft. In einer Unterschriftenaktion sprachen sich 1522 Bürgerinnen und Bürger, damals 28,3 % der Wahlberechtigten im Stadtteil, gegen die geplanten Veränderungen im Bahnhofsbereich aus. Daraufhin fand im April 2010 in der PH eine öffentliche Planungswerkstatt „Bahnhofsareal Littenweiler“ statt, an der sich über 70 Bürger/innen, Vertreter/innen des Bürgervereins, des Einzelhandels und der Ärzteschaft beteiligten. Die ursprüngliche Idee der Stadtverwaltung, ein Einkaufszentrum auf dem PH-Parkplatz zu errichten, war danach Geschichte. Die deutliche Mehrheit der Beteiligten hatte unmissverständlich signalisiert, dass ein Lebensmittelvollsortimenter an dieser Stelle nicht gewünscht ist. „Stattdessen soll die Infrastruktur durch bezahlbare Wohnungen, ein Ärztehaus, kleine Läden und ein parkähnliches Freizeitgelände gestärkt werden“, so das Credo des Workshops. Es gab jedoch auch Stimmen, die sich gänzlich gegen die Neugestaltung und Bebauung des Bahnhofsareals richteten. Hier machte der damalige städtische Baureferent Norbert Schröder-Klings jedoch unmissverständlich klar „ein Festhalten am Status Quo wird es nicht geben“. Teilnehmer des Workshops erarbeiteten seinerzeit, dass am Bahnhof Littenweiler eine attraktive Quartiersmitte geschaffen werden solle, mit Einzelhandel, Dienstleistungen und einem Reisebüro, das auch Fahrkarten verkauft. Das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude solle saniert und neu genutzt werden. Vor diesem Hintergrund beschloss der Gemeinderat im November 2012 den Bebauungsplan „Bahnhof Littenweiler“ und zugleich ein besonderes Vorkaufsrecht für seinen Geltungsbereich.
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Grundstücks-Situation war kompliziert
Doch die Grundstücks-Situation war kompliziert. 5.200 Quadratmeter waren Eigentum der Deutschen Bahn, 1.300 qm gehörten dem Immobilien-Entwickler Aurelis Asset und 1.480 qm dem Land Baden-Württemberg. Die 3.900 qm, die damals bereits im Eigentum der Stadt standen, waren Baufläche (1.550 qm) oder Erschließungsfläche (2,350 qm). Um hier eine städtebauliche Neuordnung zu ermöglichen, nahm die Stadt Verhandlungen mit den weiteren Grundstückseigentümern auf Entwicklung des Bahnhofsareals kann beginnen Stadt einigt sich mit Grundstücksinhabern Ein 1.261 qm großes Grundstück wurde im September 2013 von Aurelis gekauft. Darauf wurde von der Stadt das Flüchtlingsheim Höllentalstraße gebaut und in Betrieb genommen. Für eine sinnvolle Umgestaltung des Bahnhofsareals wird aber auch ein Teil des Parkplatzes der Pädagogischen Hochschule benötigt, der südlich des Bahnhofs liegt und noch dem Land gehört. Darum hat die Stadt zwischenzeitlich mit dem Land einen Tauschvertrag geschlossen, mit dem beide Seiten Grundstücke mit einer Gesamtgröße von je 1.428 qm flächen- und wertgleich tauschen.
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Nun kann die Neuordnung des Bahnhofsbereiches beginnen
„Neben einer Informationsveranstaltung ist konkret beabsichtigt, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern einen Auslobungstext für einen städtebaulichen Wettbewerb ab Herbst 2019 zu erarbeiten“ so der Bürgervereinsvorsitzende Franz-Jürgen Zeiser. „Allerdings hat die Bahn signalisiert, dass das Gelände bis ins Jahr 2020 nicht verändert werden kann, da sie die Fläche noch braucht“, so CDU Stadtrat Martin Kotterer anlässlich der Mitgliederversammlung des Bürgervereins im Mai. Dennoch zeigen bereits einige Bürgerinnen und Bürger Interesse an der Mitgestaltung des neuen Bahnhofsgeländes mitzuwirken. Auch die Ergebnisse der Planungswerkstatt 2010 sollen dabei berücksichtigt werden, weshalb wir diese nachfolgend nochmals zusammenfassen.
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Ergebnisse Planungswerkstatt im Jahre 2010
Einzelhandel/Einkaufen
Die Teilnehmenden sahen durch das geplante Einkaufszentrum die Gefahr, dem eingesessenen Einzelhandel in Littenweiler die Existenzgrundlage zu nehmen. Die Idee, mehrere kleine Fachgeschäfte am Bahnhofsvorplatz einzurichten, fand jedoch zahlreiche Fürsprecher. Die gute ÖPNV-Anbindung und eine Konzentration von Geschäften für den täglichen Bedarf wurde gerade für ältere Menschen als Chance betrachtet. Auch eine Eisdiele, ein Schuh- oder Orthopädiegeschäft wurden vorgeschlagen. Das geplante Ärztehaus wurde von vielen als Chance erkannt, die medizinische Versorgung im Stadtteil durch …. Facharztpraxen zu sichern. Allerdings konnten sich viele mit der ursprünglich geplanten Höhe nicht anfreunden. Nachdem nun zehn Jahre Verhandlungszeit ins Land gezogen sind, haben sich jedoch einige der damals interessierten Fachärzte zwischenzeitlich anders orientiert, was die Frage aufwirft, ob sich ein Ärztehaus heute noch verwirklichen ließe.
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Platzgestaltung und Freiraum
Auch die Idee eines Platzes, der allen Bürgerinnen und Bürgern als Erholungs- und Freizeitort dienen soll, wurde positiv aufgenommen. „Es solle eine Campusatmosphäre geschaffen werden, gleichsam für Kinder und Jugendliche, für Eltern sowie für ältere Menschen attraktiv sein. Ein Brunnen, die Möglichkeit zum Boulespiel oder eine Skaterbahn“ wurden angedacht. „Die Jugend in Littenweiler braucht dringend ‚Lebensräume‘, so die Meinung einiger Workshopteilnehmer. Hierbei kam die Idee auf, den alten Geräteschuppen neben dem Bahnhofsgebäude für Theater, als Jugendtreff oder das Bahnhofsgebäude selbst als Kulturcafé zu nutzen.
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Verkehr
Beim Thema Verkehr dominierte die Sorge, Littenweiler könnte zum „zentralen Umsteigeort“ für den ganzen Freiburger Osten werden, mit zusätzlicher Verkehrsbelastung für die Anwohner. Als Nadelöhr wurde hier insbesondere der beschrankte Bahnübergang gesehen: bei höherer Taktung durch Höllentalbahn und der geplanten Straßenbahnverlängerung bis zum Kappler Knoten befürchteten die Teilnehmenden Staus in der Lindenmattenstraße. Zudem wurde die Sorge geäußert, dass die künftigen vier nebeneinander liegenden Gleise (Höllentalbahn und Straßenbahn) den Ort in einen neuen und alten Teil trennen könnten. Es wurde insgesamt ein Verkehrskonzept eingefordert. Eine konsequente Parkraumbewirtschaftung, mehr Bahnübergänge für Fußgänger und die Beibehaltung des Rundkurses des VAG-Busses wurden empfohlen.
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Wohnen
Die Aussage der Stadtplanung „ohne Neubauten sterbe Littenweiler aus“ wurde als übertrieben empfunden. Gleichwohl sind günstiger Wohnraum und mehr Wohnungen für Familien, Studierende und ältere Menschen wünschenswert. In Frage gestellt wurde die Massivität der Entwurfsplanungen. Sonst noch wichtig Weitere Themen, die die Workshopteilnehmer interessierten, waren die kleinklimatischen Auswirkungen einer möglichen Bebauung und die Frischluftversorgung durch den Höllentäler. Zudem wurde ein energetisches Konzept für eine Bebauung angefragt und Ersatz für die wegfallenden studentischen „Baracken“ eingefordert.

Die kompletten Ergebnisse der Planungswerkstatt „Bahnhofsareal Littenweiler“ gibt es unter
http://www.freiburg-schwarzwald.de/bahnhof-littenweiler-doku100527.pdf
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5.10.2019, Gisela Heizler-Ries, http://www.littenweiler-dorfblatt.de

 

Höllentalbahn in FR-Littenweiler – Langes Warten am Bahnübergang
Schranke unten Fahrstuhl kaputt
Ein nach Freiburg fahrender Zug der Höllentalbahn löst bereits beim Kappler Knoten ein Signal aus, das die Schranke am Bahnübergang Lindenmattenstrasse schließt. Autos und Fußgänger müssen warten, bis der Zug in den Bahnhof Littenweiler eingefahren ist, Reisende ein- und ausgestiegen sind, losgefahren ist und die Strasse passiert hat – auch dann geht die Schranke nicht sofort hoch, sondern erst, wenn der Zug ein Signal nahe Bergäckerfriedhof passiert hat. Erst dann hat das lange Warten ein Ende.
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Aber: “Wer innehält, erhält innen Halt” (Laotse) 
Deshalb: Motor abschalten. Die 1,2 oder 3 Minuten genießen mit Blick zum Kybfelsen (im Süden) oder zum Rosskopf (im Norden).
15.2.2019
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Jeden Morgen vor der geschlossenen Schranke
Zu den Aussagen der Freiburger Verkehrs-AG (VAG) betreffend die Buslinie 17: Die VAG ist natürlich nicht verantwortlich zu machen für die längeren Schließzeiten (beider!) Bahnschranken in Littenweiler. Und natürlich gibt es immer wieder Verzögerungen bei Bussen und Bahnen. Dennoch kann ich die Aussage des VAG-Sprechers Andreas Hildebrandt nicht so stehen lassen, schließlich sitze ich fast jeden Morgen (auf unterschiedlichen Bussen) ziemlich treffsicher an der geschlossenen Schranke, um anschließend die Straßenbahn an der Laßbergstraße vor meiner Nase wegfahren zu sehen. Jetzt im Winter bedeutet das dann oft, in der Kälte zu warten, da die nächste Bahn noch nicht bereitsteht. Wenn ich einen Anschluss bekommen muss, spielen sechs Minuten durchaus eine Rolle, schließlich kann ich, wenn ich auf den Bus angewiesen bin, nicht einfach eine Bahn früher nehmen. Auch sonntags, wenn es keinen Sechs-Minuten-Takt gibt, ist die anvisierte Bahn aufgrund der geschlossenen Schranke nicht immer zu erreichen. Von einem intelligenten Fahrplan (und einem guten Fahrgastservice) kann man erwarten, dass der Planung mehr Daten zugrunde gelegt werden, als: Der Bus benötigt von A nach B x Minuten Fahrzeit. Wenn das mithilfe der EDV nicht zu berechnen sein sollte, befragen Sie doch mal die Fahrer, welche Busse davon betroffen sind.Und wenn ich schon jeden Morgen drei Minuten an der Schranke festsitze: lassen Sie die Busse doch gleich drei Minuten später fahren, die Ankunftszeiten an der Laßbergstraße bleiben ja gleich. Übrigens: Die Taktfolge auf der Höllentalbahn wird sich zukünftig erhöhen!
15.2.2019, Susanne Buchheit, Littenweiler, BZ

Bahnschranke Littenweiler: Autos stauen sich bis zur Dannemannstraße
Der Propagandist einer Linie-1-Straßenbahnverlängerung bis zum Kappler-Knoten – Stadtrat Martin Kotterer (CDU) – beklagt nach nunmehr erfolgreichem und gelungenem Umbau der Bahnanlage Littenweiler die verlängerten Schrankenschließungszeiten, so dass er busfahrend seine Straßenbahn versäumt habe.
Zwischen 7 und 8 Uhr passieren sechs Züge die Laßbergstrasse, also zusammen 10 bis 15 Minuten Schrankenschließungszeit. Die Autos stauen sich dann bis zur Dannemannstraße. Wenn nun auch noch die Straßenbahngleise parallel zur Bahn verlegt werden, um den Kappler-Knoten zu erreichen, biegen zwischen 7 und 8 Uhr 26 (!) Straßenbahnen aus der Lindenmattenstraße nach Osten ab und umgekehrt, die parallel zur Eisenbahn fahren.
Welch flachhirnige Verkehrsplanung, hierfür zwei Schienenstränge neu (VAG) zu bauen beziehungsweise zu sanieren (DB). Dies bedeutet Rückstau in die Lindenmattenstraße in beide Richtungen, oder der Straßenraum wird nach bewährter Freiburger Art durch Abholzung des alten Lindenbestandes und Asphaltierung der noch großen Vorgärten erweitert. In den vergangenen 30 Jahren war dieses Denken vorherrschend zunächst bei rot (Böhme) und später grün (Salomon) dominierter Verkehrspolitik. Dies ist unübersehbar, wenn Sie wachen Auges durch Freiburg gehen.
Dank der Grünen Freiburgs – angepasst an den Mainstream der Baulobby – gibt es kaum noch schöne alte Bäume in der Innenstadt. Auch die angedachte Umgestaltung des Schandflecks Bahnhofsareal Littenweiler wird zur Abholzung eines alten Platanenbestands und Zunahme des Verkehrs führen. Dies aber voraussichtlich erst dann, wenn ein Projektentwickler – ein Entscheider und Macher – das ganze Gelände ohne Auflagen übernehmen und im Stil der Zeit ein überflüssiges Einkaufszentrum ohne Grün, aber mit Hilfe der Grünen errichteten darf. Armes Littenweiler.
15.2.2019, Dr. Ulrich Brand, Littenweiler, BZ

Rampen statt Aufzüge bzw. Rolltreppen
Die längeren Schließzeiten der Bahnübergänge – auch in Kirchzarten – wurden mir schon vor Wochen von einem Bediensteten der Bahn angekündigt. Wären beim Umbau am Wiehrebahnhof Rampen anstatt der Aufzüge gebaut worden, wie das in der Schweiz bei jedem Bahnhof selbstverständlich ist, gäbe es schon seit Wochen einen 100-prozentig gesicherten behindertengerechten Zugang zu Bahnsteig 2, was von Herrn Minister Hermann beim Beginn der Umbauarbeiten ja versprochen wurde. Aber die Bahn stellt sich bei diesem Thema taub. Nach dem geplanten Umbau am Hauptbahnhof Freiburg wird diese Problematik noch vehementer auftreten. Denn wenn dort die Aufzüge ausfallen oder erst ein halbes Jahr später fertig werden, erreichen viele bewegungseingeschränkte Fahrgäste ihre Anschlusszüge nicht. Noch könnte die Stadtverwaltung bei der Bahn darauf dringen, dass bei dieser Baumaßnahme unbedingt Rampen von den Bahnsteigen zur Unterführung gebaut werden müssen.
15.2.2019, Ulrich Mentz, Kirchzarten , BZ
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Pendler kritisieren zu frühes Schließen der Schranke am Littenweiler Bahnhof
Die Kritik am umgebauten Bahnhof Littenweiler reißt nicht ab. Durch augenscheinlich längere Schließzeiten der Schranke an der Lindenmattenstraße fahren Pendlern die Züge vor der Nase weg. …
… Alles vom 8.2.2019 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/littenweiler/pendler-kritisieren-zu-fruehes-schliessen-der-schranke-am-littenweiler-bahnhof–165815097.html
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Rampen bauen
Wären beim Umbau am Wiehrebahnhof Rampen anstatt der Aufzüge gebaut worden, wie das in der Schweiz bei jedem Bahnhof selbstverständlich ist, gäbe es schon seit Wochen einen 100 % gesicherten behindertengerechten Zugang zu Bahnsteig 2. Aber die Bahn stellt sich bei diesem Thema taub. Nach dem geplanten Umbau am Hauptbahnhof Freiburg wird diese Problematik noch vehementer auftreten. Denn wenn dort die Aufzüge ausfallen oder erst ein halbes Jahr später fertig werden, erreichen viele, bewegungseingeschränkte Fahrgäste ihre Anschlusszüge nicht.
12.2.2019, Urich Mentz

 

Ausbau Höllentalbahn – Schranken sollen nicht länger schließen
Hendrik Schmitt-Nagel vom Tiefbauamt Freiburg wollte für das Protokoll eine Bestätigung der Bahnvertreter, dass sich die Schließzeiten an den Bahnübergängen in Littenweiler nicht verlängern werden. “Eigentlich wünschen wir uns, dass die Schließzeiten kürzer werden”, so Schmitt-Nagel. Die realen Schließzeiten würden schon jetzt länger sein, als angegeben, “bei noch längerer Schließzeit sehen wir erhebliche Sicherheitsrisiken”. Die langen Wartezeiten führten zu riskanten Manövern, auch für Rettungskräfte bestünde eine zu lange Wartezeit. Ebenso wollte Schmitt-Nagel wissen, ob die Schranken im Kreuzungsbahnhof Littenweiler durchgehend geschlossen bleiben, wenn ein Zug auf den anderen wartet. Das verneinte Projektleiter Andreas Albrecht und sagte zu, dass es sowohl bei den Bahnübergängen in Littenweiler als auch in Kirchzarten zu keiner Verlängerung kommen werde,…..
Alles vom 30.9.2016 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/hinterzarten/schranken-sollen-nicht-laenger-schliessen–127921503.html

 

Littenweier Bahnhof aktuell
(1) Projekt  “Breisgau-S-Bahn 2020″: Ziel ist es, die Verkehrträger Zug, Bus, Strassenbahn, Auto und Fahrrad eng miteinander zu vernetzen. Bis Ende 2018 bekommt die Höllentalbahn auf Höhe des Littenweiler Bahnhofs ein neues Gleis samt Bahnsteig.
(2) Die Straßenbahnlinie 1 soll an den Litenweiler Bahnhof angebunden werden. Wie und wann dies geschieht, steht aber noch nicht fest. Eine Strassenbahnverlängerung entlang der Höllentalbahn bis zum “Kappler Knoten” wäre ökonomisch nicht sinnvoll, da hier zwei Verkehrsträger über 1 km parallel fahren.
(3) Wie und wann das Gelände rund um das Bahnhofsgebäude baulich weiterentwickelt wird, ist offen. Der Grund: Die Stadt hat ihr Vorkaufsrecht für ein rund 1000 Quadratmeter großes Grundstück geltend gemacht, nachdem es die Deutsche Bahn für 1,1 Millionen Euro an die Bäckerei Heitzmann verkauft hatte. Das Landgericht Karlsruhe hat der Bahn und der Stadt einen Vergleich vorgeschlagen. Ob er von den Parteien angenommen wird, ist noch nicht entschieden.
1.4.2014

 

 

Der Littenweiler Bahnhof – eine Spurensuche

Ankommen – nach Hause kommen – Einsteigen – Abfahren – mit Ski oder Rucksack in den Schwarzwald – Hoffnung – Abschied – Wiedersehensfreude . . . Der Bahnhof, auch der Littenweiler Bahnhof, könnte von solchen Momenten aus seiner langen Geschichte erzählen, wenn er denn reden könnte . . . 1845 wurde Freiburg an die Badische Hauptbahn angeschlossen. Lange Zeit galt der Bau einer Bahn durch das Höll­ental nach dem damaligen Stand der Technik zumindest, als unmöglich. Doch die schlechte wirtschaftliche Si­tu­ation des Schwarzwaldes gegen Ende des 19. Jahrhunderts zwang dazu, den Bau einer Bahn voran zu treiben. Produkte aus dem Schwarzwald wie Holz, Haushaltsgegen­stände und feinmechanische Werkzeuge wurden immer häufiger aus entfernten Gebieten importiert. Aus diesem Grund mussten immer mehr Betriebe ihre Arbeit im Hochschwarzwald aufgeben, der Tourismus nahm erst seinen be­schei­denen Anfang. Im Jahr 1882 entschlossen sich mutige Männer zur Planung und zum Bau der Höllentalstrecke und der badische Baudirek­tor Robert Gerwig übernahm die Bauleitung. Schließlich wurde die Höllentalbahn zwischen Freiburg und Neustadt im Jahr 1887 in Betrieb genommen. An der Eisenbahnstrecke, der steilsten Bahnstrecke in ganz Deutschland, die sich von Freiburg durch das Höllental bis nach Donaueschingen zieht, wo sie auf die Schwarzwaldbahn trifft, liegt bei 317 Meter über Normalnull der Littenweiler Bahnhof.
Die Höllentalbahnstrecke begann am Freiburger Hauptbahn­hof, sie führte durch die Wiehre an der Loretto- und der Urachstraße vorbei (Alte Wiehre Bahnhof). Im Jahr 1934 wurde die Strecke dann auf die derzeitig besteh­ende Route verlegt. Nachdem der Zug in der Wiehre hielt, gab es weitere Haltepunkte mit Waldsee, Littenweiler, Kappel und Kirchzarten und nach dem Halt Himmelreich ging es dann durch das wirkliche Höllental, dem Schwarzwald entgegen. Im Büchlein: „Die Höllentalbahn von Freiburg nach Neustadt“, einem Führer mit Angaben der bautechnischen Ver­hältnisse von Adolf Fritz, Freiburg im Brsg. 1887 ist zu le­sen: „Der Ort Littenweiler mit 530 Einwohnern hat ein viel be­suchtes Bad mit guter Wirtschaft, Luftkurort, Stahlquelle 14 – 16 °C.“. Das war wohl noch kein Grund einen „richtigen“ Bahnhof zu bauen? Denn im Vordergrund der Eisenbahn-Er­schließ­ung des badischen Staates stand der Netzausbau und die Ein­richtung von Behelfshaltestellen, die man erst Jahre spä­ter zu stattlichen Bahnhöfen versehen hat.  War die Station Littenweiler früher mehrgleisig angelegt, eine Haltestelle für alle Kurs- und Vorortzüge (damals täglich 20 in jede Richtung) und mit einem Abstellgleis für Ex­press­gutwagen und zwei Gleisen für die örtlichen Firmen ver­sehen, wurden die Gleise später zurück gebaut zu Gunsten eines einzigen Bahngleises.

   Bahnhof Littenweiler um 1900

Heute steht der Littenweiler Bahnhof unter Denkmalschutz, die Fassade des Bahnwärterhauses hat sich kaum ge­ändert. Das einstige luftige Wartehäusle ist umgebaut. Und nun ver­kauft Gleisnost darin Bahnreisen. Im Innern der Räume ist der einstige Fahrkartenschalter noch zu sehen. Die Halle hinter dem Bahnhofsgebäude diente früher der Lagerung von Gepäck- und Expressgut und steht heute noch einschließlich der Zufahrtsrampe. Das Littenweiler Bahnhofsgebäude wurde wie die anderen ent­lang der Strecke im Verlauf der Streckenerschließung ge­baut, sodass man vorsichtig einen Zeitraum um 1910/11 an­nehmen kann – ein sicheres Datum ist (bis jetzt) weder im Stadtarchiv, noch in den Archiven der DB zu finden. Je­doch ist in Gotheins (u.a.) Standardwerk „Das Großherzog­tum Baden in allgemeiner, wirtschaftlicher und staatlich­er Hinsicht dargestellt“ (Karlsruhe 1912) zu lesen, dass 1910/11 „Arbeiten an der Höllentalbahn“ mit einem Kosten­voranschlag von 4.510.000.- Mark angesetzt waren, einschließlich eines zweigleisigen Ausbaus der Strecke Freiburg – Wiehre und in diesem Zusammenhang ist auch von den Bahnhofsum- und Bahnhofsneubauten die Rede, für die in jenen Jahren im Ganzen 35,7 Mill. Mark veranschlagt wurden! Unser Littenweiler Bahnhof könnte damit auf eine knapp mehr als 100-jährige Geschichte zurückblicken!
Beate Kierey, 6.4.2013, Littenweiler Dorfblatt

 

Stillstand oder Entwicklung am Bahnhof Littenweiler – Was ist mit dem Park?

Es ist schon eigenartig, Jahre lang wird der Zustand mit der „Blechlawine“ auf dem PH-Parkplatz beklagt und pünktlich zum Zeitpunkt der Konkretisierung der Entwicklung entsteht Widerstand, der alles beim Alten belassen möchte. Allen Bedenken zum Trotz gibt es einen Workshop für die Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtteil. Ergebnis: Der Platz soll Wohnungen, Ärztehaus, Einkaufsmöglichkeit UND einen Park ergeben. Die Planung scheint für viele ak­zep­tabel zu sein? Das war vor mehr als drei Jahren! Und wie sieht es heute aus? Genauso wie in den letzten Jahr­zehn­ten! Nichts hat sich getan. Schwierige Grundstücksverhandlungen und schließlich der Ausstieg der Bahn aus den Verhand­lungen für eine gemeinsame Entwicklung der Grund­stücke des Landes, der Stadt und der Bahn seien die Ursach­e für das lange Warten. Fakt ist, dass der Gemeinderat jetzt den Deal zwischen Bäckerei Heitzmann und der Bahn erst einmal mit dem Ziehen des Vorkaufsrechts für das Gelände, auf dem die Bäckerei-Filiale und der Bahn­hof Littenweiler stehen, in Zweifel zieht. Wenn die Bahn nun ihrerseits den Gemeinderatsbeschluss anficht, ist das sinnvolle Projekt der Neugestaltung des heutigen Parkplatzes also wieder einmal hinausgeschoben.
Eine Frage steht auch für einen Befürworter einer Neugestal­tung des PH-Parkplatzes im Raum. Der Planungsworkshop von 2009 beinhaltet als einen wichtigen für das Gesamtprojekt akzeptanzfördernden Bestandteil den Park bzw. die Grünfläche zwischen PH-Aula und dem Bahnhof. Was ist eigentlich im Zeichen der neuen Situation von dieser Überlegung zu halten? Lässt sich diese angesichts der Grundstücksverteilung und eines gültigen Baurechts der PH überhaupt noch aufrecht erhalten? Eine Frage, die die Stadtverwaltung vor dem nächsten Schritt zur Innenentwicklung in Littenweiler sicherlich gut aufbereiten muss.
6.4.2013, Walter Krögner, SPD Stadtrat, Littenweiler Dorfblatt

 

Bahn verkauft Gelände höchstbietend

Was die Besitzverhältnisse betrifft, ist das Areal zwischen Bahnhof und Pädagogischer Hochschule (PH) zerstückelt. Zur Neugestaltung muss die Stadt deshalb von den Grundstückseigentümern Land, Aurelis und Bahn Flächen erwerben. Eine wichtige Fläche hat die Bahn nun jedoch höchstbietend zum freien Verkauf angeboten. Baubürgermeister Martin Haag war “not amused”. … Alles vom 24.11.2012 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/freiburg/stadt-und-bahn-streiten-sich-wegen-des-bahnhofsareals-in-littenweiler

 

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