Musikfeste – De Lautstärkemesser isch längscht überem rote Bereich

In Südbade isches nit schwer wisse, wo d Musik spielt. Könt’sch grad meine, sie spielt allewiil un überall. Un kannsch sage: „Berg un Daal kumme nit zamme, aber d Lit.“
Festival I EM in Emmedinge, ZMF in Friiburg, Stimme-Feschtival in Lörrach, Staufener Musikwoche. Un im Friiburger Stadttheater s Kinder-Musik-Feschtival „Klong“. ’S wurd gsunge, gjodelt, gröhrt, brielt un gwischpert. Mit heisere, kratzige und brüchige Stimme. Au mit glockehelle. Mol lyrisch-fein g’säuselt, mol vulgär provoziert.

Glamour Stars, Highlights. Performance, Dance-Moving, Vocals, Instrumentals. Oldies zum Mitsinge, Hits zum Abhebe, Love-Songs zum Träume un Schmuse. Gitarre jaule, Bäss’ were zupft un in d Taschte vum Flügel oder vum Keyboard wird niidrosche. Heidemäßig wurd uff de Trommle rumbämmert, meineidig were Saxophon un Klarinnette blose oder Geige gfiidelt. Trompete päpere,  un d Quetschkommode schnuufe. S bätscht, gigst, gägst un rasslet. D Gäscht wedle mit de Feschtival-Halsbänder. D Stars sin im Schlabberlook oder in Hauteng, -enger,- am engschte. De hörsch Latin, Soul, Gypsi, HipHop, Rap, Jazz, Rock un Pop. S groovt, draivt un swingt. D Bühni bebt, s Publikum tobt. De Lautstärkemesser isch längscht überem rote Bereich. Mir duen d Ohre weh un i gang. „Z viel isch bitter, au wenn s Honig isch“, sagt ä Sprichwort.
Stefan Pflaum, 25.7.2012, www.dreisamtaeler.de

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