Kirche St-Elisabeth Zaehringen wird Wohnanlage – Falsche Macher

Da sind die falschen Macher am Werk: Die abrissreife Kirche St. Elisabeth in Zähringen bleibt erhalten – wird allerdings in eine extravagante Wohnanlage verwandelt. (“Eine Kirche wird zur Wohnanlage”, BZ vom 27. Februar): Dass diese Kirche jetzt mit Luxuswohnungen ausgebaut und der Kaufpreis der Kirche nicht veröffentlicht wird, ist der blanke Hohn. Da sind die falschen Macher am Werk! War zu Zeiten, als mit dem Barockorchester über einen Kauf von über zwei Millionen Euro verhandelt wurde, noch die Öffentlichkeit beteiligt, verfällt die Kirchenleitung wieder in ihr übliches Verschweigen. Das Kirchenvolk und die verprellte ehemalige Kirchengemeinde St. Elisabeth haben hier einen Anspruch auf Offenlegung. St. Elisabeth war schuldenfrei, die Kirche gehörte der Gemeinde allein und jetzt? Verhökert für die, wie man hört, hoch verschuldete Konradsgemeinde, hier sind die Elisabethaner wieder die Geprellten. Verraten für ein paar Silberlinge. Trotz der gebetsmühlenartig wiederholten Baufälligkeit des Kirchengebäudes, ist plötzlich ein pompöser Umbau möglich, der Kirchenerhalt lohnt. Hätten sie wohl besser vorher die Firma Gisinger einschalten sollen, zum Wohle des Kirchengebäudes und der darin enthaltenen Kirchenkunst, die zum Teil erst kurz vorher für viel Geld angeschafft wurde. Auf Einwendungen der ehrenamtlichen Gemeindevertreter kann verzichtet werden, die sind nicht frei. Von meist Rentnern/Pensionären ist ein eigenständiger Standpunkt wohl nicht zu erwarten. Schließlich ist noch auf die erhebliche bauliche Verdichtung in dem Gebiet der Elisabethpfarrei hinzuweisen, der Kindergarten quillt wieder über, Familien kämen wieder. Und kommt nicht mit Priestermangel. Lasst diese ihre eigentliche Aufgaben tun, degradiert sie nicht zu schlechten Verwaltungsmenschen, womit sie auch meist überfordert sind. Wegrationalisieren von Gemeinden füllt die Kirchen nicht. Das Kirchenvolk hat inzwischen selber denken gelernt. Noch wäre ein Umdenken möglich. Für deren einzigen Pfarrer und seiner jahrzehntelangen treuen Helferinnen St.Elisabeth wäre das auch eine kleine bisher total ausgefallene Anerkennung ihrer Arbeit.
9.4.2012, Franz-J.Gädker, letzter Pfarrgemeinderatsvorsitzender der selbstständigen Gemeinde St.Elisabeth, Freiburg

Kirche wird zur Wohnanlage
Die abrissreife Kirche St. Elisabeth in Zähringen bleibt nun doch erhalten – wird allerdings in eine extravagante Wohnanlage verwandelt. Das Freiburger Immobilienunternehmen Gisinger kauft das denkmalgeschützte katholische Gotteshaus, das seit seiner Profanierung (Entweihung) im Jahr 2006 eigentlich kein solches mehr ist, und wird dort für insgesamt zehn Millionen Euro bis zu 38 Wohnungen schaffen. Ein großer Teil der Bausubstanz soll stehen bleiben. “Die Kirchengemeinde ist erleichtert und dankbar”, sagt Pfarrer Frank Prestel. Das 1965 vom Architekten Rainer Disse errichtete Kirchengebäude wurde im Jahr 2005 unter Denkmalschutz gestellt. Weil das Dach marode ist, weil es keinerlei Wärmedämmung gibt, weil die Fußbodenheizung defekt ist und vor allem weil eine umfassende Sanierung weit mehr als eine Million Euro gekostet hätte, erklärte der Stiftungsrat der Pfarrei St. Konrad und St. Elisabeth das Bauwerk zum Fall für die Abrissbirne.
Alles vom 27.2.2012 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/freiburg/st-elisabeth-in-zaehringen-eine-kirche-wird-zur-wohnanlage–56306260.html 

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