Silphie

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Silphie – Biogas-Energiepflanze als Maisersatz?

Die aus Nordamerika stammende Durchwachsene Silphie (Silphium perfoliatum L.), auch Becherpflanze genannt, gehört zur Familie der Korbblütler, wird bis zu drei Meter hoch, blüht gelb und kann als ausdauernde, mehrjährige Pflanze bis zu 15 Jahre lang auf dem Feld stehen. Sie ist in der Pflege relativ unkompliziert und sie ist energiereich. Weil einander gegenüberstehende Blattpaare den Stängel becherförmig umschließen, kann die Silphie außerdem in den Blattachseln Wasser sammeln und – anders als Mais – auch auf trockenen Standorten gut gedeihen. In Niedersachsen und Thüringen ist die Silphie schon lange als Energiepflanze für Biogas bekannt. Bereits seit den 1970iger Jahren wurde sie in der damaligen DDR immer wieder als solche angebaut. Seit einigen Jahren haben sich Wissenschaftler der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft nun intensiv mit der Erforschung der alternativen Energiepflanze beschäftigt: Und herausgefunden, dass die Silphie etwa zehn Prozent weniger Gasausbeute liefert als Silomais. Allerdings lagen dafür die Ernteerträge in Thüringen und in den großen Maisregionen Niedersachsens, wo sie seit ein paar Jahren (wieder) auf dem Feld steht, meistens rund zehn Prozent höher als beim Mais, so dass sich die Silphie in der Gasausbeute mit dem Mais messen konnte.

Nachteile gegenüber Mais beim Anbau der Silphie:
Die direkte Aussaat ist derzeit noch nicht praxistauglich, weil der Feldaufgang sehr unterschiedlich und unsicher ist. Die Silphie muss also gepflanzt werden. Rund 50.000 Pflanzen auf einen Hektar Versuchsfläche. Das zweite Problem: Im ersten Jahr gibt es noch keine Ernte. Das heißt, der Landwirt muss große Vorleistungen erbringen.
www.br.de/unserland , 25.10.2012

Durchwachsene Silphie als Biogassubstrat

Silphie – kommerzielle Energiepflanze der Zukunft?
Die Durchwachsene Silphie wurde als Energiepflanze in Deutschland bislang nur in Thüringen in Versuchsanbauen der TLL systematisch untersucht. Die dort gesammelten vielversprechenden Ergebnisse müssen noch einige Jahre weiter abgesichert werden. Ebenfalls noch offen ist die Frage, wie der große Aufwand im ersten Pflanzjahr verringert und so überhaupt erst ein Markteintritt für die Art zu schaffen ist. Ohne diesen wird sich die Silphie nicht als kommerzielle Energiepflanze etablieren können und damit für den Praktiker uninteressant bleiben. Den Bedenken gegenüber steht jedoch das große Potenzial der massenwüchsigen, ausdauernden und – abgesehen vom ersten Jahr – sehr anspruchslosen Pflanze. Ob die Silphie also einmal eine ähnliche Bedeutung als Energielieferant erlangen wird, wie sie das antike Silphium als Heilpflanze, Gewürz und Tauschmittel hatte, wird erst die Zukunft zeigen.
http://www.energiepflanzen.info/pflanzen/durchwachsene-silphie/ 

 

Silphie bei Döggingen auf der Baar

Silphie versuchsweise erstmals angepflanzt – Konkurrenz zum Mais
Mit der jetzt bei Döggingen versuchsweise erstmals ausgesetzten Pflanze Durchwachsene Silphie soll Futter für Biogasanlagen wachsen und der Mais-Monokultur auf der Baar entgegengewirkt werden. In den vergangenen Jahren hat sich das Landschaftsbild vielerorts wegen des sich ausbreitenden Maisanbaus stark verändert. Allein auf der Baar sorgt diese Pflanze auf 1800 Hektar für Masse, die in Biogasanlagen gespeist wird. Aber die Monokultur steht in der Kritik von Landschaftsschützern, Botanikern und Biologen. Und da werten es Fachleute als Lichtblick, dass der Mais jetzt Konkurrenz bekommen soll. Auf den aparten Namen Durchwachsene Silphie hört das Alternativgewächs. Am Donnerstag begann Silphies Eroberung der Baar auf einem der Dögginger Testfelder des zuständigen Landwirtschaftsamtes.
Die kleinen Silphies, welche die jungen Helfer des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums Augustenberg (LTZ) mit ihren Schäufelchen schweißtreibend in den knochenharten Boden einsetzen, sind in den Augen des Laien nicht von einem Unkraut zu unterscheiden. Doch Versuchsleiter Reinhardt Ott vom Landwirtschaftsamt gerät bei dieser Aktion in spürbare Euphorie. Siliphium perfoliatum, so die botanisch korrekte Bezeichnung, soll sich hervorragend als Futter für landwirtschaftliche Biogasanlagen eignen. Die bisher bundesweit erstmalig im Thüringer Vogtland vorgenommenen Versuche mit dem aus Nordamerika stammenden Korbblütler sind nach den Worten von Testchef Ott mehr als vielversprechend. So müsse diese robuste Energiepflanze nur einmal ausgesät werden, um dann zehn bis 15 Ernten hervorzubringen. Sie bringe mehr Biomasse als Mais und produziere genauso viel Methangas.

Im Gegensatz zum Mais brauche der Newcomer wenig Pflege. Vom zweiten Jahr an könne auf Unkrautbekämpfungseinsätze verzichtet werden. “Damit wird die Natur bei ihrem Boden- und Wasserhaushalt nachdrücklich geschont”, kommentiert Reinhard Ott die bereits in Mitteldeutschland gemachte Resultate. In Döggingen werden nun die Sorten des Mais-Konkurrenten auf ihre Tauglichkeit für die klimatischen Bedingungen auf der rauhen Baar untersucht. Auch mit den kargen Bodenverhältnissen muss der künftige Energielieferant zurechtkommen, dem auch bereits ein hervorragender Futterwert durch die Silage des Häckselguts bescheinigt wird. Bis Silphine nicht mehr zu den Exoten auf den Feldern der Baar gehören wird, dürften nach Reinhardt Otts Einschätzung aber noch 15 Jahre ins Land ziehen.
Die Durchwachsene Silphie wird zwei bis drei Meter hoch. Die leuchtend gelben, rund sechs bis acht Zentimeter breiten Blütenköpfe sind verlockend für Bienen. Der Hintergrund dafür: Imker hatten die “Vermaisung” der Landschaft kritisiert.  
17.6.2011, Reinhard Ott

Alternativen zur Maiswüste
Fünf Kandidaten haben Testleiter Reinhard Ott und sein Team im Juni 2011 ins Rennen geschickt: Korbblütler mit den klangvollen Namen “Durchwachsene Silphie” und “Topinambur”, die Krautpflanze “Virginia Malven” und zwei verschiedene Wildblumenmischungen. Noch sind alle fünf Arten im Rennen, und Reinhard Ott zieht zufrieden eine erste Bilanz: “Es war ein schwieriges Jahr, das die Pflanzen gut gemeistert haben.” Die Pflanzenarten, die derzeit in Döggingen getestet werden, haben nach Angaben von Reinhardt Ott einige Eigenschaften, die sie zu Alternativen zum Mais werden lassen: Sie sind Dauerkulturen und müssen nur einmal gepflanzt werden, um 10 bis 15 Ernten hervorzubringen. Die Arten sind robust und haben keine besonderen Anforderungen an den Standort. Zudem sind die Blütenköpfe verlockend für Bienen und andere Insekten und benötigen keinen Pflanzenschutz. ….
6.6.2012 auf http://www.badische-zeitung.de/donaueschingen/alternativen-zur-maiswueste–60321558.html

 

Silphie als Biogas-Substrat

http://www.biogas-forum-bayern.de/publikationen/Durchwachsene_Silphie_als_Biogassubstrat_Linksammlung.pdf 

http://www.energiepflanzen.info/pflanzen/durchwachsene-silphie/

http://www.silphie.info

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