Kirchenchor St.Barbara wird 100

Am 23.11.2013 feiert der Kirchenchor St. Barbara in Littenweiler unter Ekkehard Geiger sein 100-jähriges Bestehen und begeht dieses Jubiläum mit einem Festgottesdienst um 18.30 Uhr in der St. Barbara Kirche, an dessen Ende ihm die Palestrina-Medaille des Allgemeinen Cäcilienverbandes verliehen wird. Im Gottesdienst erklingen von W.A. Mozart die „Missa solemnis“ C-Dur für Soli, Chor, Orchester und Orgel, das „Alleluja“ für Solo-Sopran und Orchester aus der Motette „Exsultate, jubilate“ und von Felix Mendessohn Bartholdy aus dem Psalm 42 der Eingangschor „Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser“ für Chor und Orchester. Den Abschluss bilden der Psalm 100 „Jauchzet dem Herrn alle Welt“ von Mendelssohn und das Abendlied von Max Reger. Mitwirkende sind Sibylle Schaible, Sopran; Gertrud Geiger, Alt; Christopher Fischer, Tenor; Leonhard Geiger, Bass; der Kirchenchor und das Orchester St. Barbara. An der Orgel spielt Münsterorganist Jörg J. Schwab. Die Leitung hat Ekkehard Geiger. Im Anschluss an den Gottesdienst lädt die Pfarrgemeinde zu einem Empfang im Gemeindeheim St. Barbara ein.
Auch wenn der Kirchenchor St. Barbara an diesem Wochenende sein 100-jähriges Jubiläum feiert, ein genaues Gründungsdatum ist eigentlich nicht bekannt. Aber das älteste Foto, das 21 Chormitglieder während eines Ausflugs vor dem Rosskopf-Aussichtsturm zeigt, stammt aus dem Jahr 1913. Der Kirchenchor in Littenweiler besteht somit seit mindestens 100 Jahren, seine Wurzeln reichen aber sehr wahrscheinlich weit ins 19. Jahrhundert zurück.

Geleitet wird der Chor von Ekkehard Geiger, der 2011 sein 40-jähriges Chorleiter-Jubiläum in der St. Barbara-Gemeinde feiern konnte. Zurzeit zählt der Chor ca. 50 Sängerinnen und Sänger. Der Kirchenchor singt vorwiegend während der großen Kirchenfeste wie Weihnachten oder Ostern, beim Patrozinium sowie in der Passions- und Adventszeit, aber auch zu privaten Anlässen wie Hochzeiten oder Beerdigungen. Geprobt wird immer montags von 20.00 bis 22.00 Uhr im Gemeindeheim St. Barbara. Auch die Geselligkeit wird im Chor gepflegt. Mindestens einmal im Jahr begibt man sich auf einen Ausflug oder ein Chorwochenende, Chorfreizeiten führten die Sängerinnen und Sänger z.B. nach Mönchsdeggingen, Regensburg, St. Trudpert, aber auch nach Burgund und sogar Rom. Die Freude am Singen und auch die gewachsene Gemeinschaft verbindet die Chormitglieder, die sich über musikalischen Nachwuchs freuen würden.
Zum ersten Mal mit Orchesterbegleitung singt der Chor anlässlich des 100-jährigen Jubiläums eine seiner Lieblingskompositionen, den Eingangschor aus dem Psalm 42 „Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. Er schrieb dieses Werk im Frühjahr 1837 auf seiner Hochzeitsreise an den Oberrhein in den Schwarzwald – möglicherweise während des Aufenthaltes in Freiburg – und widmete es seiner Frau Cécile. „Vielleicht möchte der Chor mit diesem Psalm – dessen Worte variierend – noch etwas anderes ausdrücken“, so Chorleiter Ekkehard Geiger ‚wie der Chor ruft nach frischen Stimmen . . .’, dann wäre zumindest der Anfang des zweiten Chorjahrhunderts gesichert.“
21.11.2013, Gisela Heizler-Ries, www.dreisamtaeler.de

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