Rinder

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Rinder ganz oben am Feldberg in fast 1500 m Höhe am 31.8.2009

   In Deutschland gibt es ca 4 Millionen Milchkühe – jede macht täglich ca 30000 Kaubewegungen.

  Die Durchschnittskuh lieferte 1995 14 Liter Milch am Tag, heute 20 Liter – dank Hochleistungszucht und -futter.

Damit Kühe Milch geben, müssen sie kalben – sie sind also nicht nur Milchmaschinen, sondern auch Gebärmaschinen:
12 Wochen nach der Geburt erneute Besamung, 4 Geburten im Leben, nach 6 Jahren Schlachtung.

 

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(1) Rinder Kirchzarten-Bur am 25.10.2015

 

Qualzucht bei Nutztieren

Eine Studie  “Qualzucht bei Nutztieren” von Prof Hörning konstatiert die immer schlechtere Gesundheit der Nutztiere.  So nahm die Jahresmilchleistung von Kühen von 3785 Liter in 1950 auf 8173 Liter zu – durchschnittlich, d.h. Superkühe geben deutlich mehr Milch. Hühner legen heute 300 Eier im Jahr, in 1955 nur120 Eier. Und Schweine und Masthühner werden so gezüchtet, dass möglichst rasch Gewicht zulegen. Kühe erhalten immer mehr Kraftfutter, womit der Anteil an Raufutter, den die Kuh als Wiederkäuer eigentlich braucht, sinkt, was wiederum das Krankheitsrisiko erhöht und die  Antibiotikabehandlung erforderlich macht. Jede dritte Kuh landet im Schlachthof, weil sie krank ist.
Studie “Qualzucht bei Nutztieren”
” Die zunehmenden Leistungen belasten den Organismus der Tiere immer mehr. Leistungsbedingte Gesundheitsstörungen sind häufig festzustellen. Zu den wichtigsten gehören bei Milchkühen Fruchtbarkeitsstörungen, Euter- und Klauenentzündungen, bei Sauen Fruchtbarkeitsstörungen und Lahmheiten, bei schnell wachsenden Mastschweinen und Mastgeflügel (Hähnchen, Puten) Herz- Kreislaufprobleme und Beinschäden (z.B. Gelenkerkrankungen). Die Zucht auf übergroße Brust-muskulatur bewirkt, dass Hähnchen und Puten nicht mehr normal laufen können.
15.8.2013, Prof. Dr. agr. habil. Bernhard Hörning (Hochschule Eberswalde
http://www.gruene-bundestag.de/fileadmin/media/gruenebundestag_de/themen_az/agrar/Qualzucht_bei_Nutztieren.pdf
Nutztiere besser vor qualvoller Zucht schützen
Wir brauchen die Bestimmung der Qualzucht bei Nutztieren. Die Länder sollten die Zahl der Amtstierärzte aufstocken, damit diese mehr Zeit für Kontrolle haben. Um die sogenannten leistungsbedingten Krankheiten bei Hochleistungstieren zu vermindern, ist ein hoher Aufwand im Stall erforderlich. Sinnvoll scheint auch eine staatliche Förderung für nachhaltige Zucht – also eine Zucht, die die Tiere gesund bleiben lässt. Ansonsten laufen wir Gefahr, dass es nur noch Hochleistungstiere gibt. Bei Puten und Hähnchen beherrschen heute weltweit nur noch zwei bis drei Konzerne die Hybridzucht. Das muss ein Alarmsignal für uns sein, es nicht bei anderen Nutztieren so weit kommen zu lassen. ….
Alles vom 23.8.2013 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/wirtschaft/experte-nutztiere-besser-vor-qualvoller-zucht-schuetzen–74635489.html

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