Radler 30% km bei 3% Flaeche

Die Versuchung ist groß, auf die geschmacklose Hetzschrift eines offenkundigen Radfahrerhassers mit ebenso übler Polemik zu reagieren. Wir versuchen stattdessen mit Argumenten – im Vertrauen darauf, dass die „übrige” Leserschaft des Stadtkurier des zugänglich ist: Natürlich wissen auch wir um manche „schwarzen Schafe auf zwei Rädern“, die sich unangemessen verhalten. Und wir wollen das in keiner Weise entschuldigen, im Gegenteil. Aber es ist wie so oft: Eine kleine Minderheit prägt für viele das Image einer ganzen Zunft, auch wenn dies einer objektiven Betrachtung nicht Stand hält. Denn die Fakten sprechen eine andere Sprache:
– Rund 30 % aller Wege im Freiburger „Binnenverkehr” werden mit dem Fahrrad zurückgelegt
– dabei stehen den Radlern in Freiburg aber nur ca. 3% der Verkehrsfläche zur Verfügung; ein krasses Missverhältnis und einer der Gründe, warum es oft so eng und damit fast zwangsläufig konfliktiv zugeht.
– Wäre der Radverkehrsanteil hier so gering wie in Stuttgart (6 %), würde der zunehmende Kfz-Verkehr völlig zusammenbrechen! Radverkehrsförderung kommt also auch den Autofahrern zugute.
– Und: Bei ca. 70% aller Unfälle zwischen Radlern und Kfz trägt der Autofahrer die (Haupt-)Schuld! Von „Autorüpeln” ist dennoch selten die Rede.
– Dass Radfahren die mit Abstand umweltverträglichste und preiswerteste Art der Fortbewegung auf Rädern ist, weiß in Freiburg (außer Herrn Heyne) ohnehin jedes Kind – von den unglaublich positiven „Nebenwirkungen“ für die Gesundheit ganz zu schweigen.
20.11.2014, www.stadtkurier.de
Für die große Radlerfraktion im Gemeinderat:
Helmut Thoma, GRÜNE
Hermann Aichele, CDU
Julia Söhne, SPD
Hendrijk Guzzoni, Unabhängige Listen
Johannes Gröger, Freie Wähler
Lukas Mörchen, Junges Freiburg

 

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