Kinesiologie IAK – Den Körper wie ein Musikinstrument stimmen

Nahezu 30 Jahre veranstaltet das „Institut für Angewandte Kinesiologie (IAK)“, inzwischen nennt es sich „IAK –Forum International“, im Kirchzartener Kurhaus Kurse und Ausbildungen rund um die Kinesiologie. Seit seiner Gründung vor 30 Jahren hat sich das IAK zum weltweit größten Institut und zu einem Marktführer entwickelt. Drei von den vier Gründern 1982 sind heute noch Gesellschafter und Geschäftsleiter vom „IAK – Forum International“: Susanne Degendorfer, Alfred Schatz und Helga Petres. Weiterer Mitbegründer war Matthias Lesch. Aus Anlass des Jubiläums findet vom 31. Mai bis zum 3. Juni 2012 ein internationaler IAK-Kongress mit dem Thema „Bewusstseinssprünge“ statt. Das mit namhaften Referenten aus aller Welt besetzte Programm bietet ein breites Themenspektrum, das die Entwicklung des IAK und der Kinesiologie widerspiegelt. Als „ein Forum für neue, praktische und innovative Methoden“ und um „Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten zu bieten und eine internationale Begegnungsstätte zu sein“, wurde das IAK gegründet. Da viele enge persönliche Kontakte zu Pionieren der Kinesiologie in Australien, Kanada, Neuseeland und den USA gewachsen sind, kann das IAK immer die neusten Entwicklungen präsentieren. 
„Kinesiologie will ein Gefühl für ein gutes Leben durch die Stärkung der Selbsthilfeaspekte vermitteln“, erklärt Alfred Schatz. Und Susanne Degendorfer beschreibt die Ansätze so: „Mit Kinesiologie kann man den Körper stimmen wie ein Musikinstrument.“ Der Ursprung des Namens Kinesiologie geht auf das griechische Wort für Bewegung zurück. Es steht in der Medizin für Bewegungslehre und Untersuchung der Muskeln. Forschungen des amerikanischen Arztes George Goodheart machten deutlich, dass sich physische und psychische Vorgänge im Menschen auch im Funktionszustand seiner Muskeln spiegeln. So dient vielfach ein Muskeltest als Behandlungseingang. Alfred Schatz berichtet von guten Erfolgen der Kinesiologie bei Lernschwächen von Kindern, wenn beispielsweise „der Körper mit den Augen kämpft, um beim Schreiben auf der Linie zu bleiben“. Oder auch beim Zuhören könnten Muskelfunktionen „auf Standby geschaltet sein“, die es dann verhinderten, dem Unterricht zu folgen. Solche Blockaden könnten mit Kinesiologie gelöst, die Selbstheilungskräfte aktiviert werden. Kinesiologie betrachte den Menschen ganzheitlich und stehe nicht unter dem Einfluss einer bestimmten Philosophie: „Sie ist offen für alle Quellen, aus denen dem Menschen Hilfe für sein Wohlergehen erwachsen kann.“ Sportler, Künstler, Manager oder Architekten, aber auch Masseure, Krankengymnasten oder Chiropraktiker bedienten sich gleichermaßen kinesiologischer Muskelaktivierungstechniken.

Sie gründeten das „IAK – Forum International“ und stehen ihm als Geschäftsführer vor: Susanne Degendorfer, Alfred Schatz und Helga Petres (v.l.). Foto Gerhard Lück

In der Pädagogik setzten Lehrer und Eltern bestimmte Bewegungsübungen zur Verbesserung des Lernvermögens ihrer Schüler ein. Wie intensiv sich die Kinesiologie in den letzten dreißig Jahren weiterentwickelt und spezialisiert hat, zeigt das umfangreiche Jahresprogramm vom „IAK – Forum International“. Rund 250 Kurse, zwei- bis fünftägig, finden inzwischen jährlich im Kurhaus in Kirchzarten statt. 5.000 bis 9.000 Teilnehmer sind dabei. 70 namhafte Referenten aus aller Welt kommen ins Dreisamtal. Über 10.000 Kurse haben in den letzten 30 Jahren in Kirchzarten stattgefunden. Über 16.000 Übernachtungen bringen IAK-Gäste den Kirchzartener Beherbergungsbetrieben jährlich. Sechs feste Mitarbeiter hat das IAK in seiner Geschäftsstelle in der Eschbachstraße in Kirchzarten angestellt. Hinzu kommen weitere freie Mitarbeiter im Büro. Und auch die drei Geschäftsführer haben hier ihre Büros. Ein eigener Verlag (VAK) verbreitet durch Druckwerke, CD’s, DVD’s und auch eBooks Neuigkeiten aus dem Reich der Kinesiologie. Auf der Webseite www.iak-freiburg.de sind viele interessante Informationen nachzulesen.
Gerhard Lück, www.dreisamtaeler.de

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