Organspende – Entscheidungsloesung mit wiederholten Anfragebriefen

Im Grundsatz unterstützten alle Bundestagsfraktionen die Entscheidungslösung als Kompromiss zur Organspende. Weil 12 000 Patienten auf der Warteliste stehen, geht manchen der Druck aber nicht weit genug. Eine Alternative wäre gewesen: Alle gelten automatisch als Spender, sofern Angehörige nicht widersprechen – diese Widerspruchslösung gibt es zum Beispiel in Österreich. Andere wiederum fürchten, die geplante Briefkampagne der Krankenkassen schrecke viele eher ab. Ein anderer Kritikpunkt ist, dass das Ende der Hirnfunktion als Todesursache festgeschrieben wird. An dieser Sichtweise haben manche Zweifel …. Alles vom 26.Mai 2012 auf
http://www.badische-zeitung.de/deutschland-1/der-mensch-als-lebensretter–59949036.html

Organspende – Gesetzesänderung Juni 2012
Alle Bundesbürger ab 16 Jahren werden künftig regelmäßig per Brief nach ihrer Bereitschaft zur Organspende nach dem Tod gefragt. Dazu erhalten sie von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen Informationen und einen Organspendeausweis zugeschickt. Dies soll die Zahl der Spender erhöhen. Jeder ist aber frei in seiner Entscheidung. Von den 12 000 Menschen, die in Deutschland auf eine Spende warten, sterben derzeit jeden Tag 3.

Gesundheitsindustrie ist eine der größten und profitabelsten in Deutschland
Ich fand den Artikel über das Thema Organspenden sehr mutig und differenziert. Der Autor hat die Schwachstellen sehr gut aufgezeigt. Es geht wie überall nicht zuerst um den Menschen, sondern um Profit der Pharmaindustrie. Die Gesundheitsindustrie ist eine der größten und profitabelsten in Deutschland. Es bleiben viele Fragen. Ist der Mensch tot, wenn das Herz aufhört zu schlagen oder wenn Hirntod diagnostiziert wird?
Edith Aenis, Weil am Rhein, 16.6.2012

 

 

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