Infraschall – Windkraftanlagen

Schall mit Frequenzen unterhalb von 20 Hertz kann man nicht hören, aber fühlen? Diesen Infraschall liefert die Natur –  an der Brandung der Nordsee, am Triberger Wasserfall, an den Wetterbuchen auf dem Schauinsland. Vor allem Gegner von Windrädern klagen, dass nicht nur der hörbarer Schall wie der Lärm die B31 am Tunnelende Ganter in FR-Oberau, sondern auch Infraschall die Gesundheit gefährde.
Sind Schallwellen auch dann gesundheitsgefährdend, wenn man sie überhaupt nicht hört? Oder ist die Psyche mit im Spiel, wenn man sich beim Anblick sich im Wind biegender Baumgipfel wohl fühlt, während das Drehen eines Windrads Unwohlsein erzeugt? Oder wirkt Infraschall gar parteiabhängig? Links so, rechts anders, Querfront noch anderster?

 

Schaden für die Gesundheit?
Die neuesten Untersuchungen der Landesanstalt zeigten auch, dass sich beim Einschalten einer in 700 Metern Abstand befindlichen Windenergieanlage der gemessene Pegel nicht nennenswert erhöhe. “Der Infraschall wird dann im Wesentlichen vom Wind selbst erzeugt und nicht vom Betrieb der Anlage.” Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Baden-Württemberg argumentiert ähnlich wie das Umweltministerium. …. Alles vom 8.4.2015 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/windkraft-ministerium-sieht-kein-problem-mit-infraschall

Infraschall wie auch Radioaktivität – ganz natürlich
Infraschall ist was ganz natürliches -nebenbei bemerkt, Radioaktivität aber auch. Die Skandinavier sind uns hierbei wieder einen Schritt voraus, indem sie trotz ihres hohen Windkraftanteils eine sachliche Studie in Auftrag geben. 
http://www.welt.de/wirtschaft/energie/article137970641/Macht-der-Infraschall-von-Windkraftanlagen-krank.html
Das Umweltministerium sollte sich ihrer Aufgabe bewusst werden und nicht verlängerter Arm der Rot-Grünen Landesregierung sein.
8.4.2015, Joey Beckmann

Brummton dröhnt
Völlig unabhängig von Infraschall durch Windkraftanlagen: Ist Infraschall als solcher schädlich? Das weiß ich nicht. Und von den Herrischrieder Mobilfunk-Esoterikern halte ich mangels wissenschaftlicher Erkenntniswege absolut gar nichts. Allerdings höre ich Infraschall. Er legt sich wie ein stark vibrierender Druck auf meine Ohren. Anders als etwa bei meiner Frau, die immer nur mit den Schultern zuckt, wenn ich sage, da dröhne es schon wieder. Hier und an unserem bisherigen Wohnort dröhnt es nämlich bisweilen – nicht immer, manchmal ist eine Woche Ruhe, dann dröhnt es wieder 48h am Stück. Ohne erkennbaren Rhythmus. Ein extrem tiefer Ton – nicht völlig gleichmäßig, sondern eher wie ein nicht ganz rund laufender Motor. Die Ursache des Dröhnens kann ich nicht erklären. Ich hatte schon alle Sicherungen im Haus ausgeschaltet, dennoch dröhnt es weiter – also ist die Quelle wohl außerhalb. Am bisherigen Wohnort gab es die Pumpstation einer Gaspipeline, die ich im Verdacht hatte. Inzwischen wohnen wir 7km weiter, das Dröhnen kommt auch hier immer wieder. Infraschall kann im richtigen Medium aber durchaus sehr weit übertragen werden…
Ich bin auch nicht der einzige, der das Dröhnen hört. Vor allem hatten und haben wir zuweilen über mehrere Wochen einen Hausgast – unsere Wahrnehmungen hatten wir schon aufgeschrieben und am Monatsende verglichen – 100% Übereinstimmung. Auch andere Freunde und Nachbarn hören den Ton, allerdings nur wenige. Beeinträchtigt der Ton mein Wohlbefinden? Nun, wenn es einem nichts ausmacht, wenn dauerhaft irgendwo ein undefinierbarer Piepton erklingt, stört ein Infraschallton vermutlich auch nicht. Mich treibt’s aber auf die Palme. Auch am Meer höre ich übrigens den natürlichen Infraschall der Brandung, da stört er aber nicht, da er eben zum zeitgleichen Rauschen der Brandung passt und nicht als Dauerton wirkt.
Da es für Infraschall bislang keine Grenzwerte und auch nur marginale Messverfahren gibt, wird’s wohl auch bei Infraschall durch Windkraft eine Mehrheitsentscheidung geben: Die Mehrheit stört’s nicht, also egal, zudem liegt BW bei der Windkraft ja ganz hinten – Kollateralschäden sind deshalb hinzunehmen, wenn der Rückstand wie politisch beabsichtigt aufgeholt werden soll. Es gehört aber für mich nicht viel Phantasie dazu, dass es einen relevanten Teil der Bevölkerung gibt, dem das bei flächendeckender Infra-Beschallung nicht mehr ganz so egal sein wird.
8.4.2015, Michael Keller

Lärm – Es braucht Opfer oder wirtschaftliches Interesse
Menschen sind unterschiedlich sensibilisiert und haben unterschiedliche sensorische Fähigkeiten. Schall wird nicht nur via „Ohren“ wahrnehmbar, sondern via anderer Körperteile, z.B. unter Wasser funktionieren die Ohren nicht, trotzdem können Sie unter Wasser hören. 7 km ist keine Distanz für Infraschall, an der Luft kann er leicht mehr als 100 km reichen. Im Wasser mehrere 1000 km. Lärm (hörbarer Lärm) ist die Umweltverschmutzung Nummer 1. Die Schäden sind personenbezogen, wirtschaftliches Interesse dagegen was zu tun ist null. Infraschall-Lärm (nichthörbarer Lärm) ist Umweltverschmutzung wahrscheinlich analog Nummer 1. Die Schäden sind für Menschen nicht zuordenbar! Bis auf vermutete Wal- oder Delphin Strandungen. Wirtschaftliches Interesse dagegen was zu tun ist null. Ergo keine Aktionen.
Mit der Aufstellung solcher Anlagen und deren Emissionen könnte sich was tun. Wichtig, wir brauchen Opfer oder wirtschaftliche Interesse, dann wird da nach geforscht.
8.4.2015, Dieter Neufeld

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