Hirzberggarten

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Trockenmauer am Eingang zum Hirzberggarten am 21.10.2015

Trockenmauer am Eingang zum Hirzberggarten am 21.10.2015

“Wir sind  die Naturschützer”

 

 

 Hirzberggarten in Freiburg-Oberau

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Trockenmauer mit oberer Hütte               Blühende Dachwurz                                 Imker Jochen Schmidt

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Blick nach Osten zum Hirzberg               Ringelnatter                                            Bienenbaum

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 Trockenmauer                                         Baumstämme für Wildbienen                  Das Imkerehepaar
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Obstgarten mit Äpfeln                              Trockenmauer

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  Lavendel und Bienen                             Blick nach oben
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Die am Fuß des Hirzbergs (Gewanne Hirzberg, Trottmatte) liegenden 33 Gärten bilden eine Einheit. “Wir sind die Naturschützer” – diesem Slogan entspricht der Garten der Imkerfamilie Jochen Schmidt voll und ganz:
Terrassierung durch Trockenmauern mit Steinen vom Schloßberg und aus dem nahen Hexental. In den Mauern finden viele Tiere ein zuhause, wie Eidechsen, Wildbienen, Auf den schmalen Terrassenstreifen wird Obst und Gemüse angebaut.
Ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem sorgt dafür, dass kein Tropfen Wasser verloren geht. Wasser von Dächern in Zisternen sammeln und später verteilen. Quelle, Teiche.
Bienen: Derzeit sind acht Bienenvölker im Garten verteilt. Auswahl der Bäume, Sträucher und Blumen so, dass die Bienen übers Jahr hinweg Blüten bzw. Nahrung erhalten. So liefern mehrerer Bienenbäume (Duftraute bzw. Tausendblütenbaum) von Juni bis Oktober mit ihren weißen Doldenblüten ein wertvolles Nektarangebot.
Lehrgänge zur Imkerei für Interessierte vorort.
Amphibien: In den Teichen finden sich zahlreiche Tiere, Molche, Ringelnattern, Libellen, …

Garten von Sabine von Wolffersdorf
https://schoenergartenamhirzberg.jimdofree.com/
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Kooperation mit:
http://www.gartenleben-freiburg.de

 

Bienenführungen im Hirzberggarten 
bei dem Imker Jochen Schmidt
für
Eltern und Kinder
Großeltern und Enkel
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Im Garten am Hirzberg in der Kartäuserstrasse
Termine nach Vereinbarung

Anfahrt von Freiburg kommend:
Bei Kartäuserstrasse 77 (vor Gasthaus zum Stahl und Camping) nach links in nördlicher Richtung zum Hirzberg,
nach 120 m links in den ungeteerten Feldberg abbiegen und 100 über eine Wiese.
GPS-Daten des Hirzberggartens: 47.99374284; 7.87007801
79104 Freiburg-Oberau
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Preis pro Peron 3 Euro
Anmeldung:
Imkerehepaar Jochen und Gudrun Schmidt
Schwarzwaldstrasse 268, 79117 Freiburg-Ebnet
Tel 0761/60987
schmidt.jochen-peter@gmx.de
Honigkauf: Im Hirzberggarten oder der Wohnung.möglich

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Hirzberggarten als Gemeinschaftsgarten

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Hirzberggarten – Blick nach Norden        Die Gruppe im August 2019

Bild im Hirzberggarten: Drei deutsche Studentinnen, Erziehungswissenschaften und Umweltschutz, ein Franzose, ein Gambier. Marie ist Sozialarbeiterin (fehlt auf dem Foto).
Der Vorstand vom NABU Freiburg, Herr Ralf Schmidt, hat das Vorhaben vermittelt und unterstützt es sweiterhin.

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Biodiversität und Permakultur im Hirzberggarten – Bericht von Lucie
Als wir angesprochen wurden, ob wir nicht Lust hätten, uns insgesamt zu fünft um einen Gemeinschaftsgarten zu kümmern, waren wir sofort begeistert. Denn wir beschäftigen uns schon länger mit dem Gedanken wie wir unser Leben möglichst nachhaltig gestalten können. Und dazu gehört sowohl eine möglichst regionale und saisonale Lebensweise , als auch als eine Basis des Ganzen der Gedanke des Teilens. Wir wollten unser Wissen und unseren Enthusiasmus mit den anderen engagierten Menschen teilen und in der Praxis anwenden
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Gudrun und Jochen Schmidt verfügen schon über jahrzehntelange Erfahrung im Gärtnern und vor allem im Schaffen von einem artenreichen Ökosystem. Und wir fünf haben unser eigenes Wissen in ganz unterschiedlichen Bereichen gesammelt. Unsere Vorstellungen
für den gemeinsamen Garten sind aber sehr ähnlich. Das Wichtigste ist für uns, die Artenvielfalt und den schon bestehenden Strukturreichtum zu erhalten. Denn Gudrun und Jochen haben über viele Jahre ein kleines Gartenparadies geschaffen, das keinesfalls an eine monotone Rasenfläche mit vereinzelten Zuchtblumen erinnert. Ganz im Gegenteil ,in vielen Stunden mühsamer Arbeit haben die beiden oft unterstützt von Freiwilligen –den gesamten Garten mit Trockenmauern terrassiert. Sie haben unterschiedlichste Pflanzen, Sträucher und Bäume gepflanzt , die für ihre Bienenvölker und viele weitere Bestäuber blühen. Und derzeit wird ein Naturteich angelegt, der weiteren Amphibien und Reptilien Lebensraum bieten wird.
Wir wollen die bestehende Biodiversität durch Elemente der Permakultur bereichern und unseren Beitrag leisten, damit der Garten weiterhin ein Ort des Austausches und des Zusammenkommens bleibt. Denn gerade in den jüngeren Generationen, die im schnelllebigen Zeitalter großwerden, ist es wichtig , die Grundlage des Lebens greifbar zu machen. Es macht eben doch einen Unterschied, ob man sein Obst und Gemüse allzeit bereit im Supermarkt kauft oder es selber vom Samen bis zur essreifen Frucht großzieht.
Dabei lernt man die Kostbarkeit der Lebensmittel, sowie des Zusammenspiels eines funktionierenden Ökosystems mit den abiotischen Faktoren wieder neu kennen und schätzen. Die Arbeit im Garten macht uns bewusst, wie knapp die Ressource Wasser sein kann und wie man durch eine ausreichende Artenvielfalt und gesammeltes Regenwasser einem Wassermangel vorbeugen kann. Und sie macht deutlich, wie die unterschiedlichen Akteure eines gesunden Lebensraumes miteinander interagieren.
Aber sie zeigt uns auch, wie man Menschen unterschiedlich en Alters und unterschiedlichster Kulturen zusammenbringt und für das selbstständige Engagement zum Umweltschutz begeistern kann.
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Es wäre daher unverantwortlich, wenn die Gärten am Hirzberg mit ihrer jeweiligen Persönlichkeit verschwinden müssten. Da mit ihnen nicht nur der Strukturreichtum, der vielen verschiedenen Tier-und Pflanzenarten einen Lebensraum bietet, sondern auch das angesammelte Wissen verloren gehen würden . Der Hirzberg mit seinen Gärten lebt schließlich vom Austausch der Erfahrungen und der Weitergabe von Wissen.
Wir fünf sind nur ein Beispiel für viele andere Menschen, die in den Gärten am Hirzberg zwischen Wald und Stadt im Sinne des Naturschutzes ein Reich der Artenvielfalt bewahren wollen.
Denn jeder Garten, der weichen muss, wird Unruhe ins Ökosystem bringen und bei Ausbleiben einer intensiven Pflege unweigerlich zur Verwaldung führen, was unter anderem einen großen Verlust vieler Reptilien und Amphibien bedeuten würde, die immer weniger geeignete Lebensräume finden.
4.8.2019, Lucie Drews
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Gemüse und Imkerei im Hirzberggarten – Bericht von Alina
Zu Beginn dieses Jahrs beschlossen meine Mitbewohnerin Josefin und ich, eher aus Neugierde, als mit dem Hintergedanken uns tatsächlich Bienen anzuschaffen, einen Imkerkurs zu belegen. Im Verlaufe der Kurseinheiten wurde uns jedoch schnell klar, dass wir uns nicht nur theoretisch mit dieser Materie beschäftigen wollen, sondern uns gerne um eigenes Bienenvolk kümmern würden.
Da wir keinen eigenen Garten besitzen stellte sich nun also die Frage nach einem geeigneten Standort. Auf der Suche nach einem zukünftigen Zuhause für unsere Schützlinge beschlossen wir, uns an die Freiburger Ortsgruppe des NABU zu wenden, die sich unter anderem aktiv für den Bienenschutz einsetzen. Und so lernten wir den Hobbyimker Jochen und seine Frau Gudrun Schmidt kennen.
Nach einem kurzen Telefonat wurde direkt ein Treffen im wunderschönen Garten am Hirzberg verabredet, der alle unsere Erwartungen übertraf und in den wir uns sofort verliebten. Der naturnahe und wilde Stil des Gartens, mit seinem großen ökologischen Wert, gefiel uns auf Anhieb sehr gut. Jochen und Gudrun empfingen uns herzlich mit Kaffee, Kuchen und interessanten Gesprächen. Noch am selben Nachmittag bildeten wir zusammen mit Jochen unseren ersten Ableger und gründeten somit unser eigenes Bienenvolk. Außerdem boten die beiden uns an, im Garten mit einer Gruppe von Freunden mitzuarbeiten und das Gartenhaus zu nutzen, was innerhalb weniger Wochen auch in die Tat umgesetzt wurde.
Für mich ist der Garten vor allem ein sehr guter Ausgleich zum Studium, wo man sehr viel Zeit mit theoretischer Arbeit verbringt. Der Garten ist ein Ort um den Alltagsstress für eine Weile hinter sich zu lassen und etwas sinnvolles mit den Händen zu arbeiten und dabei durch Gudruns langjährige Gartenerfahrungen und Jochens Ideenreichtum einiges über das Gärtnern und die Erschaffung eines Lebensraumes für ein großes Spektrum an Tier- und Pflanzenarten zu erlernen. Da wir uns alle sehr um eine ökologische Lebensweise bemühen ist es darüber hinaus super, die Möglichkeit zu haben, eigene Lebensmittel anzubauen und dadurch eine ganz andere Beziehung und viel mehr Wertschätzung für unser alltägliches Obst und Gemüse zu erlangen. Vor einigen Wochen konnten wir zum Beispiel Johannisbeeren und Stachelbeeren ernten. Momentan wachsen Zucchini und Weintrauben und auch unsere Tomaten und die Rote Beete können schon bald geerntet werden.
Durch die zahlreichen Trockenmauern, die Jochen in Eigenarbeit im gesamten Garten angelegt hat, die Verteilung von Totholz und den Naturteich der momentan in Arbeit ist, bietet der Garten eine wertvolle Lebensgrundlage für viele Insekten-, Vogel-, Amphibien- und Pflanzenarten. Besonders im Anbetracht des Insektensterbens und dem Rückgang der Vogelpopulationen ist es uns daher ein Anliegen, bei der Aufrechterhaltung dieses wilden Gartens und damit bei der Schaffung wichtiger Lebensräume mithelfen zu können und dadurch zumindest im Kleinen etwas gegen den Trend des Artensterbens beitragen zu können.
19.8.2019, Alina

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