Gesinnungsdiktatur

Home >Kultur >Medien >Gesinnungsdiktatur

Blick auf Yazd von den Tuermen des Schweigens aus am 13.10.2014

Blick auf Yazd/Iran von den Tuermen des Schweigens aus am 13.10.2014

 

 

Ulrich Greiner:
Das Recht auf Meinungsfreiheit schließt  nicht das Recht auf Beifall ein:
Das Recht auf Meinungsfreiheit schließt aber das Recht ein,
als seriöser Gesprächspartner wahrgenommen zu werden.
.

Humanitätsduselei der Deutschen
“Zwischen Weltkrieg Zwei und Drei drängten sich die Deutschen an die Spitze der Humantät und Allgüte. Der Gebrauch des Wortes “Humanitätsduselei” kostete achtundvierzig Stunden Arrest oder eine entsprechend hohe Geldsumme. Die meisten der Deutschen nahmen auch, was sie unter Humanität und Güte verstanden, äußerst ernst. Sie hatten doch seit Jahrhunderten danach gelechzt, beliebt zu sein. Humanität und Güte erschien ihnen jetzt der beste Weg zu diesem Ziel. Sie fanden ihn sogar weit bequemer als Heroismus und Rassenlehre.”
(Franz Werfel 1946 in: “Stern der Ungeborenen”)
—————————————-

 

Gesinnungsterrror: Pfarrer mit Antifa gegen Ordensschwester Dogan
Ein Katholik wollte im Bistum Münster eine Veranstaltung über Christenverfolgung organisieren. Der Pfarrer verleumdete plötzlich die Veranstaltung als AFD-Veranstaltung. Es folgen Angriffe und ein Anschlag auf seine Firma durch die Antifa
Er wollte nur ein Veranstaltung über Christenverfolgung in einer kleine Pfarrei im Bistum Münster organisieren und dazu die aus Presse Rundfunk und Fernsehen bekannten und hoch ausgezeichneten (u.a. Bundesverdienstkreuz 1. Klasse) Ordensschwester Hatune Dogan einladen.
Doch plötzlich sah sich der Coesfelder Unternehmer Günter Geuking einer Verleumdungskampagne ausgesetzt, die wohl einmalig und typisch für einen “deutschen Gesinnungsterror” der letzten Jahre ist, der von Medien, Politikern und auch Teilen der Kirche verursacht wird. Die Veranstaltung war ursprünglich für 22. März 2019 im Saal des Pfarrzentrums Anna Katharina in Coesfeld angesetzt. Doch plötzlich gab es einen Schwenk des Pfarrers. Dieser behauptete auch gegen Medien, dass man die Veranstaltung abgesagt habe, weil man keine Veranstaltung mit der Schwester Dogan und der AFD (!) durchführen werde.
Günter Geuking erklärte dazu über seine Motivation gegenüber kath.net: “Es ist grauenvoll, was heute, nicht etwa im alten Rom, in der Welt und auch hier in Europa, den Christen angetan wird. Als Katholiken haben wir einfach auch die Pflicht, unsere Stimme zu erheben und uns für die Verfolgten einzusetzen. Ich habe mich über den persönlichen Kontakt zu Schwester Hatune Dogan sehr gefreut und war begeistert, dass sie bereit war nach Coesfeld zu kommen, um unter anderem direkt aus ihrer wichtigen Arbeit in den großen Flüchtlingslagern zu berichten. Wunderbar!”
 .
Er erzählte dann, dass dies alles mit Pfarrer Hamanns erörtert wurde, er kam grundlegende, wichtige Informationen über Schwester Hatune Dogan und auch das neueste Buch von Schwester Hatune Dogan. Kurze Zeit darauf teilte der Pfarrer schriftlich mit, dass er und sein Seelsorgeteam besprochen hätten, dass, wie geplant, die Veranstaltung am 22. März im Saal des Pfarrheims Anna Katharina durchgeführt werden könne. Wenige Tage später, nachdem für Geuking schon erhebliche Kosten angefallen waren, kam es plötzlich zu einem Sinneswandel von Pfarrer Hamman. Laut Geuking wollte er dann unter fadenscheinigen Gründen, „er hätte da was in Wikipedia gelesen“ die Veranstaltung wieder absagen. Plötzlich wurde in sozialen Netzwerken Stimmung gegen die Veranstalter gemacht.
Ein Coesfelder Polizeibeamter rief im Büro des Veranstalters an und forderte ihn auf, die Werbung für die Veranstaltung sofort einzustellen, der Pfarrer hätte die Veranstaltung schließlich abgesagt.

Doch der Irrsinn ging weiter. Die „Antifa“ verübte sogar einen Anschlag auf den Firmensitz des Veranstalters in Coesfeld. Der Staatsschutz ermittelt. Es folgte diffamierenden Artikel mit Falschbehauptungen in der Allgemeinen Zeitung Coesfeld, in der Pfarrer behauptet, dass es keine Veranstaltung mit der Schwester und der AFD (!) geben werde. Günter Geuking erklärte dazu gegenüber kath.net: „Sowas nenne ich Gesinnungsterrror. Das gab es in dieser Qualität wohl zuletzt in der Nazizeit.“
Er weist diese Unterstellung zurück. Gegenüber kath.net betonte er, dass er keiner Partei angehöre und er auch keine unterstütze. Dies weiß auch Pfarrer. Auch Schwester Hatune Dogan gehört keiner Partei an. Geuking selbst hat diesen Montag jetzt auch rechtliche Schritte gegen Medien, die diese Verleumdungen verbreitet haben, als auch gegen den Pfarrer eingeleitet. Eine einstweilige Verfügung gegen die Veranstaltungsabsage durch den Pfarrer soll an diesem Montag zugestellt werden. Sogar ein Sprecher der AFD hat inzwischen bestätigt, dass die Veranstaltung nichts mit der AFD zu tun habe. Die Allgemeine Zeitung Coesfeld wurde ebenfalls bereits zur Gegendarstellung aufgefordert.

…. Alles zu “So eine Gesinnungsterrror gab es wohl zuletzt in der Nazizeit” vom 18.3.2019 bitte lesen auf http://www.kath.net/news/67346

PfarrWebsite http://www.anna-katharina.de

Hier mein Statement an den ehrenwerten Pfarrer und sein Gefolge:
Sehr geehrter Herr Hammans,
sehr geehrte Damen und Herren,
soeben lese ich in der freien Presse einen Artikel, in dem es um die Unterdrückung einer Veranstaltung zur Christenverfolgung geht. Demnach sind Sie maßgeblich daran beteiligt, dem Gesinnungsterror des Merkel- Regimes Folge zu leisten und zu unterstützen. Das sich die katholische Kirche weit weg von ihren Wurzeln und christlichen Aufgaben entfernt hat, ist nach dem unsäglichen Islam- Appeasemet und dem Folgen des politischen Zeitgeistes nicht mehr verwunderlich. Ich finde es sehr bedauernswert, dass die Kirche(n) alles dafür machen, ihre Restglaubwürdigkeit zu verspielen. Ich habe Ihnen zur Information meinen Brief an Bischof Heße vom Februar 2018 beigefügt, der den Weg in der freien Presse gefunden hat und auch als Flugblatt verteilt wird.
Ich hoffe, dass irgendwann wieder ein Umdenken in der Kirche stattfinden wird, obwohl ich nicht mehr daran glaube. Die Kirchen werden in der BRD zu “Sekten” verkommen, wenn die restlichen und alten Gläubigen der Baby- Boomer- Jahre weggestorben sein werden. Es ist eine erbärmliche Entwicklung die der christliche Weg in Europa gegangen ist.
Mit freundlichen Grüßen Ein überzeugter aber unendlich enttäuschter Christ und Katholik
19.3.2019, A.F., KO

.
Offener Brief an Antifa und Schwester Hartune
Am 19. März 2019 berichteten wir von dem ärgerlichen Agieren des Pfarrers von Coesfeld (Bistum Münster). Günter Geuking, ein engagierter Katholik der Pfarrei wollte eine Veranstaltung über Christenverfolgung mit der bekannten Ordensfrau Sr. Hatune organisieren. Der Pfarrer verleumdete plötzlich die Veranstaltung als AfD-Event. Es folgten Angriffe und ein Anschlag auf die Firma des engagierten Katholiken durch die Antifa. Nun hat er unter dem Titel „Man muss auch verlieren können!“einen Offenen Brief an Schwester Hatune, Dechant Hammans und die „Antifanten“ gerichtet. Wir dokumentieren hier die Passage, in der es um die sog. Antifa geht.
.
Liebe Antifanten!
Sorry! Der Ausdruck „Antifanten“ stammt nicht von mir. Diese Zeilen können aber vielleicht ein wenig erklären, wie es vielleicht zu diesem Ausdruck kam. Ich habe großen Respekt davor, dass ihr, jung und stark, Euch engagiert, das Ihr Euch zusammenschließt, Euch radikal für Eure Ziele einsetzt und – wie man so schön sagt – Farbe bekennt! Wunderbar! Couch Potatos haben wir nämlich schon genug!
Aber der oben genannte Begriff zeigt eigentlich, dass ihr nicht so wirklich ernst genommen werdet. Ich glaube zu wissen, woran das liegt: ich selber war in Eurem Alter ebenfalls sehr radikal, entschlossen und laut unterwegs. Ich kämpfte und ging hohe Risiken ein, für ein freies und unabhängiges Jugendzentrum in Selbstverwaltung, gegen Atomenergie, gegen den NATO Doppelbeschluss, gegen Rüstungsexporte, gegen Ausländerfeindlichkeit, gegen Umweltzerstörung … immer … und ohne Ausnahme richteten sich unsere Proteste gegen die Mächtigen, gegen die Regierenden, gegen die Machthaber in Stadt, Land und Bund.
Ihr hingegen, geht zur Verteidigung der Politik unserer Bundesregierung auf die Straße. Ihr lasst Euch instrumentalisieren und von irgendwelchen Betonköpfen vorschicken, die derweil zu Hause auf der Couch ihre Taten allenfalls am Laptop begehen, während Ihr den Arsch hinhaltet.
Die Mächtigen klopfen sich auf die Schenkel und lachen über Euch, andere nennen Euch Antifanten …. wollt Ihr wirklich die Stützen, Helfer und Kämpfer der Regierung sein? Dann geht doch lieber zur Polizei oder zur Bundeswehr, da könnt ihr das ganz offiziell und sogar bewaffnet tun. Gutes Personal wird dort, gerade in der heutigen Zeit, dringend gebraucht! Dort werdet ihr auch nicht ausgenutzt, sondern bekommt den gerechten Lohn für Eure dann wichtige Arbeit und für die Risiken die Ihr dabei eingehen müsst- wie auch immer – nehmt aber bitte zur Kenntnis, dass ihr nicht gegen mich demonstrieren müsst!
Ich bin weder rechts noch in der AfD und schon gar nicht bin ich gegen Flüchtlinge oder Menschen die Hilfe brauchen. Ich versuche, in der Nachfolge Jesu Christi, gläubig und zuverlässig, tagtäglich meinen Mann zu stehen. Das ist wirklich schwer genug! Ich gehöre zu Euch! Ich bin Antifaschist! Lasst euch bitte nicht von irgendwelchen Einpeitschern und Manipulatoren irgendetwas anderes einreden! Sie lügen! „Du sollst nicht lügen!“ (10 Gebote/Bibel)
Glaubt ihnen nicht! Wenn Ihr Zweifel haben solltet, dann könnt Ihr Kontakt zu mir aufnehmen, damit wir Eure Zweifel in einem persönlichen Gespräch aus der Welt schaffen können! Das persönliche Gespräch ist überhaupt das allerwichtigste! Sprechen wir miteinander! Ach so, zu guter Letzt, denn so ehrlich will ich schon sein, das es hier auch nicht unerwähnt bleibt:
Der Koran ist antidemokratisch frauenfeindlich und Gewalt verherrlichend. Ich halte den Islam für sehr gefährlich! Das ist nun einmal meine Meinung. Unterschiedliche Meinungen müssen wir doch wohl auch aushalten können und zwar selbst dann, wenn die unbequeme Meinung mal der offiziellen Politik der Bundesregierung widerspricht. Sprechen wir also miteinander! Wir schaffen das!
27.3.2019, Günter Geuking, Coesfeld
https://philosophia-perennis.com/2019/03/28/antifa-verkommmen-zur-systemtreuen-merkeljugend/
.
Günter Geuking scheint ein echter Idealist zu sein
Wenn meine Internetrecherche nicht trügt, war er in den 1980-er Jahren Aktivist und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Kreis Münster. Quelle: “Da hinten liegt ein Giftfaß – Wie aus einem Antrag der Grünen ein Fall für die Polizei wurde”, ZEIT vom 08. November 1985. Dass er sich von den Grünen gelöst hat, Unternehmer wurde, seine christlichen Wurzeln verteidigt und persönliche sowie berufliche Risiken auf sich nimmt, um der Wahrheit seine Stimme zu geben, ehrt ihn. Und es lässt hoffen, dass nicht bei allen Grünen und sonstigen Linken Hopfen und Malz verloren ist.
… Im Prinzip ein ehrenwerter Versuch, mit der Gegenseite ins Gespräch zu kommen. Herr Geuking scheint hier allerdings zu verkennen, dass die selbst ernannten Antifaschisten – anders als er selbst – keine Idealisten sind, sondern feige Freibeuter, die als Günstlinge der Herrschenden sich und ihre Privatkriege inszenieren, nebst Beute machen in Form von Hausbesetzungen und Plünderungen.
27.3.2019, LI

 

 

Politisch korrekte Journalisten – Volkspädagogik Tagesschau
Die Gefälligkeitswissenschaftler unterscheiden nicht zwischen Analyse der Politik und politischer Stellungnahme. Die politisch korrekten Journalisten unterscheiden nicht zwischen Thema und Meinung. Die Gefälligkeitswissenschaftler analysieren nicht, sondern sie warnen und mahnen – besonders gerne in Talkshows und mit „scientific soundbites“ für das Fernsehen. Und die Journalisten des linken Mainstream belehren lieber als zu berichten. Dass sie dabei zum Größenwahn neigen, zeigen täglich Sendungen wie die „Tagesthemen“ und das „heute-Journal“, die eine Art Volkspädagogik höherer Ordnung betreiben, und wöchentlich Blätter wie „Der Spiegel“, der vorgibt, ein Nachrichtenmagazin zu sein, aber zum Beispiel den Wahltriumph Trumps mit einer Titelgeschichte über den Untergang der Welt kommentierte.
Wie konnte es dazu kommen? Intellektuelle und Journalisten nehmen in der modernen Welt eine Sonderstellung ein. Sie befriedigen nämlich ein Bedürfnis nach Orientierung, das weder von der Politik noch von der Wirtschaft und schon lange auch nicht mehr von der Religion bedient werden kann. Und dieses Orientierungsbedürfnis wächst, je komplexer unsere Welt wird. Walter Lippmann hat dieses Problem schon vor fast hundert Jahren gesehen und ein Konzept der öffentlichen Meinung ausgearbeitet, das auch heute noch den Hintergrund des Selbstverständnisses westlicher Intellektueller bildet.
Lippmann ist davon ausgegangen, dass die gesellschaftliche Dynamik so komplex geworden ist, dass sich der Einzelne keine eigene Meinung mehr über politische Sachverhalte bilden kann. Deshalb brauchen wir Experten, die die Verantwortung für die Organisation der öffentlichen Meinung übernehmen. Zu diesen Experten allerdings hat Lippmann die Journalisten ausdrücklich nicht gerechnet. Das sehen diese natürlich schon lange ganz anders. Sie halten sich selbst für die Meinungselite. Und viele verstehen Lippmanns Konzept der öffentlichen Meinung als Lizenz zur Propaganda.
… Alles vom 5.12.2018 von Norbert Bolz zu “Der Journalist als Oberlehrer” bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/der_journalist_als_oberlehrer
.
Norbert W. Bolz, geb. 1953 in Ludwigshafen, ist ein deutscher Medien- und Kommunikationstheoretiker. Er lehrt als Professor für Medienwissenschaften an der TU Berlin.
.
Journalist: Propagandist statt Beobachter
Der Journalist sollte ein Beobachter sein, der die Sachverhalte zusammenträgt, die Argumente der Beteiligten. Er sollte kein Richter sein – es sei denn, er schreibt über den Artikel “Kommentar”. Doch den dürfen nur die abgeben, die vorher die bewiesen haben, dass sie die Grundlagen des Journalismus in Satz 1 mühelos und über Jahre hinweg beherrschen. Doch in Deutschland meint Journalismus Propaganda. Es geht um Meinungsvermittlung. Daher sind die Tatbestände kurz und einseitig; die Argumente auch. Nicht selten gibt es sogar eine Verquickung von politischer Arbeit im Privaten mit dem Beruf. Niemals könnte man sich vorstellen, dass ein Richter einen Prozess über einen Verein führt, dem er selbst angehört. Im Journalismus ist das eher üblich. Die Chefredakteure, die so etwas zulassen, haben weder ihren Laden im Griff noch sind sie ihr Geld wert. Eine einfache Googleanfrage bringt die Interessensvermischung an den Tag. Doch die Redaktionen wissen sicher ohnehin um die privaten Engagements der Kollegen. Die politischen Misstände sind direkte Folge dieser fehlenden Qualität in der Berichterstattung, der mangelnden Kritik, dem Fehlen von Distanz. Und so bewegen wir uns in einer Dauerschleife von Machtmissbrauch, Propaganda, Absturz, Reue und Neuanfang. Sie lernen nicht dazu.
5.12.2018, Karl Schmidt, AO
.
Gesinnungsethik kann jeder
Wir sollten uns nichts vormachen: Ein nicht unbeträchtlicher Teil unserer Landsleute versteht unter “überlegener Kompetenz” vor allem “überlegene moralische Kompetenz” ( Käßmann hui, Merz pfui…) Wird moralische Kompetenz als schlichte Gesinnungsethik verstanden (und ich frage mich, ob ich von den 22-24% potentieller Grünenwähler etwas anderes zu erwarten habe), dann kann ich annehmen, daß bei denen Herr Kleber, der Meister des gesinnungsethisch inspirierten Gesichtsausdruckes, nach wie vor hocherwünscht ist. Es sind eben nicht nur Teile der Eliten als Oberlehrer unterwegs; ein Gutteil des V o l k e s möchte den anderen Teil gerne unter der eigenen moralischen Fuchtel sehen. Dies kennzeichnet m.E. ja gerade den “Spalt” in der Gesellschaft… Gesinnungsethik hat den Vorteil, dass man, um sie zu praktizieren, nichts können muss. Allein die Heiligkeit des Prinzips gilt: Was sind Antisemitismus, Vergewaltigungen und ein paar Messerstechereien für lumpige Bagatellen im Lichte der Großartigkeit m e i n e r Willkommenskultur! Und mit denen, die so drauf sind, werden wir so schnell nicht fertig, selbst wenn wir die Oberleherelite in Patagonien ansiedeln.
5.12.2018,, Andras Beyer, AO

 

Die Medien als Kanzel für Moralpredigten
In einer Zeit, in der Meinung und Nachricht immer weniger getrennt werden, geraten die Medien zu Kanzeln, auf denen moralische Predigten gehalten werden. Wer der Predigt folgt, wird mit einem moralischen Heiligenschein belohnt. Er kann über sich sagen: Ich bin bei den Guten. Und je mehr der Gegner verböst wird, desto höher ist der Kampf der Guten zu würdigen.
Die Aufgabe der Guten ist es, die „Achse des Bösen“ zu vernichten. So sehr die politisch korrekte Ökobourgeoisie diesen Spruch des ehemaligen US-Präsidenten George Bush verlachte, so sehr ist sie heute genau auf dessen Spuren. Es wurden nur die Feindbilder ausgetauscht. Der Islam untrennbar verbunden mit der autoritären arabischen Kultur ist nun wunderbarerweise zum Freundbild geronnen. Ausgerechnet der Islam, der in fast allen seinen Werten der politisch korrekten Bourgeoisie diametral entgegensteht, ist plötzlich zu einer verteidigenswerten Ideologie geworden. Kopftuch und Verschleierung der Frau wird von SüZ bis ZEIT nicht mehr als Unterdrückung, sondern blind-links als emanzipatorische Leistung verteidigt. Man scheut sich also aus ideologischen Gründen nicht, die Realität auf den Kopf zu stellen.
… Alles von Klaus-Jürgen Gadamer vom 24.11.2018 bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/medien/deutschlands-politische-zukunft/

 

Zweierlei Maß – öffentliche Ungleichbehandlung linker und rechter Ansichten
Was Uwe Tellkamp in Dresden gesagt hat, war diskussionswürdig, es gibt keinen Grund, ihn in die rechte Ecke zu stellen. Von Ulrich Greiner
Die schärfste Waffe im Streit der Meinungen ist der Vorwurf, rechts zu sein. Wem es zuerst gelingt, den Gegner in jene Ecke zu schieben, wo nur noch der braune Abgrund droht, der hat gewonnen. Das ist ein sehr deutscher Mechanismus. Er hat – das liegt auf der Hand – mit unserer Vergangenheit zu tun. Das in allen Demokratien übliche politische Spektrum von rechts, konservativ, liberal und links ist bei uns beschädigt.
Konservativ genannt zu werden, mag man sich noch gefallen lassen, während rechts zu sein sich jedem verbietet, der kein politischer Abenteurer ist. Das Rechte ist das ein für alle Mal Böse, während das Linke, ungeachtet aller fürchterlichen historischen Erfahrungen, immer noch als respektabel gilt. Man könnte auch sagen: Rechts ist all das, was diejenigen, die auf der richtigen Seite stehen wollen, nicht sind.
Vor diesem Hintergrund muss man das Dresdner Streitgespräch zwischen den Schriftstellern Uwe Tellkamp und Durs Grünbein sehen. Tellkamp hat nicht behauptet, er herrsche eine “Gesinnungsdiktatur” in diesem Land, wohl aber hat er eine Asymmetrie beklagt: die öffentliche Ungleichbehandlung linker und rechter Ansichten.
Er, Tellkamp, fürchte zum Beispiel die massenhafte Einwanderung junger Muslime, er fürchte, dass sich dieses Land zu seinem Nachteil verändere. Wer das sage, werde dadurch “herabgewürdigt”, dass man ihn in die rechte Ecke stelle. Und wer auf solch leichtfertige, ungerechte Weise zum Nazi erklärt werde, der gerate in Versuchung, wirklich einer zu werden.

Das Recht auf Meinungsfreiheit schließt das Recht auf Beifall nicht ein, wohl wahr. Aber der notorische Hinweis, die konservativen oder rechten Diskussionsteilnehmer hätten doch alle Publikationsmöglichkeiten, führt in die Irre. Ja, Thilo Sarrazin zum Beispiel kann sich über mangelnde Aufmerksamkeit und Auflage nicht beklagen. Doch möchte, wer sich öffentlich äußert, als seriöser Gesprächspartner wahrgenommen werden. Stattdessen wird er verächtlich gemacht, abqualifiziert, absichtsvoll missverstanden. Der Resonanzraum, auf den jeder am Gedankenaustausch Interessierte dringend angewiesen ist, wird stumm.
… alles von Ulrich Greiner vom 21.3.2018 bitte lesen auf
http://www.zeit.de/2018/13/uwe-tellkamp-rechtspopulismus-durs-gruenbein-dresden

 

Hinterlasse eine Antwort