Ecotrinova

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Blick vom Feldberg nach Norden über den Rheintal- und Dreisamtalnebel zum kandel am 25.10.2012 – rechts St. Peter

 

Ecotrinova

Gemeinnütziger Verein Umwelt- und Verbraucherschutz Freiburg
vorm. Arge Freiburger Umweltinstitute
Herausgeber der ECOtrininova-Nachrichten für die Zukunftsregion ECOvalley Oberrhein
c/o Dr. Georg Löser, Physiker und Biologe
Weiherweg 4B, 79194 Gundelfingen, ecotrinova at web.de, georg.loeser at gmx.de
www.ecotrinova.de
www.umweltbibliothek-freiburg.de
www.ecodistrikt.de
ECOtrinova ist auch erreichbar über Treffpunkt Freiburg im ZO >Treffpunkt

ECOtrinova e.V., VR Freiburg i.Br. Nr. 2551, als gemeinnützig (Umweltschutz) anerkannt vom Finanzamt Freiburg-Stadt, vormals Arbeitsgemeinschaft Freiburger Umweltinstitute (FAUST) e.V., Gründerin der Umweltakademie

Vorsitzender Dr. Georg Löser, Physiker und Energie- und Umweltexperte
Stellvertreter: Diplomforstwirtin Dorothea Schulz , Ingenieur und Umweltgraphiker Bruno Natsch.
Weitere Vorstandmitglieder sind erneut Klaus-Dieter Käser, IT-Experte und früherer MdL sowie der Diplom-Pädagoge und Landschaftsplaner Hans-Jörg Schwander. Die Vorsitzenden führen den Verein seit 2002.

Spenden: Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau, Konto 207 97 54 (BLZ 680 501 01)

  ECOtronova im August 2013 – 1. Vorstand Dr. Löser (links)

ECOtrinova ist Organisator des Samstags-Forum Regio Freiburg
für Studierende, Vereine, MitbürgerInnen anl. 550 Jahre Universität Freiburg
Schirmherrschaft: Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik
Programm April – Juni 2007: Klimaschutz und neue Energien
Samstags-Forum Regio Freiburg >Samstags-Forum

ECOtrinova e.V. ist ein regionaler gemeinnütziger Zusammenschluss von Instituten der Umweltfor­schung, -beratung, -er­ziehung, BürgerInnen, umweltorientierten Vereinen, Initiativen, Büros und Unter­nehmen sowie weiteren Interessierten aus der Region am südlichen Oberrhein. Die Arbeit des Vereins kommt der Öffentlichkeit zugute. Der Verein kooperiert mit seinen Mitgliedsvereinigungen und -instituten sowie mit weiteren Einrichtungen wie dem trinationalen Netzwerk Ener­gie-3Regio, dem Agenda-21-Büro der Stadt Freiburg i.Br., der ECO-Stiftung für Energie-Klima-Umwelt, Klima­bündnis-Freiburg, dem ZEE Zentrum für Erneuerbare Energien sowie der Studierendenvertretung u-asta der Universität Freiburg. Er ist offen für weitere Partner, Mitglieder und Förderer. Hauptziel ist eine zukunftsfähige Modellregion, ein ECOvalley.
ECOtrinova führt eine Reihe Gemeinschaftsprojekte in Freiburg und Region durch, auch grenzüber­schreitend.. Hinzu kommt Bildungs-, Informations- und Lobbyarbeit für die Umwelt. Die Mitglieder verantworten eine Vielzahl großer und kleiner eigener Vorhaben in der Region, national und international.  ECOtrinova erhielt 2011 den 1. Preis Umweltschutz der Stadt Freiburg i.Br.

 

ECO-Stiftung

Dachstiftung für individuelles Schenken
Der Stiftungsstock wuchs 2006-2008 auf fast 100.000 Euro.
http://www.gls-treuhand.de/themen/dachstiftung-fuer-individuelles-schenken
c/o Dr. Georg Löser, Weiherweg 4b, 79194 Gundelfingen, georg.loeser at gmx.de

Zuwendungen (Spenden), Zustiftungen sowie Verfügungen und Legate an die ECO-Stiftung sind willkommen und steuerlich begünstigt. Die Bankverbindung und das erforderliche Stichwort:
GLS Treuhand e.V., GLS Gemeinschaftsbank eG Bochum.
Konto-Nr. 103 700 800, BLZ 430 609 67
Stichwort erforderlich: ECO-Stiftung Spende (oder Zustiftung).

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5.000 Wohnungen ohne Flächenverbrauch – virtueller Neubaustadtteil in Freiburg?
Dachgeschossausbau und Aufstocken für günstige Mieten

Freiburgs Dachlandschaften zeigen in der Altstadt und in den um 1900 errichteten Stadtteilen architektonisch großartige Realisierungen für viel Wohnraum. In später hinzugekommenen Stadtteilen, wo der Dachausbau für Wohnungen vernachlässigt oder zu niedrig gebaut wurde, bestehen Chancen für über 5.000 weitere Wohnungen ohne Flächenverbrauch. So kann laut ECOtrinova-Vorsitzendem Dr. Georg Löser ein dezentraler „virtueller Neubaustadtteil“ im noch wachsenden Freiburg entstehen. Das hat höchste Bedeutung für die nachhaltige Stadtentwicklung in Freiburg und Region mit dem Motto: „Wohnungen bauen ohne Bauland“, also ohne Außenentwicklung auf „Grüner Wiese“ und ohne Zerstörung von Kleingärten im Innenbereich.
ECOtrinova e.V. hat dazu, unterstützt von weiteren Umweltschutzvereinigungen, als Pilotuntersuchung Gebäude einiger Straßen und Quartiere in Freiburg Stühlinger, Beurbarung, Neuburg, Zähringen, und u.a. im Sedanviertel fotografiert und ausgewertet. Schon bei dieser kleinen Untersuchung ergab sich dort ein Potenzial von rund 1.000 Wohnungen zu je typisch 60 bis 90 qm, also für rund 3.000 Menschen. Fürs gesamte Stadtgebiet schätzt ECOtrinova die Chancen auf mindestens 5.000 Wohnungen. Das entspricht etwa dem geplanten umstrittenen Neubau-stadtteil auf landwirtschaftlichem Boden in der Dietenbach-Niederung, wo Bauen wegen Hoch-wasserrisiko und Lärm von Schnellstraßen an sich verboten ist.
ECOtrinova erwartet nun von Stadt und Gemeinderat, umgehend das fehlende Kataster für Aufstockungen und Dachausbauten fürs Wohnen zu schaffen, Hemmnisse, die sich teilweise stellen, abzubauen und für ab 2019 ein breites Aktionsprogramm auf den Weg zu bringen.
Es sind vor allem von 1950 bis 1990 errichtete Mehrfamilienhäuser, bei denen das Potenzial leicht zu erkennen ist. Diese gehören oft Baugenossenschaften oder der Freiburger Stadtbau. Während ersteren nach Einschätzung ECOtrinovas Personal zur Umsetzung fehlt, kann letztere bereits einige Aufstockungen und Dachausbauten nachweisen.
Relativ günstige Neumieten erreichbar
Aufstockungen und Dachausbauten können relativ günstige Mieten erbringen, auch unterhalb des Mietspiegels, z.B. wenn gemeinnützige Unternehmen tätig werden. Das zeigen von der zuständigen Bundesanstalt BBSR untersuchte Beispiele in der Bundesstadt Bonn, deren Miet-spiegel ähnlich hoch ist wie in Freiburg. Grundstücks- und Erschließungskosten etwa für Verkehrswege, Ver- und Entsorgung, neue Straßenbahnen usw. entfallen überwiegend. Bisherige Einrichtungen, Handel und Dienstleistungen werden in Stadtquartieren besser ausgelastet und diese belebt. Bei nahem ÖPNV und Auto-Teilen sowie autoreduziertem oder autofreiem Wohnen kann ein Großteil der Stellplatzpflichten für die neuen Wohnungen entfallen.
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Freiburger Hindernisse und Licht am Ende des Tunnels:
Bis Ende 2017 war es vor allem das Baurechtsamt, das das große Wohn-Potenzial anders als z.B. auch die Wirtschafts- und Wohnbauministerin Baden-Württembergs Hoffmeister-Kraut nicht erkennen wollte und 2016 eine von ECOtrinova bei Stadt und Rat angeregte und groß angelegte Initiative einiger Gemeinderatsfraktionen mit der Handwerkskammer entmutigte. Derweil realisierten Architekten in Freiburg und anderswo Vorbilder. Offizielle Feldstudien auf Bundesebene beschreiben gelungene Beispiele. Es schien so, als ob in Freiburg diese Alternative zu Dietenbach abgewürgt werden solle. Auf Einladung von ECOtrinova haben dagegen in 2017 zwei versierte Architekten in der Universität Beispiele erläutert und gezeigt, dass Hemmnisse wie Zugang, Fahrstuhl, Brandschutz , Fluchtweg und auch Denkmalschutz in der Regel gut überwindbar sind.
ECOtrinova war schon 2013 zusammen mit dem BUND Freiburg und dem Klimabündnis Freiburg bei Stadt und Gemeinderat schriftlich vorstellig geworden zum Dachgeschossausbau und Aufstocken als eine von vielen Alternativen zum „Bauen auf Teufel komm raus“ auf der „Grünen Wiese“, leider damals ohne Resonanz bei Rat und Stadt. Denn diese wollten trotz baugesetzlichen gebotenen Vorrangs der Innenentwicklung unbedingt mindestens einen Neubaustadtteil im Außenbereich – schließlich Dietenbach. Aktuell regt sich aber im Baudezernat und im Gemeinderat Interesse am Thema Dächer. Es ist sehr wichtig, zügig zu beginnen, weil das Potenzial nur schritt-weise umsetzbar ist und weil laufende Erneuerungen von Dächern ohne Ausbau oder Aufstockung auf viele Jahre verlorene Chancen sind.
Das Pestel-Institut hatte mit der TU Darmstadt 2016 allein für Aufstockungen in Deutschland ein Potenzial von rund 1,5 Millionen Wohnungen begutachtet mit im Mittel 1,3 Geschossen an Aufstockung. Auf Freiburg bezogen wären das schon rund 4. 000 Wohnungen. ECOtrinova hat i.d.R. vorsichtig nur 1 Zusatzgeschoss angesetzt und bei einem Großteil der Gebäude nur Dachgeschoss-ausbau, der bekanntlich die Geschoßflächenzahl nicht ändert.
Nicht untersucht hat ECOtrinova u.a. die vielen Ausbau- und Aufstockmöglichkeiten fürs Wohnen auf Büro- und Gewerbebauten sowie auf den vielen einstöckigen Flachbauten etwa in Landwasser und im Quartier Wippertstraße oder nur am Rande das Potential bei Reihen- und Ein- bis Zweifa-milienhäusern. Dort bestehen neben „Dach-Chancen“ auch andere Möglichkeiten wie die Aktivierung von Einliegerwohnungen und Anbauten.
ECOtrinova verfügt über Fotos von Gebäuden mit Aufstock- und/oder Dachausbaupotential und von Vorbildern, bei denen das Potenzial bereit verwirklicht wurde. Ein spezifisches Maximum wurde in der Stefan-Meierstr. erreicht: aus 12 Wohnungen wurden29, dies durch Dachausbau, aber mit Abriss und Neubau plus Tiefgarage.
Dr. Georg Löser, ECOtrinova e.V., 16.5.2018

 

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