Kartaus-Geschichte Buch UWC

Pünktlich zur Eröffnung des deutschen United World College (UWC) in den sanierten und erweiterten Gebäuden der Kartaus im Osten der Stadt Freiburg ist das Buch “Die Kartause St. Johannisberg in Freiburg im Breisgau – Historische und baugeschichtliche Untersuchungen” erschienen. Die Geschichte und Bedeutung der um 1345 vor den Toren der Stadt gegründeten Kartause St. Johannisberg war bislang nur wenigen Spezialisten bekannt. Dies änderte sich durch eine öffentliche Tagung im Frühjahr 2011. Die dort gehaltenen Vorträge werden im vorliegenden, reich bebilderten Band erstmals publiziert. Das Werk, Band 41 der Reihe “Veröffentlichungen aus dem Archiv der Stadt Freiburg im Breisgau”, haben Heinz Krieg, Frank Löbbecke und Katharina Ungerer-Heuck herausgegeben.
Aufwändige Bau- und Geländearbeiten kennzeichnen die mittelalterliche Klosteranlage. Über ihr wurde von 1754 bis 1756 ein barocker Neubau errichtet. Einer der bekanntesten Exponenten der Freiburger Kartäuser war Gregor Reisch (um 1467 bis 1525). Während seiner Zeit als Prior war das Kloster in ein weit über die Region hinaus reichendes Netzwerk der Bildung, Kultur, Politik eingebunden. Die Phase dieser Blütezeit im Umfeld des Humanismus zeigt sich unter anderem auch in der Ausstattung der Klosteranlage mit hervorragenden Glasgemälden nach Entwürfen von Hans Baldung Grien. Nach Aufhebung des Klosters im Zuge der Josephinischen Reformen (1782) wurde die Kartause zunächst als Adelssitz, von 1895 bis 2008 war sie als Alten- und Pflegeheim. Nach Restaurierung, Umbau und Erweiterung des Gebäudekomplexes durch die Robert-Bosch-Stiftung findet sich dort heute das deutsche United World College (UWC).
25.9.2014

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