Verschwoerungstheorien

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Blick vom Feldberg nach Süden über die Schwarzwald-Berge im Januar 2019

Blick vom Feldberg nach Süden über die Schwarzwald-Berge im Januar 2019

 

 

Hat die DDR die BRD übernommen?
Danisch sieht das auch so. Ich komme auf meine alte Frage zurück: Ist es nicht so, dass die DDR die BRD übernommen hat, indem sie den Einsturz nur vortäuschte, statt die Proteste gewaltsam niederzuschlagen und sich damit in Frage zu stellen, auf die Unterwanderung und Übernahme des großen Nachbarn begeben hat? Denn es ist ja schon auffällig, wieviele Ex(?)-Stasi und Ex(?)-SED-Leute hier in Politik und Medien untergekommen sind und hohe Posten bekleiden.
Ich weiß das noch aus meiner Studienzeit vor dem Mauerfall, dass der Verfassungsschutz an den Universitäten hinter den linken Studentenorganisationen her war, weil die damals schon aus der DDR geführt wurden. Schon damals gab es damit direkte Verbindungen zwischen linken Studentengruppen und der RAF, man wusste es halt nur noch nicht. Kam ja dann nach dem Mauerfall raus, dass die RAF in der DDR hockte und damals dort trainiert hatte (wurde?). Und genau da sind wir heute wieder: Linke Studentengruppen, die von Stasi/SED(=Linke) gesteuert werden und die RAF bebrüten.
Mir drängt sich deshalb der Gedanke auf, dass die Stasi mit Höchstdruck und aus allen Rohren schießt, um uns oder die EU in eine DDR 2.0 zu verwandeln. Diesel, Greta, Politisierung von allem und jedem, Einheitslohn, Steuererhöhungen, passt alles. Und es könnte gut sein, dass all diese Stiftungen aus dem SED-Vermögen finanziert werden. Danach wären sie durchaus Governmental Organisations (und nicht Non-), nur dass da eben 30 Jahre dazwischen liegen.
Womöglich war das trojanische Pferd nichts gegen die Wiedervereinigung.
25.6.2019
https://www.danisch.de/blog/2019/03/08/wenn-wieder-zusammenwaechst-was-zusammen-gehoert/

 

 

Ausstellung “Verschwörungstheorien” – Rede von Frank-Walter Steinmeier – OFFENER BRIEF
Ein offener Brief an den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier zur Diskussionskultur und freien Forschung in der Bundesrepublik Deutschland von dem Gymnasiallehrer Ulrich Wortberg aus Sachsen-Anhalt
Zu Ihrer Rede im westfälischen Kloster Dalheim vorgestern 17.5.2019
http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Frank-Walter-Steinmeier/Reden/2019/05/190517-Ausstellung-Verschwoerungstheorien.html
Eröffnung der Ausstellung “Verschwörungstheorien” in Dalheim

Sehr geehrter Herr Dr. Steinmeier,
mit den folgenden Zeilen möchte ich als Lehrer in einem öffentlichen Rahmen an Sie herantreten und meine Gedanken bezüglich folgender Äußerungen Ihrerseits formulieren:
1. „Der Kampf gegen Desinformation und Verschwörungstheorien ist einer der großen Herausforderungen für die liberalen Demokratien.“
2. „Der Kampf“ gegen sogenannte Verschwörungstheorien müsse „in Familien, Schulen, Büros und Betrieben ebenso ausgetragen werden wie in Zeitungsredaktionen, sozialen Netzwerken und Parlamenten“.
3. „Wer ernsthaft glaubt, dass dunkle Mächte hinter politischen Entscheidungen stehen, der kann nicht daran glauben, dass er Einfluss auf die demokratische Willensbildung nehmen kann, der kann kein Vertrauen in die Demokratie und ihre Institutionen haben.“
4. „Populisten in vielen Ländern verbreiten nicht nur sogenannte alternative Wahrheiten, sondern offensichtliche Lügen und Verschwörungstheorien.“
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Sie schlussfolgern, dass diese Einstellung das Prinzip der Demokratie untergrabe. Diese Äußerungen sind dem Redetext Ihrer Rede im westfälischen Kloster Dalheim entnommen. Ich möchte nun auf diese Zeilen eingehen, da ich das politische Klima in unserem Land mittlerweile nicht nur unerträglich, sondern äußerst bedenklich und grenzwertig empfinde. Sie können sich vorstellen, dass ich Ihrer Darstellung leider in keiner Zeile auch nur ansatzweise folgen kann. Vermutlich reicht das schon, dass Sie meinen offenen Brief zur Seite legen, aber zum Glück ist dieser ja offen, dann können sich vielleicht andere daran erfreuen. Nun konkret zu Ihren oben zitierten Äußerungen.

Was soll das Gerede von „Kampf“ und „Verschwörungstheorien“?
Ad 1: Ich erlebe die Situation genau umgekehrt: Als Bundespräsident, der eigentlich für Ausgleich in unserem Land sorgen sollte, heizen Sie das politische und soziale Spannungsbarometer mit Ihren Äußerungen an. Sie sprechen von „Kampf“. Dass Demokratie immer auch mit Streit verbunden sein mag, ist normal, im Idealfall kommt man zu einer einvernehmlichen Einigung. Dass hier aber von „Kampf“ gesprochen wird, stimmt mich sehr nachdenklich.
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Ad 2: Mich erstaunt es, dass Sie mit dem Begriff „Verschwörungstheorie“ operieren, wo dieser doch bekannter- und erklärtermaßen ein Begriff der Geheimdienste ist. Letztgenannte erfanden den Begriff, um kritische Stimmen in Misskredit zu bringen oder missliebige Erkenntnisse vor der Öffentlichkeit mit einem Tabu zu belegen. Sie können jetzt natürlich behaupten, Geheimdienste seien eine Verschwörungstheorie, Ausspähung von Menschen auch, aber dann kann ich Ihnen mit Verlaub auch nicht mehr helfen. Genau diese kritikfeindliche Geisteshaltung untergräbt das Prinzip der Demokratie
Wie meinen Sie das eigentlich genau, wenn Sie sagen, der „Kampf gegen Desinformation und Verschwörungstheorien“ müsse auf dem Arbeitsplatz und in den Familien usw. „ausgetragen“ werden. Bedeutet dies, dass man nicht mehr alles denken und sagen darf? Soll man nicht mehr kritisch sein? Ist Kritik nur noch in vorgegebenem Rahmen erlaubt? Heißen Sie es gut, wenn man zukünftig allen Kritikern z.B. aktueller Regierungskritik den Stempel des Verschwörugnstheoretikers oder Staatsfeindes aufdrückt?
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Also wenn Sie mich fragen: Genau diese Einstellung wirkt alles andere als demokratisch und nach meinem Demokratieverständis untergräbt gerade diese Geisteshaltung das Prinzip der Demokratie. Ich als Lehrer fühle mich dem Beutelsbacher Konsens von 1972 und dem Überwältigungsverbot verpflichtet. Ich kann mich aber heute des Eindrucks nicht erwehren, dass politische und gesellschaftliche Begebenheiten nur so dargestellt werden dürfen, dass sie dem Regierungskonsens entsprechen.
Man wäre früher nie auf die Idee gekommen, Regierungskritiker als Demokratiefeinde abzustempeln. Ich übe mein Amt als Lehrer sehr gerne aus und schätze den Kontakt und die Auseinandersetzung mit meinen Schülern. Ich begrüße es dabei besonders, wenn kontrovers diskutiert und Standpunkte von verschiedenen Seiten her beleuchtet werden. So verstehe ich auch meinen Auftrag als Lehrer. Wenn ich dafür unterschiedliche Sichtweisen zusammensuche, wie es meiner Pflicht als Lehrer entspricht, so habe ich immer wieder das Problem der inneren Zensur, denn: In den sogenannten Qualitätsmedien finde ich immer eher gleiche Standpunkte und welche Medien darf man dann wohl noch verwenden, ohne z.B. gleich als sagen wir einfach mal „Populist“ zu gelten?
Das finde ich nicht nur schade, sondern leider sehr bedenklich. Ich begrüße es dann immer, wenn es vereinzelt Schüler gibt, die von anderen Sichtweisen zu berichten wissen. Das ist doch gelebte Demokratie, oder? Soll ich das etwa unterbinden? Ich fand es zu meinen Schülerzeiten immer einen besonderen Gewinn, dass kontrovers diskutiert wurde, und wenn ich mich so heute daran erinnere (lang ist’s her), so müsste ich doch glatt behaupten: Die Lehrer erzählten uns Verschwörungstheorien, denn sie kritisierten sogar die jeweilige Regierung, zum Teil sogar heftig. Man wäre früher jedoch niemals auf die Idee gekommen, sie deshalb als Demokratiefeinde abzustempeln, im Gegenteil! Ja, und genau das vermisse ich heute sehr und stimmt mich wie gesagt sehr nachdenklich.
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Das Angst-Schüren vor Stigmatisierung mit Begriffen wie „rechtspopulistisch“
Ad 3: Wenn Sie kritisieren, jeder, der hinter politischen Entscheidungen „dunkle Mächte“ vermute, der könne kein Vertrauen in die Demokratie haben, so wird dies nach meinem Dafürhalten etwas ‚verschroben‘ dargestellt. Es geht hier weniger um „dunkle Mächte“ als um die Frage, wer „hinter den Kulissen“ auch noch seine Hand im Spiel hat. Haben Sie eigentlich mal etwas von Lobbyismus gehört? Letztgenannter Aspekt ist natürlich nur die Spitze des Eisberges, vielleicht bin ich ja auch ein „Verschwörungstheoretiker“.

Ad 4: Für mich stellt sich die geistige Lage in unserem Land so dar, dass missliebige Standpunkte lieber mit dem Begriff „rechtspopulistisch“, „nationalistisch“ oder schlimmstenfalls „Nazi“ oder gar „fremdenfeindlich“ belegt wird, um eben die Gedankenkontrolle über den Bürger nicht zu verlieren. Denn: Was ist es letztlich anderes als Angst schüren, wenn gewisse Meinungen gleich mit letztgenannten Stigmata belegt werden?
Es gibt Menschen, die auf Demonstrationen rufen: „Heimatliebe ist kein Verbrechen“ oder „Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen“, dann kann es sogar sein, dass die gleichen Menschen eine Deutschlandflagge hochhalten. Denken Sie mal darüber nach, ob es nicht DAS ist, was so manchen Politikern unserer „modernen“ Welt ein Dorn im Auge ist, da vielleicht – Vorsicht „Verschwörungstheorie“ – damit Regierungskritik laut wird. Übrigens nur am Rande: Heimatverbundenheit sowie Liebe und Sorge für sein Land kann sogar heißen, dass man ein Herz für die dort lebenden Menschen hat.
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Ich halte es für sehr gefährlich, wie Sie mit der freien Rede und der freien Forschung umgehen
Ich möchte zum Schluss kommen. Wenn Sie mich fragen, geht tatsächlich nicht nur die Gefahr von dem bösen an Verschwörungstheorien glaubenden Volk, sondern ein Stück weit auch von Ihnen und anderen Volksvertretern aus, welche vielleicht ein falsches Demokratieverständnis leben, vielleicht gerade weil sie im Tiefsten selber wissen: „Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd“.
Ich halte es für sehr gefährlich, wie Sie als Bundespräsident mit der freien Rede und der freien Forschung umgehen. Menschen, die vielleicht wirklich einmal zu Extremismus neigen – ich gehe übrigens davon aus, dass die allerwenigsten dazu neigen, besonders wenn man sie ernst nimmt – treiben Sie damit noch viel mehr in die Enge, und wer dann am Ende mehr der Demokratie geschadet hat. Diese Frage gälte es lieber im Vorfeld zu erörtern, ehe es zu spät ist.
Mit freundlichen Grüßen
Ulrich Wortberg
19.5.2019 https://juergenfritz.com/2019/05/19/steinmeier-gefaehrlich/
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Zum Schreiber des offenen Briefes:
Ulrich Wortberg ist gebürtiger Kölner, Jahrgang 1966. Er ist Gymnasiallehrer für Italienisch, Deutsch, Geschichte und Psychologie in Sachsen-Anhalt. Das Thema Meinungsfreiheit und Freiheit von totalitären Ideologien sowie die Einhaltung sachlich fundierter gelebter Demokratie sind ihm seit seiner Studienzeit ein großes Anliegen.

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Offener Brief von Georg Schmidt an Steinmeier:
https://juergenfritz.com/2018/01/18/offener-brief-an-steinmeier/
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“Nicht in meinem Namen” – Abdel-Samad an Steinmeier:
https://juergenfritz.com/2019/02/28/nicht-in-meinem-namen/

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