Urban-Gardening

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Blumenwiese am 29.6.2012

 

 

Bilder

                            
(1) Haslach gärtnert 18.5.2013                 (2) Uni-Bibliothek Neubau              (3) Urban Gardening Stadttheater


(4) Stadttheater 18.5.2013

(1) Urbanes Gärtnern in der Brandel-Anlage in Haslach. “Haslach gärtnert”,  haslachgaertnert@web.de
(2) – (4) Urbanes Gärtnern am Stadttheater. Terrassenbeete.

 

Urban Gardening – Urbane Landwirtschaft

In den Notzeiten nach dem Zweiten Weltkrieg, in denen Lebensmittel knapp waren, haben Stadtbewohner öffentliche Grünflächen in gemeinschaftliche Gemüsegärten verwandelt. Heute verwandeln vor allem junge Städter Freiflächen in Gärten – ganz ohne Not, einfach aus Lust. Raus aus dem Büro, rein in den Garten – das ist die neue grüne Bewegung. 
Neue Formen urbaner Landwirtschaft entstehen unter den verschiedenen Namen: Urban Gardening (Englisch, das ist chic), Interkulturelle Gärten, Community Gardens, City Farms, Nachbarschaftsgärten, Kinderbauernhöfe, Guerilla Gardening, Urban Gardening, Local Food.
Die Ziele des Landwirtschaftens und Gärtnern sind vielfältig: Städtische Naturerfahrung, Selbermachen, Begegnung und Gemeinschaft, Nutzen von Brachland, Entmüllen, Praktische Lernorte, Kindergärtnern, Nahräumliche Lebensqualität, Integration der Kulturen, städtisches Zusammenleben
Urban Gardening fördert eine ökologisch und sozial verträgliche Wirtschaft und Gesellschaft.
Michelle Obama macht es, ihr Gatte auch. Die First Lady hat einen Garten am Weißen Haus angelegt, es gibt Bienenstöcke. Der US-Präsident macht sein eigenes Bier mit dem hauseigenen Bienenhonig. Urban Gardening, Do-it-yourself, die Mitmach-Revolution: Selbermachen ist nicht nur eine Attitüde. In FabLabs, Hackerspaces oder Repair-Cafés verändert sich ein Teil der Ökonomie: Klassische Konsumenten wachsen zu Prosumenten, die mitgestalten und mitproduzieren. Unternehmen überlassen ihnen einen Teil der Wertschöpfungskette und stellen fest, dass große Fertigungstiefe ihnen hilft, flexibel auf individuelle Kundenwünsche einzugehen. Kommen neue Technologien wie 3D-Drucker hinzu, kann sich das Verhältnis zwischen Konsumenten und Produzenten noch weiter verschieben – sowohl zur einen, wie zur anderen Seite. Wenn jetzt noch Ressourcenschonung und nachhaltige Entwicklung in den Fokus der Selbermacher rücken, … ach, das tun sie schon?

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UANB – Urban AgriCulture Netz Basel

Als gemeinnütziger Verein fördert das Urban AgriCulture Netz Basel die Erzeugung von Lebensmitteln, Kräutern, Blumen, Nutz- und Medizinalpflanzen durch die in der Stadt Basel und der Agglomeration lebenden Menschen. Dabei sieht sich der Verein den Zielen der lokalen, sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit verpflichtet – zum Erhalt von Natur, Biodiversität und Menschen hier und anderswo. Der Verein Urban AgriCulture Netz Basel versteht sich als Netz von Personen und Organisationen, die im Rahmen seines Zweckes aktiv (oder passiv fördernd) tätig sein wollen und sich dabei an den Prinzipien der Nachhaltigkeit auf Basis des „Brundtlandt-Berichtes“ und den davon ausgehenden Ausführungen orientieren. Von seinen Mitgliedern erwartet er, dass sie sich bei der Erzeugung von Lebensmitteln an den Richtlinien von BioSuisse orientieren www.bio-suisse.ch.  .
http://www.urbanagriculturebasel.ch/

 

Guerilla Gardening  in Freiburg

Warum junge Leute in Nacht-und-Nebelaktionen öffentliche Plätze bepflanzen und Unkraut jäten. Die Stadt Freiburg legt zwar sehr viel Wert darauf, besonders ökologisch, grün und Blümchen-freundlich zu sein – aber es gibt auch hier Orte in der Stadt, die nicht gerade das Herz eines jeden Gärtners höher schlagen lassen. Die Bäume an den Fahrradständern vor dem Martinstor zum Beispiel. Da stehen zwar Bäume, aber an deren Stämmen sprießt Unkraut und sonst auch nicht besonders viel. Manch einem wird das auffallen auf dem Weg zur Uni. Deshalb kauft man trotzdem nicht gleich Blümchen und pflanzt sie dort ein. Aber warum eigentlich nicht?
17.4.2012, mehr auf http://www.echo-fm.uni-freiburg.de/archiv/mp3/170412-guerilla.mp3/archive_view

Guerilla Gardening – von New York ausgehend
Den Begriff “Guerilla Gardener” nahm eine kleine New Yorker Gruppe für sich in Anspruch, die illegal auf verlassenen Grundstücken gärtnerte. Auch in London und Berlin bildeten sich in den 1980er und 90er Jahren Gruppen, die heimliches Pflanzen als Form politischen Protests und zur Stadtverschönerung entdeckten. Eine weltweite Bewegung wurde das Guerillagärtnern 2000 – mit dem Blog http://www.guerrillagardening.org. “Essbare Städte” sind eine der vielen Arten des Guerilla Gardening, die sich zum urbanen Gärtnern weiterentwickelt haben.

 

Andernach am Rhein – Essbare Stadt

Andernach nimmt 2012 am Wettbewerb “Entente Florale” teil, u.a. mit folgenden Projekten:

  • Nachdem 2010 die Anpflanzung von 101 Tomatensorten auf die Biodiversität im Bereich der Nutzpflanzen hingewiesen hatte, konnte dies 2011 mit Pflanzung von Bohnen fortgesetzt werden. 2012 wiederum soll die Zwiebel im Mittelpunkt stehen. Hierfür werden sowohl Beete mit Nutzpflanzen angelegt; es wurden bereits auch Tausende von Zwiebeln von Zierpflanzen gesetzt, so dass Andernach noch vielfältiger und schöner aufblühen wird.
  • Mit der Umgestaltung der kostenaufwändigen Wechselbeete in nachhaltige Staudenbeete wird die ökologische und ökonomische Umgestaltung der Grünanlagen fortgesetzt. Während in den Rheinanlagen kleinflächige Wechselbeete erhalten bleiben, werden Wechselbeete in der Stadt und Stadtteilen in abwechslungsreiche, vielgestaltige und ästhetisch anspruchsvolle Flächenpflanzungen umgewandelt. Hierbei stehen vor allem die beiden Kreisel „Am Wasserturm“ und „Johannesplatz“ im Mittelpunkt.
  • Das Konzept der „Essbaren Stadt“ wird weiter umgesetzt. Im Bereich des Stadtgrabens wurde eine Vielzahl essbarer und ästhetisch ansprechender Gehölze gepflanzt. Dies reicht von Mandeln, Pfirsich bis zu Mispeln und Birnenspalieren. Dabei gilt es, auch in der Stadt als „Lebens-„mittelpunkt wieder „Lebens“-mittel erlebbar zu machen. Zudem ist es Ziel, städtische Flächen multifunktional zu gestalten, so dass auch ein Nutzaspekt anvisiert wird. Auch soll die städtische Bevölkerung hierdurch mehr für das öffentliche Grün sensibilisiert werden und gegebenenfalls auch in die Nutzung und Pflege eingebunden werden.
  • Im Bereich der Grundschulen sind Schulgärten entstanden. Zudem ist in Miesenheim ein naturnaher Erlebnisspielplatz entstanden. Zusammen mit dem fahrbaren Schulgarten sind diese Projekte von entscheidender Bedeutung, um die Ideen der Nachhaltigkeit zu vermitteln.

4.8-2012, Stadt Andernach, http://www.andernach.de/de/leben_in_andernach/aktuelles1_leben.html

Andernach: Kontrollierte biologische Landwirtschaft statt “Guerilla-Gärtner”
In einer Zeit, in der in Deutschland viele Großstädter den “Guerilla-Gärtner” in sich entdecken und in ihrem Kiez Brachen in Eigenregie bepflanzen oder Naturliebhaber von inniger Landlust gepackt am liebsten jedes Wochenende hinaus ins Grüne karren, verfolgt Andernach einen anderen Plan – und fördert die kontrollierte, biologische Landwirtschaft in der Stadt. Professionelle Gärtner bekommen Hilfe von Bürgerarbeitern, von denen viele lange Zeit ohne Job waren. Gemeinsam verwandeln sie einst ungeliebte Ecken der Stadt in einen Garten, in dem alle Bürger Bio-Qualität zum Nulltarif bekommen können. Andernach nennt sich selbst “die erste essbare Stadt Deutschlands”. Rund 10 000 Quadratmeter der städtischen Grünflächen sind inzwischen mit Obst und Gemüse bepflanzt. ….
Alles vom 4.8.2012 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/panorama/in-andernach-koennen-buerger-gratis-obst-und-gemuese-ernten–62382402.html

 

Urban Gardening in Freiburg

Koordinierungsstelle für Urbanes Gärtnern – Bürgeraktionen beim Garten- und Tiefbauamt,
Tel 0761/201-4712,  fpa@stadt.freiburg.dehttp://www.freiburg.de

www.oekostation.de
http://ttfreiburg.de/tag/urbanes-gartnern/
http://ttfreiburg.de/blog/blogs-der-themengruppe/guerilla-gardening/
www.transition-initiativen.de
www.lebensdorf.net

Beet2Go in Freiburg
Roland Kälble, Todtnauer Str. 2, 79115 Freiburg, Tel 0761 / 47 666 28
0172 / 89 02 678, ernte@beet2go.de
www.beet2go.de

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