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Freiburg um 1280: Burg auf dem Schloßberg. Kirche wurde später mit dem Münster überbaut. Bild: RP

Freiburg um 1280: Burg auf dem Schloßberg. Kirche wurde später mit dem Münster überbaut. Bild: RP

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1020 – 2020: Jubiläum 900 Jahre Freiburg 

 

  • Ausstellung im Augustinermuseum: 900 Jahre Leben in der Stadt (24.11.2019)
  • Freiburger Stadtjubiläum: Eine Stadt auf der Suche nach Feierlaune (23.11.2019)
  • 900 Freunde Freiburgs – Initiative (10.3.2018)
  • “Freiburg 2020 – 900 Jahre jung” als Jubiläumsspruch (22.2.2018)

 

Blick nach Westen über die Wiwili-Brücke (Blaue Brücke) am 8.1.2011 zur Stühlinger-Kirche: Müll-Mahnmal von Franz

Blick nach Westen über die Wiwili-Brücke (Blaue Brücke) am 8.1.2011 zur Stühlinger-Kirche: Müll-Mahnmal von Franz

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Ausstellung im Augustinermuseum: 900 Jahre Leben in der Stadt

Mit einer ARCHÄOLOGIE-AUSSTELLUNG eröffnet Freiburg seine Jubiläumsfeierlichkeiten
Mit Objekten die Geschichte der Stadt erzählen. Das will die große Sonderausstellung „Freiburg Archäologie – 900 Jahre Leben in der Stadt“, mit der im Augustinermuseum jetzt schon vor dessen eigentlichem Beginn das Jubiläumsjahr 2020 eingeläutet wurde.

Ein Panorama-Blick über die Dächer der Stadt, aufgenommen wohl irgendwo auf dem Schlossberg, erwartet die Besucher der Sonderausstellung im Untergeschoss des Augustinermuseums. Freiburg heute sozusagen. Und gleich gegenüber,von herabhängenden Fahnen ist die Sicht bewusst immer wieder durchbrochen, Freiburg vor 900 Jahren,
eine Ansammlung von Häusern kaum mehr als heute ein Dorf, mit wohl um die 3000 Einwohnern, Stadtmauer und der Pfarrkirche, der Vorgängerin des Freiburger Münsters. Eine digitale Rekonstruktion, die Fotografie eines 3-D-Modells. Auf einer Objekt-Zeitleiste geht es rückwärts, Jahrhundert um Jahrhundert, das neueste Objekt stammt aus dem Jahr 1944, vom Bombenangriff auf Freiburg, ein komplettes Kaffeeservice und einzelne Tassen sind zu sehen, sie kamen bei Bauarbeiten 2008/2009 in der Predigerstraßewieder zum Vorschein, wurden wohl zum Schutz vor den Bomben einst im Keller eingelagert und dann verschüttet. – Aufteilung nach Themen

Mit Ausnahme der Zeitleiste verlässt die Inszenierung der Schau die Ausrichtung an Fundorten oder Zeiteinheiten, orientiert sich lieber an Themengebieten beziehungsweise „Lebenswelten“ wie „Freiburg.Arbeit“, „Freiburg.Zuhause“ oder „Freiburg.Glaube“. „Leicht und luftig“ habe man die Schau konzipiert, erläutert Tilmann von Stockhausen, der leitende Direktor der städtischen Museen.
Quer durch den Raum erstrecken sich die Steine eines Freiburger Bächle, das aus Ausgrabungen in der Herrenstraße stammt. Von oben illuminiert ein Discostrahler den Stein, erzeugt den Anschein fließenden Wassers. Bald nach der Erlangung des Marktrechts im Jahr 1120 liegen schon die Anfänge der Bächle, die für die Brauchwasserversorgung angelegt wurden und deren Wasser bis heute aus dem Gewerbekanal stammt. Damit das Wasser der Bächle überall gut fließen konnte, mussten um 1200 ganze Straßenzüge der Stadt bis zu drei Meter aufgeschüttet werden. Aus Erdgeschossen wurden Keller, weiter oben wurde aufgestockt. Wie das das ganze Stadtbild veränderte, auch das wird durch digitale Rekonstruktionen eindrucksvoll deutlich. In kaum einer Stadt gab es so viele Ausgrabungen wie in Freiburg. Es sind insgesamt 400, auf Arealen von bis zu 4000 Quadratmetern, die meisten von ihnen gab es in der Nachkriegszeit und ab den 70er Jahren. „80 bis 85 Prozent der Funde stammen von Ausgrabungen nach 1972“, sagt Bertram Jenisch vom Landesamt für Denkmalpflege, das die Ausstellung gemeinsam mit den Städtischen Museen kuratiert.
Im Themenbereich Küche ist zu sehen, wie die Vielfalt an Farben und Verzierungen im 15. und 16. Jahrhundert regelrecht explodierte, während zuvor nur funktional gedacht wurde. Erstaunlich oft zählt organisches Material wie Holz oder Leder zu den Objekten. Drei Brillen gehören zu den ältesten ihrer Art, zu den kostbarsten Schätzen zählt ein erstaunlich gut erhaltenes Tric-Trac-Spiel aus dem 14. oder 15. Jahrhundert, das mit dem heutigen Backgammon-Spiel vergleichbar ist und Zeugnis davon ablegt, dass vielleicht im Kloster, wo das Spiel eigentlich verrufen war, nicht nur gebetet wurde. In Freiburg wurden 1982 zwei Spielbretter entdeckt, als im Rahmen von Bauarbeiten die mittelalterliche Latrine des Augustinerklosters angeschnitten und teilweise ausgebaggert wurde.
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Glücksfall Latrinengruben
Überhaupt, auch das lehrt die Ausstellung, waren und sind diese Latrinengruben für die Archäologen große Fundgruben. Zum einen wurden darin mitunter ganze Haushalte entsorgt, bei dem Kartäuserpriester Gregor Reisch könnte dies etwa 1523 unter dem Eindruck des Bauernkrieges geschehen sein. Zum anderen bot ihr feuchtes und phosphatreiches Klima unter Sauerstoffabschluss die Möglichkeit, dass auch organische Materialien bis hin zu Essenresten wie Pflanzensamen, Knochen oder Fischgräten konserviert wurden. Auf eine Vermittlung, die auch Kinder anspricht, wurde im Augustinermuseum ebenfalls Wert gelegt. Auf der Grundlage von Knochenfunden auf einem ehemaligen Friedhof nördlich des FreiburgerMünsterswurden fiktive Figuren entworfen, gezeichnet und mit einem denkbaren Lebenslauf versehen.
Margarethe aus dem 15. Jahrhundert etwa, die ein für ihre Zeit schon außergewöhnliches Alter von mehr als 60 Jahren erreichte. Oder Ida, eine armeund schon in der Kindheit von Krankheiten gebeutelte junge Frau, die bei der Geburt ihres zweiten Kindes starb. Beide geben als lebensgroße Illustrationen einen Eindruck davon, wie das Leben damals wohl so war. An der Pädagogischen Hochschule haben Studierende einen Audioguide für Kinder entworfen, zudem machen Mitmach-Stationen es möglich, in die Welt von einst einzutauchen. Und ein Rahmenprogramm mit Führungen, Workshops und Vorträgen ergänzt die Ausstellung, die im Dezember im Museum für Stadtgeschichte und im Mai 2020 im Colombischlössle noch weitere Stationen erhalten wird.
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FREIBURG. ARCHÄOLOGIE – 900 Jahre Leben in der Stadt,
Ausstellung im Augustinermuseum am Augustinerplatz,
Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr, Eintritt 7 Euro, ermäßigt 5 Euro, ab 1. Januar 2020
Eintritt frei unter 27 Jahren,
bis zum 4. Oktober 2020
… Alles von Otto Schnekenburger vom 24.11.2019 bitte lesen auf
http://www.der-sonntag.de

 

Freiburger Stadtjubiläum: Eine Stadt auf der Suche nach Feierlaune
Freiburg wird im Jahr 2020 ganze 900 Jahre alt. Mit einer Ausstellung beginnen jetzt die Jubiläumsveranstaltungen. Nach Feierlaune sucht man in der Stadt bislang jedoch vergebens.
… Alles vom 23.11.2019 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/freiburger-stadtjubilaeum-eine-stadt-auf-der-suche-nach-feierlaune

 

900 Freunde Freiburgs – Initiative
Die 900 Jahrfeier steht schon bald vor der Tür und natürlich soll es ein großartiges Fest für Stadt und BürgerInnen werden. Deshalb ist es nicht nur eine Sache der Verwaltung, sondern wir alle sollten schon von Anfang an mit dabei sein. Gemeinsam Ideen entwickeln, mitdenken, mitplanen, mitentscheiden, mitwirken und das ganze Wissen und Engagement der vielen klugen Köpfe zu nutzen, ist Ziel der Initiative.
http://900-freunde-freiburgs.de
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http://www.freiburger-denkfabrik.de/wordpress/kontakt/
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“Freiburg 2020 – 900 Jahre jung” als Jubiläumsspruch
Das Motto fürs Stadtjubiläum steht fest: Der Spruch “Freiburg 2020 – 900 Jahre jung” wird als farbenfrohes Logo auf das große Geburtstagsfest der Stadt in zwei Jahren hinweisen. Auf Spruch und Gestaltung haben sich Stadtverwaltung und gemeinderätliche Begleitgruppe geeinigt – und zwar einstimmig. … Alles vom 22.2.2018 auf
http://www.badische-zeitung.de/freiburg/das-motto-fuers-stadtjubilaeum-freiburg-2020-900-jahre-jung–149686411.html

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