Hinterzarten nicht barrierefrei

Barrierefreier Bahnhof in Hinterzarten dringend nötig! Am vergangenen Montagnachmittag stand ein Zug auf Gleis zwei in Hinterzarten und konnte nicht weiterfahren, weil sich ein Notfall ereignet hatte. Rettungsassistenten waren schnell vor Ort und kümmerten sich im Zug um die Patientin. Doch der Transport der Patientin in eine Klinik verzögerte sich, da es in Hinterzarten nicht so einfach ist, eine nicht gehfähige Person von Gleis zwei zum Bahnhofsausgang, wo der Rettungswagen stand, zu bringen. Die Rettungsdienstler sahen sich gezwungen, den Rettungswagen zum barrierefreien Übergang etwa hundert Meter östlich des Bahnhofs zu bringen, sich dort per Sprechanlage anzumelden, damit die Schranke sich öffnet, und danach mit der fahrbaren Trage den Weg wieder in Richtung Zug zu gehen. Dieser Weg stand der Patientin dann auch bevor, bei nasskaltem Regenwetter!

   Rettungsassistentin auf erzwungenen Umwegen – Bild: Engesser

Dieser Vorfall machte einmal mehr deutlich, wie dringend nötig es ist, den Bahnhof barrierefrei umzubauen. Die Bahn hat angekündigt, dies zu tun. Der Bahnhof Hinterzarten soll mit Aufzügen ausgestattet eine moderne, barrierefreie Bahnstation werden – allerdings sei mit einem Baubeginn vor 2017 nicht zu rechnen. Solange noch müssen Fahrgäste, die auf Rollatoren oder Rollstühlen angewiesen sind oder mit Kinderwagen unterwegs sind, diesen langen Umweg auf sich nehmen, denn die Unterführung mit den steilen Treppen ist für diese Personengruppen nicht machbar. Und solange auch werden Rettungsdienstler solche erzwungenen Umwege gehen müssen.
10.4.2013, Dagmar Engesser, www.dreisamtaeler.de

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