Migranten Paten Hilfe – So what

33 junge Menschen mit Fluchtschicksal und 15 ehrenamtlich Engagierte aus dem Landkreis BH fanden sich jetzt zu einem Fest im Weihbischof-Gnädinger-Haus des Diözesan-Caritasverbands Freiburg zusammen. Zu dem Fest eingeladen hatte “So what”, ein von der Aktion Mensch gefördertes Patenschaftsprojekt des Caritasverbandes für den Landkreis.

Diesen repräsentierten die aus dem Hochschwarzwald, dem Breisgau, dem Markgräflerland und dem Kaiserstuhl angereisten Patinnen und Paten. Vielfältig sind auch die Herkunftsländer der von ihnen begleiteten Flüchtlinge: Gambia, Nigeria, Ghana, Eritrea, Pakistan, Syrien und Irak. Ebenso unterschiedlich sind die individuellen Schicksale und die dank der Unterstützung der Paten erreichten Ziele der Zuflucht suchenden Menschen, wie jener syrische Rechtsanwalt, der schnell und stetig sein Deutsch verbessert und durch tatkräftige Hilfe seines Paten ab 2016 einen Masterstudiengang aufnehmen wird. Wie der gambische Flüchtling, der vor Jahren als unbegleiteter Minderjähriger nach Deutschland kam und dank eines tatkräftigen Helferkreises hervorragend Deutsch spricht, sozial sehr gut integriert ist, ein Lehrstellenangebot vorliegen hat und sich ab September auf seinen Hauptschulabschluss vorbereitet.
Oder wie die zwei jungen gambischen Flüchtlinge, die im September eine Ausbildung beginnen: als Stuckateur bei einem Betrieb in Heitersheim und mit Hilfe der Agentur für Arbeit eine Einstiegsqualifizierung als IT-Systemadministrator.
Für ein solidarisches Miteinander und eine Willkommenskultur vermittelt “So what” Flüchtlinge im Alter von 16 bis 27 Jahren an ehrenamtliche Flüchtlingshelfer vor Ort oder unterstützt bestehende Tandems. Paten bringen sich besonders bei der beruflichen Orientierung ein und sind gerade im ländlichen Raum durch ihre Vernetzung in lokale Strukturen eine wertvolle Hilfe bei der Begleitung in Ausbildung und Arbeit.
Ehrenamtlicher Deutschunterricht, Wohnungssuche und die soziale Integration ins Vereins- und Gemeinwesen der Kommunen sind weitere Aufgaben, die die Paten mit beherztem Engagement und zum Teil sehr großen Zeitaufwand für ihr “Patenkind” erledigen.
Die “So What”-Mitarbeiter Marion Marzel und Robert Klebes begleiten und beraten Tandems und Patenschaften seit 1. April 2014. Das Patenschaftsprojekt läuft bis 31. März 2017. I
4.8.2015, http://www.caritas-breisgau-hochschwarzwald.de

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Nimmt Herr Kretschmann und der Erzbischof auch jemanden auf?
Nehmt Flüchtlinge zu Hause auf, fordert Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Das Gleiche forderte vor einigen Jahren auch Erzbischof Zollitsch in einer Predigt. Er sagte darin ausdrücklich, dass er das Problem sehr ernst nehme und dass nicht nur die Anderen, nicht nur die Politik, sondern gerade auch die Kirche und jeder Einzelne aufgefordert sind, in den Fremden und Hilfesuchenden den Nächsten und Jesus Christus zu sehen. Haben diese zwei Asylanten aufgenommen? Weder in der Presse noch auf Anfrage war zu erfahren, ob sie sich auch an einer Aufnahme beteiligen. Wohnen sie tatsächlich so beengt, dass eine weitere Person nicht zumutbar ist? Riskieren die beiden Herren mit dieser Inkonsequenz nicht ihre Glaubwürdigkeit? Wenn mich jemand zu einer tugendhaften Tat auffordert und sich persönlich dabei ausnimmt, dann habe ich ein Problem mit seiner Glaubwürdigkeit.
7.8.2015, Gisbert Bastek, Weil am Rhein

Jeder nimmt einen Flüchtling bei sich auf – Problem gelöst?
“Wir haben doch so viele Gutmenschen, Rot, Grüne, Menschenkettenteilnehmer, Mahnwachenhalter, Abschiebeblockierer usw hier. Wenn jeder von denen nur einen einzigen Flüchtling bei sich aufnimmt, ist das Problem gelöst. Hans-Otto Glaser” –
Da kann ich mit Herrn Glaser nicht übereinstimmen. Da stehen in Afrika noch so viele Menschen in der Warteschlange die den Kontinent aus wirtschaftlicher Not verlassen möchten, so viele Gutmenschen ect. gibt es gar nicht in der BRD. Während bei Kriegsflüchtlingen der zeitliche Aufenthalt begrenzt sein sollte, so wird er dies bei den Wirtschaftsflüchtlingen unter Garantie nicht sein. Diese Massen die nun aus wirtschaftlicher Not zu uns strömen, müssen ja auch versorgt werden, was sie in den allermeisten Fällen niemals selbst bewerkstelligen können, von staatlicher Seite ist die Unterbringung schon eine Bankrotterklärung. Wenn die Politik ehrlich wäre würde sie dies auch thematisieren, in der Regel werden diese Leute nicht über eine geringe bis mittlere Qualifizierung herauskommen, in diesem Bereich werden aber auch nur wenige Stellen angeboten.  Diese Leute müssen auch versorgt werden wenn sie älter werden, die Rentenkassen werden dies aber niemals leisten können, dies wird dann wieder den klammen Kommunen überlassen, es sei den jeder Rentner wird mit 20% seines letzten Netto zufrieden sein. ! Nein, die Stimmung wird nicht kippen, Sie ist schon am kippen !
7.8.2015, Bernhard Brüggen

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