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Kinder am Mittelmeerstrand bei Punta Sabbioni/Venedig am 5.5.2016

Kinder am Mittelmeerstrand bei Punta Sabbioni/Venedig am 5.5.2016

 

 

 

Tagesschau verschweigt den Bürgern Infos aus medienethischen Gründen
Unter dem Titel “Betreutes Fernsehen: Was die Tagesschau warum verschweigt” veröffentlichte ich auf der Achse des Guten über den Schriftwechsel zwischen einem Bremer-Bürger und der Tagesschau. Er hatte bei der Tagesschau angefragt, warum sie die Evakuierung eines Bremer Einkaufszentrum aufgrund einer terroristischen Gefährdungslage verschwiegen habe. In der Antwort des Publikumsservice der Tagesschau hieß es unter anderem:
„Uns ist bewusst, dass nun der Vorwurf erhoben wird, wir verschwiegen mutwillig Tatsachen. Es sei Ihnen jedoch versichert, dass wir dies wenn, dann ausschließlich aus medienethischen Gründen und aus einem Verantwortungsgefühl der Gesellschaft gegenüber tun“ .
Gestern erreichte mich ein Schreiben des Intendanten des Norddeutschen Rundfunks, Lutz Marmor. Darin schreibt dieser:
„Ich habe mir die Antwort des Publikumsservice, die ich bis dahin nicht kannte, daraufhin angesehen. Sie ist missverständlich und entspricht weder meiner Auffassung noch der journalistischen Praxis im NDR. ….” ….
Alles vom 2.9.2016 von Vera Lengsfeld bitte lesen auf
http://www.achgut.com/artikel/dicke_luft_bei_der_tagesschau
http://www.achgut.com/artikel/was_die_tagesschau_warum_verschweigt

Verpixelung – Täterschutz vor Opferschutz?
„Die Redaktion ARD-aktuell wird auch künftig bei Amokläufen grundsätzlich die Gesichter der Täter unkenntlich machen und die Berichterstattung so gestalten, dass es nicht zu einer Heldeninszenierung und Ikonisierung der Täter kommt.“ – Das halte ich für skandalös.
Auch Bildinformationen sind Informationen, die es der Öffentlichkeit ermöglichen könnten, schnell an der Aufklärung mitzuwirken und genauere Angaben zu möglichen Mittätern und dem ganzen Täterumfeld zu machen. Dies kann sogar lebensrettend sein, wenn sich eine ganze Terrorbande auf den Weg gemacht hat. Es steht dem ÖR nicht zu, seine (Bild-) Informationsunterschlagung mit irgendwelchen ‚hehren‘ Zwecken zu rechtfertigen. Ebenfalls kann es nicht dem ÖR obliegen, festzustellen, ob eine Massentötung ein Amoklauf war oder nicht. Das wird sich erst mit der Aufklärung des Verbrechens ergeben, zu der der ÖR mit seinen Zuschauern alle menschenmöglichen Informationen, und dies möglichst schnell und umfassend, beizutragen hat. – Gutes Beispiel, verehrte Frau Lengsfeld, wie der ÖR immer noch seinen Informationsauftrag mit einem (ihm nicht erteilten) Erziehungsauftrag nun sogar schon von Terroristen in eins setzt, denen man durch Verpixelung die Ikonisierung ihrer ‚Helden‘/Vorbilder‘ vermasseln müsse. Täterschutz vor Opferschutz? Alles wie links gehabt?
Gerot Radtke, 2.9.2016, AO

 

Fotoausstellung in Berlin entfernt Bilder, um “keine Gefühle zu verletzen”
Das Rathaus von Berlin-Köpenick hat Nacktfotos aus einer Ausstellung entfernt. Religiöse Gefühle von Menschen mit Migrationshintergrund(Muslime) könnten verletzt werden. Künstler und Bürger wittern Zensur. ….
Alles vom 22.4.2016 bitte lesen auf
http://www.welt.de/politik/deutschland/article154664819/Rathaus-entfernt-Bilder-um-keine-Gefuehle-zu-verletzen.html
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Wir opfern also unsere Kunst-, Meinungs-, und Pressefreiheit zugunsten der Religionsfreiheit unserer “neuen Mitbürger”? Da scheinen bei einigen Verantwortlichen die Relationen in Sachen Verhältnismäßigkeit deutlich defizitär zu sein.
Dieses Zurückweichen, diese Selbstzensur, diese von Niemandem verlangten Unterwerfungsgesten, beschneiden unsere Freiheit. Man lese Michel Houellebecqs Buch “Unterwerfung” – sein Roman wird inzwischen von der Wirklichkeit eingeholt. Das hätte ich nie gedacht. Statt die Freiheit der Meinung, der Kunst, der Rede vehement zu verteidigen, machen wir uns klein und verraten unterwürfigst unsere Werte.
D.Law, WO
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Jahrhunderte haben die Europäer für Freiheit in der Religion, Mitbestimmung in der Politik, Frauenrechte und gegen die Zensur gekämpft. Das soll jetzt für Menschen mit intolerantem Sendungsbewusstsein geopfert werden?
Ein fatale Fehlentscheidung und der erste Schritt in die schöne neue Welt.
Erschreckend ist nicht das Abhängen der Bilder. Erschreckend ist der vorauseilende Gehorsam unserer Politiker und Verwalter. Errungene und ertrotze Freiheiten werden einfach über Bord geworfen. Maas läßt schon Gesetze vorbereiten, in denen Frauen in der Werbung nur verhüllt gezeigt werden dürfen. Italien läßt nackte Statuen verhüllen beim Iranischen Staatsbesuch.
Lorenzo
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Christen wurden als verklemmt abgetan, verklemmte Muslime werden hofiert
Wir haben uns in unserem Land nicht an ungefragt Eingewanderte anzupassen, die wir versorgen. Wir sind ein westliches Land mit einer bestimmten Kultur, in das sie strömen. Sie wussten das und haben uns zu akzeptieren. Auf religiöse Gefühle, die plötzlich modern und in bald aller Munde sind, ständig überall und zu allen Alltagsgelegenheiten vorgebracht werden, selbstverleugnend Rücksicht zu nehmen, bedeutet einen Rückschritt in der Entwicklung der Kultur, die die Säkularisation hervorgebracht hat und somit auch die Religionsfreiheit. Dies ist Gefühlsduselei und zerstört letztlich die Freiheit und die Demokratie.
Merkwürdig nur, dass man über Christen, deren religiöse Gefühle durch die öffentliche Zurschaustellung erotischer Bilder mindestens genauso verletzt wurden, wie die von den “Menschen mit Migrationshintergrund”; hämisch und ausdauernd abgelästert hat, wobei die harmloseste Vokabel noch “verklemmt” war. Generationen von Psychologen, Journalisten Jugend- und Sozialarbeitern, sowie Lehrern sahen es als ihre wichtigste Aufgabe an, die Christen von ihrer Verklemmung und der zugrundeliegenden Unterdrückung der Libido zu heilen.
14.4.2016, B. Wied
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Statt Zensur: Muslime nicht von der deutschen Kultur ausschließen
Um die Augen von Migranten (gemeint sind sicher welche islamischen Glaubens) vor einem Frauenaktfoto zu schützen, wird Kunst entfernt. Wann sind die Museen dran? Offiziell heißt es , daß der Islam zu Deutschland gehört.,
Wenn das so ist, dann sollten Islamanhänger sich auch Aktfotos anschauen dürfen, die dies auch Teil von Deutschland ist. Man sollte Menschen islamischen Glaubens nicht von unserer deutschen Kultur ausschließen.
Klaus Hermann
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Gefühle von Muslimen werden respektiert, Gefühle unserer Frauen nicht
Interessant – die vermeintlichen Gefühle derer, die sich hier integrieren sollen, wenn sie hier bleiben möchten und dürfen, werden an unserer Gesellschaft vorbei zur Maßgabe deklariert. Frauen in Deutschland, die seit gefühlt ewigen Zeiten sexualisiert und somit diskriminiert werden, und deren Gefühle haben bislang keinerlei Rolle gespielt. Wenn jemand uns zu nahe kommt, sei es über die mediale Darstellung (und ich halte nebenbei nichts von Maas Vorstoß vor dem Flüchtlingshintergrund) oder tätlich wie in Köln, dann dürfen wir eine Armlänge Abstand halten. Wie wäre es mit räumlichem Abstand für alle, die sich in unserer Gesellschaft nicht einfinden können und wollen? Sind gesunder Menschenverstand, Anstand und Gerechtigkeitssinn in Urlaub?
Karin
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Kam die Islamisierungswelle der deutschen Prüderie gerade recht?
Schon etwas ungewöhnlich für ein Rathaus, aber warum nicht? Das Problem bei diesen Bildern wie eben auch bei den “Nacktheiten” bestimmter Werbeplakate ist wohl, dass sie tatsächlich relativ sexy ausfallen. Böse gesagt haben damit üblicherweise besonders Frauen ein Problem, auf die dieses Attribut eher eingeschränkt zutrifft. Für diese Art Unbehagen aus Eifersucht werden dann gerne mal feministisch angehauchte Phrasen gegen die “Objektivierung” der Frau in Stellung gebracht, natürlich nur als Vorwand (“Pinkstinks” lässt grüßen). Das Problem ist ja nicht die finster-niederträchtige Ausbeutung der Modelle (glaube kaum, dass die sich ausgebeutet fühlen), sondern im Gegenteil eher ihre ästhetische Überlegenheit.
Da pseudo-feministische Sexfeindlichkeit aber als Grund für Zensur ein bisschen angestaubt ausfällt, kam die neue “Islamisierungswelle” bestimmten Entscheidern wohl gerade recht, um Argumente für das Durchsetzen der eigenen Prüderie zu gewinnen. Erst durch diese Scheinbegründung wurde die Geschichte zum Politikum. Die bekloppte Aktion ist jetzt natürlich zum Bumerang geworden, etwas Schadenfreude ist durchaus angebracht.
K. Gest, WO

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