Rechts Links, dazwischen Polizei

Pfingstsamstag in Freiburg. Bei Sommersonnenwetter findet jeder zu seiner Wohlfühltoase: Strandbad mit 23 Grad Badewasser, Flohmarkt Littenweiler, Markt am Münsterplatz, Waldspaziergang Schloßberg-St.Ottilien, Schrebergarten, Zeitunglesen am Dreisamufer, Biken zum Schauinsland, … Uns geht es gut. Doch im “kollektiven Freitzeitpark” (Helmut Kohl 1993) kommt Langeweile auf und da helfen zeitgeistbedingt Dagegensein und Demos, rechts wie links. Deshalb geht es am Samstag in Freiburgs Altstadt hitzig zu: Am Kartoffelmarkt predigen die Salafisten vom rechten Paradies im Islam – man frage mal Flüchtlinge aus real-islamischen Staaten nach den dort geltenden Menschen- und Frauenrechten. An der Johanniskirche starten junge Leute vom KTS die linke “Love and Hate” – sie begründen ihre Verkleidung mit Tarnung vor BND (schlimmer als der KBW) und Korruption (schlimmer als in der Ukraine). Zwischen Rechten und Linken arbeiten drei Hundertschaften der Polizei zwischen 12 und 16 Uhr, damit die Gelangweilten gesund bleiben mögen und nicht aufeinander losgehen – staatliche Fürsorge eben.
Linke besorgen sich einen Kapuzenpuli und Rechte ein langes Wüstengewand mitsamt Sonnenbrille, um sich gegen die Eintönigkeit des Alltags abzuschirmen, gegen einen imaginären Feind namens Staat, Politiker bzw. Obrigkeit, der sie mit einem pro Kopf weltweit größten Sozialetat von 120 Mrd Euro (zum Vergleich Etat Bildung nur 14 Mrd, Familie 7 Mrd, Umwelt 1,6 Mrd) Jahr für Jahr über die verteilten Transfereinkommen absichert und saturiert – wozu? zum Langweilen. Schade, denn ohne diese demo-nstrativ gespielten Aufgeregtheiten könnte es unserer schönen Stadt so friedlich sein.

Fazit eines langeweile-induzierten, traurigen Pfingstsamstags voller Hass und Gewalt in Freiburgs Innenstadt: Vielleicht haben die Demonstranten von Rechts und Links ja alle recht. Denn wenn wir dereinst alle unter der Scharia und in Wagenburgen leben, dann werden wir glücklich und zufrieden sein. Nur: Wer füllt dann unsere 120 Mrd Sozialkasse? In diesem Sinne: “llahu Akbar”  und “VoKü autonom”.
8.6.2014
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Schwer erträglich 
zu sehen, wie islamische Extremisten immer wieder unsern freiheitlich-sozialen Rechtsstaat missbrauchen, um ihre theokratisch-autoritäre, antidemokratische, intolerante und antisemitische Propaganda unter die Leute zu bringen. Dass sie dabei eifrig und erfolgreich junge Muslime – ohnehin das Sorgenkind der Integration in der BRD – radikalisieren, ist besonders abscheulich. Ich meine, eine Demokratie zeigt ihre Stärke nicht darin, dass sie ihre Todfeinde gewähren lässt. In der Abwehr dieser forcierten Islamisierung sollte es eine breite politische Front geben – Konservative und Liberale, Sozialdemokraten, Grüne und Linke müssten hier gemeinsam Flagge zeigen. In Belgien gab es übrigens 2011 beim Verbot der Vollverschleierung für Frauen eine fast einstimmige parlamentarische Zustimmung – sehr nachahmenswert.
8.6.2014, Nicolaus Stephani

Konkurrenz belebt das Geschäft,
dachten sich die Autonomen. Schliesslich war das Heischen um Publicity heute bei der Kartoffelmarkt Gardinenpredigt nicht so einfach als sonst. Und dann sichert man sich noch vorsichtshalber ab, mit der Love or Hate Party Floskel, weil man ja vorher nicht weiss, wie sich´s entwickelt. Und als die Schafherde der Weekend-Revoluzzer kurzzeitig ohne Leithammel war, brach Panik aus und die Herde strömte in verschiedene Richtungen. Schon ihre gealterten 68er Väter haben nix gerissen, wie sollten denn ihre blökenden Nachfolger was reissen. Morgen werden viele vollgesabberten Che Guevarra T-Shirts in Mamas Waschmaschine landen, was für eine Revolte,…mäh .mäh.
7.6.2014, Manfred Gawer

Erneuter Zug durch die Innenstadt
Nachdem sich die Kundgebung von Teilnehmern der nicht angemeldeten sogenannten “Love oder Hate Parade” am Samstagabend aufgelöst hatte, formierten sich nach Mitternacht etwa 100 bis 150 Personen erneut zu einem Zug durch die Innenstadt. Mit lauter Musik machten sie auf sich aufmerksam und bewegten sich schließlich in Richtung Stühlinger Kirchplatz. Dort wurden Feuerwerkskörper gezündet, wodurch ein Streifenwagen der Polizei beschädigt wurde. Verletzt wurde niemand. Gegen 02.00 Uhr löste sich die Gruppe auf.
8.6.2014, Regierungspräsidium Freiburg

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