Kitas sind kein Allheilmittel solange es Familien gibt

Zum Bildungsbericht 2012: Nachdem sich viele Jahrzehnte niemand um die Frage gekümmert hat, wohin eine allein erziehende Mutter oder ein Vater ihr Kind vom frühen Morgen bis zum Abend bringen können, um überhaupt eine Arbeitsstelle antreten zu können, weil Staat und Kommunen für solche Einrichtungen kein Geld hatten, ist nun ein regelrechter Kulturkampf um diesen neuen Kita-Markt ausgebrochen. Auf der einen Seite der Front kämpfen die angeblich betreuungsgeldhungrigen Mütter und Väter mit Hilfe ihres Schutzengels Sankt Seehofer im Rücken, die glatt behaupten: “In den ersten drei Lebensjahren ist eine verlässliche familiäre Bindung für ein Kind die beste Bildungsinvestition.” Auf der anderen Seite formieren sich “unabhängige Wissenschaftler und Experten” beiderlei Geschlechtes, die den Eindruck vermitteln, dass sich die kaum der Mutterbrust entwöhnten Kleinkinder nur in einer öffentlichen Einrichtung wahrhaft entwickeln können. Nur wenn die kleinen Popos von staatlich diplomierten Expertinnen gewickelt werden, kann überhaupt ein schul-taugliches Individuum daraus entstehen.
Donnerwetter, welche Erkenntnisse! Und ich frage mich, wie viele Schäden hat meine Frau bei unseren Kindern angerichtet, als sie sich drei Jahre lang als Mutter um deren frühkindliche Entwicklung bemüht hat? Ohne Betreuungsgeld! Dass die Kinder ihr Abitur samt Studium mit Bestnoten bestanden, kann da doch wohl nur ein dummer Zufall sein!
Hört endlich auf, Eltern, die sich selbst um ihre Kleinkinder kümmern und dem Steuerzahler auch noch Geld sparen, als rückständige Hinterwälder zu diffamieren! Kindertagesstätten sind notwendig, aber sie sind kein Allheilmittel, solange es in unserer Gesellschaft auch noch intakte Familien gibt. Und ein breit gestreutes Betreuungsgeld kann und darf kein Mittel sein, notwendige Kitas zu verhindern!
Bernhard Mößner, Herbolzheim, 30.6.2012

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