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Blick von der Immi nach Norden über Dreisamtal und Kirchzarten zum Kandel am 16.11.2012

 

Zeitungslektüre im Garten nach dem Schwimmen am 3.9.2015

Zeitungslektüre im Garten nach dem Schwimmen am 3.9.2015

„Die Öffentlichkeit erfährt nur einen Bruchteil, weil die Behörden die Bürger nicht unnötig in Schrecken versetzen wollen.“
Rainer Wendt, Chef der Deutschen Polizei-Gewerkschaft DPolG, am 2.10.2015

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Print-Medien: Links, leserbrief-einseitig, urban
Es stellt sich die Frage, welche Rolle die Medien bei all dem spielen und wo ganz allgemein die Gründe für die ungleichen Gewichtungen politischer Vorgänge zu suchen sind. Ein wesentlicher Teil der Erklärung liegt in der politischen Asymmetrie der Medienlandschaft, die Andreas Unterberger kürzlich in einem scharfsinnigen Essay (“Wieso sind die Medien so links?”) am Beispiel Österreich dargestellt hat. Was der erdrückenden Links/Grün-Lastigkeit der Informationsvermittler ihre besondere Brisanz verleiht, ist die lebensnotwendige Bedeutung von Disharmonien zur Sicherung der journalistischen Existenz.
Medien benötigen nun einmal Gegensätze, Kontroversen und Ängste, um sich dem Publikum als interessant und verlockend zu präsentieren. Nichts wäre für ihre Auflagen und Reichweiten tödlicher als eine harmonische, konsonante, in sich konsistente, konfliktfreie und ereignislose Gesellschaft. Demgemäß werden viele Kriegsschauplätze herbeigeredet oder herbeigeschrieben, auch solche, die fernab der echten Schmerzen der Bürger liegen. So manch konstruierter Konflikt entspricht nicht dem wahren Schmerzempfinden der Bevölkerung, sondern der politischen Erwartung der Autoren. Medien sind letztendlich weit eher Brandbeschleuniger als Brandbekämpfer.
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Verfehltes Funktionsverständnis, verfehlte Strategien
Der wirtschaftliche Wettbewerb hat freilich noch eine andere Komponente, die vor allem die Printmedien betrifft. Was den quasi bürgerlichen Blättern vorgehalten werden muss, ist, dass sie ihrer Aufgabe als Advokaten des bürgerlich-konservativen Wertekatalogs nicht mehr in befriedigender Weise nachkommen. Das liegt hauptsächlich an einem verqueren Funktionsverständnis, nämlich der Idee, sich als möglichst neutral und überparteilich zu stilisieren, um dadurch für eine größere Zahl von potenziellen Lesern attraktiv zu werden. Man versteckt folglich die eigene Überzeugung und inszeniert sich als Mäzen linksliberaler Zielsetzungen. Daraus entsteht unwillkürlich der Eindruck einer Wippe, bei der einmal diese und dann wieder jene Meinung nach oben schwebt. Dieses Schaukelkonzept ist weder ein demokratisches Muss noch ist es gewinnbringend für die Reichweite. Es ist kontraproduktiv. Und das hat seinen Grund.
Der Pferdefuß der Strategie steckt in der simplen Tatsache, dass sich die allermeisten Menschen gern einem bestimmten Lager, einem Verein, einer Partei, einer beruflichen Interessenvertretung u.ä. zugehörig fühlen, um daraus Sicherheit zu schöpfen. Wenn man sich irgendwo zu Hause fühlen kann, lassen sich Sorgen und Hader mit dem Gegenwartsgeschehen leichter verkraften. Dieses empirisch belegte Verhalten bot den Medien seit eh und je die Chance, sich als das Sprachrohr einer Bewusstseinsfamilie zu präsentieren und das Prädikat “meine Zeitung” zu erwerben.
Der beschriebene Mechanismus funktioniert indes nicht mehr wie früher. Das bürgerliche Lager ist in puncto medialer Betreuung heimatlos geworden. Die Kluft zwischen der Erwartungshaltung der Leser und der Orientierungsleistung des einstmals deutlich erkennbaren Stamm-Mediums ist zunehmend breiter geworden.
Zum Auseinanderdriften trägt maßgeblich auch die selektive Auswahl von Leserbriefen bei. Die zur Veröffentlichung durchgewunkenen Zuschriften geben nämlich sehr wenig Aufschluss über die im Publikum vorherrschenden Meinungen, hingegen besagen sie viel über die Überzeugungen des zuständigen Sachbearbeiters bzw. der verordneten Blattlinie. Die zur Veröffentlichung freigegebene Leserpost verformt die wahren Proportionen der Lesermeinungen bisweilen so sehr, dass ein geradezu gegenteiliges Bild vom faktischen Stimmungsklima entsteht.
Was besonders ins Gewicht fällt, ist, dass durch die Umgewichtung der Leserpost der bürgerlich gesinnten Mehrheit das Wissen um ihre zahlenmäßige Überlegenheit vorenthalten wird. Bürgerlich-konservative Leser erhalten manchmal sogar den Eindruck, eine Minderheitsmeinung zu vertreten. Dies ist von weitestreichender Bedeutung, denn wer sich unterlegen fühlt, glaubt sich isoliert und tendiert, wie Elisabeth Noelle-Neumann nachgewiesen hat, zum Verstecken des eigenen Standpunkts (Schweigespirale)..
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Kuscheln statt kritischem Diskurs
Eine folgenschwere Attitüde des Gegenwartsjournalismus ist der Verzicht der Journalisten auf Meinungsindividualität sowie ihre hohe Bereitschaft, in den Branchenkanon einzustimmen. Anstelle einer lebendigen Auseinandersetzung untereinander über Gegenwartsfragen besteht in der Medienwelt eine Tendenz zum Kuscheln und zu Konformismus. Charakteristisch dafür war die Gemeinschaftsaktion “AUFBRUCH”, bei der sieben Bundesländerzeitungen plus Die Presse eine uniforme politische Beilage gestalteten und darin die Ansichten eines standardisierten Kreises von 66 Prominenten mit dem Multiplikator acht vervielfachten. Zusätzlich dazu durften einige der zu Opinion-Leadern hochstilisierten Personen wie Robert Menasse ihre Weltsicht in Einzelbeiträgen ausbreiten. Wo bleibt da die für eine funktionierende Demokratie so wichtige Meinungsvielfalt? Es scheint im heutigen Medienwesen ein Akt politischer Tollkühnheit zu sein, sich dem Denkschema der Branche zu widersetzen.
Vieles, was der bürgerlich-liberalen Leserschaft die Laune verdirbt, ist durch die Wienlastigkeit der Medienszene zu erklären. Alle überregionalen Zeitungen samt ORF-Hauptquartier haben schließlich ihren Sitz in Wien. Die Redakteure leben im urbanen Hauptstadtmilieu, haben ständig Tuchfühlung mit der linksgrünen Boheme und kommunizieren generell mit anderen Gesprächspartnern als ihre Kollegen in der Provinz. Hoch zu veranschlagen für die politischen Sichtweisen ist das in Wien präsente Gemisch aus internationalen Ethnien. Die Hauptstadtjournalisten haben im Schmelztigel der Kulturen demgemäß auch eine andere, nämlich geringere Heimatbezogenheit. Sie ticken in vielen Dingen grundsätzlich anders als ihre Kollegen fernab der Metropole.
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Wo immer auch die Gründe für das Unbehagen zu suchen sein mögen: Es steht fest, dass die Medien ihren demokratiepolitischen Aufgaben in mehrfacher Hinsicht nicht gerecht werden:
- nicht als glaubwürdige Informationsquellen,
- nicht als kompetente Interpreten des politischen Geschehens,
- nicht als Ideenbringer oder Eintreiber politischer Konzepte,
- nicht als Unterstützer der nationalen Sicherheit
- und schon gar nicht als Korrektive der politischen Moral.
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Der Tübinger Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen erklärte unlängst, die Bürger seien (noch) nicht medienmündig. Wie wäre es, Herr Professor, wenn man Ihren Satz umdrehen würde: “Die Medien sind nicht (mehr) bürgertauglich”. Ich meine, das käme der Wirklichkeit erheblich näher.
…. Alles vom 21.1.2019 bitte lesen auf
https://www.andreas-unterberger.at/2019/01/medien-und-gesellschaft-ij-eine-zerrttete-ehe/
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Andreas Kirschhofer-Bozenhardt war langjähriger Leiter des renommierten Meinungsforschungsinstituts Imas in Österreich.

 

 

BdZV-Präsident Döpfner: Tiefe Entfremdung zwischen Lesern und Journalisten
Die Krise der Zeitungen und Zeitschriften und die Krise des Journalismus (nach Relotius) ist im Wesentlichen eine intellektuelle, eine inhaltliche Krise.
Journalismus war nach dem Zweiten Weltkrieg mit einer ganz anderen Relevanz und Brisanz – im Sinne der Wiederherstellung von Demokratie und dem wehrhaften „Nie Wieder“-Impuls – mit einer ganz anderen Ernsthaftigkeit grundiert.
Die Hoch- und Zeitgeistphase von den 70er bis in die 90er Jahre hat dann zur Selbstzufriedenheit und Überheblichkeit geführt. Ich will nicht verallgemeinern, das gilt niemals für alle. Aber leider haben sich entsprechende Geisteshaltungen in ganz verschiedenen Verlagen und Redaktionen eingenistet und dazu geführt, dass es zu einer tiefen Entfremdung zwischen Leserinnen und Lesern und den journalistischen Angeboten gekommen ist.
… Komplettes Interview mit BDZV-Chef Mathias Döpfner vom 14.1.2019 bitte lesen auf
https://www.welt.de/kultur/medien/article187009630/Mathias-Doepfner-Luftgewehr-der-Fantasie.html
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Mathias Döpfner (DIE WELT) ist Präsident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV)

 

Journalisten, habt Mut – gegen die Lügenpresse
Sonntag abend (27.5.2018) sah ich etwas, das mich positiv überrascht hatte! Und dann verschwand es wieder. Das ist, worum es jetzt und hier geht. Herr B. schrieb auf seinem privaten Blog einen Text zu den 27.-Mai-2018-Demos in Berlin. Er schrieb es noch am selben Tag. Er war irritiert, dass auf einer Demo unter dem Schlachtruf „Stoppt den Hass“ im Kollektiv gegrölt wurde „Ganz Berlin hasst die AfD“. Ich habe den Text gelesen. Er sagte, erinnere ich mich, dass jene, die zu Hass gegen Hass aufrufen, nicht besser sind als jene, die zuerst hassen. Sehen wir einmal davon ab, dass er wie selbstverständlich davon ausging, dass die erste Zuschreibung des Hasses, wie sein Sender, die Regierungsparteien und die tanzenden „Gegendemonstranten“ es tun, stimmig ist. Ich fand interessant, dass er die übliche Propaganda-Technik, nach „gutem“ und „bösem“ Hass zu unterscheiden, hinterfragte. Ja, nennen Sie mich leichtgläubig und nach Utopien greifend, aber es gab mir Hoffnung! Es kann doch nicht alles schlecht sein in der Berliner Medienwelt, wenn ein ZDF-Mann sieht, dass die Unterscheidung in „guten Hass“ (Kampf gegen Opposition) und „bösen Hass“ (Kritik an Regierung) unlogisch, undemokratisch und jenseits von allem ist, was einst als „journalistisch“ galt. (Ich weiß nicht, ob er diese meine Aufteilung so übernehmen würde – und heute sowieso nicht mehr!)
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Einen Tag später dann hatte sich meine Freude über die Vernunft und das journalistische Gewissen bei diesem ZDF-Mann jäh erledigt. Herr B. hatte seinen Vernunft-Text offline genommen. Er hat die Tweets dazu gelöscht. Er tweetete später: „… Ich hab einiges gelöscht und damit zurück genommen und möchte bei allen um Entschuldigung bitten, die ich damit verletzt habe. Bin jetzt erstmal raus. Danke.“ Ich hatte lange Zeit gedacht, B. sei wirklich so. Ich dachte, er würde all diese politisch korrekten Sachen wirklich so meinen. Wir fragen uns ja immer, ob diese Leute wirklich so sind, ob sie das alles wirklich glauben, oder ob sie nur so tun. Der Text zur Sinnlosigkeit von „Hass gegen Hass“ zeigte, dass B. zumindest zu Vernunft und Selbstbefreiung von linker Propaganda-Denke in der Lage ist. Das Zurückziehen zeigte weitere Seiten. Ich weiß nicht, was in ihm vorging (und ich halte wenig von Spekulationen), doch das Verhalten, von außen betrachtet, lässt mich an Worte wie „moralische Korruption“ denken. Wenn Ihnen das zu hart vorkommt: Wie sonst sollen wir es nennen, wenn ein Mensch zeigt, dass er zu Vernunft und Logik durchaus in der Lage ist – und dieses Verhalten dann wieder zurückzieht? ….
Alles von Dushan Wegner vom 31.5.2018 bitte lesen auf
http://www.achgut.com/artikel/journalisten_habt_mut

Journalisten als Influencer
So manche Journalisten der Leitmedien, allen voran die aus den halbstaatlichen Anstalten, sehen sich als Influencer, auf deutsch: Gehirnwäscher. Und so handeln sie tagtäglich. fühlen sich sehr wohl dabei. Trennung von Nachricht und Kommentar? Zum Selbstdenken anregen? Sowas von gestern! Heute muss man die Menschen auf den “richtigen” Weg bringen und Sie begleiten, die Abweichler am besten beaufsichtigen. Um die Welt zu retten. Heute in Hamburg: Ein paar Straßenmeter werden für Dieselfahrzeuge gesperrt. Der Bürgermeister lässt die Grünen laufen oder degradiert sich zur Marionette. Und der NDR ist begeistert, trichtert den Leuten ein, wie wichtig und richtig das ist. Ein Anfang ist gemacht. GF Resch von der unsäglichen “Deutschen Umwelthilfe” bekommt Sonderminuten für seine Lobbyarbeit. Wir werden von Schildbürgern regiert, und der NDR ist dabei. Toll!
31.5.2018, H.Otten, AO
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… wortreich umbaute Agenturmeldungen
Herr Wegner, man merkt in jedem Ihrer Texte, dass Sie noch Ihre Gedanken und Empfindungen mit recherchierten Tatsachen niederschreiben. Es sind die überraschenden gedanklichen Wendungen, die Sie stilistisch erkennbar machen. Bei Texten Ihrer Kollegen aus ÖR und MSM hört sich mittlerweile jeder Text verräterisch nach Propaganda an, da im wesentlichen auf Textbausteine und Lieblingsworte zurückgegriffen werden muss, Man sieht es auf den ersten Blick, dass die meisten Berichte über wortreich umbaute Agenturmeldungen nicht hinauskommen (Mindestens die Angaben zu den Fotos zeigen es). Habe dies in jungen Jahren mal als Praktikant einer Lokalzeitung gelernt, wie auch das ab- und umschreiben von Berichten anderer Zeitungen. Es wird in allen Zeitungen praktiziert, und als Krönung “eig. Bericht” vorangestellt, Fotos zum Geschehen gab es nie, man hatte ja keine und kaufen war zu teuer. Heute erscheint mir “eig. Bericht” eher wie ein Codewort, mit dem man journalistisches Gemeingut kennzeichnet, mindestens den Urheber als Praktikanten outet. Genauso zeigen mir die jeweils politisch korrekten Begriffe an, dass jede Menge Inhalt übersprungen wird. Bei mir zieht diese Überrumpelungsstrategie nicht, im Gegenteil werde ich dann hellhörig.
31.5.2018, U.Unger, AO
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Konformistische Einheitsmeinung
Ein sehr schöner Text, Herr Wegner. Tatsächlich werden wohl nicht wenige Journalisten angesichts der offensichtlichen Missstände in ihrem Berufsstand sich in einem Gewissenskonflikt befinden. Jene zu ermutigen ihrem Gewissen zu folgen, anstatt willig die konformistische Einheitsmeinung widerzugeben, ist zweifellos richtig. Trotzdem sollte man sich keinerlei Illusionen hingeben. Nur wenige werden Ihrem Aufruf, werter Herr Wegner, folgen und den schweren Weg des Dissidenten gehen; die meisten werden den leichteren Weg des Konformismus beschreiten. Aber der Preis für den Konformismus ist hoch – vielleicht letztendlich zu hoch, wenn die betroffenen Journalisten dereinst im Alter daran zurückdenken, ob es das wirklich wert gewesen ist.
Jedoch die derzeit vorherrschende Propaganda verliert langsam an Wirkung. Immer mehr Menschen durchschauen die medial kolportierten Unwahrheiten und ziehen die Konsequenzen. Die Auflagen der Mainstreammedien brechen ein, selbst das (Staats-)Fernsehen verliert langsam seine Zuschauer. Neue Medien etablieren sich, die politisch nicht so leicht zu kontrollieren sind. Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz beispielsweise ist zwar autoritär und schränkt die Freiheit der Meinungsäusserung ein; es ist aber gleichzeitig eine Bankrotterklärung einer Regierung, die sich immer diktatorischer aufführt, um wenigstens noch den Anschein der eigenen ideologischen Autorität aufrecht erhalten zu können. Irgendwann kippt die Stimmung, und all die journalistischen Konformisten werden zu Wendehälsen, die selbstverständlich den neuen Konformismus schon immer (heimlich) unterstützt haben. Opportunisten halt…
31.5.2018, Marcel Elsener, AO
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Junge Journalisten müssen sich verraten
Ein sehr interessantes Thema! In der letzten Zeit habe ich so oft über Journalisten nachgedacht und wie sie zu den gleichschreitenden Fähnchen im angesagten Wind werden, die wir derzeit oft genug bedauern müssen. Waren das nicht alle einmal junge idealistische Menschen, die ihre Arbeit als Beitrag zu einer offenen (!), echt demokratischen und friedlich debattierenden Gesellschaft planten?
Haben sie nicht meist einmal mit dem festen Vorsatz begonnen, den freien Geist nie abzugeben, sich selbst treu zu bleiben und sich nicht korrumpieren zu lassen? Und wie fühlt sich ein ehemals so gerader Rücken nur, wenn ihn der Mob der Meinungskontrolleure wegen Abweichung von der reinen Lehre mit einem Sturm ihrer Sch… überzieht und er sich fürs Krümmen bis zum Boden entscheidet, weil er Kinder hat und sein Häuschen nicht abgezahlt ist? Ob mal jemand berichtet, vielleicht anonym, ich wüsste das wirklich gern?
31.5.2018, M.Hauman, AO
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So sehr ich Ihren inneren Kampf zwischen Hoffnung und Enttäuschung und die gepflegte Spur Optimismus nachempfinden kann, verehrter Herr Wegner, so sehr fehlt mir die Hoffnung darauf, dass Ihr freundlicher Aufruf die Zielgruppe erreicht. Die Kollegen, die mit Zwangsgebühren ihre widerwärtige Desinformations- und Propagandaarbeit leisten, wissen genau was sie tun! Sie sind Multiplikatoren, ja Aktivisten, die wissen, was ihre Vorgesetzten von ihnen erwarten. Selbstredend müssen sie die ö.-r. Blase, in und von der sie leben, intensiv und konzertiert gegen Kritiker und Medien kämpfen, die sie noch nicht kontrollieren. Das erklärt, dass zwangsgebührenfinanzierte Staatsmedien objektive und ausgewogene Nachrichten geradezu unmöglich machen!
31.5.2018, Andreas Rochow, AO
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Ein toller Ruf, lieber Herr Wegner, alles völlig richtig, nachvollziehbar. Ich gehe völlig einig mit Ihnen. Dass das gehört wird hoffe ich natürlich, aber meine Hoffnung in dieser Richtung ist eigentlich praktisch tot. Vielleicht schreien Sie das in der Bergwelt hinaus und bekommen bestenfalls ein Echo. Dann aber war’s das.
Die heutige Situation ist derart verfilzt und für jemanden, der noch einigermassen mit der realen Welt verbunden ist, kaum nachvollziehbar. Mut würde es brauchen, in der Tat, aber Egoisten haben dieses Gen wohl nicht in sich. Im weiteren geht es den 85% “Restdeutschen ” immer noch zu gut. Wir haben doch auch eben die katastrophalen Informationen des BAMF bekommen und haben auf der Achse einen Sturm erlebt. Aber sonst????? Wenn solches nicht in ein Journalistenhirn passt, was dann? Es wird eine sehr gefährliche Zeit kommen, da bin ich mir sicher. Auch die wird interessant sein, und auch in der wird es Mut brauchen. Danke für Ihren weiteren excellenten Bericht. b.schaller
31.5.2018, beat Schaller, AO
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Auch ich bin überzeugt, dass es eine viel größere gedankliche Vielfalt unter den Medienschaffenden gibt, als es die monolithisch wirkende Eintönigkeit in den sich selbst als Qualitätsmedien wähnenden Organisationen gibt. Und sie wird sich sicher irgendwann Bahn brechen. Spätestens dann, wenn die heutigen Meinungsgranden, die dadurch ihre jüngeren Kollegen und Kolleginnen auf Kurs bringen, dass sie mit der Vernichtung aller Karrierechancen drohen, abgetreten sind. Ja, lieber Claus Kleber, auch ihre Zeit im Fernsehen wird mal zu Ende gehen. Und viele dieser heute jungen Journalisten werden angesichts der am eigenen Leib erfahrenen Unterdrückung wieder zu einer pluralistischeren und freieren Medienpraxis zurückkehren.
31.5.2018, Rudolf George, AO

 

Journalisten verorten sich eher links
Ende 2017 veröffentlichten die Forscher Vizenz Wyss und Filip Dingerkus von der Züricher Hochschule für angewandte Wissenschaften die Auswertung einer Befragung von Journalisten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks der Schweiz. Die Mitarbeiter der Schweizer Rundfunk- und Fernsehgesellschaft (SRG) sollten dabei ihren eigenen politischen Standort einschätzen. Das Ergebnis laut der Zeitung „20minuten“ : „Fast 70 Prozent aller SRG-Journalisten bezeichnen sich als links. 16 Prozent verorten sich in der politischen Mitte. Und 16 Prozent sehen sich als rechts. Gefragt wurde nach der politischen Einstufung auf einer Skala von 0 bis 10. Dabei steht 0 für links, 5 für Mitte und 10 für rechts. Kein Journalist der SRG verortete sich rechts aussen bei den Werten 9 und 10; 7,4 Prozent stehen links aussen bei den Werten 0 und 1.“
Interessant ist das Ergebnis auch deshalb, weil in der Schweiz am 4. März 2018 über die so genannte No-Billag-Initiative abgestimmt werden soll: sie verfolgt das Ziel, gesetzliche Rundfunkgebühren abzuschaffen. In Deutschland gibt es zwar keine Untersuchungen ausschließlich für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, aber für die Medienbranche insgesamt, die zu einem sehr ähnlichen Ergebnis kommen.
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Nach einer Untersuchung der Freien Universität Berlin von 2010 neigen 36,1 laut eigenen Angaben keiner Partei zu; von den restlichen tendieren 26,9 Prozent zu den Grünen, 15,5 Prozent zur SPD, 9 Prozent zur Union, 7,4 Prozent zur FDP und 4,2 Prozent zur Linkspartei. In einer Politikjournalistenrepublik hätte also Grün-Rot-Rot eine Mehrheit der Sitze, wenn man die nicht Festgelegten als Nichtwähler sehen würde. Aber in jedem Fall hieße die Kanzlerin Katrin Göring-Eckardt…..
Alles vom 11.1.2018 auf
https://www.publicomag.com/2018/01/wie-es-in-journalisten-aussieht/

 

 

Medien verschweigen Asylantengewalt gegen Frauen
Nach dem Mord an der Studentin Maria Ladenburg in Freiburg durch einen kriminellen Einwanderer aus dem Iran entschied die Redaktion von Tagesschau und Tagesthemen zunächst, nicht darüber zu berichten. Begründung: der Fall habe nur regionale Bedeutung. Den Mord an dem Mädchen in Kandel durch einen Afghanen handelte stern.de mit einer Neun-Zeilen-Meldung ab, bemerkenswert angesichts der Tatsache, dass das Hamburger Blatt noch kurz vorher der MeeToo-Bewegung eine ganze Titelgeschichte gewidmet hatte. Die Internetseite des ZDF meldete den Mord von Kandel ebenfalls kurz unter der Dachzeile: „Streit unter Jugendlichen“.
Fast allen medialen Behandlungen – eine rühmliche Ausnahme bildet Alice Schwarzers „Emma“ – ist der kurze, anekdotische Stil des Polizeiberichts gemein. Praktisch niemand stellt einen Zusammenhang zwischen den vielen Fällen her und fragt nach den Ursachen. Dieses weitgehende Schweigen über eine Gewaltepidemie, die sich potentiell gegen die Hälfte der Bevölkerung richtet, hat etwas Gespenstisches. Wenn überhaupt über kulturelle Gründe gesprochen wird, dann gelegentlich von Anwälten der Täter vor Gericht, die sich davon einen Strafrabatt erhoffen. ….
… Alles von Alexander Wendt vom 28.12.2017 bitte lesen auf
https://www.publicomag.com/2017/12/krieg-gegen-frauen/
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Kommentare mit Islambezug werden gesperrt
Leider alles wahr. Leserkommentare auf ZEIT online oder auch der WELT, die auf den kulturellen Zusammenhang und eine gewisse Religionszugehörigkeit der Täter hinweisen, werden tendenziell nicht veröffentlicht, bei der ZEIT führte das sogar zu Sperrung der Kommentarfunktion.
28.12.2017, Munk, PO
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Journalismus der Einstimmigkeit
Ich verspüre auch zunehmend einen verinnerlichten normativen Druck unter Journalisten. Besonders eklatant war dies im Herbst 2015 und 2016 der Fall, in den angespannten Monaten der Flüchtlingskrise. Da haben in Deutschland Regierung und Medien fast einstimmig das schöne Lied der Willkommenskultur angestimmt. Es war kaum auszuhalten . . .
Alles vom 6.5.2017 von Rüdiger Safranski bitte lesen auf
https://www.nzz.ch/feuilleton/boerne-preis-traeger-ruediger-safranski-die-angst-vor-dem-politischen-islam-ist-da-doch-singt-man-laut-im-walde-ld.1290527

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In-Zeitung – eine Zeitung der Kulturen
Die “In-Zeitung” erhält jährlich 20 000 Euro von der Stadt, Redaktion und Autoren arbeiten ehrenamtlich. Sie wird zwei oder drei Mal im Jahr mit dem städtischen “Amtsblatt” an alle Haushalte verteilt. Das wird so bleiben, auch wenn sich die Herausgabe nun vom Migrantinnen- und Migrantenbeirat auf den neuen Verein verlagert hat, unter dessen Gründungsmitgliedern Beiratsmitglieder wie dessen Vorsitzende Meral Gründer waren. …..
Alles vom 26.3.2014 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/freiburg/eine-zeitung-der-kulturen–82337097.html

In-Forum – Herausgeber der In-Zeitung
Gründung 2013 mit 10 Mitgliedern
Redaktionsteam: Viktoria Balon, Alexander Sancho-Rauschel, Svetlana Boltovskaja, Barbara Peron
Mitgliedsbeitrag: 10 Euro/Jahr.
inzeitung@googlemail.com

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Gauck: Die Zeitung hat eine Zukunft

“Die Zeitung hat eine Zukunft”, nämlich dann, wenn ihre Funktion konstant bleibe, sagte Gauck. Qualitätsjournalismus definiere sich nicht über das Papier, sondern sei eine Methode, und die “mit Fotos aufgehübschte Sammlung von PR- und Agenturmeldungen” noch lange keine gute Zeitung…..
Alles zu Rede des Bundespräsidenten Joachim Gauck vom 18.9.2013 beim Kongress des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger BDZV bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/ratgeber/computermedien/gauck-die-zeitung-hat-eine-zukunft–75308008.html

Der Glückliche frühstückt mit seiner Zeitung
Der Einschätzung unseres Bundespräsidenten, die Zeitung habe eine Zukunft, kann man mit Freude zustimmen. Unter den aufgezählten Funktionen der Zeitung fehlt allerdings eine, die konstant und wichtig ist. Sie sei hier genannt:
Der Ledige frühstückt allein,
der Verheiratete frühstückt mit seiner Frau,
der Glückliche frühstückt mit seiner Zeitung.
21.9.2013, Dr. Georg Thamm, Freiburg

 

euroJounal.net – zweisprachige Online-Zeitung CH – D – F

Am 16. September 2009 erschien erstmalig eine tagesaktuelle deutsch-französische Online-Zeitung im Internet. Zielsetzung war es, der Region am Oberrhein ein tägliches, alternierend zweisprachiges Medium zu bieten, das unabhängig und aktuell von den Ufern des Oberrheins berichtet. Das Projekt startete zunächst unter dem Titel 3Ufer/3Rives auf www.3-ufer.com. Warum drei und nicht zwei Ufer? Ganz einfach: Am Oberrhein hat der Rhein drei Ufer – in der Schweiz, im Elsass und in Baden. Kurz nach dem dritten Geburtstag wurde die Seite komplett überarbeitet und unter dem Titel euroJournal in eine neue Zeit geführt.”
www.eurojournal.net

http://www.eurojournal.net/2014/01/29/wird-fessenheim-je-abgeschaltet/  (30.1.2013

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