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Blick nach Norden zum Eingang des Gotthard-Tunnels Südseite am 1.11.2014

Blick nach Norden zum Eingang des Gotthard-Tunnels Südseite am 1.11.2014


Reichtum:
Jeder zehnte Milliardär der Welt wohnt nach Swissinfo in der Schweiz.
Die Klasse der Millionäre mit mehr als 210.000 Angehörigen bei nur 7,5 Millionen Einwohnern relativ groß. Jeder 40. Schweizer besitzt mehr als 1,2 Millionen Franken.
3% der privaten Steuerpflichtigen haben gleich viel Nettovermögen wie die restlichen 97% Schweizer Bürger
www.swissinfo.ch

Keine Erbschaftssteuer:
Von den 300 in der Alpenrepublik lebenden Superreichen, die 2009 zusammen fast 450 Milliarden Franken besaßen, hat die Hälfte ihren Wohlstand geerbt. In 2010 werden insgesamt allein dieses Jahr 40 Milliarden Franken weitergegeben.

Die Exporte der Schweiz nach Baden-Württemberg sind so groß wie die in die USA.

 

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(1) Gotthard-Passstrasse 1.11.2014

 

EU – Die Lähmung in den Schweizer Köpfen
Flüchtlingskrise, Eurokrise, Finanzkrise: Europa krankt an der Stärke des Rats und an einer Schwäche von Parlament und Kommission, an zu viel falsch verstandenen Eigeninteressen der Mitgliedsstaaten und an zu wenig Bundesstaatlichkeit.
In der Schweiz wird diese Lähmung Europas als “Bewahrung der Unabhängigkeit” gefeiert und so gar nicht als Lähmung einer Souveränität erkannt, die es in einer globalisierten Welt nur noch gemeinsam mit anderen gibt. Rechtsnationalisten blockieren europaweit die Handlungsfähigkeit von uns allen. Ihre mächtigste Waffe sind Sprachregelungen, mit welchen sie bestimmen, wie wir die Wirklichkeit sehen:
Wir Schweizerinnen und Schweizer begreifen uns nicht als Teil der EU. Der gemeinsame Rechtsraum sei ein “fremder” Rechtsraum, das europäische Projekt ein Projekt von anderen und nicht auch unser eigenes. Solange wir dieser Deutung der Wirklichkeit aufsitzen, kommen wir auch nicht auf die demokratische(!) Idee, das gemeinsame europäische Recht mitzugestalten anstatt uns diesem als Passivmitglied der EU bloß zu fügen. Die Lähmung Europas ist in erster Linie eine Lähmung in unseren eigenen Köpfen.
16.9.2015, Matthias Bertschinger, CH-Nunningen

 

Was wäre wenn Deutschland ein Schweizer Kanton werden würde?

Viktor Giacobbo: “Was die politische Schweiz betrifft, ist die direkte Demokratie mit den Volksabstimmungen das Positivste. Dazu gehört natürlich auch, dass man hier und da verliert. Mit dem Ergebnis über die Masseneinwanderungsinitiative bin ich nicht glücklich, da gehöre ich zu den Verlierern. Aber es gibt Großprojekte wie Stuttgart 21 oder den Berliner Flughafen, über die in Deutschland so viel geredet wird – in der Schweiz würden diese durch Volksabstimmungen beschlossen und danach halten sich auch die Gegner ans Ergebnis. Das Negative finde ich die vorhin angesprochene Konkordanzdemokratie, das ist ein Auslaufmodell…..”
Alles zu Viktor Giacobbos Satire-Dokumentarfilm “Der große Kanton” vom 28.7.2014 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/was-waere-wenn-deutschland-ein-schweizer-kanton-werden-wuerde


Hilfsbereite Kameradschaft der Schweizer

Der Autor behauptet, die Schweiz sei “ein Land, das immer nur seinen Vorteil sucht” und “die meisten Schweizer sind arrogant… und haben keinen Respekt vor Menschen aus einem anderen Land”. Dem könnte ich, gebürtiger Schlesier, entgegenhalten: Von 1969 bis 1996 dort arbeitend und mit sehr vielen Menschen im Kontakt stehend, habe ich von vielen hilfsbereite Kameradschaft, Verständnis und Respekt erlebt, gerade auch weil ich aus einem ganz anderen Hintergrund (Vertreibung aus dem Osten) kam. Es mag ja sein, dass Herr Müller das nicht so erfahren hat, denn arrogante Menschen gibt es schließlich überall, auch in Deutschland. Herr Müller könnte aber in die Basler Unibibliothek gehen, wo zurzeit eine Ausstellung zu sehen ist. Da sieht man, wie im Zweiten Weltkrieg Tausende von Kriegskindern in der Schweiz Ferien machen konnten, und auch nach 1945 kamen Kinder aus Deutschland zu Ferien in Schweizer Familien. Schließlich: Dass sich die Schweiz “aus allem raushalten” will, neutral war und ist – das kann man auch von Deutschland her nur neidvoll anerkennen, gerade auch in der jetzigen politischen Situation!
24.4.2014, Wilfried Hannich, Lörrach

 

Schweizer Staatssekretär Rossier: Schweiz von EU abhängig und auf Marktzugang angewiesen

“Die Phase der Unsicherheit werde so lange dauern, «bis wir wissen, was wir wollen», sagte die Nummer zwei im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Die Frage sei: «Wollen wir den Marktzugang, oder ist uns der Marktzugang egal?» Das sei «die grosse Weichenstellung».
Die EU sei derzeit nur an der Frage interessiert, «ob wir uns an das Freizügigkeitsabkommen halten oder nicht». Die Schweiz brauche Zeit für eine Antwort, denn man müsse zuerst herausfinden, «ob das überhaupt möglich ist».”….
“Sollte die Schweiz gleichzeitig die bilateralen Abkommen behalten und ein Kontingentssystem – «wie auch immer dieses aussehen mag» – einführen wollen, «dann müssen wir 28 Staaten überzeugen, dass sie uns dies gewähren». Jedes EU-Mitgliedsland wiederum habe eine eigene «nationale Brille». Klar sei auch, für die EU insgesamt sei die Schweiz «nicht das erste Thema».
Man sei zwar aufeinander angewiesen, aber «die Schweiz deckt fünf bis sechs Prozent des Aussenhandels der EU ab; die EU fast 60 Prozent unseres Aussenhandels. Wer da wohl mehr von wem abhängt?» Für die Schweiz sei «die Beziehung zur EU essenziell». ….
Alles vom bitte lesen auf
http://www.suedostschweiz.ch/politik/beziehungen-zur-eu-fuer-rossier-essenziell

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Gegen Masseneinwanderung – Abstimmung am 9.2.2014 angenommen

Volksinitiative der SVP
Die konservative SVP hat die Initiative gegen Masseneinwanderung lanciert. Im Februar 2012 waren die für eine solche Initiative erforderlichen 100 000 Unterschriften beisammen, der Bundesrat erkannte sie nach einer rechtlichen Prüfung für zulässig, jetzt hat das Volk das letzte Wort. In der Schweiz ist die Zahl der Einwohner von 3,3 Millionen im Jahr 1900 auf 8,04 Millionen im Jahr 2012 gestiegen. Allein seit 2000 kam eine Million Einwohner hinzu. Das Wachstum geht vor allem auf Zuzug zurück. Der Ausländeranteil liegt aktuell bei 23,5 Prozent.

Basler Kantone auf die Ausländer angewiesen
An der Uniklinik Basel arbeiten 917 Ärzte: 469 bzw. 51% Schweizer und 448 bzw. 49% Ausländer, darunter 349 Deutsche. Von alljährlich 30 neu zu besetzenden Arztstellen werden nur 10-12 von Schweizern besetzt. Die Ausländerquote wird also weiter zunehmen, da es keine geeigneten Schweizer Ärzte gibt. Ohne die Nichtschweizer würde der Krankenhausbetrieb zusammenbrechen.
Die Stadt Basel hat einen Ausländeranteil von über 35%.
In der Science-Industrie, zu der auch die Pharmabranche als industrielles Highlight von Basel zählt, sind ca 45% der 65000 hochqualifizierten Mitarbeiter Ausländer. In der Gastronomie liegt der Ausländeranteil bei 40% und in der IT-Branche laut ITC-Switzerland bei gar über 50%.
Die Schweiz hat über 8 Mio Einwohner Anfang 2014. Jedes Jahr nimmt die Schweizer Bevölkerung um 80000 – 100000 Menschen zu. Seit 1998 hat sich die Zahl der Grenzgänger verdoppelt: Täglich pendeln aus Frankreich 145000, aus Italien 66000 und aus Deutschland 57000 Beschäftigte in die Schweiz ein.
Vielen Schweizern wird es zu eng. Aber: Im Stadtstaat Singapur leben über 5 Mio Menschen. Dabei ist Singapur flächenmäßig nur unwesentlich größer als die Kantone Basel-Stadt und Basel-Land.
In der Schweizer Fussball-Nationalelf spielen mit Xerdan Shaqiri, Granit Xhaka, Josip Drmic und den beiden SC-Spielern Memmedi und Fernandes mindestens fünf Kicker mit Migrationshintergrund.
6.2.2014

Geht es auch ohne Ausländer?
Als Betroffener (Grenzgänger) verstehe ich die Diskussion nicht ganz. Im Gegensatz zu vielen anderen Staaten hat die Schweiz eine konstant niedrige Arbeitslosigkeit von 2.5 bis 3.5%, siehe
http://www.amstat.ch/v2/index.jsp?lang=de
Auch vor 10 Jahren war die Quote nicht viel anders. Deshalb nehmen die “Usländer” offensichtlich keinem Schweizer seinen Arbeitsplatz weg, sondern helfen der Schweizer Wirtschaft. Auch das Thema Asyl ist nicht dominierend. Die Schweiz hat knapp 30 000 anerkannte Flüchtlinge, 44 000 sind im Verfahren, siehe
http://www.bfm.admin.ch/content/dam/data/migration/statistik/asylstatistik/jahr/2013/stat-jahr-2013-kommentar-d.pdf .
Wenn die Bilateralen aufgekündigt und weniger EU-Bürger in der Schweiz arbeiten, wird dies zwangsläufig auf Kosten des Wohlstandes in der Schweiz gehen. Betroffen sehe ich vor allem Bildung, Gesundheitsversorgung, Industrie. Die traditionellen Branchen werden vermutlich wenig betroffen sein. Das klassische Bild der Schweiz mit Bergbauern (Almöhi), Schokolade usw. wird also nicht getrübt. Speziell im Gesundheitswesen könnten sich die Schweizer natürlich statt in Basel auch in Freiburg, Weil am Rhein oder Lörrach behandeln lassen, falls die 349 deutschen Ärzte nicht mehr in der Uniklinik Basel arbeiten dürfen. Die deutsche Bauwirtschaft und das deutsche Gesundheitssystem würde sich freuen.
5.2.2014, Martin Künstler
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Darum habe ich der Initiative der SVP zugestimmt
1. Diese Initiative richtet sich nicht gegen die Deutschen, sondern gegen die Masseneinwanderung als solche, was sich gegen die Masse richtet und nicht speziell gegen eine Nationalität. Wir wollen bei der Einwanderung wieder Qualität und keine Quantität, wie bisher. Wir möchten auch wieder die Souveränität darüber und keinen Zwang aus Brüssel. Sprich wir haben wegen der Personenfreizügigkeit mehr Lohndumping, mehr Schwarzarbeit, mehr Wohnungsnot und mehr Kriminalität. Zudem ist wegen der Masseneinwanderung unsere Arbeitslosenkasse marode. Und das alles in der kleinen Schweiz.
Die 56.000 deutschen Grenzgänger haben mehr zu verlieren als wir, da diese vielfach nur Schweizer ersetzen und zu geringen Löhnen arbeiten. Ausserdem sei auch erwähnt, dass deutsche Firmen in der Schweiz oftmals Lohndumping betreiben, was illegal ist.
2. Gemäss einer nicht publizierten und nicht bestätigten Umfrage von Anfang Woche liegen die Befürworter der Initiative schon bei 49%. Fachleute gehen davon aus, das fünf von sechs Abstimmenden, die sich erst kürzlich oder jetzt noch zur Teilnahme entschlossen haben, Ja stimmen werden.
Im weiteren sei noch erwähnt, dass mit der Personenfreizügigkeit nicht einmal das BIP pro Kopf bei uns gewachsen ist, wie zuvor immer behauptet wurde. Eine Nettoeinwanderung von jährlich 80.000 Personen erträgt dieses kleine Land nicht mehr, wo sich topographisch bedingt 2/3 der Bevölkerung auf 1/4 der Fläche konzentriert. Rund die Hälfte der Einwanderer jedes Jahr wurden weder von der Wirtschaft gerufen, noch werden sie von der Wirtschaft benötigt: Familiennachzug, Aus- und Weiterbildung, Studenten usw. Diese kosten uns dennoch viel und beanspruchen auch unsere knappen Ressourcen. Wegen diesen vielen Negativpunkten ist mir der Preis dieser PFZ einfach viel zu hoch, wenn nicht einmal etwas für den Einzelnen dabei herausschaut. Man kann als Schweizer auch ohne diese unsinnigen EU-Verträge weltoffen und gastfreundlich sein. Aber eben nicht zu diesem Preis. Darum habe ich der Initiative der SVP zugestimmt!!
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Nach den letzten Zahlen wanderten bei uns Netto 80.000 Ausländer ein, wovon aber über 50% von der Wirtschaft gar nicht gerufen wurden, noch werden diese benötigt: Familiennachzug, Studenten, Aus- und Weiterbildende, nicht bestimmbare Berufe etc. Für unser kleines Land ist es schon noch ein Unterschied, ob wir 40.000 qualifizierte Ausländer hereinlassen, oder ob es 80.000 sind, wovon die Hälfte von der Wirtschaft gar nicht benötigt wird. Platz und Ressourcen beanspruchen aber dann auch diese.
2012 wanderten zu uns nur 81 Bauingenieure ein, während gleichzeitig tausende Ingenieure arbeitslos sind. Von der Bruttoeinwanderung 2012 mit 104.000 Personen waren lediglich 1400 Ärzte darunter. Dagegen sind es 23.000 Personen die mit dem Familiennachzug gekommen und 7000 Aus- und Weiterbildende, die uns wirtschaftlich rein gar nichts bringen, ja wir subventionieren sogar noch die ausländischen Stundenten, die trotzdem unsere Infrastruktur beanspruchen.
Ist es in Ordnung, wenn zahlreiche Deutsche Firmen bei uns Lohndumping betreiben, was illegal ist?? Bei uns gelten unser Löhne und unsere Gesetze und nicht jene von Ostdeutschland, Tschechien oder Polen. Warum stören Sie sich über das Fluftverkehrsabkommen, da doch auch das Gewerbe in Südbaden enorm von unserem Flughafen profitiert, die Swiss der Lufthansa gehört und Menschen aus Südbaden auch über Kloten fliegen?? Was ist näher von Waldshut, Kloten oder Stuttgart? Auf der anderen Seite ist es dann gar kein Problem, wenn die EU Schweizer Agrarprodukte ( z.B Käse) bürokratisch schikaniert und vom EU-Markt fernhält?? Und was ist mit dem Schweizer Schwarzgeld auf Banken in Süddeutschland??
Ganz zu schweigen davon, wie deutsche Grenzgänger unsere Strassen verstopfen. Und was ist mit den deutschen LKW, die unsere Umwelt am Gotthard verpesten?? Die Deutschen bezahlen nichts an die Baukosten der NEAT, ob schon sie grössten Profiteure dieser schnellen Nord-Süd Verbindung Genua-Hamburg sein werden..
Es hat nichts mit Nationalismus zu tun, wenn ein Land seine Einwanderung selber kontrolliert, sondern mit Souveränität und Vernunft. Mit Inseldasein hat es auch nichts zu tun, da wir einen der grössten Ausländeranteile Europas haben und fast alle bei uns arbeiten wollen. Es bringt uns auch nichts, wen zu viele Ausländer in die Sozialwerke einwandern, ohne das diese aber zuvor viel eingezahlt hätten, so dass diese Sozialwerke dann ins Minus fallen. Die Deutschen mögen es ja auch nicht, wenn Ausländer verstärkt in die Sozialwerke einwandern. Bei der Sozialhilfe, der Invalidenversicherung und der Arbeitslosenvericherung, sind heute schon 45% der Bezüger Ausländer, bei einem Ausländeranteile von 23%, wo dann auch etwa 50% aller Straftaten in der CH von Ausländern begingen werden.
Mir ist dann auch nicht bekannt, dass die Kanzlerin jemals schon Barack Obama wegen dem Bankgeheimnis kritisiert hätte, während ein Kleinstaat wie die Schweiz darauf verzichten sollte, nur weil eure linke Regierungen nicht mit Geld umgehen könne und neidisch auf die Nachbarn blicken. So lange die Deutschen mit so einer Doppelmoral agieren und nur immer profitieren möchten, so lange wird unser Verhält ich angespannt bleiben. Wenn ihr euch von Brüssel bevormunden lassen wollt, dann ist das eure Sache. Das gibt euch aber nicht das Recht souveräne Staaten so etwas abzusprechen. Wir bestimmen immer noch selber, wer und wann zu uns kommen darf, oder eben nicht!
8.2.2014, Rolli Anderegg
Kanton Tessin verbietet Burka

Am 22.9.2013 wurde eine Volksabstimmung im Kanton Tessin durchgeführt, die das Tragen der Burka im öffentlichen Raum künftig verbietet. 65,4 Prozent der Tessiner stimmten einer entsprechenden Erweiterung der Kantonsverfassung zu. Der Initiator der Abstimmung, der Ex-Journalist Giorgio Ghiringhelli, zeigte sich zufrieden und sprach von einer „historischen Abstimmung“. Kritik kam vom Islamischen Zentralrat in der Schweiz, die monierte, dass eine derart breite Ablehnung der Ganzkörperverschleierung von Frauen zeige, wie „islamophob“ die Schweizer Gesellschaft bereits sei.
30.9.2013

 

Kommunitation: CH persönlich – D sachlich

Natürlich gibt es kulturelle Unterschiede, die grundlegend sind. In der Schweiz spielt die persönliche Ebene in der Kommunikation die erste Geige. Die sachliche Ebene ist nachgeordnet. Weil die Schweiz ein horizontal organisiertes Land ist, kommuniziert man auch horizontal auf Augenhöhe. Zuerst und ganz im Mittelpunkt geht es darum, das gegenseitige Verständnis und Vertrauen zu pflegen. Erst wenn die persönliche Ebene stimmt, geht es um die Sache, und das eher indirekt, nie drauflos aufs Ziel, eher wie ein gemächlich mäandrierender Fluss.
BZ: Und die Deutschen?
Lochmann: Deutsche kommunizieren bevorzugt sachorientiert. Das Pflegen der persönlichen Ebene ist drittrangig. Man argumentiert eher direkt, knapp, deutlich und für Schweizer Ohren unumwunden.
BZ: Das führt zu Missverständnissen?
Lochmann: Für Schweizer kann durch diese klare, ganz der Sache verbundene Ansage der Eindruck entstehen, man haue auf den Putz. Reine Sachargumentation ohne das Betonen der persönlichen Ebene kann als kalt, ja arrogant empfunden werden. Ohne fortlaufend als Person einbezogen zu werden, fühlen sich Schweizer in Gesprächen manchmal an die Wand gedrängt. Die Schweizer sind da den Franzosen eher nahe: Dort wird ja auch erst nach dem Essen übers Geschäft gesprochen. ….
Alles mit Kommunikationstrainerin Franziska Lochmann vom 29.6.2013 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/franziska-lochmann-diffiziler-als-wir-uns-eingestehen

 

Schweiz begrenzt die Einwanderung

Für die EU-8-Staaten (Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn)wird die Kontingentierung der für 5 Jahre gewährten Aufenthaltsbewilligungen auf 2.180 und für die EU-17-Staaten (also auch Deutschland) auf 53.700 bewilligungen reduziert. Diese einseitige Begrenzung gilt bis zum 31.5.2014.

Bundesrat ruft Ventilklausel für EU-17 und EU-8-Staaten an
…. Die Schweiz ist attraktiv für Migrantinnen und Migranten. In den letzten Jahren lag die Zahl der ausländischen Einwanderer jährlich um rund 60 000 bis 80 000 über jener der Auswanderer. Diese anhaltend hohe Zuwanderung hat positive wie negative Auswirkungen – beispielsweise auf die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt, auf die Sozialversicherungen, die Raumplanung, den Wohnungsmarkt und die Infrastruktur. Der Bundesrat beschäftigte sich heute mit der Frage, wie die negativen Folgen aufzufangen seien. Er kam zum Schluss, dass die Ventilklausel als eine Massnahme unter vielen anderen dazu beitragen soll, die Zuwanderung wirtschafts- und gesellschaftsverträglich zu gestalten. Per 1. Mai 2013 wird deshalb die Kontingentierung der B-Bewilligungen (Aufenthaltsbewilligungen von fünf Jahren Dauer) für Angehörige der osteuropäischen EU-8-Staaten [1] fortgesetzt. Falls der Schwellenwert erreicht wird, wird die Kontingentierung per 1. Juni 2013 auf B-Bewilligungen für Erwerbstätige aus EU-17-Staaten [2] ausgedehnt. Die Kontingentierung auf rund 2180 B-Bewilligungen für die EU-8-Staaten sowie rund 53‘700 B-Bewilligungen für die EU-17-Staaten wird während eines Jahres gelten. …..
Alles vom 24.4.2013 bitte lesen auf
http://www.admin.ch/aktuell/00089/index.html?lang=de&msg-id=48623

 

Misstrauen zwischen Deutschen und Schweizern als Hauptproblem

“Das Misstrauen ist das Hauptproblem. Das ist über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte gewachsen. Daran ist die Schweizer Seite – vor allem der Flughafen Zürich – auch nicht ganz unschuldig. Auf unserer Seite gab es Peer Steinbrücks Sprüche von der Kavallerie. Das sind Dinge, die nicht gehen. Wir müssen uns um einen freundschaftlichen Ton bemühen und offen sein.”
Winfried Kretschmann am 29.12.2012 – gesamtes Interview im Züricher Tagesanzeiger bitte lesen auf
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Mir-sind-die-Aargauer-auch-naeher-als-die-Niedersachsen/story/12757670

Big Busienss statt Älplerromantik
Ich habe 18 Monate in der Schweiz gelebt und darüber Blog geführt und intensivst das Verhältnis Deutsche – Schweizer analysiert.  Der Schweizer liebt sein Image als herziger Schweizer und spielt es auch gerne nach außen aus. Das Image vom Foiver-und-Weggli-Schweizer dagegen, also der den Hals nicht voll kriegen kann, ist dagegen mehr so interne Kritik, aber durchaus auch gebräuchlich. Die Schweizer bringen es sogar fertig sich darüber zu beklagen, dass sie “im Spital hochdütsch spröche mönd”, weil es nur noch deutsche Ärzte gibt, während hier immer mehr Ärzte nur gebrochen Deutsch reden können. Misstrauen alleine ist nicht das Problem, mit den Schweizern muss man knallhart verhandeln und darf sich nicht von Älplerromantik blenden lassen, die gibt es in Zürich, Basel oder Genf nicht, da gibt es Big Business.
29.12.2012, Jochen Lembke, http://jochenlembke.wordpress.com/

 

Deutsche und Schweizer denken genau gleich

Wenn die Autoren des Beitrags darstellen, ,,…wie unterschiedlich Schweizer und Deutsche mitunter denken können”, verwundert mich das sehr. Richtig ist: Deutsche und Schweizer denken genau gleich. Beide Seiten wollen am Geld der Steuerhinterzieher ordentlich verdienen. Das ist auch verständlich. Schließlich benötigen beide Regierungen viel Geld, leben doch in Deutschland und in der Schweiz – wie in allen reichen Ländern – hauptsächlich, vom materiellen Wohlstand verwöhnte Menschen, die den Hals nicht voll kriegen und von der öffentlichen Hand mehr und mehr Leistungen fordern. In einem gleichen sich letzten Endes sogar alle drei Konfliktparteien: Deutsche, Schweizer und die Steuerhinterzieher. Sie glauben fest daran, dass allein Geld und Überfluss glücklich machen. Übrigens auch beim Fluglärmkonflikt herrscht deutsch-schweizerische Einigkeit. Beide Seiten wollen keine lärmenden Flugzeuge.
8.12.2012, Doris Berbaum, Freiburg

“Zwei Welten prallen aufeinander – Der Konflikt um das Steuerabkommen”, Beitrag von Bernd Kramer und Roland Pichler vom 24.11.2012 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/wirtschaft-3/zwei-welten-prallen-aufeinander-x1x–65990880.html

 

Juf Avers ist mit 2000 m Höhe die höchstgelegene bewohnte Ortschaft Europas.

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