Lohnstueckkosten in der EU

Im ersten Euro-Jahrzehnt hat sich die EU hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit deutlich geteilt. Im Club Nord blieben die Lohnstückkosten fast gleich, auch dank Gerhard Schröder’s Agenda und Hartz IV. Im Club Med dagegen stíegen die Löhne weitaus schneller als die Produktivität, wodurch die Exportchancen der eigenen Produkte rasant abnahmen. Neben Schuldendienst und Haushaltsdefiziten die häßlichste Folge: Spanien, Italien und Frankreich melden eine hohe Jugendarbeitslosigkeit von bis zum 40%. In Frankreich und Italien hat das Wahlvolk gegen Arbeitsmarktreformen votiert, d.h. die Lohnstückkosten werden weiter zunehmen. Und da an Bildung und Forschung gespart wird, nicht aber an übergroßer Staatsquote und aufgeblähtem öffentlichen Dienst, werden Club Nord und Club Med eher noch weiter auseinander driften. Die EU-Rettungsschirme können Staaten wie Irland, Griechenland und Zypern helfen, Giganten wie Italien und Frankreich dagegen müssen sich selbst retten – oder der Euro zerbricht.

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