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Zwischen Hinterzarten und St.Maergen: Tele-Blick vom Brosihof nach Südwesten über Schweighöfe, Spirzen und Dreisamtal (links) zum Rheintal im dichten Nebel und den Vogesen am 19.12.2007

 

 

Kunst und Künstler in Freiburg

 

Graffiti: In den USA Sachbeschädigung

Nach fast vier Jahrzehnten Leben in den USA, wo (meist) unpolitisches Graffiti, wie wir es heute kennen, Mitte der 70er Jahre begann, bin ich sprachlos, wie viele deutsche Städte, im Gegensatz zu den Staaten, Graffiti, egal ob Schmier-, Gang- oder ,Gemälde’-Graffiti, absolut gleichgültig entgegenstehen oder, noch schlimmer, es als cool oder normal anbieten, wie in Ihrer Spalte “Leute in der Stadt”.
Wer oder was gibt denn Anna M. das Recht, öffentlichen Raum zu verschmieren? Religiöses Graffiti ist innovativ und cool? Das grenzt an Trump-Realität, wo Normen, mit denen die Mehrheit der Bevölkerung gut gelebt hat, auf den Kopf gestellt werden. Hier wäre es: Verschmieren ist cool und hip, eine gestrichene (Haus)-Wand ist Freiwild. Ich bin Mieter, aber verstehe vollkommen die Frustration vieler Haus- oder Geschäftsbesitzer, deren Wände ruiniert sind, und dann noch von den zuständigen Stellen sich anhören müssen, man könnte nicht von Schaden sprechen, solange die Wand an sich noch intakt ist! Tut mir leid, USA-Fans, aber dort ist es weder cool noch progressiv, alles zu beschmieren. Es wird als Sachbeschädigung betrachtet. So haben selbst progressive Hochburgen wie San Francisco oder Seattle, längst immer größer werdende Handschrift-Dateien angelegt von Sprühern, was vor allem gegen Gang- und Schmier-Graffiti (tagging) erfolgreich ist, da meist die selben paar Wenigen verantwortlich sind. Es ist deprimierend zu sehen, dass meine Geburtsstadt, die sich ja nun als Green City verkauft (früher hieß das grün auf Deutsch und stand für grüne Lunge, Bäume & Schrebergärten), die letzten schutzlosen Bäume und sonstiges im Weg stehendes Grün, zur Ohnmacht der Bürger, abholzt (im Rathaus-Jargon hieß dies ja neulich: Stilllegen) , für noch mehr Luxuswohnungen oder genug Platz für Bagger, die Bankgebäude abreißen, aber Graffiti auf jedem erreichbaren Quadratzentimeter duldet. Was für eine verdrehte Welt, in der wir jetzt leben….
5.3.2018, Wolfgang Troullier, Freiburg

 

 

 

Der Schwarzwälder – von Peter Lenk
Der Bildhauer Peter Lenk ist bekannt für seine provokative und satirische Kunst. Doch während seine Arbeiten schon oft die Gemüter erhitzten, ist es vergleichsweise ruhig um den Nackten von Neustadt…..
Alles vom 5.2.2014 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/provozierende-sandalen–80415138.html 

schwarzwaelder-titisee-neustadt2013

Peter Lenk: Der Schwarzwälder, 1998
Standort: Vor dem Schuhgeschäft Jungkind, Scheuerleinstraße 1, Titisee-Neustadt

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