Spargel

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Spargel stechen in Mengen im Breisgau zwischen Tuniberg und Freiburg am 27.4.2007 um 10 Uhr bei 24 Grad

 

 

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(1) Spargelessen am 18.5.2013            (2) 20.6.2013                                              (3) Spargelstechen am 30.3.2014

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(4) Mengen am 19.4.2014                        (5) Blick zum Batzenberg 19.4.2014    (6) 20 Grad um 13 Uhr

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(7) Batzenberg und Schauinsland         (8) Blick nordwärts auf Mengen             (9) Bei feldkirch am 19.4.2014

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(10) Spargel Feldkirch 19.4.2014           (11) Hofladen Bohrerhof 19.4.2014      (12) Münstermarkt 26.4.2014

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(13) Erste Spargel am Freiburger Münstermarkt am 26.4.2014: Ab 8 Euro/kg

 

 

Erstes Spargelessen am 21.4.2017

Erstes Spargelessen am 21.4.2017

 

Spargel aus kontrolliert ökologischem Anbau von Lampp in Heitersheim

Fritz und Nicole Lampp bauen Spargel dank Ölrettich und Schafwolle ökologisch an. Dieses Wochenende bieten Nicole und Fritz Lampp das erste Mal ihre beliebten Spargelgerichte in der Sulzbach-Straußi in Heitersheim an. Das Besondere an Lampps Spargel: Es ist Bio-Spargel aus kontrolliert ökologischem Anbau.
Mit einem halben Hektar Spargel hat Fritz Lampp 1984 angefangen, heute hat er 3,6 Hektar im Ertrag und gut einen Hektar Junganlagen. 1986 entschloss er sich, den Betrieb, der auf den drei StandbeinenWeingut, Spargelanbau und Straußi steht, auf biologischen Anbau umzustellen. Seit 1992 baut er seinen Wein und Spargel ökologisch an. „Schon während der Meisterschule habe ich mich mit Bioanbau auseinandergesetzt und darüber nachgedacht umzustellen“, sagt der 51-Jährige, „irgendwann hatte ich an den Fingern allergische Reaktionen auf die Spritzmittel. Das war dann der letzte Anstoß, der noch gefehlt hatte.“
Nach Schätzungen des Landratsamtes kommen zwei bis fünf Prozent des Spargels, der im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald angebaut wird, ohne den Einsatz synthetisch-chemischer Pflanzenschutzmittel oder Mineraldünger aus und dürfen als Bio-Spargel verkauft werden.

Spargel ist eine  Dauerkultur, acht bis zehn Jahre wird die Pflanze genutzt. Erst im dritten Jahr kann erstmals geerntet werden, aber nur die halbe Saison, weil die junge Wurzel Zeit zum Regenerieren braucht. Als Fritz Lampp mit dem Spargelanbau anfing, setzte er die Spargelpflanzen noch von Hand. „Das war eine mühevolle Sache, damals haben drei oder vier Leute eine Woche lang auf einem halben Hektar gesetzt, heute setzt ein GPS-gesteuerter Großschlepper zwei Hektar in fünf Stunden.“ Auch im Bio-Betrieb. Lampp deckt – wie alle Spargelanbauer – nach dem Anlegen der Dämme seine Spargelfelder mit lichtundurchlässiger Folie ab, um den Erntezeitpunkt zu beeinflussen. Doppel- oder gar Dreifachfolie lehnt er aber ab: „Das lohnt den Aufwand nicht und ist mir einfach zu viel Plastik.“ Als Bioanbauer muss Fritz Lampp die Spargelfelder mit hohem Aufwand durch Hacken säubern, im konventionellen Anbau werden dazu Unkrautvernichtungsmittel eingesetzt. Wichtig ist Lampp ein gesunder Boden, und dafür tut er einiges: Im Herbst sät er zwischen die Spargelreihen Ölrettich, einen Tiefwurzler, der den Boden verbessert und im Frühling Luzerne und Klee, die den Boden mit Stickstoff anreichern. Gründüngung nennt sich dieser Vorgang. Sie verbessert nicht nur den Boden, sie unterdrückt auch Unkräuter, dient als Bienenweide und verhindert ein Verkrusten der  Bodenoberfläche.
Statt Kunstdünger verwendet Lampp Schafwollpellets, die er von einem Bio-Schafzuchtbetrieb aus dem Schwäbischen bezieht. Spezielle Spargel-Schädlinge gibt es natürlich auch: Die Spargelfliege, die bislang glücklicherweise hier in der Gegend keine große Rolle spielt und das Spargelhähnchen. Hinter diesem possierlichen Namen verbirgt sich ein braunroter Käfer mit weißen und schwarzen Punkten, dessen Raupen die zarten Spargelsprossen kahl fressen. „Gegen diesen Schädling haben wir im Biobereich nur wenige Möglichkeiten, wir dürfen ja keinen synthetischen Pflanzenschutzmittel anwenden“, sagt Lampp. So setzt er bislang auf ein Chrysanthemenpräparat: „Das hat aber keine Langzeitwirkung, deshalb muss man hinterher sein und mehrmals spritzen.“ Fritz Lampp produziert etwa vier bis fünf Tonnen Spargel pro Hektar. Erv ermarktet sie über einen Bio-Großhändler, in der Straußi und verkauft ab Hof.
Seine Spargelpreise sind während der gesamten Saison die  gleichen, sie liegen bei zehn Euro pro Kilo für Ware erster Wahl und acht Euro für zweite Wahl. Zwischen sechs und 14 Euro kosten die Spargelgerichte in der Sulzbach- Straußi, die in der Region als Spargelstraußi bekannt ist.

Blasslila und zart sprießt er aus dem Boden. Fritz Lampp mit einer der ersten Spargelstangen der Saison.
Bild: Gabriele Hennicke

Rezept von Nicole Lampps
Lauwarmer Spargelsalat: Geschälten Spargel inmundgerechte Stücke schneiden und in gesalzenem Wasser weich kochen. Eine Essig-Öl-Sauce ohne Zwiebeln und Essiggurke herstellen, gekochten Schinken in kleine Streifen schneiden, Eier hart kochen und nach dem Erkalten in Scheiben schneiden. Alles mit dem lauwarmen Spargel vermengen und ziehen lassen, mit Schnittlauchröllchen garnieren.

28.4.2013, Gabriele Hennicke, www.der-sonntag.de

Weingut Lampp, Am Sulzbach 114, Heitersheim, Tel. 07634/4272.
http://www.weingut-lampp.de/

Sulzbach-Straussi, Am Sulzbach 114, Heitersheim, Tel. 07634/4272.
Die Straußi ist bis  23. Juni geöffnet, mittwochs bis samstags 17 bis 24 Uhr,
an Sonn- und Feiertagen 11 bis 24 Uhr
http://www.weingut-lampp.de/cms/straussi/

Einmalig ist, dass von Familie Lampp sowohl die Reben als auch der Spargel im kontrolliert-ökologischen Anbau erzeugt werden, also wirklich bio. Man könnte dies als Bio-Spargel-Wein-Straussi sprechen.

Ein Video-Interview auf http://www.bestebioweine.de/2007/05/11/audio-diaschau-die-bio-spargel-strausse/

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