Himmelreich – Goldmedaille

Im „Himmelreich“ kocht eine Goldmedaillengewinnerin – Barbara Böhler bei „Special Olympics für geistig Behinderte“ in Südkorea erfolgreich: Strahlend steht sie in der urigen Gaststube vom „Hofgut Himmelreich“, in schicker weißer Küchenkleidung, mit einer großen Goldmedaille um den Hals und erzählt begeistert: „Ich hatte sogar einen Empfang in der Ibacher Halle und der Bürgeremeister hat gesagt: Wir sind stolz auf Babsi.“ Und das können die Ibacher aus dem Hochschwarzwald auch sein. Schließlich holte Barbara Böhler jetzt bei den „Special Olympics für geistig Behinderte“ in Südkorea im Super-G eine Goldmedaille. Im Riesenslalom wurde sie Fünfte hinter Skirennläuferinnen aus Russland, Kanada, Frankreich und Tschechien. Wegen eines Virusinfektes blieb ihr die Teilnahme am Slalom leider versagt. Babsi, wie sie im „Hofgut Himmelreich“, wo sie seit 2004 zunächst im Service, dann in der Küche arbeitet, liebevoll genannt wird, war mit der 100 Athleten starken deutschen Nationalmannschaft zehn Tage in Südkorea. Zunächst hätten sie drei schöne Tage in Seoul mit Stadtgängen und Eröffnungsfeier gehabt. Dann sei es zu den Wettkämpfen nach Pyeong Chang gegangen. Auf eine gute Platzierung in Südkorea hatte Barbara Böhler schon etwas gehofft, schließlich war sie doch kurz vor der Olympiade in Garmisch-Partenkirchen deutsche Meisterin im Riesenslalom geworden. Die im Skilanglauf erfolgreiche deutsche Nationalmannschaftsläuferin Stefanie Böhler ist übrigens eine Schwester von Babsi. Trainiert wird die dreißigjährige Barbara von ihrer Mutter Dorle. „Immer wenn ich zuhause bin und frei habe, trainieren wir.“ Und im Sommer mache sie Leichtathletik, erzählt Babsi: „Rennen, einhundert und vierhundert Meter. Da war ich auch schon Deutsche Meisterin.“

 

Mit ihrer Goldmedaille von den „Special Olympics für geistig Behinderte“ in Südkorea rührt Barbara Böhler die Pilzsoße im „Hofgut Himmelreich“ noch lieber. Foto: Gerhard Lück

Nicht nur Ibachs Bürgermeister ist stolz auf Babsi. Auch Jochen Lauber, Geschäftsführer des Integrationsbetriebes „Hofgut Himmelreich“ freut sich sehr: „Toll, dass wir eine so erfolgreiche Mitarbeiterin hier haben. Da geben wir ihr schon mal gerne für Training oder Wettkämpfe frei. Schließlich trägt sie ja die Idee von der Inklusion, die bei uns funktioniert, in die Welt. Sie ist eine echte Botschafterin des Himmelreichs.“ Und das hört Babsi wieder besonders gern und strahlt.
27.2.2013, Gerhard Lück, www.dreisamaeler.de

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