HTG – drei Lifestyle Wanderer

Lifestyle-Zielgruppen-Orientierung: Bisher waren es einfach nur die Wanderer, die von touristischen Destinationen wie dem Hochschwarzwald umworben wurden. Doch den typischen „Wanderer“ gibt es nicht. Deshalb verfeinerte die Hochschwarzwald Tourismus GmbH (HTG) ihre Marketing-Strategie und sieht sich den „Lifestyle“ der Wanderer genauer an. „Denn wandern wollen sie alle“, so Katharina Bayer, bei der HTG zuständig für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, „aber sie tun das mit unterschiedlichen Akzenten.“

Deshalb wurde das Konzept der Lifestyle-Zielgruppen-Orientierung von den Produktverantwortlichen der HTG zusammen mit externen Beratern entwickelt. Heraus kristallisierten sich drei Lifestyle-Typen, die die HTG künftig differenziert ansprechen will: neben
dem intensiven Erleber, gibt es
den aufgeschlossen Geselligen und
den anspruchsvollen Genießer.
Die systematische Ausrichtung auf diese drei Zielgruppen spiegelt sich auch im neuen Werbeauftritt der HTG wider. Dort werden gleich zu Beginn die unterschiedlichen Zielgruppen angesprochen. Ihnen wird konkret angeboten, was sie suchen. So kann der intensive Erleber zusammen mit der Unterkunft gleichzeitig einen Snow-Kite-Kurs buchen oder eine geführte Power-Mountain-Bike-Tour. Der anspruchsvolle Genießer kann wählen zwischen einer kleinen Genusswanderung oder einer E-Bike-Tour und den Tag dann mit einem gepflegten Gourmet-Menü ausklingen lassen.
Etwa 60 % der Gäste des Hochschwarzwalds gehören dem Typus des aufgeschlossenen Geselligen an, wozu vor allem auch Familien mit Kindern gerechnet werden. Je 20 % der Besucher sind intensive Erleber oder anspruchsvolle Genießer, wobei letztere das zahlungskräftigste Klientel darstellen. Diese Ausrichtung hin auf Zielgruppen wirkt tief in die Organisationsstruktur des Unternehmens hinein. Was bisher Produktmanagement war, entwickelt sich nun zum Zielgruppen-Management weiter.
Die HTG besteht als Zusammenschluss von dreizehn Gemeinden des Hochschwarzwalds nun seit vier Jahren. Unter dem Geschäftsführer Thorsten Rudolph entwickelte sie sich zu einer schlagkräftigen Organisation, die ihre Position am Markt behaupten und ausbauen konnte. Vor zwei Jahren wurde die Hochschwarzwald-Card eingeführt, Deutschlands größte und erfolgreichste Mehrwertkarte, die dem Gast, der in einem Betrieb mit Hochschwarzwald-Card übernachtet, über 60 Attraktionen kostenlos anbietet – quasi als Geschenk der Gastgeber an ihre Gäste, das mit dem Cleverle-Paket optisch und für den Gast sehr ansprechend abgerundet wird.
Die an der Hochschwarzwald-Card teilnehmenden Betriebe konnten ein deutliches Plus ihrer Übernachtungs- und Gästezahlen verzeichnen. Eine erste Analyse zeigt, dass dank des Mehrwertsystems der Card auch mehr jüngere Gäste Kurzurlaube im Hochschwarzwald buchen. Dadurch sinke das Durchschnittsalter der Gäste, die Marke Hochschwarzwald werde für jüngere Gäste und den Urlaubstrend „kurzer Aktivurlaub“ attraktiver, betont Bayer.

Die HTG ist ein junges, innovatives Unternehmen, das im Sinne des Gastes ständig neue Angebote und Ideen entwickelt. So hat sich inzwischen das jährlich stattfindende Festival an der Hochfirstschanze in Titisee-Neustadt fest etabliert. Das ganze Jahr über gibt es hochkarätige Veranstaltungen, seien es die erstklassigen Konzerte des Schwarzwald Musikfestivals, Kabarett-Veranstaltungen mit Schwarzwälder Urgesteinen oder die Domfestspiele in St. Blasien.
Es versteht sich von selbst, dass die HTG auf den wichtigsten Tourismusmessen Präsenz zeigt, um sich bekannt zu machen. Eine Besonderheit ist der 23. April 2013. Anlässlich der neuen TGV-Verbindung Freiburg – Paris ab August 2013 hält die HTG zusammen mit Freiburg und dem Elsass eine Presse- und Informationsveranstaltung in Paris ab, zu der neben Pressevertretern auch Reiseveranstalter eingeladen sind und für den Zielbahnhof Freiburg mit seiner Nähe zum Hochschwarzwald geworben werden soll.
19.4.2013, Dagmar Engesser www.dreisamtaeler.de

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