Inklusionspreis ans Himmelreich

Landesinklusionspreis für Integrative Akademie Himmelreich – unter 250 Bewerbern vorne dabei. 1. Preis mit 15.000 Euro in der Kategorie „Arbeit“. Mit dem neu geschaffenen Preis sollen Organisationen, Vereine oder Schulen in Baden-Württemberg ausgezeichnet werden, die sich für die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen einsetzen.

Verliehen wurde der Preis in den vier Kategorien „Wohnen“, „Freizeit, Kultur und Sport“, „Bildung und Erziehung“ und „Arbeiten“. In jeder Kategorie wurden ein erster Preis (15.000 Euro), ein zweiter Preis (5.000 Euro) und ein dritter Preis (3.000 Euro) vergeben. Ausgewählt wurden die Preisträger von einer Jury, in der zum größten Teil Menschen mit Behinderungen selbst und deren Angehörige vertreten waren. Insgesamt waren mehr als 250 Bewerbungen eingegangen. Der jeweils erste Preis ging an die Integrative Akademie Himmelreich aus Kirchzarten (Arbeiten“), die SKID Sozialkulturellen Integrationsdienste gGmbH aus Überlingen („Wohnen“), die Albert Schweizer Schulen II und III aus Freiburg („Bildung und Erziehung“) sowie die Lebenshilfe Reutlingen („Freizeit, Kultur und Sport).

Die Integrative Akademie Himmelreich erhielt den Landesinklusionspreis in der Kategorie „Arbeiten“, weil sie Menschen mit Behinderungen dabei unterstütze, den gleichen Zugang zu Arbeit zu erhalten wie alle anderen Menschen. Zum Recht auf Arbeit gehöre die Möglichkeit, den Lebensunterhalt durch eigene Arbeit zu verdienen. Die Himmelreicher hatten mit ihrer erfolgreichen Arbeit die Jury überzeugt. Das Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro kann die Integrative Akademie nach Auskunft von Geschäftsführer Jochen Lauber und Bildungsbegleiterin Sophie Altenburger gut für die Einrichtung neuer Schulungsräume und die umfangreiche Fort- und Weiterbildung von Menschen mit Behinderung gebrauchen.

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Sozialministerin Katrin Altpeter (l.) nach der Verleihung des Landesinklusionspreis an die Abordnung der Integrativen Akademie Himmelreich. Foto: SM

„Wir wollen in einer Gesellschaft leben, in der Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen willkommen sind und selbstverständlich gleichberechtigt teilhaben“, erklärten Altpeter, Stoch und Weimer gemeinsam vor 450 Gästen, darunter die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Menschen mit Behinderungen, Verena Bentele. Ministerin Altpeter sagte: „Die große Zahl der eingereichten Bewerbungen zeigt eindrucksvoll, wie viele Menschen in unserem Land sich schon seit langem dafür engagieren, Inklusion und Teilhabe zu verwirklichen. Sie alle sind Vorbilder und verdienen Anerkennung.“ Landes-Behindertenbeauftragter Gerd Weimer wies darauf hin, dass alle Preisgelder wieder zurück in die konkrete inklusive Arbeit vor Ort fließen: „Alle Gewinnerinnen und Gewinner haben sich bereits bei ihrer Bewerbung damit einverstanden erklärt, mögliche Preisgelder für ihre weitere Arbeit für die Stärkung der Inklusion im Land einzusetzen.“ Gleiches gelte für die insgesamt 38 für den Landesinklusionspreis nominierten Projekte in der Endauswahl, die einen Anerkennungspreis in Höhe von jeweils 1.000 Euro erhielten.
26.7.2014, Gerhard Lück

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