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Fahrrad nach Rahmenbruch und Sturz am 12.9.2018

Fahrrad nach Rahmenbruch und Sturz am 12.9.2018

 

Hans-Jürgen Papier warnt vor Erosion des Rechtsstaats
Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hat vor einer Erosion und einem Versagen des Rechtsstaates auf vielen Ebenen gewarnt. Im stern äußert sich Papier unter anderem kritisch dazu, dass die Polizei beispielsweise nicht gegen die Blockadeaktionen der Klimabewegung “Extinction Rebellion” in Berlin eingeschritten sei. “Der Rechtsstaat zieht sich hier schon bedenklich zurück”, sagt Papier. Damit könne sich diese Gruppe “praktisch als über dem Gesetz stehend ansehen”. Selbst die Verfolgung eines noch so hehren Zieles – “und sei es die Weltenrettung” – erlaube es nicht, sich über die Rechte anderer hinwegzusetzen, argumentiert Papier. “Wenn man das zuließe, und wenn das alle machten, landete man im Chaos.”
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Ein Versagen des Rechtsstaates sieht der ehemalige Verfassungsrichter auch in dem Umstand, dass im Görlitzer Park in Berlin Drogendealer weitgehend unbehelligt ihren Geschäften nachgehen können. Papier: “Ein Staat, der geltendes Recht in so offenkundiger Weise nicht durchsetzen kann, entzieht den Bürgern das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Rechtsstaates.”
… Alles vom 29.10.2019 bitte lesen auf
https://www.stern.de/politik/deutschland/ex-verfassungsrichter-hans-juergen-papier-warnt-im-stern-vor-erosion-des-rechtsstaats-8975080.html

 

 

Extinction Rebellion: Entlarvung in 11 Minuten
Britische Fernsehzuschauer konnten letzten Mittwochabend Folgendes bestaunen: In einem Londoner TV-Studio der BBC traf das Beste, was die Klima-Apokalyptiker von Extinction Rebellion intellektuell aufzubieten haben, auf einen Politikjournalisten, der seinen Job machte. https://youtu.be/YRvPNSzbLBU
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Andrew Neil ist ein alter schottischer Politikjournalist von einer Art, die sich die meisten in der Generation Luisa-Greta wohl kaum noch im Traum vorstellen können. Er ist ein renommierter Konservativer, darf im öffentlich-rechtlichen Fernsehen eine eigene Interviewsendung moderieren und biedert sich bei keiner Strömung an. Neil ist bekannt dafür, mit detaillierten Faktenbögen vorbereitet in Interviews zu gehen, unbequem zu fragen und sich nicht mit Unsinn oder Ausweichversuchen abspeisen zu lassen.
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Zu Gast im letzten Segment der diesmaligen Andrew Neil Show auf BBC 2 war die Sprecherin von Extinction Rebellion UK. Sie nennt sich Zion Lights,
https://twitter.com/ziontree
das Sanduhr-Logo ihrer Organisation trug sie als handgeformtes Amulett aus grellgrüner Knetmasse um den Hals. Der britische Zweig von Extinction Rebellion (XR) ist nicht irgendeiner. In Großbritannien wurde diese NGO vergangenes Jahr gegründet. In der abgelaufenen Werkwoche führte Extinction Rebellion umfangreiche Straßenblockaden im Regierungsviertel Westminster und anderen zentralen Teilen Londons durch. Das neunminütige Interview, das Andrew Neil mit der britischen Extinction Rebellion-Sprecherin führte, spricht weitgehend für sich. Ein annähernd vollständiger Mitschnitt findet sich hier auf YouTube
https://www.youtube.com/watch?v=YRvPNSzbLBU
und in diesem vielverbreiteten Tweet des Video-Erstellers.
https://twitter.com/darrengrimes_/status/1182052201629470720
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Das Interview ist in zweifacher Hinsicht ein Lehrstück. Zum einen ist es eine überfällige Erinnerung daran, wie politischer TV-Journalismus aussehen müsste – erst recht gebührenfinanzierter TV-Journalismus, erst recht im Umgang mit Fanatikern. Zum anderen legt dieses Interview mittels einfacher Fragen und Hinweise die ganze Debilität von Extinction Rebellion offen. Da ist nichts Vernünftiges oder Intelligentes unter der Oberfläche zu finden. Dafür sind die Wortbeiträge der XR-Sprecherin streckenweise von großer Komik.

Im Folgenden habe ich das Interview auszugsweise ins Deutsche übertragen. Eine vollständige englischsprachige Transkription des Interviews lässt sich im Anhang nachlesen (inklusive des abschließenden Teils, der nicht im Video zu sehen ist) . Andrew Neil stützt sich in seinem Interview auf die Berichte des IPCC, im Deutschen häufig als „Weltklimarat“ der Vereinten Nationen bezeichnet. Manch informierten Beobachter mag die Vorbehaltlosigkeit stören, mit der sich Neil auf die Einschätzungen des Weltklimarates beruft. Aber das ist hier nachrangig. Das Interview zeigt deutlich, dass man sich nicht einmal auf klimawissenschaftlich kontroverses Terrain begeben muss, um den planlosen, ignoranten Fanatismus einer Bewegung wie Extinction Rebellion zu entlarven.
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Alles Nötige tun“, um Netto-null-Emissionen bis 2025 zu erreichen
Andrew Neil: Lassen Sie uns zum 2025-Ziel zurückkommen. Ein Kritiker hat gesagt, dies würde die Beschlagnahmung von Benzinautos, eine staatliche Rationierung von Fleisch und die Beschränkung von Familien auf jeweils einen Flug alle fünf Jahre bedeuten – und das sogar noch im Hinblick auf ein 2030-Ziel. Stimmen Sie dem zu?
XR-Sprecherin: Ich stimme zu, dass wir alles Nötige tun müssen um Emissionen zu senken, um, wissen Sie, jungen Leuten eine Zukunft zu erlauben, wissen Sie, dass sie in der Lage sind, etwas… etwas Hoffnung für die Zukunft zu haben […].
Anmerkung des Autors: So wird also bei Extinction Rebellion argumentiert: Unser Planet müsse bis 2025 bei Netto-null-Emissionen angelangen – aber nicht etwa, weil es empirische Anhaltspunkte dafür gäbe, dass andernfalls unzählige Menschen sterben. Sondern deshalb, weil „junge Leute“ im Westen glauben, andernfalls keine „Hoffnung für die Zukunft“ mehr haben zu können. Und warum glauben das viel „junge Leute“? Weil die Spinner von Extinction Rebellion sie erfolgreich verhetzt haben.
…. Alles vom 14.10.2019 von Malte Dahlgrün bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/extinction_rebellion_entlarvung_in_11_minuten
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Eine ganze Reihe weiterer entlarvender Videos zum Thema Extinction Rebellion finden Sie hier auf ScienceFiles:
https://sciencefiles.org/2019/10/11/rationality-extinction-rebellion-das-ganze-ausmas-der-vernunft-katastrophe/

Malte H. Dahlgrün ist promovierter Philosoph und hatte Forschungsschwerpunkte in der analytischen Philosophie, der Kognitionswissenschaft und schließlich den evolutionären Verhaltenswissenschaften, bevor er den akademischen Sektor verließ. Einige Lebensstationen: Kindheit im englischsprachigen Ausland und in Luxemburg, Gymnasialjahre in Hannover. Grundstudium in Tübingen, Hauptstudium in Berlin, Magister-Abschluss an der Freien Universität (Philosophie) und Humboldt-Universität (Linguistik). Seit dem Studium immer wieder publizistisch tätig – zunächst etwa fürs jetzt-Magazin, die ehemalige Montagsbeilage der SZ, später für die Süddeutsche Zeitung selbst. Als Doktorand Stipendiat an der New York University und Oxford University. Promotion summa cum laude an der Uni Tübingen, Lehre und Forschung an verschiedenen deutschen Universitäten. Als Postdoc führte er ein eigenes DFG-Projekt zu den Grundlagen der Evolutionspsychologie an der HU Berlin durch. Die 2010er Jahre haben ihn repolitisiert, ohne dass sich seine politischen Werte (ehemaliger Gerhard-Schröder-Wähler) oder kulturellen Präferenzen grundlegend verändert hätten. Er lebt in Berlin und ist manchmal in München. Kontakt: dahlgrun@protonmail.com

 

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Kommentare:

Massenarbeitslosigkeit
Würden diese abgedrifteten aufmerksamkeitsheischenden Seelen ihren Willen bekommen, gäbe es Massenarbeitslosigkeit. Die Leute würden auf die Barrikaden gehen und vor allem zündeln, was, wenn ich richtig informiert bin, CO2 erzeugt. Derweil würden die Chinesen für leere Hotelzimmer geworben und mit Transkontinentalflügen massig CO2 erzeugen. Das kann sich im Grunde jeder Schüler ab der spätestens sechsten Klasse ausrechnen. Es geht lediglich um Unruhestiftung, die Erzeugung medialer Aufmerksamkeit, Umverteiling zugunsten von Armut für alle und Entmündigung, mehr nicht. Das Traurige ist, dass wenig Planungssicherheit besteht und somit Aufträge wegfallen, was man bereits merkt. Andrew Neill phantastisch, ein typischer Brite.
14.10.2019, F.J., AO
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Das ist der blanke Horror, kaum zu ertragen.
Wer alles dahintersteckt und aus welchen Gründen, haben wir in den letzten Tagen einigermaßen gut verstanden. Aber wer sind die Protagonisten, d.h. diese „Zion Lights“-Figur und andere Propagandisten, und aus welchen Milieus stammen sie? Welchen beruflichen Hintergrund haben sie? // Allein der Name verursacht mir Bauchkrämpfe: Zion und Licht und solch irres Geschwätz gehören nicht zusammen, DARK ABYSS z.B. wäre passender. Es ist der Gipfel der Menschenverachtung zu sagen, ” to allow young people to have a future”, während sie alles daran setzen, den jungen Menschen (auch Kindern) eine auskömmliche Zukunft unmöglich zu machen. // Dass ein deutscher Journalist des GEZ-Funks derart entlarvende Interviews mit Fanatikern führt, ist leider gänzlich unvorstellbar. Unsere Helden heulen mit den in Panik versetzten Kindern um die Wette.
14.10.2019, I.G.G.
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Warum gibt es anscheinend in Deutschland keine Journalisten
welche derart konsequent nachfragen würden? Und aus welchem Grund unterlassen sie dies? Mangelt es an journalistischen Fähigkeiten oder mangelt es an diesbezüglichem Willen – und falls ja, warum? Fürchtet man, zu viele Nachfragen würden genau darin resultieren, was besagtes Interview belegt – d.h. die Entlarvung selbstgefälliger Weltverbesserer als genau solche, die Reduktion unglaublicher Medienpräsenz auf tatsächlich Trivialitäten und Unwahrheiten? Und liegt es nur an den Journalisten, welche diese Recherchen unterlassen – oder wer hätte Interesse an der medialen Verbreitung solchen Untergangsszenarien? Wie auch immer: es wirft ein überaus schlechtes Licht auf den hiesigen Journalistenbestand.
14.10.2019, R.M.
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Es wäre vordringliche Aufgabe unserer Staatsmedien,
solche entlarvenden Interviews zu senden und damit eine Objektivierung der Klimadebatte möglich zu machen. Oder noch besser, solche Gesprächspartner selbst zu entlarven, aber offensichtlich ist dieser Stoff den GEZ-Talkfrauen zu heiss. Stattdessen unterstützen Sie die machtpolitisch motivierte Strategie der Altparteien, die Klimahysterie in die Köpfe junger Menschen zu pflanzen. Gretahype und geduldete FFF-Demos unterstützen sie mit Solidaritätsbekundungen (unser B-Präsident und unsere Grökaz trommeln dabei noch lauter als die Sektierer der Grünen). Mittlerweile werden ca. 1,5 Millionen Jobverluste in der Automobilindustrie prognostiziert, im Braunkohleabbau mindestens 100.000, und das alles ohne wissenschaftlich nachgewiesene, signifikante Relevanz. Und was wird damit thematisch zugedeckt? Natürlich die Migrationskrise. Immer noch überschreiten über 100.000 Migranten jährlich unsere nicht mehr bewachten Grenzen, fast alle Rückführungen scheitern, und die Kostenspirale dafür wächst stetig weiter. Was liegt da also näher, als die Finanzierung dieses Irrsinns unter dem Label Klimakrise dem Bürger aufzuzwingen. Die jahrtausende alte Methode der Regierenden, künstlich Angst und Panik zu kreieren und danach Rettung zu versprechen, funktioniert scheinbar auch im high end Zeitalter von www. und KI vortrefflich.
14.10.2019, F.K., AO
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Hartz IV bezahlt
Ich muss ganz ehrlich sagen, das, was XR da durch diese “Sprecherin” von sich gibt, ist ein pathologisches Durcheinander, das von verqueren Hirnwindungen zeugt. Diese Leute, die da demonstrieren/blockieren, werden auch noch zum Teil tatsächlich mit bis zu 400€ pro Woche für ihren “freiwilligen Einsatz” von XR entlohnt. Nennt sich dann VLE -volunteer living expenses- bezahlt aus dem großen Topf, der von den Menschen wie Soros etc gefüllt wird. Die “Teilnehmer” hören “Demo” und “Blockade” .. .also : Ich hab nix anderes zu tun, Hartz IV kommt, und ich krieg noch 400€ drauf, also mal aufbrechen und sehen was in der Hauptstadt so los ist.
14.10.2019, M.K.
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Es fehlt an Bildung
Das Problem liegt viel tiefer. Gestern erschien in der Welt am Sonntag ein Kommentar mit dem Inhalt, das die ältere Generation die digitale Welt nicht versteht und sich daher zurückziehen solle. Die neue Welt sollen die jungen Menschen aufbauen. Nach meiner Meinung vernebelt gerade die Digitalisierung in Form von Smartphone-Datteln eine vernünftige Weltsicht. Da fehlt es an grundlegender Bildung. Es fehlt an kritischem Verstand, es bilden sich permanent Blasen, zuerst die Flüchtlinge, nun das Klima, etwas neues wird bald folgen.
14.10.2019, B.S., AO
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… da ist nichts
Der Befund ist eigentlich immer derselbe, egal ob man nun die Doppelspitze der deutschen Grünen oder die Sprecherin der britischen XR zu Sachfragen und Konsequenzen ihrer Politik interviewt: da ist nichts, da wird auch nichts kommen. Man könnte auch sagen: Diese Leute sitzen dort, eben weil sie diese komplizierten technischen und ökonomischen Zusammenhänge nicht verstehen. Und weil sie es nicht verstehen, weil sie sich vieles nicht erklären können, weil sie persönlich keinen Nutzen aus diesem System ziehen können, haben sie Angst oder versuchen mit dem Schüren von Angst ein Auskommen oder zumindest Aufmerksamkeit zu erlangen. Das hat es in der Geschichte immer gegeben.
14.10.2019, F.R., AO
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Dumme Jugendliche sind die nützlichen Idioten dieser sozialistischen Weltrevolution
Ad hoc sprudeln mir viele Gedanken dazu… Erinnert mich an ein tobendes Kleinkind im Supermarkt, dessen Mutter bemüht si h durchzusetzen und doch immer wieder nach und aufgibt. Mit 18 steht das neue Auto für diese „Kleinkind“ vor der Tür, ohne Leistung oder irgendeine Anstrengung gezeigt zu haben. Das Ergebnis jahrelanger Erziehung der Eltern, durch das Kind. Die Forderungen dieser NGO sind nicht neu. Sie erinnern an die Folgen sozialistischer Politik. Bevor diese greift, sollen die Bürger bereits jetzt freiwillig, legitimiert durch Klimarettung, auf Wohlstand verzichten. Die leistungs- und talentverarmten Jugendlichen sind die nützlichen Idioten dieser sozialistischen Weltrevolution. Ihr Gestammel erinnert mich an das von mir vor gut 10 Jahren geführte Bewerbungsgespräch einer Bewerberin. Schon damals war der intellektuelle Absturz der dauerverhätschelten Heranwachsenden ohne eingeforderte Leistung erkennbar und gipfelte dann darin, dass bereits in der Grundschule geschrieben und gerechnet wird, wie man es gerade für richtig hält. Kurz: es ist das große Scheitern, einer ehemals großen Kultur, die sich mit Begeisterung selbst abschafft, weil sie das für existentiell erforderlich hält und nur so wieder Hoffnung auf Zukunft haben kann. Also noch nicht einmal eine sichere Zukunft. Wow. Das ist purer Sozialismus. Er alles zerstören und dann kommt das Paradies von alleine. Und dann schwätzen die vom dunklen Mittelalter. Eine Zeit, in der erste Hochschulen gegründet wurden.
14.10.2019, E.R., AO

 

 Extinction Rebellion: Der Aufstand der radikalen Klimaschützer ist gefährlich
Die Vertreter von Extinction Rebellion (XR), dem selbsternannten Aufstand gegen ein befürchtetes Aussterben, geben sich stets höflich und respektvoll. Davon sollte man sich aber nicht täuschen lassen, denn gemeint ist tatsächlich ein Aufstand. Reklamiert wird ein Recht auf Rebellion, gerade wieder bei Protesten in Berlin, London und anderen Städten. Dieses Recht auf Rebellion wird aus einem reklamierten Naturrecht abgeleitet. In einem imaginären Urzustand liegen demnach alle Rechte beim Einzelnen.
Die Menschen haben in den Augen radikaler Klimaaktivisten das Recht, das System zu stürzen. Dieser tritt dann einen Teil dieser Rechte an den Staat ab. Im Gegenzug verpflichtet sich dieser per Gesellschaftsvertrag, das Leben und die Freiheiten der Menschen zu schützen. Aus Sicht von XR hat der Staat den Vertrag gebrochen, weil er zu wenig gegen die Klimakrise unternimmt. Folglich fallen alle Rechte an den Einzelnen zurück. Die Menschen haben in den Augen radikaler Klimaaktivisten das Recht, das System zu stürzen.
XR will den Staat dabei nicht zerstören, sondern die repräsentative Demokratie ergänzen durch eine “Bürgerversammlung” als dritter Parlamentskammer. In der sitzen zufällig ausgewählte Bürger wie in einem Geschworenengericht. Weil diese Bürger nicht wie Politiker wiedergewählt werden müssen, haben sie den Aktivisten zufolge die Möglichkeit, mutigere Entscheidungen zu treffen. In Irland lief es so. Dort hat eine Bürgerversammlung beschlossen, das Abtreibungsverbot aufzuheben, was dann in einer Volksabstimmung bestätigt wurde. Die mächtige katholische Kirche hatte weniger Einfluss.
Die Bewegung versucht den Staat durch massenhaften, gewaltfreien, zivilen Ungehorsam unter Druck zu setzen
Allerdings sind diese Bürgerversammlungen weder in Großbritannien noch in Deutschland vorstellbar. Daher wählt XR eine andere Strategie. Die Bewegung versucht den Staat durch massenhaften, gewaltfreien, zivilen Ungehorsam unter Druck zu setzen. Vorbilder sind etwa die Überwindung der Rassentrennung in den USA oder der Unabhängigkeitskampf Indiens.
Ein Recht auf Rebellion für sich zu reklamieren, ist aber brandgefährlich. So könnten rechtsextremistische Gruppen ebenfalls behaupten – sie tun das ja auch – , der Staat habe den Gesellschaftsvertrag gebrochen, etwa mit seiner Migrationspolitik. Zudem ist jede Selbstermächtigung in einem demokratischen Rechtsstaat wie Deutschland undemokratisch, schließlich bestünde ja die Möglichkeit, einer Partei beizutreten, die Mehrheit zu erlangen und das System von innen heraus zu reformieren. Die 68er haben mit ihrem “Marsch durch die Institutionen” Erfolg gehabt. Das bestehende politische System ist nicht in der Lage, angemessen auf die Klimakrise zu reagieren.
Doch dafür reicht aus Sicht von XR die Zeit nicht mehr *). Gemäß dem Weltklimarat müssen die Emissionen klimaschädigender Gase in den nächsten elf Jahren weltweit halbiert werden, wenn das Ziel des Pariser Klimavertrags noch mit einer Chance von 50 Prozent erreicht werden soll: die Erderwärmung auf 1,5 Grad im Jahresmittel verglichen mit dem vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Um das zu schaffen, müssten die deutschen Emissionen bis 2030 um 65 Prozent im Vergleich zu 1990 sinken und nicht nur um 55 Prozent wie von der Bundesregierung angestrebt. Mit dem deutschen Klimapaket würde selbst das weniger ambitionierte Ziel verfehlt. Ähnlich sieht es in anderen Ländern aus.
…. Alles vom 8.10. 2019 von Christian Mihatsch bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/extinction-rebellion-der-aufstand-der-radikalen-klimaschuetzer-ist-gefaehrlich
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*) “… reicht die Zeit nicht mehr”: In diesem Zeitdruck liegt das Problem. IPCC und FFF haben mit ihrem wissenschaftlich keineswegs abgesicherten Apokalypsen-Szenario (Weltuntergang in 11 Jahren) eine Panik (Angst unter Zeitdruck) erzeugt, auf die XR als Trittbrettfahrer aufsattelt. Es ist immer das gleiche Strickmuster: Bei den 68er-Demos mischte sich der KBW (Kommunistische Bund Westdeutschland) unter die demonstrierenden Studenten, heute läuft XR (Extinction Rebellion) bei den demonstrierenden FfF-Schülern mit. Beiden geht es um die grundlegende Änderung unserer Demokratie.
Die Frage: Was ist, wenn nach einer extremen CO2-Reduktion bis 2030 zwar die Deindustrialisierung fortschreitet, aber der Klimawandel weiter macht, was er will?
8.10.2019

 

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https://extinctionrebellion.de/og/freiburg/

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