Soja

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Sojafeld bei der Annakapelle im Dreisamtal zwischen FR-Ebnet und Zarten am 31.8.2016

Sojafeld bei der Annakapelle im Dreisamtal zwischen FR-Ebnet und Zarten am 31.8.2016

Sojabohnen enthalten 20 % Öl und bis zu 40% Eiweiß, dessen Qualität dem tierischem Eiweiß entspricht.
Nur 2% der Sojaernte wird vom Menschen direkt konsumiert.
Die anderen 98% dienen der Gewinnung von Sojaöl, das dann überwiegend als Lebensmittel Verwendung findet, aber z. B. auch für die Produktion von Biodiesel.
Der bei der Ernte der Sojabohnen zurückbleibende Sojakuchen (80 % der Masse) gelangt großenteils ins Tierfutter.

 

Anbau von Soja im Raum Freiburg (Bilder)

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(1) Sojafeld im Dreisamtal 31.8.2016    (2) Soja Annakapelle bei Ebnet             (3) Soja Küferhof am 31.8.2016

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(4) Soja-Schoten am 31.8.2016              (4) 14.9.2016                                              (5) Sojabohnen-Ernte 14.9.2016

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(6) Mähdrescher im Einsatz                    (7) Steine im Schneidwerk?                    (8) Mähdrescher Fahrersitz 14.9.16

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(9) Nach der Ernte am14.9.2016            (10) Pfahlwurzel Sojapflanze

(1)-(4) Sojafelder des Baldenweger Hofs im Dreisamtal zwischen FR-Ebnet und Zarten am 31.9.2016
(5) – (10) Sojaernte mit dem Mähdrescher im Dreisamtal am 14.9.2016
(7) Der Boden muß topfeben sein, da das Schneidwerk nur 2 am über dem Boden fährt, um auch die unteren Sojahülsen zu ergattern. Immer wieder muß nachgeschaut werden, ob Steine das Schneidwerk zerstören könnten.
(9) Bernd Huf vom Baldenwegerhof (links) und Frank Ketterer von der Lohndrescherei
(10) ÜberKnöllchenbakteren lagert die Sojapflanze Stickstoff ein – ein Wunderwerk

 

 

Soja-Versuchsanbau über 1000gaerten.de (Bilder)

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(1) Soja Beet Aussat 17.4.2016             (2) Soja 3 Reihen 20.5.2016               (3) Soja 3 Reihen 2.7.2016

soja2triebe160702          soja-beet160702                       soja-schoten160730
(
4) Soja zwei Triebe am 2.7.2016          (5) Soja Beet am 2.7.2016                     (6) Schoten am 30.7.2016

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(7) Soja Schoten am 30.7.                       (8) Soja Schoten am 11.8.2016         (9) Schoten am 1.9.2016

(1) Aussat des Soja am 17.4.2016 im Beet beim Hummelhof: 12 Reihen zu je 100 Samen
(8) Ernte der Sojaschoten von Reihe 1 bis 8 am 11.8.2016

 

 

Soja – die perfekte Regio-Bohne
“Überall dort, wo Wein wächst, gedeihen auch Sojabohnen”, erklärt der junge Agraringenieur. Fabian von Beesten und seine Mitstreiter von der Landessaatzuchtanstalt an der Universität Hohenheim suchen Deutschlands Super-Soja. Eine robuste, heimische Sorte, die viel Eiweiß enthält, niedrige Temperaturen aushält und schnell reift – damit sie bereits im September geerntet werden kann. Eine Pflanze, die als Viehfutter viel zu schade ist. … Soja ist ein Nischenprodukt. Aber das muss nicht so bleiben. In nur zwei Jahren hat sich die Anbaufläche auf 17.000 Hektar verdoppelt. Zum Vergleich: Mais steht in Deutschland auf 2,5 Millionen Hektar. …. Alles vom 26.20.1026 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/gastronomie-1/kann-die-sojabohne-am-oberrhein-heimisch-werden–129048233.html

 

Hülsenfrüchte, das Protein des armen Mannes
In vielen Regionen der Welt gehören Hülsenfrüchte zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln. Darum hat die Uno 2016 zum Jahr der Hülsenfrüchte erklärt. ….Was haben Mercimek Corbasi − eine türkische Linsensuppe −, Dal in Indien, Hummus in der arabischen Welt oder Chili con Carne mit Bohnen gemeinsam? Sie alle gehören in der entsprechenden Küche zu den verbreitetsten Mahlzeiten. Und alle basieren auf Hülsenfrüchten. Neben Linsen, Kichererbsen und Bohnen gehören Erbsen, Sojabohnen, Lupinen und auch Erdnüsse dazu. …. Alles vom 4.9.2016 auf
http://www.nzz.ch/finanzen/devisen-und-rohstoffe/rohstoffe/huelsenfruechte-das-protein-des-armen-mannes-ld.114747
International Year of Pulses 2016:
www.iyp2016.org
http://pulses.org/recipes/
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Soja kann im Breisgau Fuß fassen
Vom Nischenexperiment zum künftigen Standbein regionaler Wertschöpfung: Staatssekretärin besucht drei Soja-Betriebe.
Der Anbau von Sojabohnen kann für Landwirte im Breisgau eine echte Chance sein, um eine ertragreiche Fruchtfolge zu betreiben. Das wurde bei einem Besuch der Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch bei drei Betrieben deutlich, die eine Soja-Wertschöpfungskette vom Anbau über die Verarbeitung bis zum Handel bilden. Und klimatisch passt Soja in die Regio, für biologische wie für konventionelle Anbaumethoden.
Sattgrün erstreckt sich ein mehr als kniehoch bewachsenes Sojafeld von der Gemeindegrenze zu Hochdorf bis zum Roten Felsen. Hier, auf Hugstetter Gemarkung, hat der Buchheimer Landwirt Friedbert Schill 6,5 Hektar mit Soja bepflanzt. Insgesamt reift auf 15 Hektar, gut ein Fünftel seiner Feldflächen, die aus Asien stammende Hülsenfrucht heran. Aussaat hier an der Hochdorfer Straße war am 5. Mai. Daran erinnert sich Fabian von Beesten genau. Er kommt vom Landwirtschaftlichen Zentrum für Sojaanbau und Entwicklung. Dieser Ableger der Freiburger Life Food GmbH – Hersteller der Taifun-Sojaprodukte – arbeitet mit vielen Landwirten zusammen, die nach biologischen Methoden Soja anbauen. Auf Schills Feld war das Zentrum an der Aussaat beteiligt, da hier auf mehreren Teilstreifen auch fünf Versuchszüchtungen gezogen werden. Ein Streifen hebt sich mit hellgrünem Blattwerk auch für Laien deutlich von den anderen Sojaarten ab. “Wir wollen hier Saatgut vermehren, das für verschiedene Standortbedingungen geeignet ist”, erklärt von Beestens Kollege Martin Miersch. Da geht es etwa um Sorten, die sehr früh reifen, um die kürzeren Wärmephasen in klimatisch weniger begünstigten Anbaugebieten ausnutzen zu können.

Bis auf ausgesprochen trockene Gebiete und kühle Regionen kann Soja tatsächlich eine für Landwirte sehr interessante Ackerpflanze darstellen, sowohl als Nahrungsmittel wie auch als Futterpflanze für die Viehwirtschaft. Davon zeigt sich auch die Staatssekretärin überzeugt. Die CDU-Abgeordnete aus dem Schwäbischen erinnert sich noch an die frühen 80er Jahre, als schon ihr Vater einmal mit Soja arbeitete, damals ein oft belächeltes Nischenexperiment. Friedbert Schill startete in seinem bereits 1980 auf Bio umgestellten Betrieb vor 20 Jahren mit Soja. “Es ist viel Arbeit, weil wir nicht spritzen und die Unkrautbekämpfung in der frühen Wuchsphase mit Hacken machen müssen”, erklärt Schill. Doch die lange Erfahrung habe gezeigt, dass es geht. “Zwei Jahre Kleegras, dann Winterweizen, dann Soja als Hackfrucht, die den Boden lockert und ihn als Leguminose wieder anreichert, danach Dinkel”, erklärt er die erprobte Fruchtfolge. Auf manchen Feldern kann auch mit Kartoffeln oder Karotten gearbeitet werden.

Als Eiweißpflanze ist Soja enorm wertvoll. Von Beesten greift in eine Schüssel mit einem Kilo Sojabohnen: “Daraus kann man zwei Kilo Tofu machen!” Bei bis zu dreieinhalb Tonnen Soja je Hektar kommt einiges zusammen. “Das reicht, um ganz Hochdorf drei Wochen mit Eiweiß zu versorgen”, rechnet von Beesten vor. Die Natur des südlichen Oberrheingebiets könnte den Bedarf von 2000 Hektar Soja für die Taifun-Produkte komplett decken, aber noch sind nicht genügend Bauern auf Soja umgestiegen. Erst recht gilt dies für den Futtermittelanbau.

“Wir wollen mit der Eiweißinitiative des Landes zum Anbau von Soja ermuntern”, erklärt Gurr-Hirsch dazu. Das gelte für Bioanbau wie für konventionelle Betriebe. Für Wilhelm und Harald Rinklin, deren Naturkosthandel in Eichstetten die Staatssekretärin ebenso noch besuchte wie Life Food in Freiburg, ist es keine Frage, dass gerade Biosoja ein Zukunft hat. Das Verbraucherinteresse sei da, es brauche nur mehr Erzeuger. Wilhelm Rinklin : “Soja als Hackfrucht statt Mais heißt auch, kein Einsatz von Round-Up, also kein Gift, das in die Umwelt kommt.”
19.8.2016, Manfred Frietsch

 

Soja zu Testzwecken neuer Sorten daheim im Garten anbauen – 1000gaerten.de
Soja in Deutschland heimisch machen – das ist das Ziel eines Projekts des Freiburger Tofu-Herstellers Taifun und der Landessaatzuchtanstalt der Universität Hohenheim. Gesucht werden 1000 Hobbygärtner, die zu Testzwecken unterschiedliche Sojastämme in ihrem Garten anpflanzen.
Wer beim Projekt „1000 Gärten“ www.1000gaerten.de mitmachen möchte, muss eine Gartenfläche von sechs Quadratmetern haben. Etwa 1000 Züchtungen hat die Universität Hohenheim für das Projekt durch Kreuzungen hergestellt. Diese sollen nun getestet werden. „Die Gärtner und Gärtnerinnen bauen im Jahr 2016 in ihrem Garten zwölf verschiedene Sojastämme in zwölf Reihen an. Das Soja Saatgut und eine Anbauanleitung erhalten Sie per Post von uns“, erklärt Martin Miersch. Der Agraringenieur kümmert sich beim Freiburger Unternehmen Taifun um die Weiterentwicklung des Sojaanbaus. Nach dem Pflanzen melden die teilnehmenden Gartenbesitzer die Daten zum Vegetationsverlauf an die Uni und senden im Herbst einige reife, trockene Hülsen zurück.

„Wir schalten Ihnen einen geschützten Gärtnerbereich auf der Website frei, in dem Sie Ihre Beobachtungen an den Sojapflanzen wie Blühbeginn, Pflanzenhöhe oder Zeitpunkt der Reife eintragen“, erläutert Miersch. Hier kann man auch Fragen an die Sojaexperten stellen. In einem Gärtner-Blog können Erfahrungen und Erlebnisse mit anderen Gärtnern im ganzen Land geteilt werden. Gesät wird ab Mitte April, wenn der Boden sich erwärmt hat und der Wetterbericht weitere warme Tage voraussagt. Die Sojapflanzen werden 60 bis 100 Zentimeter hoch. Ab Ende August fallen die die Blätter.
Zwischen Mitte September und Mitte Oktober wird es spannend: Die trockenen Hülsen können geerntet werden. Hat eine der Kreuzungen, die im Rahmen des Projekts angebaut wurden, das Zeug zur Tofu-Sojabohne? Das werden die Forscher der Universität Hohenheim mit Hilfe der eingesandten Sojabohnen und weiteren Versuchen herausfinden. Bei erfolgreicher Züchtung werden die Sorten in einer Datenbank an der Uni eingetragen. Züchter können dann dort gegen eine Gebühr das Saatgut erwerben. Auch Taifun muss für die Lizenz bezahlen. „Wenn wir am Schluss eine oder zwei Sorten nutzen können, wäre das ein sehr gutes Ergebnis“, so Miersch. Das kann allerdings dauern: Bis zu fünf Jahre, schätzt der Agraringenieur. Allein das Zulassungsverfahren für eine Sorte dauere zwei Jahre. Die neuen Sojasorten sollen künftig auch in kälteren und höheren Regionen Deutschlands wachsen und den steigenden Bedarf decken.
Soja ist ein gefragtes Nahrungsmittel, das bekommt der Marktführer für Tofu- und Tofuprodukte in Deutschland zu spü- ren. „Wir sind in den vergangenen Jahren im Schnitt um zehn Prozent gewachsen“, sagt Taifun-Pressesprecherin Lina Cuypers. Heute produziert das im Jahr 1987 gegründete Unternehmen 500000 Tofupäckchen pro Woche. Kunden sind Naturkostläden und Biomärkte. Der Verbraucher kann zwischen 30 verschiedenen Produkten wählen, alle sind gentechnikfrei.
Aktuell bezieht Taifun von 100 Vertragslandwirten Tofu-Sojabohnen mit hohem Proteingehalt. Nicht nur aus der Region Oberrhein, sondern auch aus der Pfalz und dem Saaletal, aus Österreich und den französischen Regionen Elsass, Burgund und Franche-Comté. „Um den Bedarf zu decken, brauchen wir neue, besser an die Umgebung angepasste Sorten“, erklärt Martin Miersch. Gelinge das „1000 Gärten-Experiment“, so profitierten alle. Neue Anbaugebiete in der Nähe bedeuteten für Taifun weniger Transportkosten und weniger Energieverbrauch, mehr Tofu und mehr Gewinn. Die teilnehmenden Gärtner und Gärtnerinnen haben einen praktischen Nutzen: Erstens hinterlassen die Sojabohnen einen sehr krümeligen Boden, auf dem im Folgejahr anspruchsvolle Kulturen gedeihen. Außerdem tragen sie dazu bei, dass die SojaProduktion in Deutschland künftig die Nachfrage deckt. Durch die Verarbeitung von Soja zu Nahrungsmitteln könnten aber auch langfristig Ressourcen geschont werden. „Wird Soja direkt verzehrt, in Form von Tofu und anderen Sojaprodukten, steht das Doppelte bis Dreifache an Nahrungsmitteln zur Verfügung,im Vergleich zu tierischem Eiweiß, das durch Sojafütterung erzeugt wurde“, sagt Pressesprecherin Cuypers. 600 Anmeldungen seien bereits in den ersten zwei Wochen nach Projektstart eingegangen, freut sich Miersch. Errechnet damit, dass die Marke von 1000 überschritten wird.
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MITMACHEN: Taifun sucht deutschlandweit Hobbygärtner, Profigärtner und Landwirte, die sich an dem Experiment beteiligen. Interessenten können sich auf der Website www.1000gaerten.de bewerben. Hier gibt es alle Informationen rund um das Projekt. Anmeldeschluss ist der 28. Februar 2016

SOJA ist ein wichtiger Eiweißlieferant: Die Sojabohne bietet soviel hochwertiges pflanzliches Eiweiß wie keine andere Hülsenfrucht. Zudem enthält sie zahlreiche Mineralstoffe, einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren und ist reich an Vitaminen und Lecithin.
Einen Beitrag zum Umweltschutz leistet Soja als Eiweißlieferant für den Menschen, wenn es direkt verzehrt wird und nicht den Umweg als Tierfutter nimmt. Laut dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland werden heute drei Viertel aller Agrarflächen in irgendeiner Weise für die Tierfütterung beansprucht,was angesichts eines wachsenden Fleischbedarfs in den Entwicklungs und Schwellenländern zur Herausforderung wird.
TOFU wird aus der Sojabohne hergestellt und kann in der Küche gedämpft, frittiert, gegrillt und gebraten auf vielfältige Weise verarbeitet werden.
17.1.2016 , Christine Speckner, Der Sonntag

 

 

Gutes Soja – schlechtes Soja

Tofu ist ein aus dem asiatischen Raum übernommenes Nahrungsmittel aus Sojabohnenteig. Soja wird heute zumeist aus Brasilien importiert, großenteils mit Pestiziden kontaminiert bzw. Gen-Soja von Syngenta.  Soja für Taifun-Tofu hingegen stammt aus dem Soja-Anbau an Kaiserstuhl bzw. Breisgau
Gutes Soja 20%: Soja direkt als Lebensmittel verwenden: Aus einem kg Soja werden zwei kg Tofu.

Schlechtes Soja 80%: Für ein kg Fleisch braucht man 16 kg pflanzliche Proteine, die heute großenteils über Soja-Viehfutter verfüttert werden. Dafür werden in Brasilien Regenwälder abgeholzt und Ureinwohner ausgerottet – nur um das zerstörerische Soja in riesigen Monokulturen anbauen zu können.
Fast 80% des weltweit hergestellten Sojas gelangt als Futtermittel auf Bauernhöfe und in Tierfabriken. Die großen Herkunftsländer sind USA, Brasilien und Argentinien. “Soja wird zum großen Teil in agrarindustriellen Monokulturen angebaut, mit massiven negativen Umweltfolgen und vielerlei sozialen Folgen”, so Birgit Wilhelm vom WWF. Und was viele Verbraucher nicht wissen: “Wir gehen davon aus, dass rund vier Fünftel der Soja-Futtermittel, die deutsche Landwirte einsetzen, genverändert sind”, sagt Roger Fechler vom Deutschen Bauernverband DBV. Fleisch, Milch, Joghurt, Butter oder Eier, die mit Gentech-Sojafutter produziert wurden, müssen gar keine Kennzeichnung tragen – nur Sojaprodukte , die als Nahrungsmittel für Menschen angeboten werden, unterliegen der Kennzeichnungspflicht für genveränderter Lebensmittel.

Die Ökobilanz für die Tofuwurst ist ausgezeichnet
Das Soja für Taifun-Tofu hingegen stammt nicht aus Brasilien, sondern aus dem Soja-Anbau an Kaiserstuhl bzw. Breisgau

 

Taifun – vom Münstermarkt zum Mittelständler

In dieser Zeit kam neben Wolfgang Geck auch Alfons Graf als Mitgeschäftsführer ins Unternehmen. Er widmete sich der Qualitäts- und Produktentwicklung und baute von 1997 an den heimischen Sojavertragsanbau mit regionalen Biobauern auf. Heute erzeugen diese Anbaupartner am Oberrhein, am Bodensee, in warmen Lagen Ostdeutschlands und Österreichs sowie im Elsass und Burgund auf 1000 Hektar Ackerfläche Soja für Taifun.
Alles vom 18.12.2012 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/freiburg/vom-muenstermarkt-zum-mittelstaendler–67162811.html

2012 hat Taifun 200 Mitarbeitende, darunter 17 Azubis und 20 Neueinstellungen.
http://www.taifun-tofu.de

Ökotest belastet Tofu von Taifun-Life Food GmbH in Freiburg schwer
In den Taifun Tofu-Bratgrillern – Demeter wurde ein anderer Weichmacher, Diisobutylphthalat (DIBP) nachgewiesen. Für den Übergang aus Verpackungen hat das Bundesinstitut für Risikobewertung einen Richtwert von einem Milligramm pro Kilogramm vorgeschlagen, der von den Bratgrillern überschritten wird. Nachforschungen des Herstellers Life Food Taifun machten das enthaltene Rapsöl als Quelle für DIBP aus. Warum das passiert ist, war bis Redaktionsschluss noch nicht klar. ….
Alles von 28.1.2011 bitte lesen auf
http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=96706;bernr=04;seite=02;co=

Tofu von Taifun: Ökotest entdeckt Pestizide und Weichmacher
Sojabohnen aus Brasilien. Bei Endosulfan erbrachte der Test 0,02 Milligramm Pflanzenschutzmittel pro Kilogramm; gesetzlich erlaubt sind 0,5. Dennoch: “Wären unsere eigenen Untersuchungswerte in dieser Höhe gewesen, hätten wir diese Sojabohnen nicht eingesetzt”, erklärt Life Food. Endosulfan ist in Brasilien, wo die Sojabohnen herkommen, in der konventionellen Landwirtschaft erlaubt; der Wirkstoff könnte sich dort auch über den biologischen Flächen der Sojabohnenbauern verteilt haben. Der Weichmacher, der gefunden wurde, war im verarbeiteten Demeter-Rapsöl, das Life Food vom nordrhein-westfälischen Hofgut Körtlinghausen bezieht. Erklären, woher der Weichmacher kommt, konnte das Hofgut nicht ….. Alles vom 28.1.2011 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/freiburg/tofu-von-taifun-oekotest-entdeckt-pestizide-und-weichmacher–40576211.html

Sojabohnen aus Brasilien, wo gentechnisch veränderte Lebensmitel zugelassen sind
Wenn Taifun für regionales Soja wirbt, warum kommen die Bohnen dann aus Brasilien?
Blog vom 28.1.2011 von Manni Fischer

 

Sofa und Tofu aus Südbaden

Der Schädling Maiswurzelbohrer zieht seine Kreise. Für seine Bekämpfung müssen alle Maisbauern eine Fruchtfolge, etwa mit Soja einführen. Die entsprechende Verfügung des Landwirtschaftsamtes werde demnächst eintreffen, sagt der Kreisvorsitzende des Bauernverbandes, Hermann Ritter. Biolandwirte setzen schon lange auf Sojabohnen. Größte Anbauer im Markgräflerland sind Ulrich Zimmermann aus Heitersheim und Friedrich Ruesch aus Buggingen. Zur Zeit sind Mähdrescher bei der Sojaernte in vollem Einsatz. Ulrich Zimmermann hat die Bohnen auf einer Fläche von 28 Hektar angebaut, Friedrich Ruesch auf 20 Hektar. Beide sind Biolandwirte und beliefern die Dachswanger Mühle Umkirch. Von dort geht das Soja an die Freiburger Firma Taifun, die daraus verschiedene Tofu-Produkte herstellt. Für Ulrich Zimmermann schließt sich ein Kreis. Er kauft sein Soja als Tofu von Taifun zurück und verkauft es in seinem Naturkostladen “Löwenzahn” in Müllheim. So bleibt alles in der Region, vom Anbau bis zum Verbraucher. Taifun verarbeite mit 130 Mitarbeitern jährlich 2000 Tonnen gentechnikfreies Soja – nur aus ökologischem Anbau – und gebe zwecks Kontrolle ein Vermögen aus, sagt Ruesch. Derzeit könnten aber leider nur 45 Prozent des Bedarfs aus Baden, der Pfalz und dem Elsass gedeckt werden, bedauert der Ökolandwirt.
Alles von Sigrid Umiger vom 25.9.2010 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/soja-und-tofu-aus-suedbaden Friedrich Ruesch – Weingut und Sojaanbau >Buggingen

 

Sojaanbau für Taifun

38 Öko-Betriebe beliefern mittlerweile Taifun mit Soja. Nicht nur Bauern aus dem Breisgau zählen dazu, sondern auch aus dem Markgräflerland, der Ortenau, der Vorderpfalz, dem Elsass, vom Bodensee und aus Franken. Von den 1.600 Tonnen Soja, die der Produzent 2006 zu Tofu verarbeitete, stammten 700 und damit fast die Hälfte aus heimischem Anbau. Den Rest der Rohware bezieht das Unternehmen aus einem eigenen Anbau-Projekt in Brasilien. Zum einen sind es finanzielle Gründe, die die Landwirte zum Soja-Anbau motivieren: Bis 62 Euro erhalten die Landwirte für einen Doppelzentner Soja, wobei Taifun nach Eiweißgehalt zahlt. Ein weiterer Vorteil sei die Fruchtfolge-Bereicherung, betont Friedrich Ruesch, Bio-Landwirt aus Buggingen im Markgräflerland. Als Leguminose eigne sich Soja gut in der Folge vor und nach Getreide. Einige Landwirte bauen die Hülsenfrucht auch vor Kartoffeln an. Durch ihr dichtes, langes Wurzelsystem sowie als Stickstoffsammler verbessert sie Struktur und Qualität des Bodens. Eine Krankheit, die Soja besonders betreffe, sei Sklerotinia, erläutert Friedrich Ruesch. Um den Pilz zu vermeiden, sollte beim Anbau auf derselben Fläche ein Zeitabstand von mindestens vier Jahren eingehalten werden. „Die Soja-Pflanze liebt es feucht und warm, aber nicht heiß“, sagt Ruesch. Neben der Trockenheit des Sommers 2003 beispielsweise hätten auch die damals sehr hohen Temperaturen den Hülsenfrüchten im Breisgau zu schaffen gemacht. Fraß durch Distelfalter-Raupen sei in dem Jahr ebenfalls ein großes Problem gewesen. Mitte bis Ende September erfolgt die Ernte mit dem Mähdrescher. Die Pflanze wird bis zu einem Meter hoch, bevor sie abstirbt. Die meisten Taifun-Lieferanten teilen sich Hack- und Sätechnik. Durch Seminare und andere Veranstaltungen fördert der Verarbeiter den Austausch untereinander. Ebenso leistet die Firma Neueinsteigern Hilfestellung. Wegen der stark wachsenden Nachfrage sucht der Tofu-Produzent dringend weitere Bio-Sojaerzeuger in Deutschland. „Es mangelt leider an Umstellern“, sagt Miersch. Die bestehenden Kapazitäten bei geeigneten Bio-Landwirten in der Region schöpft das Unternehmen bereits vollständig aus. Fast jeder Bio-Betrieb am Oberrhein baut inzwischen Soja für Taifun an. …
Mehr vom 15.4.2009 auf
http://www.oekolandbau.de/erzeuger/pflanzenbau/koernerleguminosen/reportage-speisesoja-anbau-fuer-taifun/

Glücksfall Sojabohne: Biobauern profitieren von Tofu-Nachfrage

Auf mehr als 100 Hektar beläuft sich mittlerweile in etwa die Soja-Anbaufläche im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Das entspricht zwar lediglich einem halben Prozent der Gesamtackerfläche im Kreis, doch rund 30 Bauern bestreiten mit der aus Asien importierten Pflanze einen — bei manchen erheblichen — Teil ihres Lebensunterhalts. Allesamt sind es Öko-Bauern, denn die Soja-Kulturen der Region gehen ausschließlich in die Naturkost-Nahrungsmittelherstellung. Für Reinhard und Lebrecht Schneider ist die Existenz der Freiburger Life Food GmbH ein Glücksfall. Denn deren Nachfrage nach ökologisch angebauten Sojabohnen für die Herstellung von Tofu passt ganz ausgezeichnet in ihr Betriebskonzept. Die beiden Brüder bewirtschaften in Umkirch die Dachswangermühle, einen 150 Hektar großen landwirtschaftlichen Betrieb nach den Richtlinien des Bioland-Verbandes. Mit Sojabohnen lässt sich eine ebenso hohe Wertschöpfung wie mit Bio-Brotgetreide erzielen. Abgesehen davon lockern die Sojapflanzen die Fruchtfolge aus Getreide und Kartoffeln auf. Weil sie zudem noch eine gewisse Menge an Stickstoff im Boden hinterlassen, nützen sie der nachfolgenden Kultur. Auch Bohnen, Erbsen und andere verwandte Pflanzen können das. Sie fixieren in Zusammenarbeit mit speziellen Bakterien, die sich an ihren Wurzeln ansiedeln, Stickstoff aus der Luft. Stickstoff ist ein wichtiger Pflanzennährstoff. Er ist unverzichtbarer Bestandteil von Eiweiß. Sojapflanzen brauchen sehr viel davon, denn ihre Früchte bestehen fast zur Hälfte aus Eiweiß, was sie zum wertvollen Nahrungsmittelrohstoff macht. Die Life Food GmbH produziert jährlich rund 2400 Tonnen Tofuprodukte, die unter anderem auch als Fleisch- und Wurstersatz dienen. Etwa die Hälfte des nötigen Rohstoffs bezieht das Unternehmen von Landwirten aus Baden und aus dem Elsass. “Life Food trägt nicht unerheblich zur wirtschaftlichen Existenz der Öko-Betriebe bei”  sagt Friedhelm Schill, Bioland-Landwirt und Kreisvorsitzender des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbands aus March-Buchheim. Daneben hat Life Food Landwirte in Brasilien vertraglich verpflichtet, Sojabohnen nach ökologischen Kriterien anzupflanzen. Denn nur solches Soja ist garantiert frei von gentechnisch veränderten Organismen. Die Schneiders kultivieren auf einem Zehntel ihrer Betriebsfläche Sojabohnen. Fünf Monate liegen zwischen Saat und Ernte. Derzeit wird gedroschen. Bislang gedeihen die wärmeliebenden Sojabohnen hierzulande nur im Südwesten, sie haben dem Körnermais vergleichbare Standortansprüche. Die Hauptwachstumsphase beginnt im Juni. Dann brauchen die Pflanzen viel Wasser. Das gab es heuer. Lebrecht und Reinhard Schneider rechnen mit einem mittleren Ertrag von 2,7 Tonnen je Hektar.
Tag der Offenen Tür: Die Life Food GmbH, Europas größter Bio-Tofu-Hersteller, lädt anlässlich des 20-jährigen Bestehens diesen Sonntag, 23. September, von 10 bis 17 Uhr, aufs Firmengelände, Bebelstraße 8, Gewerbegebiet Hochdorf, ein.
Silvia Faller, 21.9.2007, www.badische-zeitung.de

 

Herstellung von Tofu bzw. Sojamilch
http://www.naturgarten.com/de/dept_307.html

 

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