Neuhauser – 150 Wohnungen

Gegendarstellung zum Oktober-Video-Clip (Interview mit Nikolaus v. Gayling-Westphal) auf www.dreisamtaeler.de  
I. Falsch ist: Die Behauptung, der Bürgerverein Neuhäuser sei gegen eine Bebauung.
Richtig ist: Der Bürgerverein hat den bis 2011 gültigen Plan “Variante A” (siehe Homepage Stadt Freiburg) mit einer Bebauung von 80 Wohneinheiten (2geschossig plus Satteldachausbau) akzeptiert und wendet sich ausschließlich gegen die dem gewachsenen Ortschaftsbild nicht angepassten (4geschossig inkl. Attika-DG) Bebauungsformen (mit 150 Wohneinheiten).

II. Falsch ist: Die Behauptung, der Bürgerverein sei gegen eine Sanierung.
Richtig ist: Der Bürgerverein ist für eine Sanierung nach dem Stand der Technik, die weder beim Aushub der giftigen Schwermetalle noch beim Abtransport eine Bedrohung für Leib und Leben der Anwohner darstellt. Seitens des RP wurde uns mit Schreiben vom 6.8.12 zugesichert, daß Freiburg die Sanierung nur nach dem “aktuellen Stand der Technik” vorzunehmen hat. Stand der Technik ist beispielsweise für Schwermetalle im Sand ein Elektrokinetisches Bodenreinigungsverfahren, für LHKW’s ein on-Site-Verfahren. Mindest-Stand der Technik ist der permanente Einsatz einer Berieselungsanlage über das gesamte betroffene Areal, während der gesamten Dauer der Sanierung. Richtig ist ferner, daß der Bürgerverein strikt gegen die Anlegung einer neuen Deponie auf dem Sandhügel oberhalb des Wohngebietes Neuhäuser ist. 

III. Falsch ist: Die Behauptung, von der Deponie -Talfläche A- würde gegenwärtig eine Gefahr ausgehen.
Richtig ist laut H. Zähringer, stv. Leiter des Umweltschutzamtes Freiburg: ” … Im Moment kann man’s liegen lassen. Im Moment besteht kein akuter Handlungsbedarf … ” (Zitat, SWR BW, Landesschau, 9.8.12, “Schwermetall im Boden”).
IV. Falsch ist: Die Behauptung des Deponiebetreibers, die Stadt Freiburg oder die Gemeinde Kirchzarten müssten die Deponie sanieren.
Richtig ist: Der Geschäftsführer der Komplementär-GmbH der Deponie-KG ist für seine Unternehmung vollumfänglich verantwortlich und haftet vollumfänglich.
V. Falsch ist: Die Behauptung, bei der Deponie-Begehung des Bürgervereins mit den Bürgermeistern, Stadt-, Gemeinde- und Ortschaftsräten von Freiburg, Kirchzarten und Kappel sei ein Vergleich mit dem Holocaust angestellt worden.
Richtig ist: Die Talhalde der Giftmülldeponie enthält ein Cyangift, eben jenes Gift, das auch in Auschwitz verwendet wurde. Darauf wurde hingewiesen.
VI. Falsch ist: Die Behauptung, daß eine Umlagerung von “Gift zu Gift” erfolgt.
Richtig ist: Der geplante Ablagerungshang “B2″ – dort stehen über ein Jahrhundert alte Bäume – wurde noch nie untersucht! Ebenfalls richtig ist, daß auf dem geplanten Ablagerungssockel “B1/C” nur zwei Bohrungen in die Tiefe gesetzt wurden – vor einem Vierteljahrhundert! Niemand weiß also, wie es dort heute aussieht. Ohne eine aktuelle, detaillierte Prüfung kann also niemand behaupten, daß hier eine “Altlast zur Altlast – Verlagerung” geplant ist, was -mit Flankenschutz der Freiburger Behörden- Deponieeigentümer nebst Projektentwickler vorgeben.
7.11.2012, Bürgerverein Neuhäuser – Der Vorstand -, gez. F.-J. Römmeler, www.dreisamtaeler.de

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