Kulturrevolution

d

 

Nordsee bei Ebbe am Strand von Büsum in Dithmarschen am 1.8.2010 gegen Abend

Nordsee bei Ebbe am Strand von Büsum in Dithmarschen am 1.8.2010 gegen Abend

 

 

Linksextreme Kulturrevolution unter der Parole des “Antikolonialismus”
Ich muss heute eine dringende Leseempfehlung aussprechen. In der soeben erschienenen Ausgabe von Tichys Einblick
https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/tichys-einblick-09-2020-fuenf-jahre-grenzoeffnung-die-ungeschoente-bilanz/
gibt es ein Interview mit dem Historiker Egon Flaig zum womöglich wichtigsten politischen Thema unserer Zeit, der linksextremen Kulturrevolution unter der Parole des “Antikolonialismus”. (Wenn ich sage, wichtigstes Thema unserer Zeit, gilt das nicht für Russen, Chinesen, Inder, die anderen Ostasiaten und die meisten Südamerikaner.) Der Rostocker Emeritus ruft geschichtliche Tatsachen in Erinnerung, die heute, in Zeiten von antikolonialistischer “Fake History” und eines bestürzenden historischen Unwissens, ja Nichtwissenwollens bei nahezu sämtlichen politischen Akteuren, praktisch auswendig gelernt und der verhetzten Öffentlichkeit als empirisches Mantra bei jeder sich bietenden Gelegenheit vorgetragen werden sollte.
Nämlich dass:
– die Sklaverei seit 5000 oder mehr Jahren existiert und ausnahmslos jede Hochkultur sie praktizierte;
– die Versklavung der Schwarzafrikaner, die oft mit der Auslöschung ganzer Ethnien verbunden war (“Versklavungskriege sind tendenziell Genozide”), an Ort und Stelle zunächst von kriegerischen schwarzen Sklavenjägerethnien betrieben wurde;
– danach vor allem muslimische Sklavenhändler die “lebende Ware” abnahmen und übers Meer verschifften;
– erst dann die weißen Sklavenhalter in Erscheinung traten (und nur die Portugiesen kurzzeitig versuchten, selber Sklaven zu erbeuten);
– folglich eine Entschädigungszahlung an die Nachfahren der Versklavten insbesondere von den Nachkommen der wichtigsten Versklaver erstattet werden müsste (“Demnach müssten vor allem Ethnien in Mali, im Tschad, im Sudan, aber auch in Ghana, Nordnigeria und Benin unvorstellbare Summen an die Nachfahren ihrer Opfer zahlen”);
– zugleich und nochmals folglich undifferenzierte Entschädigungszahlungen zu großen Teilen den Nachkommen von Versklavern zugute kämen;
– solche Forderungen an muslimische Länder merkwürdigerweise nie gestellt werden, obwohl die islamische Welt das größte und langlebigste sklavistische System der Erde war;
– die Emirate von Tripolis, Tunis und Algier bis weit ins 19. Jahrhundert Schiffe ausschickten, um christliche Sklaven zu erbeuten, sowohl zur See wie an den südeuropäischen Küsten;
– die USA bis zu einem Fünftel ihres Bundeshaushaltes als Tribut an die Barbaresken zahlten, um ihre Handelsschiffe zu schützen, bis Thomas Jefferson die Sache zu bunt (sic!) wurde;
– der Kolonialismus der Europäer seinen Anfang mit der Bekämpfung der Versklavungspiraterie nahm;
– der Westen zwar selbstredend seinen Teil der Schuld trage, aber eben auch nur im Westen eine Bewegung zur Abschaffung der Sklaverei entstand;
– der Westen mithin verantwortlich dafür ist, dass die heute noch existierenden Formen von Sklaverei als Verbrechen gelten, obwohl sich die linke Öffentlichkeit herzlich wenig für diese vor allem in Südostasien und im Vorderen Orient gehaltenen Sklaven interessiert, weil sie nicht dazu taugen, den Westen anzuklagen;
– die heutigen Afroamerikaner seit 1865 Nachfahren von freien Menschen sind.
.
Um die Lage zusammenzufassen: Während diejenigen Völker, die die Sklaverei abgeschafft und die Idee ihrer Unrechtmäßigkeit überhaupt erst hervorgebracht haben, viele Generationen später an die Nachkommen sowohl von schwarzen Sklaven als auch von schwarzen Versklavern Entschädigung zahlen sollen, spielen weder das muslimische Sklaverei-Imperium noch die geschätzten 40 Millionen Menschen, die bis heute unter sklavenähnlichen Bedingungen leben, in der öffentlichen Wahrnehmung eine Rolle. Kaufen, lesen, verbreiten!
… Alles vom 10.8.2020 von Michael Klonovsky bitte lesen auf
https://michael-klonovsky.de/acta-diurna
.

Egon Flaig: Kulturrevolution – Geschichte des Westens als Fake History
“Wir sind Zeugen einer kulturellen Revolution. Diese wird getragen von ganz unterschiedlichen Stömungen. Es handelt sich überwiegend um folgende:
Erstens die letzten Trümmer der ehemaligen Linken; diese vertreten heute allesamt ultrarechte Positionen, nämlich Sonderrechte für sogenannte Minderheiten ohne rücksicht auf die Verfassung demokratischer Staaten , auf die Artikel 1 bis 4 der Menschenrechte und auf die rechtliche Gleichheit in demokratischen Republiken.
Zum anderen die sogenannten Opfergruppen, die unter dem Schlagwirt der “Anerkennung” verlangen, daß ihre Ansprüche in besonderem Maße beachtet werden und dass niemand das Recht hat, ihre Interpretation der vergangenheit zu kritisieren. Damit hat die schlimmste Fake History in den öffentlichen Raum Einzug gehalten.
Zum dritten hat die postkoloniale ideologie an der Universitäten und in den Medien die moralische Hegemoniegwonnen; sie hat ein groteskes Bild von der europäischen Geschichte durchgesetzt, voller Fake Histor. Ihre Vertreter denunzieren jede Fachwissenschaft, die streng unterscheidet zwischen Gedächtnispolitik und wahrheitsorientierter Historie. Daher bekämpft die postkoloniale Ideologie jedwede fachdisziplinäre Methodik – und das zerstört die kulturwissenschaftlichen Fakultären an den Universitäten.
Viertens haben Gerichte und Behörden eine Politik der Antidiskriminierung mitgetragen, die maßgebliche Rechtsprinzipien über ord wirft, um sogenannten Diskriminierten besondere Rechte gegenüber alln anderen Bürgern zu verschaffen und vor allem die Meinungsfreiheit entschieden einzuschränken. Mit der Preisgabe des menschenrechtlichen Universalismus, mit der Einschränkung der Meinungsfreiheit, mit einer aus Fake History bestehenden Memorialpolitik und mit der schleichenden Aufweichung von verfassungsmäßigen Regeln ist eine Situation entstanden, in der die westlichen Republiken außerstande sind, ihre politische Substanz und ihre kardinalen Gedächtnisorte zu bewahren. Wir erleben den Sieg des radikalen Theoretikers Frantz Fanon über Kalr Marx als auch über John Stuard Mill.”
Egon Flaig in “Wir erleben eine Kulturrevolution” Tichys Einblick 9/20, Seite 36-37.
Frantz Fanon hat in seinem Buch “Les damnés de la terre” bzw. “Die Verdammten dieser Erde” (Paris, 1960) die Ideologie zur heute von Links-Grün propagierten “Fake History” begründet: Der Reichtum Europas verdanke sich primär der Ausbeutung der Kolonien. Dieser Reichtum müsse nun wieder rücktransferier werden. Europa hat zu bezahlen.

Der Selbsthass des Westens auf die eigene Kultur bedroht diese mehr als der Scharia-Islam, meint Egon Flaig: “Die Autoaggression ist weitaus stärker, weil sie aus dem Inneren unserer Kultur kommt. Die “inneren Barbaren” sind immer gefährlicher, weil sie keine feindliche Übernahme von außen betreiben, sondern antreten unter Bannern des radikalen Neubeginns.”
9.8.2020

Hinterlasse eine Antwort