Islamkonferenz und Blutwurst

“Wer sich über Blutwurst auf der Islamkonferenz aufregt, aber darüber schweigt, dass Menschen (wie Seyran Ates, Necla Kelek, Hamed Abdel-Samad) wegen ihrer Kritik am Islamismus in Deutschland unter Polizei leben müssen, der ist nicht nur verlogen, sondern lehnt in Wirklichkeit alles ab, was dieses Land ausmacht.” So der CDU-Politiker Ali Ertan Tobrak, Vorsitzender der Kurdischen Gemeinde Deutschlands und MItglied im ZDF-Fernsehrat.”
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Was war geschehen? Auf der Islam-Konferenz wurden am 29.11.2018 zu Mittag 14 verschiedene Essen angeboten (bezahlt vom Innenminister Seehofer) – darunter auch leckere Menüs halal, vegetarisch, vegan, … Dennoch hörte man viele Klagen, da Blutwurst an der Theke sichtbar wurde. “Was wir brauchen, ist eine Debatte, wie man fundamentalistische Strukturen möglichst effizient zurückdrängt. Was wir bekommen, ist eine Debatte, ob man in Anwesenheit von Muslimen #Blutwurst essen darf”, twitterte die Berliner Frauenrechtlerin Seyran Ates, die an der 4. Deutschen Islam-Konferenz vergangenen Donnerstag teilnahm. Ein anderer Twitterer schrieb: “Große Aufregung über Speck und Blutwurst bei der #Islamkonferenz – wäre schön, wenn sich die Islam-Verbände mal ähnlich über Ehrenmorde, Unterdrückung von Frauen, islamischen Antisemitismus etc aufregen würden.”
Ein Trost: Zum Glück war Ex-Bundeskanzler Kohl nicht anwesend auf der Islamkonferenz, denn er hätte außer Blutwurst bestimmt seinen so geliebten Pfälzer Saumagen angeboten.
6.12.2018

Blutwurst und CDU-Parteiaustritt
Der CDU-Politiker Ali Ertan Toprak kritisierte auf Twitter die Diskussionen zur Blutwurst auf der Islamkonferenz. Sein Parteifreund Mehmet Ünal reagierte mit Beleidigungen auf ihn. Nun muss Ünal die CDU verlassen.
https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/cdu-politiker-muss-wegen-blutwurst-debatte-die-partei-verlassen-15924146.html
https://kurdische-gemeinde.de/

Die Deutsche Islam Konferenz startete am 28. und 29. November mit einer Auftaktveranstaltung in Berlin in ihre neue Phase. Über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren dabei.
http://www.deutsche-islam-konferenz.de/DIK/DE/Startseite/startseite-node.html

Die Deutsche Islam Konferenz (DIK)
wurde 2006 vom damaligen Innenminister Wolfgang Schäuble initiiert. Seit dem agiert sie als Dialogforum zwischen Vertretern des deutschen Staates und Muslimen in Deutschland. Ziel der Konferenz war es nach der Darstellung von Schäuble, dass Muslime in Deutschland „sich als Teil der deutschen Gesellschaft verstehen und von dieser auch so verstanden werden“. Schäubles Nachfolger im Amt des Bundesministers des Innern Thomas de Maizière und Hans-Peter Friedric, setzten die Deutsche Islamkonferenz fort. Die Teilnehmer der DKI haben mehrfach gewechselt. Ein islamischer Verband wurde vorübergehend ausgeschlossen. Ein zweiter tauchte eine Zeit lang aus Protest gegen die Themensetzung nicht mehr auf. Die Alevitische Gemeinde in Deutschland erwog ihren Rückzug aus der DIK, weil ihr der Einfluss der sunnitischen Verbände zu groß sei.
https://www.faz.net/aktuell/politik/thema/islamkonferenz

DTA öffnet Giftschrank auf Islamkonferenz
Seit zwölf Jahren gibt es die Islamkonferenz nun schon. Es handelt sich dabei um eine Initiative des Innenministeriums, um folgende Themenschwerpunkte zu bearbeiten: Präventionsarbeit mit Jugendlichen (Stichwort: Radikalisierung, Antisemitismus), Fortbildung von religiösem Personal (Stichwort: Was lehren die Imame und wer bezahlt sie?), Rollenbilder in muslimischen Milieus (Stichwort: Rolle von Frauen und Mädchen, Emanzipation, patriarchale Strukturen) und bessere Integration (Stichwort: Arbeitsmarkt, wiederum Emanzipation). …
Die Rede ist vom DTA, dem Verein „Deutsch-Türkische Akademiker“. Die Webseite ist sehr aufschlussreich und belegt anhand einiger geschickt geschriebener Texte die Agenda dieses Think-Tanks: Präsident Erdogan porentief reinzuwaschen. Es sei kein Islamist und stehe auch den Muslimbrüdern nicht nahe. ….
Zum Beispiel die Tatsache, dass der Minister auch erklärte Kritiker und Reformer des Islam wie Seyran Ateş, Ahmad Mansour und Hamed Abdel Samad eingeladen hatte. Nichts logischer als das, sagen Sie? Sehe ich auch so. Nicht jedoch die DTA, die ihren ganzen Hass auf diese drei Kritiker kaum in Worte fassen konnte (siehe Giftschrank weiter unten). Islamkritiker bei einer Islamkonferenz? Seit wann sei denn sowas erlaubt! Wir, die teilnehmenden Muslime erwarten Respekt – und der drücke sich gefälligst darin aus, dass nur Leute anwesend sind, die den Islam für eine großartige, perfekte Sache halten und nichts daran auszusetzen haben. ..
Die Islamkonferenz soll nach dem Willen der DTA eine einzige Huldigung des Islam sein, bei der die anwesenden Nicht-Muslime den erlauchten Vertretern des institutionalisierten Islam Gastgeschenke, Ergebenheitsadressen und Barschecks überreichen. …
Ein Beispiel für den Giftschrank der DTA (Original-Auszug):
5. Was war mit der Nordrhein-Westfälischen Integrationsministerin los der Frau Güler los?
Wurde sie spontan in ihren jungen Jahren von plötzlichen postmenstrualen Wechseljahrsyndromen überrascht und wollte auf der Islam-Konferenz mal auf gut Deutsch „Die Sau raus lassen“ oder war das der armselige Versuch ihre Kritik von islamischer Kleidung bei Frauen mit einem gänzlichen Widerspruch zu brillieren, in dem Sie „tiefe Einblicke“ in ihre Persönlichkeitsstörung gewährte? http://www.xn--deutsch-trkische-akademiker-q3c.de/
… Alles von Roger Letsch vom 3.1.2018 bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/deutsch_tuerkische_akademiker_im_originalton_giftschrank_auf

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Islamverbände suhlen sich in ihrer Opferrolle?
Es soll Menschen geben, die den Sinn der sogenannten Islamkonferenz in erster Linie darin sehen, das Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom türkischer Islamverbände zu behandeln. Die jüngsten Reaktionen auf die Buffetauswahl bei der 12. Islamkonferenz in Berlin zeigen, dass sie damit recht haben könnten. Das Buffet war kaum eröffnet, da twitterten die ersten Teilnehmer, es sei unerhört, Blutwurst angeboten zu bekommen. Wein, Speck und Tartar würden gar gereicht, erzürnten sich andere. Es dauerte nicht lange, bis die Nachricht die Runde machte. Schnell “brannte” das Netz. Befeuert wurde der Schwelbrand von Deutschlands Journalisten, die nicht etwa darauf hinwiesen, dass bei einem Dutzend verschiedenster Häppchen für jeden etwas dabei gewesen sein dürfte, sondern die Agenda der muslimischen Influencer eiligst beförderten. Während das Speisenangebot des Bundesinnenministeriums zur Konferenz für die Frankfurter Rundschau “ein böser Witz” war, stellte die FAZ die Frage, ob Horst Seehofers Ministerium genug “Respekt vor den Gewohnheiten der Muslime” habe. …
Die türkischen Islamverbände haben derweil wieder einmal erreicht, worum es ihnen geht: Sie stehen im Mittelpunkt der Debatte und suhlen sich in ihrer Opferrolle. Täter sind dabei all jene, die den Islam nicht für den Nabel der Welt halten. Schon deshalb ist es ein alarmierendes Signal, dass sich das Innenministerium nun entschuldigt hat. Im arabisch-orientalischen Raum gilt es übrigens als ungeheuerlicher Affront, die Speisen seines Gastgebers abzulehnen oder gar zu kritisieren. Umgekehrt nimmt man sich dieses Recht gerne heraus. Und so dürfte die Speisekarte für die nächste Islamkonferenz mit den Islamverbänden abgestimmt werden. Vielleicht auch die zulässige Bekleidung der weiblichen Teilnehmer. Und irgendwann womöglich der gesamte Ablauf, der in nicht allzu ferner Zukunft das gemeinsame islamische Gebet zwingend vorsehen könnte. Oder findet sich etwa am Ende doch noch eine Regierung, die bereit ist, die Errungenschaften der Aufklärung zu verteidigen? Inshalla
…. Alles von Ramin Peymani vom 3.12.2018 bitte lesen auf
http://peymani.de/neues-von-der-islamkonferenz-nicht-genug-extrawuerste-auf-dem-speiseplan/
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Nachdenklich
Wäre es bloß bei dem hier angesprochen Humbug geblieben: https://www.ruhrbarone.de/blutwurst-in-den-po-wenn-deutsch-tuerkische-akademiker-eskalieren/160747?fbclid=IwAR1Hoo_jTZYBwgsyN8RkylkSfQ3pFXPRTashuIobxOeT9-r02gBEyp5UisQ
Man muß “Ausländern” bzw. “Migranten” in keiner Weise negativ gesonnen sein, um angesichts solcher Äußerungen zumindest nachdenklich zu werden.
3.12.2018, A.S.,

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