Permakultur

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Blick vom Zwerisberg zwischen St.Peter und St.Märgen nach Norden über Oberibental am 18.8.2008

 

Permakultur – Permanent Agriculture

In den 70er Jahren prägte der Australier Bill Mollison den Begriff der Permakultur und 1981 erhielt er hierfür den Alternativen Nobelpreis: “Permaculture is a design system for creating sustainable human environments” – Permakultur ist ein Gestaltungs-System für die Schaffung nachhaltiger menschlicher Lebensräume.

Permakultur kommt von “permanent agriculture” als “dauerhafte Landwirtschaft”. Permakultur ist ein System, das sich ganz der nachhaltigen Entwicklung verschrieben hat mit dem Ziel, die Lebensgrundlagen der Menschen dauerhaft zu sichern: Ökologisch – Sozial – Ökonomisch. Konkret werden gesunde und energieeffiziente Lebens-, Lern- und Arbeitsräume angestrebt.

Permakultur Design ist ein funktionales Gestaltungssystem mit dem obersten Planungsziel, um menschliche Grundbedürfnisse wie Nahrung, Energie und Lebensräume zu befriedigen, wobein die Fruchtbarkeit und Vielfalt der Natur erhalten und vermehrt wird. Bei der Umsetzung werden alte und neue Methoden, Techniken und Erfahrungswissen aus verschiedenen Kulturen den lokalen Gegebenheiten angepasst. Eine gute Permakultur-Gestaltung legt Wert auf Ästhetik. Eine harmonische, schöne Permakulturanlage erhöht die Lebensqualität und inspiriert.

Kennzeichnen einer Permakultur sind:
– kleinräumige Landnutzung
– unterschiedlich intensiv bewirtschaftete Zonen (sehr intensiv – Wildnis)
– grosse ökologische und biologische Vielfalt
– Verwendung von einheimischen und fremdländischen Wild- und Kulturpflanzen, sowie Tiere
– Multifunktionale Elemente (Bsp. Ein Schaf mäht und düngt die Weide, liefert Milch, Fleisch und Wolle)
– positive Beziehungen und Verknüpfungen der Elemente werden angestrebt
– mehrjährige Kulturen, dauerhafte Lösungen mit wenig Unterhalt werden bevorzugt

Permakultur kann in der der Architektur, auf dem Balkon, in Gärten, auf Bauernhöfe, in Schulen, Gemeinden oder Betrieben, selbst in ganzen Quartieren, angewandt werden. Transition Town, die grosse Schwester der Permakultur, ist eine weltweite Bewegung, welche sich für lokale, nachhaltige Entwicklung einsetzt und auf Permakultur basiert.
Permakultur bedeutet: Paradiese schaffen (www.permakultur.ch).

Permakultur ist nichts Neues, sondern ein altes Rezept: Man nehme die Hofgärten und Hofläden der Schwarzwälder Bergbauern, füge eine Prise Waldorfpädagogik, Montessori, Vier-Felder-Landwirtschaft, Ökolandbau und Gutmenschen-Empfindsamkeit hinzu, übersetze alles ins Englische, erprobe es in USA, Australien sowie Süd-Chile und reimportiere es dann nach Deutschland zurück, wo sich die UrbanGardening-, GuerillaFood- und TransitionTown-Szene bedient.

Die Permakultur-Begründer Bill Mollison mit David Holmgren: “Permakultur ist das bewußte Design sowie die Unterhaltung von landwirtschaftlich produktiven Ökosystemen, die die Diversität, Stabilität und Widerstandsfähigkeit von natürlichen Ökosystemen besitzen.”
Klugschiss, wird ein Schwarzwälder Bergbauer zu diesem Satz sagen. Mit recht, denn man hätte auch einfacher sagen können: “Wirtschafte mit der Natur und nicht gegen sie”. Aber das klingt zu altmodisch, besser wäre “Earthcare, Peoplecare, Fair share”, die Übersetzung wiederum “Kümmere Dich um die Erde, um die Menschen und teile gerecht” hört sich recht bieder an. Die alten Hausgarten der Schwarzwälder Bauernhöfe waren und sind Permakultur pur, denn hier wachsen Obst, Gemüse und Blumen scheinbar buntgewürfelt zusammen – die Bäuerin wird aber erklären, wie wohlgeordnet und überlegt ihr Garten bebaut wird.

 

Agronauten – in Freiburg und Stuttgart

DIE AGRONAUTEN ist eine gemeinnützige Forschungsgesellschaft für nachhaltige Land- und Regionalwirtschaft. Unsere Basis ist in Stuttgart und Freiburg im Breisgau. Die Motivation für unsere Arbeit sehen wir in der verstärkten Integration von sozialen und ökologischen Aspekten in die Landwirtschaft, der Weiterentwicklung von Alternativen zu überkommenen ökonomischen Paradigmen, der Wertschätzung der Bauern als Ernährer und Landschaftspfleger, dem Potential regionaler Wertschöpfungskreisläufe sowie einer neuen gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit Ernährung und Landwirtschaft.
WWW.agronauten.net

 

 

SoLaWi-Kooperative – GartenCoop Freiburg

Die GartenCoop Freiburg ist eine SoLaWi-Kooperative (Solidarische LandWirtschaft). Sie besteht aus einem landwirtschaftlichen Betrieb und einem Verein mit 290 Mitgliedern, die den Gemüseanbau solidarisch finanzieren, tatkräftig anpacken und sich die Ernte teilen.  Wir sind eine Initiative von GärtnerInnen, LandwirtInnen, KlimaaktivistInnen und Aktiven anderer sozialer Bewegungen verschiedenen Alters und haben 2009 unsere Kooperative gegründet.

www.cinerebelde.org
www.gartencoop.org/tunsel/film

Hofstelle / Betrieb: SoLaWi Grünzeug GbR
Germanweg 8a, 79189 Tunsel, Tel 0761/2047614
www.gartencoop.org

Gartencoop Freiburg, Adlerstr. 12, 79098 Freiburg i.Br
www.cinerebelde.org
www.gartencoop.org/tunsel/film
Hof in Deiner Nähe? www.solidarische-landwirtschaft.org

Film “die Strategie der krummen Gurken”
Die GartenCoop Freiburg setzt ein erfolgreiches Modell solidarischer Landwirtschaft um. Rund 260 Mitglieder teilen sich die Verantwortung für einen landwirtschaftlichen Betrieb in Stadtnähe und tragen gemeinsam die Kosten und Risiken der Landwirtschaft. Die gesamte Ernte – ob gut oder schlecht, krumm oder gerade – wird auf alle Mitglieder verteilt. Ein konsequenter ökologischer Anbau, Saisonalität, 100% samenfeste Sorten, kurze Wege, solidarische Ökonomie, kollektives Eigentum, Bildung, sowie mit anpacken in der Landwirtschaft sind nur einige der vielen Merkmale des Projekts.
Dieser Dokumentarfilm gibt Einblick in die Motivationen und das Innenleben der Kooperative. Er zeigt Menschen, die in Zeiten ökonomischer und ökologischer Krise der Macht der Agrarindustrie etwas entgegensetzen: Die Strategie der krummen Gurken.
Eine cine rebelde Produktion 2013, 64 Min, cc-by-nc-nd
Ein Film von Sylvain Darou und Luciano Ibarra
http://www.cinerebelde.org/die-strategie-der-krummen-gurken-p-121.html?language=de

 

Max Gaedke
http://inspirationtransition.wordpress.com/2014/02/14/minimalismus-mich-auf-das-wesentliche-zu-beschranken-ist-ungemein-befreiend/

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