Nachhaltige statt ökodiktatorische Entwicklung in der Landwirtschaft

Freiheit und Verantwortung, mit diesem Wertepaar hatte Joachim Gauck bei seiner Nominierung zum  Bundespräsidenten eine heftige Debatte entfacht. In seiner Einführungsrede in Bundestag- und rat überzeugte er auch die Gegner, dass Freiheit und Verantwortung die Vorrausetzung für soziale Gerechtigkeit ist. Waren Freiheit und Verantwortung nicht auch die bäuerlichen Grundwerte? Werden diese durch die wuchernde Verbraucher-, Umwelt- und Tierschutzbürokratie nicht ausgehöhlt, ohne neue Skandale oder den Artenschwund zu verhindern? Oder ist diese Bürokratie die neue Triebkraft zum Wachsen und Weichen?  Wer den Trend in der Landwirtschaft verfolgt, kann eine Annäherung der bisher gegensätzlichen ökonomisch-konventionellen und nachhaltig-ökologischen Richtung
nicht übersehen. Ist dieser Trend eine geistige Annäherung oder nur markwirtschaftlicher Sachzwang? Oder gar neue Form des Strukturwandels mit ökologischen Auflagen als Marketing? 
Wir fragen, wo die Menschen dabei bleiben, als Konsumenten, als Bauernfamilien und insbesondere die Schwarzwaldbäuerinnen und -bauern? Eine nachhaltige Entwicklung hat vor 10 Jahren die Staatengemeinschaft in Rio vereinbart. Professor  Radermacher hat uns beim Aschermittwochsgespräch im letzten Jahr erklärt, dass nachhaltige Entwicklung die Balance ökonomischer, ökologischer und sozialer Interessen in Form einer ökosozialen Politik ist. Die gilt es einzufordern!
Einladung Schwarzwaldbauerntreff am Mittwoch 16. Mai 2012 um 20 Uhr
im Landgasthof Engel in St.Georgen-Brigach
Werden die Schwarzwaldbauern Opfer der Agrarreform 2014?
Wir werden den Stand der Reformverhandlungen mit aktuellen Informationen aus unserem Netzwerk vorstellen.  Außerdem die konkreten Forderungen für eine zukunftsfähige Berglandwirtschaft, die eine Allianz für Landwirtschaft und Naturschutz in den Alpen aus 19 Organisationen gerade fertig gestellt hat und die wir unterzeichnet haben.
Damit wollen wir Argumente für eine sachlich gezielte Diskussion liefern, die zugunsten der Schwarzwaldbauern dringend notwendig ist. Dazu laden wir herzlich ein.  Unser aktueller Lesetipp: Heiner Geißler: Sapère aude! (wage zu Denken) – warum wir eine neue Aufklärung brauchen?
10.5.2012, Siegfried Jäckle, Forum Pro Schwarzwaldbauern e.V.
Pro Schwarzwaldbauern – Forum
>ProSchwarzwaldbauern

Dieser Beitrag wurde unter Bauernhof, Hochschwarzwald, Landwirt veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort