Olive

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Umbria Italy - View from Trevi to south-east over olive-trees to Mte Serano (1426 m) - 4. Oct 2009

 

 

 

 

Explodierender Oliven-Anbau führt zu Problemen

Man kann ohne weiteres sagen, daß Olivenöl die Welt erobert. Das zeigt sich schon in der Ausbreitung der Ölbaum-Plantagen. Der Pflanzenphysiologe und Oliven-Spezialist Arnon Dag von der staatlichen Agrarforschungsorganisation Israels in der Negev-Wüste: “Weltweit gibt es heute 30 Millionen Hektar Oliven-Plantagen. Die Produktionsmenge hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten ungefähr verdreifacht – weil die Nachfrage nach Olivenöl enorm gestiegen ist. Ursprünglich wurden Ölbäume nur im Mittelmeerraum angebaut. Jetzt geschieht das auch in Südafrika, in den USA, in Südamerika, in Australien – und sogar in China und Indien.”

Diese Expansion bringt aber Nachteile mit sich. Fast alle Ölbaum-Plantagen werden heute künstlich bewässert, um hohe Erträge zu erzielen. Als Faustregel gilt dabei: Um einen Liter Olivenöl zu erzeugen, benötigt man die 120fache Menge Wasser. Und das in Anbauregionen, die typischerweise ein mediterranes Klima haben und wo Süßwasser deshalb knapp ist. Arnon Dag zählt zu den Forschern, die nach einem Ausweg aus diesem Dilemma suchen. Auf der Biohydrologie-Tagung in Landau in der Pfalz berichtet er jetzt von Lösungsansätzen in Israel:

“Zum Glück sind Oliven ziemlich unempfindlich gegenüber Salz. Deshalb können wir geklärtes Abwasser für ihre Bewässerung verwenden. In Israel ist das schon auf der Hälfte der Anbaufläche der Fall. Wir sind da eines der führenden Länder auf der Erde. Außerdem fördern wir Salzwasser aus Reservoiren im Untergrund, für das es sonst keine Verwendung gibt, und bewässern auch damit die Oliven-Haine. Auf diese Weise beanspruchen wir kein Süßwasser.”
Alles vom  6.6.2013 bitte lesen auf
http://www.deutschlandfunk.de/erfolg-mit-schattenseiten.676.de.html?dram:article_id=249096

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