Islam – The Clash of Civilisations

Terror im Namen des Islam – Distanzierung im Namen des Islam: Wie vertragen sich die Wertevorstellungen? Erleben wir seit einiger Zeit den von Harvard-Professor Samuel Huntington vorausgesagten und damals (vor fast 20 Jahren) heftig diskutierten “Zusammenprall der Kulturen” (The Clash of Civilizations)? Wie vertragen sich die Wertevorstellungen des Islam mit denen westlicher Demokratien? Und was wird aus den Hunderttausenden junger muslimischer Männer mit wenig Bildung und ohne Arbeit (Youth Bulges)? Fragen, auf die wir Antworten brauchen.
31.1.2015, Dr. Fritz-Egbert Dohse, Müllheim

Der Islam und der Fanatismus – Herausforderung und Aufgabe
Anders als das Christentum, das im Laufe einer langen Entwicklung Macht abgeben und lernen musste, nur eine unter vielen Weltanschauungen in der Demokratie zu vertreten, hat es einen ähnlich konsequenten Prozess in muslimischen Ländern nicht gegeben. Gerade in den Golfstaaten verbreiten Politiker wie Gelehrte die These, der Islam sei die einzig wahre Religion. Zwar lehnen die meisten dieser Gelehrten terroristische Gewalt im Namen des Islams ab und begründen dies theologisch stichhaltig, die Saat für Intoleranz legen sie dennoch – und verbreiten sie dank ihrer finanziellen Stärke und des Internets weltweit. ….
Alles von Annemarie Rösch vom 14.1.2015 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/kommentare-1/leitartikel-herausforderung-und-aufgabe–98868425.html

Die Gewaltsuren des Islam
Frau Rösch meint: “So sprechen sich hiesige Muslime für eine friedliche Interpretation des Koran aus.” Ja. Gestern bei Maischberger, um 22:45 gab es so eine Muslima. Aber auf der Mahnwache in Berlin gegen den Terror in Paris gestern abend, wo die 300.000 Muslime Berlins hätten hinströmen können, waren sie so dünn vertreten, dass der Stern titelte: “Fast mehr Minister als Muslime”. Das liegt daran, dass es an der Gewalt im Koran nicht viel zu interpretieren gibt. Etwa Sure 5,33 lautet:
“Der Lohn derer, die gegen Allah und Seinen Gesandten Krieg führen und Verderben im Lande zu erregen trachten, soll sein, daß sie getötet oder gekreuzigt werden oder daß ihnen Hände und Füße wechselweise abgeschlagen werden oder daß sie aus dem Lande vertrieben werden.”
Gut, hier können Muslime darüber streiten, ob die Redaktionspolitik von Charlie Hebdo “Verderben im Land” erregte – die Terroristen meinten es. Darüber, dass der Koran vielerorts und auch diese Stelle Gewalt befürwortet, kann man nicht streiten.
15.1.2015, Heinz Baumer

Der Arabische Frühling – Viele Anläufe sind nötig
In Annemarie Röschs Einschätzung zur Lage in den islamischen Ländern Arabiens fehlt eine zentrale Tatsache: Der Arabische Frühling. Damals haben nicht Islamisten protestiert, um die autoritären Machthaber mit ihrer Polizeiwillkür davon zu jagen. Es waren Jugendliche die von unserem westlichen Freiheitsbegriff fasziniert waren, und sich ein Stück dieser Freiheit in ihren eigenen Ländern erobern wollten. Es gibt ihn also den liberalen Islam, der den Glauben mit den Werten der Aufklärung in Einklang bringen möchte. Und es gibt diesen Islam in großer Zahl auch in Arabien. Nur haben die anschließenden Wahlen gezeigt, dass er leider nicht die Mehrheit stellt. Nachdem die freiheitlichen Werte erkämpft wurden, bemächtigten sich die Islamisten dieser Freiheit, um sie wieder abzuschaffen. Und sehr schnell haben wir erkennen müssen, dass es besser ist, die alten Autokratien zu restaurieren, als die arabische Welt zu einem Schlachthaus verkommen zu lassen. Die Arabische Revolution ist grandios gescheitert. Ebenso grandios übrigens wie die Deutsche Revolution von 1848. Haben wir deshalb aufgehört an die Demokratie zu glauben? Nein, wir haben nur einsehen müssen, dass Freiheit nicht so einfach zu erringen ist.
Daher wird es auch viele Anläufe für die Liberalen in der islamischen Welt benötigen, um eine bessere Gesellschaft zu schaffen. Wer bei uns an die Faszination einer freien Gesellschaft glaubt, dürfte allen Grund haben, auch für andere Weltregionen optimistisch zu sein. Wer schon unsere Freiheit für übertrieben hält, sieht diese Werte naturgemäß so negativ, dass sie sich freiwillig kaum anderswo durchsetzen lassen.
14.1.2015, Rainer Brombach

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