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Blick von Lindenberg nach Süden ins Ibental und Dreisamtal (rechts) am 6.1.2008 um 12.05 Uhr

 

 

Echo-Auszeichnung für Farid Bang und Kollegah
Die Zeit einer künstlerischen Avantgarde, die Kritik an den herrschenden Verhältnissen, ungeachtet von politisch korrekten Erwägungen, übt, scheint zumindest in der jungen, „hippen“ Generation ein für alle Mal vorbei. Mit Campino, Peter Maffay, Klaus Voormann und Marius Müller-Westernhagen zeigt ausschließlich die alte Riege im Musikgeschäft Flagge gegen den unsäglichen Opportunismus der Veranstalter, denen es wohl vorrangig darum ging, von diesem Skandal zu profitieren und die sich insofern nicht von jenen gewissenlosen Menschen unterscheiden, die mit der Vermarktung von „Künstlern“ wie Farid Bang und Kollegah ihr Geld verdienen.
Und dennoch: Schlimm sind nicht in erster Linie die Reaktionen auf das Ergebnis, auf die Nominierung, den Auftritt. Schlimm ist, welchen Erfolg Rapper wie diese vor allem bei der jungen Generation haben, die sie mittlerweile zu großen Teilen prägen und dass die Diskussion ausgerechnet an dieser Generation vollkommen vorbeigeht. Es sind vornehmlich jene jungen Muslime, deren rassistische und antisemitische Ausbrüche wir mittlerweile auf den Schulhöfen und auf den Straßen dieses Landes erleben dürfen.
Junge Männer, die von Gleichaltrigen umgeben sind, die entweder ihre Ansichten teilen oder denen schlicht das Bewusstsein dafür fehlt, um sich an ihrem Verhalten zu stören. Jahrzehnte des Ignorierens und Leugnens des muslimischen Antisemitismus haben Spuren hinterlassen, deren Früchte wir jetzt ernten. In diesem gesellschaftlichen Klima ist und bleibt „Kolle“, wie ihn seine Fans nennen, der „Boss“ – daran ändern auch zurückgegebene Echos, eine empörte Presse und schockierte Politiker nichts.
Es ist dies letztlich das Ergebnis einer Erinnerungs- und Geschichtskultur, einer gesellschaftlichen Debatte, in der es schon lange nicht mehr um Bewusstsein, um Strukturen von Rassismus, Antisemitismus, Frauenfeindlichkeit und Co. geht, sondern um einstudierte Empörungswellen, die sich nach nichts anderem als den Regeln einer dem Zeitgeist unterliegenden political correctness richten. Und Antisemitismus aus dem islamischen Kulturkreis gehörte bis jetzt eben nicht zu den politisch korrekten Kategorien, für die es Applaus gab, weshalb es all die Jahre vorher niemanden interessierte, was Farid Bang und Co. da fabrizierten.
Nein, ein Problem, das schon in den Familien, in den Moscheegemeinden, in den Schulen und im heimischen Kinderzimmer beim Hören der preisgekrönten Musik beginnt, endet nicht mit zurückgegebenen Preisen und zurückgetretenen Verantwortlichen. Genau genommen ist das, was gerade an blankem Hass in die Öffentlichkeit dringt, nicht zuletzt auch aufgrund der aktuellen Zuwanderungspolitik, die von nicht wenigen, die sich jetzt empören, ausdrücklich unterstützt wird, erst der Anfang. Deutschland wird vielfältiger und Kollegah und Farid Bang sind lediglich Ausdruck dieser Vielfalt.
…Alles vom 20.4.2018 von Anabel Schunke bitte lesen auf
http://www.achgut.com/artikel/kollegah_kommt_gleich
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Liebe Frau Schunke, auf diese Vielfalt und Bereicherung kann ich verzichten. Das sind ja alles Auswüchse der aktuellen Entwicklung, die an Tempo und Radikalität nach meiner Wahrnehmung zunehmen wird. Angriffe auf jüdische Mitbürger, Mobbing von deutschen Kindern in der Schule, Überfälle auf Frauen und Attentate werden möglicherweise zur Normalität. Oder, wie Frau Özoguz so treffend prognostizierte: Das Zusammenleben muss jetzt täglich neu ausgehandelt werden. Ich bin wirklich gespannt, ob es noch ein konservatives Aufbäumen im Land geben wird. Vermutlich aber ist die ahnungslose und selbstgefällige Mehrheit der Bevölkerung hierzu bereits zu schlapp, zu satt und zu degeneriert.
20.4.2018, Fritz Tannenberg, AO
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Der Echo ist eine Preisverleihung (zusätzlicher Kaufanreiz) der deutschen Musikindustrie für Verkaufszahlen (Charts) in einzelnen Musiksparten. Eigentlich kommt als Kriterium auch “für hervorragende Leistungen” vor. Aber das kann man nicht wortwörtlich nehmen, da die Verkaufszahlen durch die Käufer (Fans) verursacht werden. ….
Viele der uns inzwischen täglich begegnenden Probleme haben ihren Ursprung im Islam. Dieser begründet sich auf ein archaisches, im humanistischen Sinne Pamphlet: genannt Koran; und der ist nach Tageslaune interpretierbar. Da kann Mayzek noch so süß-gesalbt daherreden und den Islam als „Weltreligion“ ins Gerede bringen. Es ist in Wahrheit eine „Weltideologie“ mit diktatorischem Unterwerfungsanspruch. Wenn dieses Szenario bereits in den Grundschulen zu beobachten ist, dann „gute Nacht“ Deutschland. Und die Verantwortlichen dösen weiter vor sich hin.
20.4.2018, Karsten Dörre, AO
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Die Mehrzahl der jungen Leute heutzutage ist wohl eher unpolitisch. Sie bekommen Dinge am Rande mit, aber es interessiert sie nicht wirklich. Sicher, AfD finden viele total uncool, Trump auch. Aber ansonsten wissen sie nicht viel. Politisches berührt ihre Lebensrealität nicht. In der Presse oder im Fernsehen werden natürlich immer wieder Ausnahmen präsentiert, aber, soweit ich das mitbekomme, interessiert sich der junge Mensch heute nicht für Politik. Neulich war ich in einschlägigen linken Vierteln in Hamburg. Man gewinnt dort den Eindruck „links sein“ ist eine Mode, kaum mit Inhalt, höchstens mit Schlagworten gefüllt. Mit Zeichen und Symbolen. Ab und zu wird der Streit mit Polizisten gesucht und ein paar Autos werden in Brand gesetzt, ohne genau zu wissen warum. Von den Altlinken wird das Theater dann hochgespielt und sogar gepuscht und für eigene Zwecke verwendet. Und dann gibt es natürlich ein paar Jugendliche, die ihren Hippie-Eltern nacheifern wollen, um ihnen zu beweisen, dass ihre Kids es auch drauf haben. Dann sind Mami und Papi stolz. Aber lebhafte Diskussionen unter jungen Leuten mit unterschiedlichen Meinungen zu politischen Themen scheint es mangels Interesse an Politik nicht zu geben. Und dann werden Dinge wie die Preisverleihung nicht beurteilt oder bewertet, weil schlicht die Hintergrundinformationen fehlt. Hauptsache die Musik und die Typen sind cool. Natürlich gibt es Ausnahmen.
20.4.2018, Werner Arning, AO

Genau so ist es: Letztlich ist es gleichgültig, ob durch Rapper-Song-Texte “Gefühle” verletzt werden, der Holocaust “geleugnet”, sich über Frauen verächtlich gemacht oder die deutsche Opfer-Kartoffel verspottet wird. Da folgen irgendwelche Reflexe der Empörung, die auch irrelevant sind. Relevant wäre allein die Frage, ob Menschen wie diese beiden Rapper und ihr Publikum nicht etwas repräsentieren, das so verachtenswert ist, dass wir es nicht länger um uns herum ertragen wollen. Da ohne jeden Zweifel diese Widerwärtigkeiten zur neuen “Vielfalt” gehören, müssen wir uns einfach nur fragen, ob wir diese neue “Vielfalt” wirklich wollen und immer noch mehr davon und noch “vielfältiger”. Das eine ohne das andere scheint es nicht zu geben. Somit muss die Gretchenfrage immer lauter und immer entschiedener gestellt werden. Der Islam, der Urgrund dieses Übels, gehört nicht nur nicht zu Deutschland, er gehört überhaupt nirgendwo hin, wo Menschen gleich welcher Herkunft oder Religion oder Überzeugung friedlich miteinander leben wollen. Wir müssen uns von der Vorstellung eines “gemäßigten” nur “religiösen” Islam verabschieden, den gibt es nicht, nicht einmal auf der untersten Ebene. Wenn schon “wehret den Anfängen”, dann doch bitte gegenüber denen, die unsere universalen Werte angreifen, verspotten und verhöhnen und nicht gegen die, die sie verteidigen wollen, weil sie ihnen “etwas wert” sind. In Wahrheit betreiben /diese “Künstler” Volksverhetzung – und dies nicht aus eigenem Antrieb, sondern weil sie in einem “geistigen Klima” aufgewachsen sind, in dem diese Art der Volksverhetzung “Brauchtum” ist, nicht nur geduldet, sondern gefordert und belohnt wird.
20.4.2018, Andreas Rühl. AO
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Ein interessanter Text. Ich muss zugeben, liebe Frau Schunke, ich kannte die “Herren” nicht und fragte mich: Wieviel verkaufen die denn? Da war ich überrascht. Auch die begeisterten Kritiken der Käufer. Und nicht unbedingt in Migranten-Pidgin. Ist sicher nicht nur bei Migru-Hintergründlern angesagt. Nun muss man das aber auch nicht überbewerten. Ich habe als junger Mensch (JG. 1957) auch ein Che Guevara Poster an der Wand und habe noch lange Che T Shirts cool gefunden. Dass Guevara eben auch ein grausamer Mörder war und wahrlich nicht das Zeug zum Idol hatte, habe ich auch erst später begriffen und (leider) noch viel später akzeptiert. Der ist für mich wahrlich mal nicht mehr “politisch korrekt”. Aka Mao, Onkel HO… Jugend liegt eben gerne falsch. Natürlich aus den besten Motiven. :) Im Grunde mehr Banane als “Kolle” und seine Texte, der sicher nicht der BOSS ist. Denn das ist Bruce Springsteen.
18.4.2018, Volker Kleioporst, AO
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Ich kannte diese beiden begnadeten “Künstler” gar nicht, bevor ich die Empörungsarien aus den Federn und Kehlen linker Socken wie Campino und Niedecken las. Daraufhin habe ich mir einige sogenannte “lyrics” der mit dem Echopreis Ausgezeichneten “reingezogen.” So leicht macht mich heutzutage nichts mehr sprachlos angesichts des immer primitiver werdenden Publikumsgeschmacks . Aber diese Texte zeugen von einer derart abgrundtiefen Brutalität und Geschmacklosigkeit, dass es mir nicht einleuchten will, wie jemand sich so einen Schrott anhören kann, während Musik”experten” dieses Gestammel aus den Mündern von halben Analphabeten auch noch mit Preisen belohnen. Die Rückgabe der Echopreise durch die oben Genannten und Müller-Westernhagen halte ich – mit Verlaub – für verlogenen Theaterdonner. Warum haben diese “Anständigen” nicht schon vorher gegen das Duo protestiert? Deren vorangehenden Ergüsse sind doch aussagekräftig genug. Wie tief will unsere sogenannte Zivilgesellschaft eigentlich noch sinken. Viel Luft nach unten gibt es nicht mehr.
18.4.2018, Uta Buhr, AO

Rapp ist nichts anderes als das Kennzeichnen eigener Reviere von Gangs, so ist er entstanden, in New York. Lautmalereien der Abgehängten oder gesungene Graffiti Tags also. Kein Wunder, dass er besonderen Nährboden bei Moslems findet, die so ihren Hass auf das eigene Unvermögen umpolend nach außen drücken und mit Hatespeech Erfolg haben können. Fragt man Kinder, dann ist es besonders dieses kompromisslose Aggressionspotential, das an dieser Musik faszinierend sei. Bande, Fights, Krieger, gewinnen, zermöbeln, Freund und Feind, wir sind größer.
18.4.2018, Frank Holdergrün, AO

 

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Musik im Linksextremismus: Was hört der Schwarze Block?
Seit den Ausschreitungen am Rande des G20-Gipfels in Hamburg hat unübersehbar ein kritischer Diskurs zum linken Radikalismus eingesetzt. Zum Verständnis dieser durch Fundamentalopposition zum demokratischen Verfassungsstaat und in ihrer extremistischen Ausprägung durch Bereitschaft zur Gewalt gekennzeichneten Strömungen können auch Untersuchungen zu ihrem Umgang mit Musik beitragen. Gleichwohl liegen bislang weit weniger Studien vor als zur rechtsextremistischen Musik. Dies ist erstaunlich angesichts der ungefähr gleichen Gewaltintensität in beiden Lagern.
… Alles von Ulrich Morgenstern vom 29.11.2017 bitte lesen auf
http://www.achgut.com/artikel/welche_musik_der_schwarze_block_und_warum

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Deutschland, warum bist du so unmusikalisch geworden?

Deutschland, die Quelle er klassischen Musik, warum bist du so unmusikalisch geworden? Musik gibt einem Halt. Mit Musik geht man mit Zuversicht durchs Leben. Für und Japaner war die überwiegend deutsche klassische Musik Kulturimport, aber mir scheint es mittlerweile so, dass die Zahl der Japaner, die diese Musik im Alltag lieben und praktizieren, vielleicht sogar höher sein könnte als die Zahl der hiesigen Musikliebhaber. Wie merkwürdig. Es wäre zu schade, in diesem Land geboren zu sein und im Grab zu landen, ohne jemals die h-Moll-Messe von Bach gehört zu haben. Das muss geändert werden.
10.1.2013, Ai Kretschmer-Nakashima, Berlin-Wilmersdorf, www.zeit.de

 

 

 

Techno

Beim Musikstil Techno ist Deutschland weltweit führend. Techno bezeichnet mit dem PC synthetisch produzierte, rhythmusorientierte Tanzmusk im 4/4-Takt, wobei jedes Viertel durch eine elektronische Bass Drum betont wird. Bässe sind wesentlicher Bestandteil von Techno. Techno ohne Bässe ist vergleichbar mit Rock ohne Gitarre – geht also nicht. Bei Techno findet häufig der Subwoofer Verwendung. Ein Subwoofer ist eine spezielle Lautsprecherbox, die von ihrer Konstruktion her für die alleinige Wiedergabe tieffrequenter Schallwellen, dem so genannten Bass oder sogar nur Tiefbass, konzipiert ist.

Gitarre, Schlagzeug oder gar Keyboard/Klavier spielen ist mühsam, da man lange üben muß. Techno spielen ist einfach: Auf einer Wiese Laptop, Mischpult und Lautsprecherboxen aufstellen, Software starten und dann Knöpfe und Schieber betätigen.

Eine Techno-Party ist mit Lärm-Zwangsbeschallung verbunden und mag als singuläre Großveranstaltung geduldet werden (Beispiel: Alljährliches Pfingstsportfest in Stegen). Solange das KuCa der PH in Freiburg-Littenweiler jedes Zusammensein als Techno-Party definiert und bei Demos mit dem Subwoofer-Karren durch die Straßen zieht, solange ist die Littenweilermer Bevölkerung gegen das KuCa eingestellt.

Musik-Berieselung ist passe: Eines der größten Einkaufszentren weltweit, das “Saw Grass Mills” bei Ft. Lauderdale/Florida, hat die einst hochmoderne Musikberieselungsanlage (Dosierung dezentral in Abhängigkeit von Uhrzeit, Branche, Besucheranzahl, Wetter, Saison, …) abgestellt.In Freiburg drosseln sogar Ikea und Galerie Kaufhof die Hintergrundmusik. Gasthaus Lindenmatte wie Szenelokal Casa Espanol verzeichnen nach Musikverzicht außen wie innen deutliches Umsatzplus. Junge Leute wollen kommunizieren und diskutieren – wenn Musik, dann nicht aus der Konserve, sondern live und unplugged.

In der „technischen Anweisung zum Schutz gegen Lärm“ (TA Lärm) hat der Gesetzgeber definiert, ab welchen Dezibel-Werten die Grenze zu einer wesentlichen Beeinträchtigung überschritten wird. So dürfen Geräusche in Wohngebieten tagsüber maximal 50 dB(A) und nachts 35 dB(A) erreichen. Gesetzlich geregelt ist die Nachtruhe von 22 bis 6 Uhr. Gleichwohl hilft dies den Betroffenen aber auch nur bedingt. Denn erstens kann der Normalbürger in der Regel nicht beurteilen, welche Dezibelwerte ein Geräusch verursacht, und zweitens ist im nachhinein schwer nachweisbar, dass der Lärm der vergangenen Nacht wirklich über den Grenze lag.

Beispiel: Den Nachbarn eines Dorfgemeinschaftshauses ging die Musik gehörig auf die Nerven. In einem größeren Saal des Gemeindehauses fanden an Wochenenden private Feiern, Vereinsfeste, Disko-Abende und Techno-Partys statt. Anwohner zogen vor Gericht und verlangten, Veranstaltungen mit einem Geräuschpegel von mehr als 35 dB müssten verboten werden. Zwei Sachverständige maßen im Auftrag der Justiz den Geräuschpegel im Haus der Nachbarn: während einer Hochzeitsfeier und beim Abspielen von Techno-Musik. Beide Male lag der Wert annähernd bei 50 dB. Das überschreite den vorgeschriebenen Grenzwert der TA Lärm, stellte das Oberlandesgericht Koblenz fest (5 U 279/01 vom 4.9.2003, Nr. 46569). Nachts zwischen 22 und 6 Uhr liege die kritische Grenze in einem Wohngebiet bei 35 dB (A). Also hätten die Anwohner Anspruch darauf, dass die Gemeinde künftig für Abhilfe sorge. Auch mit dem Einwand, die klagenden Nachbarn hätten ihr Einfamilienhaus “in den Lärm hineingebaut” und vorher gewusst, was sie erwartete, kam die Gemeinde nicht durch: Die Maßstäbe der TA Lärm beträfen bebaute und unbebaute Grundstücke gleichermaßen, so die Richter.
4.8.2013

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