Josefshaus St.Peter Werkstatt-Cafe selbst saniert

Das Josefshaus in St. Peter ist ein Wohnheim für abhängigkeitskranke Menschen. Im Rahmen der Hilfe zur Wiedereingliederung leben etwa 30 Menschen dort, um den Weg zurück in ein eigenständiges Leben zu finden.
Grundlage dafür ist ein abstinentes Lebensumfeld und eine geregelte Tagesstruktur, in der die Bewohner Verantwortung innerhalb der Haus- und Gruppengemeinschaft übernehmen.

Ein elementarer Bestandteil des Tagesprogrammes sind die Beschäftigungsangebote in den Bereichen Ergotherapie, Hauspflege, Küche, Wäscherei, Garten und Haustechnik. Die Bewohner sollen ihre eigenen Fähigkeiten wiederentdecken und wiedererlangen mit dem Ziel, wieder arbeitsfähig zu werden.
Ein ganz besonderes Projekt war in den letzten Monaten die Sanierung eines alten, schon baufälligen Nebengebäudes. Dieses sanierten die Bewohner in Eigenarbeit unter Anleitung der Hausmeister des Josefshauses. Heraus kam dabei ein schmuckes Gebäude, das künftig als Werkstatt-Café genutzt werden soll. Für die Bewohner ist es ein tolles Erfolgserlebnis, zu sehen, was sie geleistet haben und stärkt sie in ihrem Selbstbewusstsein, so der Sozialarbeiter und Hausleiter Peter Werz. Das Café soll in erster Linie ein Treffpunkt für derzeitige und ehemalige Bewohner sein, die Türen stehen jedoch auch den Bewohnern St. Peters offen. Der Kontakt und die Anbindung an den Ort seien für die Bewohner und Bewohnerinnen des Josefshauses sehr wichtig und durchaus erwünscht, so Werz. Möglich wurde die Sanierung dieses Nebengebäudes dank der großzügigen Förderung des diakonischen Werks und einer Spende des Freundeskreises des Josefshauses.

Cafe beim Josefshaus in St.Peter in Eigenregie ausgebaut

Am kommenden Sonntag, den 23. September 2012, um 14 Uhr wird das Werkstatt-Café eingeweiht, wozu alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Der Einweihung wird Pfarrer Wegner der Versöhnungsgemeinde Stegen beiwohnen. Neben Kaffee, Kuchen und kleinen musikalischen Einlagen gibt es außerdem eine Wilhelm-Busch-Lesung.
Dagmar Engesser, 19.9.2012, www.dreisamtaeler.de

Dieser Beitrag wurde unter Engagement, Sucht abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort