OpaOma bald nicht mehr dabei

„Warum reden uns die Großeltern eigentlich immer noch jedes Jahr rein? Die sind doch eh bald nicht mehr dabei“ – mit diesem Tweet unter dem Hashtag #weihnachtenundklimakrise verabschiedet sich der offizielle Germany Account von  Fridays For Future am 23.12.2019, ein Tag vor Heiligabend, in die Feiertage. Woher nur rührt diese Feindschaft zum ‘Alten weißen Mann’ und seiner Frau?

Mieser Tweet gegen alle Großeltern
Autsch! Das tut richtig weh! Mit diesem Tweet macht sich die Klimabewegung Fridays for Future keine Freunde – nicht nur bei den Großeltern, Am Vormittag hieß es im offiziellen Twitter-Account: „Warum reden uns die Großeltern eigentlich immer noch jedes Jahr rein? Die sind doch eh bald nicht mehr dabei.“
Auch als Satire gemeint, zielt der Ursprungs-Tweet heftig unter die Gürtellinie. Zumal es immer wieder auch die Senioren sind, die sich hinter die Bewegung ihrer Enkelkinder stellen und mit auf die Straße gehen.
Viele Twitter-User sehen das allerdings anders. Der Tweet der Klima-Aktivisten löste einen Sturm der Entrüstung aus.
.
CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak (34) zu BILD: „Geschmacklos. Ich bin froh, dass die überwältigende Mehrheit junger Menschen in Deutschland so nicht denkt. Zwischen den Generationen müssen wir respektvoll miteinander umgehen. Nicht nur zu Weihnachten!“
.
Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (47, Grüne) sagte BILD: „‚Nach mir die Sintflut‘ ist eine Haltung, die man in allen Generationen findet. Die Großeltern sind aber meist diejenigen, die sich am meisten um die Zukunft der Kinder sorgen. Das war ein missglückter Satireversuch.“
.
Oliver Luksic (40), FDP-Abgeordneter und Autor von „Die Angst-Unternehmer“, empört zu BILD: „Der Tweet von FFF ist peinlich und geschmacklos, ein weiteres Beispiel für die Radikalisierung der Öko-Bewegung.“
….
Neuköllns Ex-Bürgermeister Heinz Buschkowsky (71) ist entsetzt! Der Politiker zu BILD:
„Das ist ein unsägliches dümmliches, ja menschenverachtendes Gequatsche. Das zeugt von einer unfassbaren Arroganz, die sprachlos macht und die wir sonst fast nur aus dem linksradikalen Lager kennen: Bessermenschentum!“
Buschkowsky weiter: „Man erhebt sich aber nicht über andere Menschen! Was soll das bedeuten: Klappe halten und zum Sterben weggelegt!? Soll das Friedhofsgemüse einfach den Mund halten? Ohne die Älteren gäbe es diese jungen Aktivisten gar nicht, hätten die keine Gegenwart und auch keine Zukunft! Mit so einer Geisteshaltung hat man die Teilnahme am Diskurs eigentlich verwirkt.“
Und weiter: „Mit derselben Arroganz könnte man antworten: Was sollen wir Alten uns permanent die Welt von den Jungen erklären lassen? Aber klugerweise und aus Lebenserfahrung heraus machen wir das nicht. FFF – Fridays for Future? Ich bin für eine Woche: PFF – (Alten-) Pflege for Future, damit wieder Respekt und Demut einkehrt in die Debatte. Oder, um es mit Friedrich Schillers Wallenstein zu sagen: ‚Schnell fertig ist die Jugend mit dem Worte, das schwer sich handhabt wie des Messers Schneide (…) gleich heißt ihr alles schändlich oder würdig…‘ Aber das kam wohl freitags in der Schule dran.“
23.12.2019

…. Alles vom 23.12.2019 bitte lesen auf
https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/fridays-for-future-mieser-tweet-gegen-alle-grosseltern-66893074.bild.html

Dieser Beitrag wurde unter Bildung, Engagement, Klima, Medien, Schulen abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort