kompas – Kommunale Anteilspartnerschaft von St.Peter mit badenova

Der Gemeinderat von St. Peter (2550 Einwohner) im Hochschwarzwald hat beschlossen, dass die Gemeinde nach dem Modell „kompas“ Gesellschafter und Anteilseigner beim Freiburger Energie- und Umweltdienstleister badenova wird. St. Peter ist damit nach Löffingen die zweite Hochschwarzwaldgemeinde, die sich diesem kommunalen Netzwerk der Energiewende anschließt. Insgesamt haben zwischen Hochrhein und Nordschwarzwald bereits 65 Städte und Gemeinschaft nach diesem Modell ihre Beteiligung an badenova beschlossen. St. Peter engagiert sich mit einer Kommanditeinlage von 100.000 Euro und profitiert ab sofort anteilig vom Jahresgewinn des Unternehmens. Außerdem verfügt St. Peter damit künftig gleichberechtigt über Sitz und Stimme in der Gesellschafterversammlung und im Kommunalbeirat der badenova. Dort wird unter anderem über die Investitionen des Unternehmens entschieden, außerdem über die Vergabe der jährlich 1,5 bis 2 Mio. Euro umfassenden Fördermittel aus dem Innovationsfonds.  „Für uns als Bioenergiedorf ist die Beteiligung an einem Unternehmen mit bewusst ökologischer Ausrichtung wie badenova eine gute Möglichkeit, Einfluss auf die regionale Energiepolitik zu nehmen“, so Bürgermeister Rudolf Schuler. Die Möglichkeit, sich an einem leistungsstarken, regional aufgestellten Partner zu beteiligen, ist außerdem finanziell solide und wirtschaftlich rentabel.“ Bürgermeister Schuler erklärte weiter: „badenova mit ihrem Know-how und ihrer regionalen Vernetzung ist für uns der ideale Partner, mit dem wir bereits seit Jahren gut zusammenarbeiten.“ Als große Flächengemeinde mit einer topografisch schwierigen Gemarkung habe St. Peter nicht die wirtschaftlichen Mittel, das Stromnetz in eigener Regie zu übernehmen. Die Stromkonzession für St. Peter ist vom Gemeinderat an badenova vergeben und erst kürzlich auf weitere 20 Jahre erneuert worden. Bürgermeister Schuler erinnert daran, dass in Zusammenarbeit mit badenova schon zahlreiche ökologische Projekte auf der Gemarkung St. Peter verwirklicht wurden, unter anderem drei Windräder auf der „Platte“ sowie zwei kleine Wasserkraftwerke. Außerdem hat badenova schon seit Jahren die Betriebsführung für die nicht ganz einfache Trinkwasserversorgung von St. Peter übernommen.

kompas – Kommunale Anteilspartnerschaft
Das von badenova unter Mitwirkung von Bürgermeistern aus der Region entwickelte Modell kompas (Kommunale Anteilspartnerschaft) sieht vor, dass jede Gemeinde, welche badenova eine Erdgas- oder Stromkonzession erteilt hat, Mitgesellschafter von badenova werden kann. Die Höhe der Gesellschaftsanteile bemisst sich nach dem Wert der Konzessionen, der nach einem einheitlichen Schlüssel ermittelt wird. Diesen Wert können interessierte Kommunen dann auf freiwilliger Basis auch noch um das bis zu Zweifache durch eine stille Beteiligung  aufstocken. Für diese stille Beteiligung wird eine attraktive Mindestrendite garantiert. Mit St. Peter hat binnen zwei Jahren die 65. Gemeinde zwischen Hochrhein und Nordschwarzwald ihre Beteiligung an badenova beschlossen. Zusammen mit 15 kommunalen „Altgesellschaftern“ sind damit nunmehr 80 Städte und Gemeinden aus der Region die Eigentümer des regionalen Stadtwerkes und profitieren von dessen jährlicher Gewinnausschüttung. Das badenova-Jahresergebnis für 2011 weist einen Bilanzgewinn von 54,3 Millionen Euro aus.
15.5.2012

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