Modell-Revision als Fortschritt

Die Naturwissenschaften bilden die Realität in Modellen ab, die dann durch Beobachtungen bestätigt oder falsifiziert werden. Letzteres ist keine ‘Blamage’, sondern wissenschaftlicher Fortschritt, da dies immer wieder zur Überarbeitung der Modelle (Prämissen, Struktur) führt. Auch die vom IPCC angegebenen Klima-Modele sind diesem  Prozess der Forschung bzw. ständigen Revision ihrer Modelle unterworfen. ‘.
Einerseits werden (u.a. in der Zeitschrift Nature) permanent internationale Forschungsergebnisse publiziert, die bestimmte IPCC-Modell in Frage stellen. Andererseits kommen diese in Deutschland kaum an die mediale Öffentlichkeit (siehe Text von Prof Fritz Vahrenholt unten) , da dadurch der linke Klima-Hype von Grünen und Fridays-for-Future, der sich auf die IPCC-Modelle beruft, weiter angezweifelt würde.
Vahrenholt zitiert zwei neue Forschungen aus den USA, die darauf hinweisen, dass die IPCC-Modellbetrachtungen viel zu dramatische Sensitivitäts- Abschätzungen liefern und die Empfindlichkeit auf den CO2-Antrieb systematisch überschätzen. Die deutschen Medien berichten hierüber kaum  und die Politik ignoriert sie – der Klimawandel-Religion und den CO2-Steuereinnahmen zuliebe?
24.7.2019
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Wie Klimamodelle die Erderwärmung aufblasen
Können die IPCC-Modelle vor der Empirie gerettet werden? Wenn Modelle und Wirklichkeit nicht zusammenpassen, sollten eigentlich Wissenschaftler eher ihre Modelle in Frage stellen. Das hieße, die viel dramatischeren Sensitivitäts- Abschätzungen der letzten IPCC-Modellbetrachtungen – 1,86°C für TCR und 3°C für ECS – müssten über den Haufen geworfen werden. Die IPCC-Wissenschaftler stellen sich eher die Frage, wie können die IPCC Modelle mit ihren besorgniserregenden Projektionen vor der Empirie gerettet werden? Denn daran hängt ja der ganze Alarmismus, der die westlichen Gesellschaften prägt, von Fridays for Future bis zur CO2-Steuer.
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Die IPCC-Modelle sehen beispielsweise als Ergebnis des menschgemachten CO2-Antriebs eine recht gleichmäßige Erwärmung des tropischen Pazifiks. Die Beobachtungen jedoch stellen eine bedeutend stärkere Erwärmung des westlichen tropischen Pazifiks gegenüber dem östlichen fest. In Dong et al (2019)
https://journals.ametsoc.org/doi/abs/10.1175/JCLI-D-18-0843.1
weisen die Autoren nach, dass, wenn sich die konvektiven Regionen mit vielen Wolken des westlichen Pazifiks stärker erwärmen als die mit kaum Konvektion des Ostpazifiks, die globale Gesamterwärmung deutlich weniger ausgeprägt ist.

Klimamodelle haben so große Defizite in der Abbildung des Geschehens im tropischen Pazifik, dass sie dadurch die Antwort auf den Antrieb global falsch ermitteln und die Empfindlichkeit auf den CO2-Antrieb systematisch überschätzen, wie eine zweite Arbeit von Seager et al von der Columbia University
https://www.nature.com/articles/s41558-019-0505-x
in der angesehenen Wissenschaftszeitung “Nature” (!) vom Juli 2019 zeigt: “The failure of state-of-the-art models to capture the correct response introduces critical error into their projections of climate change”.
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Konsequenzen? Keine. Ich habe Zweifel, dass die Ergebnisse der beiden bedeutenden Arbeiten überhaupt inhaltlichen Eingang in den kommenden Sachstandsbericht des IPCC finden werden. Dann nämlich müsste man hunderte Seiten kritisch überarbeiten, die sich mit Modellprojektionen beschäftigen. Ein Grund mehr für uns, der Empirie zu vertrauen und nicht der „Playstation Klimatologie“. Aber was soll dann aus der „Panik“ werden, die uns „Fridays for Future“ verordnen wollen? Alles nur heiße Luft? Die Politik läuft heiß, weil die Modelle zu heiß laufen. Welche Wissenschaftler haben den Mut und sehen ihre Verantwortung, FFF und die Politik aufzuklären? Selbst wenn wir die CO2-Emissionen auf dem heutigen Niveau aufrechterhalten und nicht weiter steigen lassen, bleiben wir in diesem Jahrhundert unter 500 ppm und unterhalb von 2 Grad Erwärmung.
…. Alles vom 22.7.2019 von Fritz Vahrenholt bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/wie_klimamodelle_die_erderwaermung_aufblasen
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Fritz Vahrenholt ist Honorarprofessor an der Universität Hamburg im Fachbereich Chemie und war bis 1997 Umweltsenator der Freien und Hansestadt Hamburg. Von 1998 bis 2013 war er in Vorstandsfunktionen im Bereich der Erneuerbaren Energien bei der Deutschen Shell AG, der Repower Systems AG und der RWE Innogy. Er ist Vorsitzender der Deutschen Wildtier-Stiftung.
http://kaltesonne.de/
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Einige Kommentare:
… das Ganze halb so wild?
“Konsequenzen? Keine.” fragt und beantwortet Herr Vahrenholt. Recht hat er. Welcher der Katastrophen-Propheten und der ihnen verbunden Politiker könnte heute noch zugeben, daß das Ganze halb so wild ist? Schließlich haben sie für den Kampf gegen den CO2-Humbug bereits bis heute Hunderte Milliarden Euro Werte vernichtet, für die Energiewende, für die EEG-Umlagen, für bis zur Unfinanzierbarkeit führende Auflagen im Wohnungsbau, für die Vernichtung einer Strom-Infrastruktur, die zu den besten, kostengünstigsten und sichersten der Welt zählte, und, und ,und.
Deshalb traut sich keiner mehr zuzugeben, daß man auf dem Irrweg ist. Man verhält sich wie ein Autofahrer, der den Tankanzeiger abklebt, weil ihm mit leerem Tank unterwegs klar wird, daß es zum Umkehren zu spät und zur nächsten Tankstelle zu weit ist. Hauptsache, man rettet sich noch über die Runden der Legislaturperiode, danach winkt ja die üppige Altersversorgung, bei der Niemand fragt, welchen Schaden man angerichtet hat.
22.7.2019, H-M.M., AO
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… keine Klimavorhersagen per Modell möglich
Die Klimatologen des UN-nahen „Weltklimarats“ IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) schreiben im dritten IPCC-Bericht 2001, Punkt 14.2.2.2, Seite 774 (zitiert nach Andreas Seewald, Tichys Einblick 08/19, S. 8): „In der Klimaforschung und –modellierung sollten wir erkennen, dass es sich um ein gekoppeltes nicht lineares chaotisches System handelt. Deshalb sind längerfristige Vorhersagen über die Klimaentwicklung nicht möglich.“ Übrigens besteht die Erdatmosphäre immer noch zu 78 % aus Stickstoff (N2), zu 21 % aus Sauerstoff (O2) und zu 1 % aus Argon (Ar), darunter Kohlenstoffdioxid (CO2) mit derzeit 0,04 %. Die politisch wie medial hochgejubelte CO2-Steuer ist nichts anderes als ignorant und nur eine lächerliche Luftnummer.
22.7.2019, H.O., AO
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Gigo – Gogo oder auch Gospel in – Gospel out
Computermodell sind nur eines: Modelle, nicht jedoch die Wirklichkeit. Wenn ich ein Auto modellieren will und es kommt ein Kanu dabei heraus, dann hat das wohl nicht funktioniert. Computermodelle, die nicht einmal die objektiv nachprüfbare Situation der Vergangenheit richtig darstellen können, die kann man getrost vergessen. Für solche Computermodelle ist auf jeden Fall ein Lehrsatz richtig:
GIGO GIGO heißt wahlweise Garbage in, garbage out (also Blödsinn rein, Blödsinn als Ergebnis raus) oder
Gospel in, gospel out (biblische Wahrheiten rein, biblische Wahrheiten raus).
Mit anderen Worten, die persönliche Überzeugung und Weltsicht der Computerbediener werden über den Umweg des Computers zur ewigen unantastbaren Wahrheit, selbst wenn es der größte Blödsinn ist. Wobei wir wieder bei der Klimahysterie sind. Mit der Wirklichkeit hat das alles aber nichts zu tun!
22.7.2019, J.T.
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Nicht nur für Klimamodelle gilt das gigo-Prinzip, garbage in , garbage out.
Auch das Kleingedruckte in IPCC Veröffentlichungen für “policy makers” sollte man kennen, wie Vince Ebert so schön bemerkte . “In climate research and modelling, we should recognise that we are dealing with a coupled non-linear chaotic system, and therefore that the long-term prediction of future climate states is not possible” Statt also die FFF-Hüpf-Kinder in Panik zu versetzen und vom Unterricht fernzuhalten, sollten die Lehrer sie die englischen Texte des IPCC im Original lesen und übersetzen lassen! Wissenschaftlern die sich als “Aktivisten” verstehen, sollte man grundsätzlich mit Skepsis begegnen.
22.7.2019, G.B-L, AO
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Wissenschaftlichkeit und Politik
Der Versuch seriöse Wissenschaftlichkeit und Politik zusammenzubringen odet gar zu versöhnen, ist zum Scheitern verurteilt. Selbst ein kluger und verantwortungsbewußter Politiker kann eine Rede nicht halten wie ein Professor seine Vorlesung. Politik muß zuspitzen, vereinfachen, sog. wesentliche Punkte heeauspicken und überbetonen. Wer das bedauert findet sich bei Platon und dem idealen Staat der Philosophen wieder. Dummerweise eine extrem totalitäre, an Huxleys schöne neue Welt gemahnende Dystopie. Um beidem gerecht zu werden muß der Politiker 1. klug sein 2. verständlich sprechen und 3. durch sein Handeln und Auftreten Vertrauen gewinnen. Aber hat er damit (Wahl-)Erfolg in einer Gesellschaft, die von Demagogen und/Populisten beherrscht wird?
Ich sage, ja, aber es sind eben nur ca. 13%. Demokratie ist auf Bildung angewiesen, des Geistes, des Körpers und der Seele. Daran haben wir es seit Jahrzehnten mangeln lassen, weil wir faul und bequem geworden sind. Die Zunahme von Adipositas geht einher mit der Trögheit des Geistes. Das ist im Kern das Wesen der Dekadenz und der Zustand der Politik nur ein Symptom.
22.7.2019, G.ST, AO
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Wissenschaftler lassen sich vom politischen Main-Stream instrumentalisieren
Vielen Dank, Herr Vahrenholt, für diese aufschlussreiche Expertise. Die ganze Klimadebatte zeigt wieder einmal, wie sich Wissenschaftler vom politischen Main-Stream instrumentalisieren lassen und auf diese Weise dazu beitragen, dass eine seriöse und ergebnisoffene Debatte nicht stattfindet. Statt unaufgeregt und auf der Basis von empirisch ermittelten Fakten in aller Ruhe eine klimapolitische Strategie zu entwickeln, die der wirklichen Lage entspricht, lässt sich die aktuelle Bundesregierung von fragwürdigen Klimamodellen und politisch instrumentalisierten Kindern und Jugendlichen der FFF-Bewegung vor sich her treiben. Dieses “Panikorchester”, das sich Regierung nennt, holt nach der vor allem für Deutschland kostspieligen Rettung Griechenlands und der unkontrollierten Einwanderung nun zum dritten Schlag aus, das Land in den Ruin zu treiben. Wer oder was kann diese Hysterie gesteuerte Politik aufhalten? Sachlich fundierte Diskussionsbeiträge, wie der von Herrn Vahrenholt, und Leserkommentare dazu sind sicherlich wichtig. Aber sie allein werden den “Zug” nicht aufhalten. Was wir in dieser Situation bräuchten, ist eine der FFF- Bewegung vergleichbare Massenbewegung, die die Regierenden das Fürchten lehrt. “Mondays against panic” wäre m.E. ein passender Titel.
22.7.2019, G.SCH
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Rationale Argumente helfen nur begrenzt in Glaubensfragen.
Die Furcht vor der der Apokalypse kann vielerlei Gestalt annehmen. Vertreibt man sie von einem Platz, so sitzt sie schon auf dem nächsten. Deswegen ist die Frage, ob Klimamodelle ein Drittel zu sensitiv sind zwar hinsichtlich der Beweisführung, dass es sich um Nonsens und Aberglauben handelt, nicht unwichtig, muss man sich letztlich aber im Klaren sein, dass selbst die komplette Widerlegung des Klimawahnsinns (was grundsätzlich schon gar nicht möglich ist, denn Wahn ist nicht zu widerlegen) nicht das Bedürfnis nach der Gewissheit über den kommenden Untergang beseitigen würde. Hier im Forum heißt es bereits, die Korallen stürben dahin (durch die Ozeanerwärmung). Wie war das noch mit den Eisbären? Und den Bienen? Und den Amseln? Überall sind Zeichen, zucken Blitze, rollt der Donner! Schon jeder heiße Tag, der vor fünf Jahren noch als Geschenk gefeiert worden wäre, ist Wasser auf die Mühlen der Apocalyptiker, um sich das nächste Verbot für die gemeine nichtsnützige und ungebildete Bevölkerung auszudenken. Ich würde persönlich keine noch so idiotische abartige Maßnahme und Entwicklung mehr ausschließen. Wenn es morgen hieße, wir sollten uns alle eine Plastik(!)tüte über den Kopf stülpen, um das Klima zu retten, wäre ich keineswegs wirklich überrascht.
22.7.2019, S.S.

Klimamodelle sind also “Verschwörungstheorien”.
Immer wieder versuche ich das zu erklären:
Die Klimamodelle sind MODELLE.
Computersimulationen, die auf THEORIEN zurückgehen.
Klimamodelle sind also “Verschwörungstheorien”. Und zwar höchstens.
Wir haben nicht die Kontrolle über das Klima, sondern die Kontrolle über den Verstand verloren. Hier hat nur einer “Fieber”. Die Erde ist es nicht. Nicht vermittelbar. Denn: Der letzte Sommer war ja so heiß.
22.4.2019, V.K.

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