Nahrungsmittelverschwendung

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Bio-Äpfel Anfang Dezember 2012: Krumpelig, ungespritzt, gut gelagert, schmackhaft

  Wir werfen jährlich 500.000 t Brot weg – die Nachfragemenge von Niedersachsen.
Damit halten wir den Weizenpreis für Brot als weltweites Hauptnahrungsmittel hoch.
 
Die Halbierung des Lebensmittel-Mülls hat den gleichen Umwelteffekt wie die Stillegung jedes 2. Autos.

Die in den USA und der EU weggeworfenen Lebensmittel würden drei Mal ausreichen,
um den Hunger in der Welt zu beseitigen.

Ein Drittel aller Treibhausgase wird in der Landwirtschaft erzeugt, wenn man dafür erfolgte Entwaldunghinzurechnet.

Würden alle Bäcker das Brot, dass sie nicht verkaufen können (10 bis 20% der Tagesproduktion) durch Verbrennung in Energie umwandeln, liesse sich ein Atomkraftwerk einsparen – zwar auch ein Frevel, aber besser als wegwerfen.
 
JEDER deutsche Haushalt wirft 387 Euro pro Jahr an Lebensmitteln weg.

 

In Freiburg landen alljährlich 13000 Tonnen Lebensmittel im Müll

Die Entsorgung von Speiseresten wird von der ASF-eigenen Firma Remondis vorgenommen. Einerseits werden immer mehr Speisereste, Küchenabfälle und Lebensmittel weggeworfen – 13000 Tonnen allein in Freiburg. Andererseits lohnt sich der Betrieb der Biogasanlage durch den Verkauf von Wärme, Strom und Dünger,

Schritt 1:  Speisereste wegwerfen – rund 13000 t alljährlich in Freiburg
In den 10 Freiburger Mensen werden täglich ca 10000 Essen gekocht, von denen 10% bzw. 1000 Essen sogleich im Müll landen.
Die Freiburger Markthalle gibt zwischen 2500 und 5000 Essen am Tag aus. Da fertig zubereitete Speisen aus versorgungsrechtlichen Gründen nicht weitergegeben werden dürfen (auch nicht an die Tafel), wird das Essen weggeworfen. 
15% der Backware landen im Müll – auch weil es der Kunde so wünscht. “Ein Bäcker weiß nie genau, wie viel er an einem Tag verkauft, aber die Kunden erwarten um halb sieben Uhr abends noch frische Ware, sonst kaufen sie in Zukunft woanders”, so der Obermeister der Freiburger Bäcker-Innung Herrmann Aichele. Deshalb ist es zumeist wirtschaftlicher, für den Müll zu backen, als die Kundschaft durch ein ausgedünntes Sortiment zu vergrämen. Reiß.Back aus Kirchzarten hat gerade eine 15. Bäckereifiliale in Freiburg eröffnet, die Backwaren vom Vortag zu reduziertem Preis anbietet – mit Erfolg.
Die Freiburger Tafel sammelt jeden Monat ca 30 t unverkaufte Lebensmittel ein.

Schritt 2: Deponie Eichelbuck –  Speisereste erhitzen
Die ASF (Abfallwirtschaft und Stadtreinigung GmbH Freiburg) fährt die weggeworfenen Lebensmittel, Essensreste und Küchenabfälle in die Deponie Eichelbuck, wo durch Erhitzung auf 70 Grad die Keime abgetötet werden. Dann wird das so gewonnene Gärsubstrat zusammen mit dem Grünschnitt in die Tulastrasse gebracht.

Schritt 3: Biogasanlage Tullastrasse – Heizwärme und Strom erzeugen
Die von der ASF-Firma Remondis im Gewerbegebiet an der Tullastrasse betriebene Biogasanlage mit ihrern riesigen (und auch stinkenden) Gärtanks versorgt ca 650 Haushalte mit Heizwärme, wobei Strom für ca 6000 Haushalte erzeugt wird (Kraft-Wärme-Kopplung). Die anfallenden Rückstände werden zu Dünger verarbeitet.

Die Reste der täglich in der Uniklinik Freiburg ausgegebenen 6500 Essen werden nicht zur ASF, sondern in die Biogasanlage eines Landwirtes verbracht.

 

Als Student containern: Das Menü aus der Tonne

Ein Freiburger nimmt mit, was Supermärkte wegwerfen – eine rechtliche Grauzone

 

Joghurt, Salat, Brot, Kuchen: Walther Mitty containert und bedient sich am Supermarkt-Müll. Bild: S. Tieso

Freitagabend, 21.30 Uhr, ein Supermarkt-Hinterhof in der Wiehre:Walther Mitty (Name von der Redaktion geändert) steht in einemgroßen grauen Müllcontainer. Er wühltund suchtnach Lebensmitteln, dieweggeworfen wurden, abernoch genießbarsind. Nicht,weil sich Walther einen gewöhnlichenEinkauf nichtleisten könnte.Der 21-Jährigewill ein Zeichen gegen Verschwendungsetzen – wie Dutzendeandere Freiburger, die regelmäßig „containern“. 30 Minuten Einsatz, einRucksack und zwei Tüten vollmit Lebensmitteln, die insgesamtrund 30 Euro gekostet hätten – esist ein besonders erfolgreicherAbend für Walther Mitty. „So vieleSachen“, staunt der Freiburger Student über seine Ausbeute aus demMüllcontainer. Dass Supermarkt-Filialleiter jeden Abend Waren wegwerfen, die oft noch genießbar sind,darüber wundert sich Mitty auchnoch nach einem Jahr Container-Erfahrung. „Ich weiß auch nicht wirklich, warum sie das machen“, sagt erkopfschüttelnd. „Aber ich will dasnicht einfach so verrotten lassen.“Einmal pro Woche macht Mitty dieRunde im Freiburger Stadtteil Wiehre, steigt in große Container vor undhinter Supermärkten und nimmtmit, was haltbar scheint. Toastbrot,Schokoladenkuchen, Käsekuchen,Kopfsalat, Brokkoli, geräucherterSpeck, Orangen, Sirup und Joghurtliegen unter anderem diesmal imMüll – alles offiziell abgelaufen,aber verpackt und für Walther Mitty deshalb auch nach eigener Einschätzung zum Großteil genießbar.„Ich schaue es genau an, wische esab und riechedaran“, so derContainer-Profi. Das Allermeiste, das Mitty aus dem Müll fischt,unterscheide sich nicht von Ware,die frisch aus dem Supermarkt-Regal kommt, glaubt der Informatik-Student. „Passiert ist noch nie was.Warum auch?“ Eine mögliche Antwort kennt Frieder Grundhöfer. AlsLebensmittelchemiker am FreiburgerVeterinäruntersuchungsamt hat ertäglich mit verdorbener Ware zutun, weiß von gesundheitlichen Folgen und spricht von einem „hohenRisiko“, das Containerer wie WaltherMitty eingehen. Lebensmittel, dieeinmal im Müll lagen, gelten „alsgesundheitlich bedenklich.“ KeinAußenstehender wisse, wieso genaudie Supermarkt-Ware dort gelandetsei. „Vielleicht wurde die Kühlketteunterbrochen. Vielleicht lag der Käse ein paar Tage zwischen den Regalen?“ Noch dazu kommt die Möglichkeit, dass Keime aus dem Müllauf die Ware übertragen werdenund damit Durchfall und Übelkeitauslösen könnten. Allein in die eigene Kühlkette, da hätte FriederGrundhöfer Vertrauen: Ein abgelaufenes Joghurt würde er bedenkenlosverzehren, „wenn es in meinem Kühlschrank abgelaufenist“. Mit der Lebensmittelkiste von Walter Mitty hätteder Chemiker „Riesenprobleme“ – einzige Ausnahme: Vakuumverpacktes oder Konserven.Die schätzt Grundhöfer als „wenigproblematisch“ ein. Der 21-jährigeContainer-Suchende Walther Mittyverlässt sich indes weiter auf seinpersönliches Gespür. Der geräucherte Speck landet nach der halbstündigen Containertour wieder im Müll,am Joghurt dagegen bedienen sichsogar staunende Passanten, die Mittys ungewöhnliches Hobby zu be-wundern scheinen: „Was alles weggeworfen wird ist schon unglaublich“, sagt ein Supermarkt-Nachbarim Vorbeigehen. Verständnis, dasFreiburgs Container-Szene nicht immer entgegengebracht wird. Vonschreienden und drohenden Anwohnern wurden Mitty und seine Begleiter schon verjagt, bei einer anderen Tour warnte ein Supermarkt-Mitarbeiter vor strafrechtlichen Folgen. Die aber werden von Rechtsexperten als gering eingeschätzt. Beiweggeworfener Ware„kann kein Diebstahl mehrerfolgen“, sagt der Freiburger Rechtsanwalt Michael Moos. Walther Mittybefände sich wie andere Containererin einer „rechtlichen Grauzone“,auch Freiburgs Polizeisprecher Ulrich Brecht ist kein Fall bekannt, indem ein Freiburger, der sich imMüllcontainer bedient, gemeldetwurde. Bedenklich sei das Containern allerdings, wenn die Mülltonnen hinter einem verschlossenen Torstehen: „Dann ist das Hausfriedensbruch“, so Rechtsanwalt Moos. Diesen begeht Mitty selten. „Es gibtnoch so viele andere freie Tonnen“,sagt der Student beim Gang durchdie abendliche Wiehre. Hinter demnächsten Supermarkt quellen dieTonnen über. Obenauf: MehrerePflanzen – Weihnachtssterne. Wieder Staunen bei Walther Mitty: „Diesind ja wie neu.“ Der 21-Jährigefragt sich, warum Supermarkt-ChefsWare wie diese nicht einfach kennzeichnen und verschenken. „So lange mache ich genau so weiter. Undvielleicht geht denen dann ja irgendwann ein Blitz im Kopf auf.“
Sandra Tieso, 4.1.2012, www.stadtkurier.de

 

 

 

Die Hälfte unserer Lebensmittel wandert in den Müll

Die Hälfte unserer Lebensmittel wandert in den Müll. Einfach so. Allein in Deutschland geschätzte 20 Millionen Tonnen. Jedes Jahr. Vieles davon könnte man noch essen. Essen, das kommt schon lange nicht mehr vom Bauernhof, sondern aus dem Supermarkt. Ein gigantisches Schlaraffenland, das immer nachgefüllt wird. Immer ist alles da. Und zwar reichlich. Im Sommer wie im Winter. Hauptsache, die Ware sieht frisch aus. Der Dokumentarfilm zeigt die gigantische Lebensmittelverschwendung weltweit und erklärt, warum die weggeworfene Ware auch für den Klimawandel verantwortlich ist.

500.000 Tonnen Brot im Jahr landen auf dem Müll
Ein Durchschnitts-Supermarkt wirft täglich 50 Kilogramm Lebensmittel weg. …  Ebenso wie 500.000 Tonnen Brot im Jahr. Davon könnte ganz Niedersachsen satt werden. Doch statt im Magen landet das Brot auf der Halde. Backwaren vom Vortag möchte schließlich niemand. Darum liefern die Bäckereien ständig nach. Jedes fünfte Brot, das gebacken wird, bleibt übrig. Ein kalkulierter Überschuss. “Ich weiß, dass die Supermarktbetreiber sehr viel Wert darauf legen, dass abends das Brotregal voll ist”, erzählt der Bäcker Roland Schüren. “Es gibt da durchaus in den Mietverträgen Klauseln, die da lauten: Volles Brotregal bis 18.30 Uhr. Und ich habe auch selber böse Briefe gekriegt, wenn zum Beispiel vor Feiertagen, die sehr schwer zu kalkulieren sind, das Brotregal zu einer gewissen Zeit schon relativ gerupft aussieht. Mit Androhung zur Kündigung des Mietvertrags.”
“Der Handel zieht sich dann gerne auf die Formulierung zurück: Es gibt eine Konsumentendemokratie. Die Leute stimmen beim Einkaufen mit ihrem Geldbeutel ab. Aber vielen, die das machen, ist ja gar nicht bewusst, was sie damit auslösen.” Was damit ausgelöst wird, zeigt Valentin Thurn in seiner Dokumentation “Frisch auf den Müll”. Vieles, so hat er herausgefunden, wird bereits auf dem Feld liegengelassen. Obwohl das Gemüse nicht schlecht ist. Doch unsere Lebensmittel müssen bestimmten Normen entsprechen. So will es der Handel.

“Es sind Kartoffeln dabei, die sind entweder zu klein, die sortiert die Maschine ohnehin durch das Sieb aus”, erklärt Landwirt Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringsdorf. “Dann gibt es Kartoffeln, die sind zu dick. Und dann gibt es Kartoffeln, die Macken haben. Die sind ein wenig verwachsen oder haben eine kleine Delle. Die sind dann eben nicht mehr verkaufsfähige Ware.” Wie grotesk das ist, zeigt der Film am Beispiel USA. Hier werden Tomaten anhand einer Farbtabelle abgescannt. Weicht die Farbe schon minimal von der gewünschten Norm ab, sind die Tomaten nichts mehr wert. “Im Prinzip geht es darum, dass Lebensmittel, oder Obst und Gemüse, so wie es vom Feld kommt, unterschiedlich aussieht, der Handel das aber möglichst gleichförmig haben will, damit er besser die Qualität überprüfen kann, damit er es besser transportieren kann”, erläutert Valentin Thurn. “Krumme Gurken lassen sich nicht leicht in eine Kiste packen. Also setzt der Handel Normen, die wiederum in der Landwirtschaft zum Wegwerfen führen.” Die Politik schaut weg, obwohl sie diese Normen mitbestimmt. Stattdessen beruft sie sich auf die Freiheit des Handels. Diese Mechanismen, so zeigt der Film, haben verheerende Folgen. Denn die Lebensmittelproduktion verschlingt riesige Mengen Energie, Wasser, Dünger. Für unsere Verschwendung wird Regenwald gerodet. Das alles  schadet dem Klima. “Andererseits bedeutet das aber auch eine große Chance”, sagt der Regisseur. “Wenn wir nur die Hälfte dessen wegwerfen würden, was wir heute essen, dann hätte das den gleichen Effekt, wie wenn wir jedes zweite Auto stilllegen würden.”

Unsere Verschwendung verstärkt den Hunger in der Welt
Und auch ethisch hat das Wegschmeißen Folgen. Vor allem für kleine Bauern in Afrika, die gar nicht so viel produzieren können, um die Lebensmittelnormen zu erfüllen. So absurd es scheint, doch unsere Verschwendung verstärkt den Hunger in der Welt. “Unser Wegwerfen ist nicht der Grund für den Hunger”, so Thurn. “Aber in einer Hungerkrise gibt es einen sehr engen Zusammenhang. Und zwar den Weltmarktpreis. Wenn wir zum Beispiel Brot wegwerfen, das erhöht die Nachfrage und sorgt dafür, dass der Weltmarktpreis steigt. Und wenn der Weltmarktpreis höher ist, dann können sich das ärmere Länder nicht mehr leisten. Und da hat unser Wegwerfen die direkte Folge Hunger.” Für so viel Überfluss gibt es keinen Abnehmer – selbst die gemeinnützigen Tafeln können nicht so viel verteilen wie übrig bleibt. Valentin Thurn rüttelt mit seinem Film nicht nur auf, er zeigt auch, wie es besser gehen könnte. Mehr Verantwortung bei den Händlern, mehr Einmischung durch die Politik, mehr Bewusstsein beim Verbraucher. Die Verschwendung ist zu einem Teil unserer Esskultur geworden. Aber sollen wir stolz sein auf eine Kultur, in der die Tonne schon genauso voll ist wie der Tisch?
24.10.2010, Film von Valentin Thurn, www.ard.de

“Mehr als 50 Prozent aller weltweit produzierten Lebensmittel landen im Müll, oft bevor sie die Verbraucher erreichen. Jedes in Europa weggeworfene Brot verschärft die Hungerkrise in den armen Ländern, weil wir unser Getreide heute auf demselben globalen Markt einkaufen. Ein Drittel aller Treibhausgase wird in der Landwirtschaft erzeugt, wenn man die Entwaldung für ihre Zwecke hinzurechnet.”
Valentin Thurn am 24.10.2010 in im Alten Kaufhaus in Freiburg, mehr bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/freiburg/mit-der-kamera-gegen-den-wahnsinn–36924411.html

 

 

Brotverschwendung am Pranger: 850.000 t/Jahr Brot weggeworfen

In Deutschland werden jährlich 850.000 Tonnen Brot weggeworfen, soviel wie noch nie. Bäcker schlagen Alarm. Die immer stärkere Industrialisierung und vor allem der Druck der Supermärkte heizen die Überproduktion für die Mülltonne an. Doch auch Verbraucher, die bis in die späten Abendstunden ein frisch gebackenes Vollsortiment verlangen, tragen dazu bei. Ländersache-Reporterin Bianca Güth über die Brotverschwendung und wie man etwas dagegen tun kann

Wo sind die Grenzen der Wegwerfkultur? – SWR Fernsehen :: LÄNDERSACHE Rheinland-Pfalz | SWR.de, 22.10.2010
http://www.swr.de/laendersache-rp/-/id=100894/nid=100894/did=6881334/wjd1j6/

 

 

Ungefähr 10 Prozent des Restmülls sind Lebensmittel

Felicitas Schneider vom Institut für Abfallwirtschaft aus Österreich, hat für ihr Land dazu geforscht.

  • 45 kg an genießbaren Lebensmittel pro Tag und Supermarkt werden entsorgt
  • 10 kg pro Haushalt und Jahr
  • 6 – 12% des Restmülls sind Lebensmittel
  • weitere 3 – 6% Speisereste
  • dies summiert sich auf bis zu 400€ pro Haushalt

In Deutschland wird statistisch leider nicht erfasst, wie viele Lebensmittel weggeworfen werden. Rechnet man die o.a. Angaben von Österreich auf Deutschland hoch, bedeutet dies, dass wir Lebensmittel im Wert von 20 Mrd. € wegwerfen. Dies entspricht ungefähr dem Umsatz von Aldi.

www.bau.boku.ac.at.abf.html Institut für Abfallwirtschaft Wien, 22.10.2010

 

Tastthewaste.com – gegen Verschwendung von Essbarem

TASTE THE WASTE wendet sich an alle, die gegen die Verschwendung von Essbarem sind. Wir wollen zeigen, wie viel weggeworfen wird — und was man dagegen tun kann.
“Wir versuchen jetzt mit verschiedenen Nichtregierungsorganisationen, Druck auf die Europäische Union auszuüben. Ohne Regularien für die großen Handelsunternehmen sind die Probleme nicht zu lösen.” Die Forderung der Kampagne: 50 Prozent weniger Lebensmittelverschwendung in der EU bis zum Jahr 2025.

TasteTheWaste.com, Portal von Valentin Thurn
http://www.tastethewaste.com

 

Containern – nachhaltig?

Viele ernähren sich vom sogenannten “Müll”, der eigentlich keiner ist – Neudeutsch “Containern”. Sie  durchsuchen die Container von Discountern, Großmärkten und Fabriken nach Essbarem. Was man sonst nur von den Müllkippen in Kalkutta kennt ist in Deutschland längst angekommen, nur auf viel höherem Niveau.

Viele Gründe fürs Containern
Zunächst die Armut. Aber auch Nervenkitzel. Kindliche Freude, Staunen und Unverständnis darüber was alles weggeworfen wird.

Containern ist eigentlich strafbar
In Österreich und der Schweiz ist Müll eine herrenlose Sache und das Containern somit rechtlich kein Diebstahl. In Deutschland aber hat Müll immer einen Eigentümer: Die Lebensmittel im Container gehören also entweder noch dem Supermarkt oder schon dem Entsorgungsunternehmen, welches diese Container bereitstellt. In der Praxis aber interessiert sich die Polizei kaum für „wertlose“ Gegenstände.

Containern ist nicht nachhaltig
An sich ist Containern eine gute Sache, da die Nachfrage an bestimmten Lebensmitteln entfällt. Man kann so Kritik an der Wegwerfgesellschaft üben. Dennoch ist der Ansatz des Containerns nicht nachhaltig, denn es ist NICHT möglich, dass ALLE Menschen containern gehen. Irgendwer muss ja durch seinen Konsum auch eine Nachfrage nach Lebensmitteln erzeugen, welche dann im Überfluss produziert und letztendlich auch weggeworfen werden.

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