Juergen Graesslin – Waffenlobby mit Tricks – 100 Panzer fuer Katar

Die Rüstungsindustrie hat dank der Regierungspolitik Wege gefunden, das Kriegswaffen kontrollgesetz zu umgehen. Nehmen wir den Eurofighter. Der Kampfjet wird in Teilen in Deutschland produziert, die Endmontage erfolgt in Großbritannien. Von dort aus wird er dann beispielsweise an das menschenrechtsverletzende Regime in Saudi-Arabien exportiert. Daher empfinde ich es als höchst heuchlerisch, wenn Bundeskanzlerin Merkel und Außenminister Westerwelle der arabischen Demokratiebewegung Mut zusprechen, zugleich aber Diktatoren im Maghreb, dem Nahen und Mittleren Osten mit Kriegswaffen an der Macht halten…. Alles vom 30.7.2012 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/freiburg/juergen-graesslin-deutsche-waffenlobby-arbeitet-mit-allen-tricksWo ist die diskussionsfähige Gegenmeinung?
Es ist ja jetzt nicht so wahnsinnig schwierig, Waffenlieferungen ins noch dazu politisch nicht besonders stabile Ausland irgendwie doof zu finden und einen halbwegs sachkundigen Menschen zu präsentieren, der diese Meinung auch “unbequem” in einem Interview äußert.  Gibt’s denn keine diskussionsfähige Gegenmeinung aus der Waffenlobby, von der zuständigen Genehmigungsbehörde oder sonst aus der Politik (mal abgesehen von platten Argumenten wie “Arbeitsplätzen, Steuereinnahmen und der Unterstützung von [angeblichen] Bündnispartnern”)? Erst im Diskurs wird doch deutlich, dass Grässlin (hoffentlich) recht behält. Auch wenn es zur Gegenmeinung dann vielleicht nur heißt: “Keine Antwort auf unsere Anfrage erhalten”. So scheint der Artikel doch nur Werbung für das neue Buch von Grässlin zu sein…
30.7.2012, Michael Keller

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