Homoeopathie – Globuli – Zeit

Als der Schopfheimer Maschinenbauingenieur Dr. Norbert Aust (60) feststellte, dass die seiner Frau von einem Homöopathen verschriebenen Kügelchen (Globuli) ohne Wirkung blieben, wendete er sich dieser Disziplin der Medizin zu. Mit seinem Buch “In Sachen Homöopathie – Eine Beweisaufnahme” will er als Naturwissenschaftler dem Patienten eine leicht verständliche Orientierung geben.

Kritik an Homeopathie – die gleich Wirkung wie Zucker
Zusammengefasst gibt es heute keine belastbaren Nachweise zur Wirksamkeit homöopathischer Arzneimittel. An sich könnte man das einfach ad acta legen. Aber von den Verfechtern der Homöopathie wird allen Ernstes behauptet, sie könnten auch ernsteste Krankheiten erfolgreich behandeln – Infektionen, Diabetes, Krebs – ja man könnte sogar auf Schutzimpfungen verzichten. Dann wird die Sache gefährlich, dann hat man eventuell keine Zeit für einen zweiten Versuch mehr, wenn man merkt, dass die Homöopathie doch nichts bewirktt…. Alles vom 11.3.2013 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/kritik-an-homoeopathie-die-gleiche-wirkung-wie-zucker 

Dr. Norbert Aust: “In Sachen Homöopathie – Eine Beweisaufnahme”
ISBN 978-3-942594-47-9, Februar 2013

 

Homöopathika versus Chemotherapeutika
Selbst wenn die Wirkung der Homöopathika eine reine Placebowirkung wäre (also nebenwirkungsfrei wirksam + heilend, das optimale Medikament also), frage ich mich, warum immer an dieser kostengünstigen Therapie rumgemäkelt wird, aber keine Buchbesprechungen über die in die Hunderttausende Euro (pro Patient) gehende Therapie mit Chemotherapeutika stattfindet. …
11.3.2013, Oliver Boersz, http://www.acmae.de/ueber-mich.html

Homöopathika  mit 400 Millionen Euro im Jahr
Wenn man etwas gegen die multinationale Pharmaindustrie hat (ich bin auch kein Freund davon), muss man gleich die evidenzbaierte Medizin aufgeben, stattdessen zum Scharlatan rennen und die Krankheiten wegzaubern lassen?
Dass die Chemotherapie per se unwirksam sei, ist wiederum absoluter Humbug – das weiss jeder, der vielleicht sogar aus dem Verwandten und Bekanntenkreis erfahren hat, wie Menschen mit dieser Therapie geholfen werden konnte. Nicht selten ist der Krebs sogar geheilt worden. Dass die Chemotherapie auch mehr einem Schrotflinten-schuss auf das Ziel ähnelt und nicht nebenwirkungsfrei wirkt, ist sicherlich richtig, aber da entwickelt sich die Medizin laufend weiter. …. Fest steht: Es ist unglaublich, wie sich dieser Betrug über eine Homöopathie-Lobby mittlerweile im Gesundheitswesen breitgemacht hat. Dabei bestehen die “Glaubuli” faktisch nur aus reinem Zucker! Als Hahnemann damals gegen die üble Aderlaß-Methodik der damaligen Medizin Sturm lief, war nicht einmal bekannt, dass Materie aus Atomen besteht. Mittlerweile ist die Naturwissenschaft weiter. Die Homöopathie scheint aber stehengeblieben zu sein – anstatt sich damals schon dem Kernanliegen zu widmen, der ganzheitlichen Betrachtung von Krankheitsbildern mit Wiederbelebung einer wirksamen Kräuterkunde, ist die Homöopathie immer mehr in die esoteriklastige Schiene abgerutscht, in welcher man jetzt krampfhaft versucht, die Wirksamkeit der Glaubuli naturwissenschaftlich zu belegen, was natürlich nicht funktioniert. Da muss mal wieder die Quantenmechanik herhalten oder das wirklich lachhafte Argument, dass Wasser Informationen speichern könne. Zudem ist das Ähnlichkeitsprinzip schon längst widerlegt. In Apotheken trifft man mitunter militante Verfechter dieses Zuckerhokuspokus, die am Ende ihrer mangelhaften Argumentationskette nur noch das Totschlagargument “Wer heilt, hat Recht” in den Raum werfen. … Dass die modernen Quacksalber unter den Apothekern ganz heiss darauf sind, Homöopathika zu verkaufen, ist klar: Damit werden mittlerweile 400 Millionen Euro im Jahr umgesetzt, und die Margen sind beträchtlich, denn wer kann als “Zuckerdealer” schon reinen Zucker für x Euro pro Gramm verkaufen?
11.3.2013, Johannes Güntert

 

Die Homöopathie-Lüge

… Dennoch bleiben die Autoren fair. Denn mit der Schulmedizin gehen sie kaum weniger kritisch ins Gericht. Deutlich zeigen sie, dass es vor allem deren Arroganz, mangelnde Patientenzugewandtheit und Fehler sind, die der Heilslehre zu ihrer Popularität verhelfen. Auch deshalb ist das Buch für jeden, der die Homöopathie und ihre Hintergründe verstehen möchte, eine glatte Empfehlung. ….
Alles vom 27.4.2013 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/bildung-wissen-1/medizin-als-parawissenschaft–71286704.html 

Nicole Heißmann, Christian Weymayr:
Die Homöopathie-Lüge, Piper-Verlag,
München 2012, 336 Seiten, 16,99 Euro.

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