Pro Falkensteigtunnel beim RP

Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer hat vergangene Woche den Buchenbacher Bürgermeister Harald Reinhard und Matthias Riesterer und Otmar Winterhalter von der Bürgerinitiative Pro Falkensteigtunnel zu einem Gespräch im Basler Hof in Freiburg empfangen. Die Regierungspräsidentin konnte dabei vermelden, dass die Pläne für den Falkensteigtunnel fertig gestellt seien und nun an das Verkehrsministerium in Stuttgart übersandt werden können. „Ich habe großes Verständnis für die Sorgen und Nöte der Falkensteiger Bevölkerung. Deshalb freut es mich sehr, dass wir die Vorplanung zeitnah abschließen konnten. Meine Planer haben im Rahmen der Planungen mit allem Nachdruck die sich wirtschaftlich und verkehrstechnisch aufdrängenden Varianten verfolgt. Als Bestvariante wurde diejenige ausgearbeitet, die die höchste Chance auf eine Realisierung hat“, versicherte Schäfer. Sie ließ keinen Zweifel daran, dass die Planung des Falkensteigtunnels im Regierungspräsidium die gleiche Prioritätsstufe habe wie die des Freiburger Stadttunnels. „Das Land hat eine vertraglich geregelte Vereinbarung zu diesen beiden Projekten getroffen, zu der wir stehen“, so die Regierungspräsidentin weiter. Ziel sei es, dass beide Projekte bei der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans in den vordringlichen Bedarf aufgenommen werden. 
Das Regierungspräsidium empfiehlt dem Bund die sog. Variante 3-331 als vorzugswürdige Trasse. Diese Trasse hat unter anderem den Vorteil, dass sie in zwei Abschnitten realisierbar ist. Diese Variante hat eine modular aufgebaute Strecke, die zunächst nördlich im Berg den Ortsteil Falkensteig umfährt und einen Anschluss an die B 31 zwischen Falkensteig und Hirschsprung schafft. In einem späteren Bauabschnitt umgeht sie in einem südlichen Tunnelbauwerk die Engstellen um den Hirschsprung. Die Tunnel werden nach den neuesten Vorgaben für den Tunnelbau in zwei Röhren mit je zwei Fahrspuren und hohem Sicherheits- und Umweltstandard projektiert. Wenn die zuständigen Ministerien in Stuttgart und Bonn die Prüfung abgeschlossen haben und die Freigabe der Vorplanung erfolgt, wird im nächsten Schritt vom Regierungspräsidium die Vorzugsvariante zum technischen Entwurf (RE-Entwurf) ausgearbeitet. Dieser Entwurf ist Grundlage für ein anschließendes Planfeststellungsverfahren und die spätere Einstellung in den Haushalt des Bundes. Schäfer zeigte sich abschließend überzeugt, dass man mit der vorliegenden Planung auf einem guten gemeinsamen Weg sei. Sie betonte, dass alle bekannten Fakten in die Planung eingeflossen und an das Verkehrsministerium transportiert worden seien.
Hinweis: Das Land Baden-Württemberg hat Mitte 2009 mit dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald eine Vereinbarung zur Vorfinanzierung der Planungen für den Falkensteigtunnel geschlossen. Der Landkreis schießt Planungsleistungen in Höhe von aktuell knapp 3 Mio. € vor, die vom Land bei einer erfolgreichen Genehmigung und Höherstufung im Bundesverkehrswegeplan zurück erstattet werden. Das Regierungspräsidium Freiburg hat hierzu einen Planungsentwurf bis Ende 2013 den zuständigen Ministerien vorzulegen. Ziel der Tunnelplanung ist, den Transitverkehr auf der B 31 bei Buchenbach in den Berg zu verbannen und damit den Ortsteil Falkensteig zu entlasten. Ein speziell für die Projekte Stadt- und Falkensteigtunnel eingestelltes kleines Team des RP hat mit Ingenieurbüros umfangreiche Planungsunterlagen für das Großprojekt erarbeitet.
Matthias Henrich, 10.10.2012

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